Der Kampf gegen Asteroiden hat schon längst begonnen…

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Nun ist es tatsächlich soweit. Heute begann die Konferenz zur planetaren Verteidigung der Internationalen Akademie für Raumfahrt in Bukarest. Diese Tagung wird bis zum 12. Mai 2011 dauern. Die Schwerpunkte zielen auf eine Bedrohung und deren konkreten Maßnahmen ab. Seit den frühen neunziger Jahren wird an der planetaren Verteidigung geforscht. Kosmische Objekte, die die Erdumlaufbahn kreuzen, stellen stets eine potenzielle Bedrohung für die Erdenbewohner dar. Steine, die vom Himmel fallen, können Menschen massiv bedrohen. Beispiele findet man z.B. in Amerika. Meteoriten, die unter einem Durchmesser von zehn Metern auf die Erde stürzen, sind nicht mit den Asteroiden zu vergleichen, die bis zu mehreren Kilometern groß sein können.

Im Sommer 2009 kollidierte einer dieser riesengroßen Brocken mit dem Jupiter zusammen. Das Ausmaß ist erschreckend, denn die Spezialisten sprechen von einer Narbe mit der Größe des Pazifiks. NASA-Mitarbeiter fotografierten dieses unerwartete Ereignis laut Medienberichten mit Hilfe des Hubble-Teleskop. Deshalb arbeitet die UN nun auch an einem Notfallplan. Es soll ein Frühwarnsystem durch die ESA aufgebaut werden. Die Europäische Kommission gab auch Forschungsprojekte in Auftrag, die sich mit den Abwehrmaßnahmen beschäftigen. Man munkelt von sechs Millionen Euro in diesem Forschungsbereich.

Ungefähr 200 Spezialisten debattieren nun in Rumänien über folgende Themen:

„Potenziell bedrohliche Objekte - jüngste Fortschritte in der Forschung
- Aufdeckung und Ermittlung von Ressourcen und Maßnahmen
- Auswirkungen, Konsequenzen und Aufklärung
- Planung von Missionen und Technologien
- Planung von Aufklärungskampagnen
- Rechtliche und politische Regelungen und Maßnahmen zur planetaren Verteidigung
- Fortschritte in der planetaren Verteidigung“

Neuesten Meldungen zufolge, will US-Präsident Barack Obama Astronauten auf einen Asteroiden schicken.

Ein neuer Jagdinstinkt könnte weltweit ausgebrochen sein. In Zukunft werden nicht nur Terroristen gejagt, sondern Asteroiden. Raumfahrtexperten erarbeiten nun einen „steinbrechenden“ Plan, um Asteroiden, die Kurs auf die Erde nehmen, rechtzeitig vor dem Aufprall aus der Bahn zu schießen. Doof nur, wenn diese Mission misslingen, quasi jener technische Misserfolg zu einer kosmischen Bombe mutieren würde. Menschen könnten sterben, die vielleicht im Normalfall den Asteroidenabsturz überlebt hätten.

Der letzte Asteroid, der auf die Erde stürzte, war ca. 10 bis 15 Kilometer groß. Er verursachte damals auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán eine riesige Naturkatastrophe, sorgte für einen globalen Temperatursturz. Dies war vor ca. 65 Millionen Jahren und damals starben z.B. Dinosaurier.

Irgendwo lauern kilometergroße Steine, die im Moment jedenfalls durch das Sonnensystem fliegen.

Wir sollten in Zukunft niemals gebückt durchs Leben laufen, dann könnte unser natürliches Frühwarnsystem rechtzeitig einsetzen und unserem Gehirn Signale senden, wenn es heißt: Kopf einziehen! Wir werden sonst gesteinigt!

Quelle

cordis.europa.eu/fetch?CALLER=DE_FP7_EVENTS&ACTION=D&DOC=1&CAT=NEWS&QUERY=012dea79e133:46d7:35b64eb9&RCN=33048

de.wikipedia.org/wiki/Planetare_Verteidigung

21:18 09.05.2011
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Geschrieben von

Corina Wagner

Wer das Wort Alphabet buchstabieren kann, ist noch kein/e Autor/in. (C.W.)
Corina Wagner

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