Costa Esmeralda
12.01.2013 | 07:13 90

Offener Brief an JA und die dF-Community (3)

"El Cóndor Pasa" Schlussteil des Projektvorschlages: Monatszeitschrift "El Cóndor Pasa" als Print-Beilage des dF, von der Community erstellt

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Costa Esmeralda

„Offener Brief an Jakob Augstein und an die dFC (3)“

Fortsetzung und Schluss der Projektbeschreibung der Monatszeitschrift (als Print-Beilage zur dF, erstellt von der dFC):

Titel: „El Cóndor Pasa“

Untertitel: „Monatszeitschrift zur Förderung von Humanismus, nationaler und europäischer Identitätsstiftung und Weltbürgertum“

0. Vorbemerkung: Zur Entstehung der Idee (siehe vorherigen 1. Brief)

1. Begründung (siehe vorherigen 2. Brief)

2. Vorläufige Titel und Untertitel der Monatszeitschrift (siehe vorherigen 2. Brief)

3. Inhaltliche Zielsetzung und Themenbereiche

3.1 Inhaltliche Zielsetzung

Wie im Untertitel angegeben:

Förderung von Identitätsstiftung für den Bürger: Identitätsstiftung des deutschen Bürgers, der gleichzeitig zum europäischen Bürger und zum Weltbürger wird, und das in einer gesellschaftlichen Ordnung, die sich in erster Linie am Ideal des Humanismus der Aufklärung, der Menschenrechte und eines harmonischen Verhältnisses von Mensch und Natur orientiert, und die weit über die Paradigmen des Sozialismus' und Kapitalismus' hinausreicht.

Zusatz: Was heißt Weltbürgertum? Ich gebe zu, dass ich da sehr auf eigene Berufs-Erfahrungen in multikulturellen Umfeldern zurückgreife, auch auf A. v. Humboldt, deren Lateinamerikareise ich in Teilen mehr als 200 Jahre später nachvollzogen habe. Meiner Auffassung nach sollte der deutsche Bürger erst einmal durch zunehmende Aufklärung über und Austausch mit fremden Kulturen Respekt und Achtung vor dem "Anderen" entwickeln, und das im europäischen und außereuropäischen Kontext. Darüber hinaus sollte der Bürger die globalen Zusammenhänge erkennen, sich in ihnen zurechtfinden und sich zur Aufrechterhaltung einer friedlichen Einheit der Völker der Welt bekennen, in der gemeinsame Wertvorstellungen, wie die universalen Menschenrechte und eine universale Ethik des menschlichen Handelns, die Gegensätze zwischen Rassen, Ethnien, Religionen, Weltanschauungen, Geschlecht usw. usf. auf der Basis von Toleranz, Verständnis und gegenseitiger Achtung langsam zum Verschwinden bringen. Es ist durchaus möglich und wünschenswert, eine derartige Identitäts-Hierarchie des Bürgers zu entwickeln, die mit der Identifikation mit der eigenen Familie beginnt, und die schliesslich im gelebten Weltbürgertum das Erlangen der vollen Sinnhaftigkeit des menschlichen Lebens möglich macht.

3.2 Themenbereiche

Es werden die folgenden vier Bereiche vorgeschlagen:

a) Gesellschaftsanalyse,

b) Gesellschaftsreform,

c) gesellschaftliche Utopie und

d) Kultur als Sinn- und Identitätsstiftung.

Diese Themenbereiche sollten pädagogisch so angegangen werden, dass ein Bereich auf dem anderen aufbaut. Ich stelle mir das bspw. in folgender Weise vor:

Beispiel HartzIV als ein Mosaikstein der „Sozialen Kälte-Politik“:

1. Analyse: A. Zusammenfassende Beschreibung der Entstehung von HartzIV, Ursachen und heutige gesamt-gesellschaftliche Auswirkungen (das könnte im vereinfachten Wikipedia-Stil erfolgen). B. Konkrete Fall-Schilderung (Beispiel Schlecker), welche persönliches Betroffenheitsgefühl mobilisiert. C. Behandlung von HartzIV durch die Bundesregierung, Vorschläge von Parteien. Es könnten zum Vergleich auch in Kurzform (bzw. in besonderen Abschnitten/Kästen) Beispiele aus anderen europäischen oder außereuropäischen Ländern herangezogen werden.

2. Reform: Hier sollte von uns ein schlüssiger Reformansatz vorgestellt werden, mit wirklichkeitsnaher und möglicher Auswirkung auf Einzelne und Gesamtheit. Dabei sollten durchaus bereits vorhandene Reformvorschläge mit einbezogen werden.

3. Utopie: Darstellung einer umfassenden Lösung in humanistischem Sinne, das heißt, weder im kapitalistischen noch sozialistischen Sinne, sondern in einer auf Solidarität und gegenseitiger Hilfe beruhenden Politik, die durch die Betroffenen selbst definiert wird (d.h. nicht abhängig von Privatkapitalisten und auch nicht von selbsternannter bürokratischer Nomenklatura). 2) und 3) bedingen sich wechselseitig. Es wäre auch möglich, die Utopie direkt nach der Analyse vorzustellen, um so die Reform als ersten Schritt zur Utopie hin deutlich zu machen.

4. Kultur: Die Schritte 1 bis 3 können durch alle möglichen künstlerischen Formen beschrieben werden, von der Karikatur hin zur Lyrik, Prosa, Fotografie und selbst Video.

Die Ausarbeitung der Themenbereiche sollte so etwas wie das gemeinsame „Kunstwerk“ der Kooperative „El Cóndor Pasa“ sein, in einfacher, aufklärerischer, spannender und lustvoller Weise (bspw. „Brecht‘sche-Weise“), die die Leser nicht anöden oder überfrachten soll, sondern begeistern und zur Erkenntnis führen, und das als Prämisse der Bürger-Identität und seines Widerstandes gegen Herrschaftsverhältnisse. (Wer weiß, ob der eine oder andere durch unsere Monatszeitschrift nicht zum Theater- oder Opern-Schreiben oder Liedermachen animiert wird? Das sei nicht nur zum Spass erwähnt.)

4. Leser-Zielgruppen

Wie in der Begründung bereits angedeutet sollten die Mitarbeiter der Monatszeitschrift es schaffen, aus der Community heraus in die Gesellschaft meinungsbildend zu wirken. Die primäre Aufmerksamkeit gebührt dabei allen Menschen, die sozial ausgeschlossen, d. h. vom gesellschaftlichen „mainstream“ abgeschnitten sind, und in dieser Gruppe vor allem die Jugendlichen, die Niedrigverdiener, HartzIVler, Arbeitslose, Rentner mit niedrigem Einkommen, alleinversorgende Mütter und Väter und Angehörige ausländischer Gemeinschaften. Darüber hinaus soll dem Normalbürger beigestanden werden, aktiv für ein sinnerfülltes Arbeiten und würdiges Leben einzustehen, das ihm die volle Freiheit der Mitwirkung und Mitentscheidung seiner Lebensverhältnisse ermöglicht. Kurzum, alle Bürger sollten in der einen oder anderen Form im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.

Wenn sich die „El Cóndor Pasa-Kooperative“ einmal um die Monatszeitschrift herum konsolidiert hat, kann durchaus daran gedacht werden, Kooperativen bzw. gemeinwirtschaftlich betriebene Aktivitäten bezüglich der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in Angriff zu nehmen, die ihren Ausgangspunkt in der Monatszeitschrift haben. Vor allem sollte auch von Anfang an darauf hingearbeitet werden, dass die BT-Wahl in vier Jahren mit einer stattlichen Zahl von unabhängigen Kandidaten aufgemischt wird, die eine breite außerparlamentarische Bewegung mit in den BT hievt. Das Gleiche gilt ebenso für Landtagswahlen.


5. Erstellung durch die Community

Wie sollte man sich die Erstellung der Null-Nummer durch die Community vorstellen?

Zuerst einmal ist eine Kerngruppe von freiwilligen Bloggern erforderlich. Ich schlage vier bis fünf Blogger vor, die sich verpflichten, freiwillig einen ersten Monat, für die Erstellung der Nullnummer, verantwortlich zu sein. (mindestens ein Verantwortlicher für einen Themenbereich) Das bedeutet sicher einen Arbeitseinsatz von mindestens etwa 20 Stunden pro Woche. Es ist schließlich viel Recherche vonnöten und eine anschließende „Übersetzung“ in unsere von uns selbst zu entwickelnde eigene „El Cóndor Pasa-Sprache“. Das erfordert viel Einfühlungsvermögen in die soziale Wirklichkeit der deutschen Gesellschaft.

Diese Kerngruppe stellt die ersten vorgeschlagenen Themen der gesamten Community vor, und zwar als jeweils ersten Versuch/Blog im Themenbereich. Das heißt, vier Blogs werden mit vorgegebenen Themen eröffnet und alle Interessierten der Community können sich für die Dauer von 20 Tagen an der Diskussion innerhalb der vier Blogs beteiligen. Danach werden die Blogs geschlossen und die Kerngruppe arbeitet gemeinsam 10 Tage lang an der Fertigstellung der Nullnummer der Monatszeitschrift. Dabei können zwei Formate erstellt werden:

A: Das erste mit jeweils einer Seite pro Themen-Bereich. Aus welchem Grund nur eine Seite? Wir müssen daran denken, dass die Zeitschrift möglichst in zahlreiche Alternativ-Zeitungen hineinkommt (unentgeltlich, aber mit Copy-Right-Angabe): Schülerzeitungen, Unizeitungen, Gewerks- und Lehrlings-Zeitungen und Veröffentlichungen von Stadtteilen, Vereinen, usw., usf. Auszüge müssten auch zu Flugblätter-Zwecken bspw. in Stadtteilen herangezogen werden können. Deshalb sollte die dF-Beilage kurz und bündig sein. Selbst dF-Leser können die Print-Beilage als Nachschlagwerk „horten“.

B. Darüber hinaus sollten wir an ein zweites Format denken (eventuell mit 12 oder 16 Seiten), das gleichzeitig mit dem ersten in ausführlicher Form entwickelt wird. Dieses zweite Format sollten wir schon einmal bei Online-Editionen einstellen, mit der Möglichkeit des Erwerbes von etwa 1 Euro. Die zwölf ersten Monatsausgaben ergäben ein "sattes" Buch, das ebenfalls bei Online-Editionen eingestellt wird. Vielleicht ergeben sich auch Printausgaben bei interessierten Editionen. Eventuell könnten wir einen Monat vor der Wahl auch eine speziellen BT-Parteien-Ausgabe veröffentlichen und die erste Gesamtausgabe noch vor der Wahl herausbringen (Monate Februar bis September).

Zusammenfassung: Vier Themen werden in der dFC vorgestellt und diskutiert. Danach erarbeitet die Kerngruppe auf einer eigens eingerichteten Web-Site der „El Cóndor Pasa“- Monatszeitschrift die beiden Endformate, wobei das kurze Format wieder in die dFC eingestellt wird (online und print) und das ausführliche wochenabschnittsweise (online, und wenn JA einverstanden ist auch als Print).

6. Verbreitung, Marketing

Zuerst müssten wir uns auf eine „Marke“ einigen, die auch optisch vorteilhaft ins Bild gesetzt werden muss. Nach einigen Ausgaben sollte bereits einer größeren Öffentlichkeit zumindest das Logo und sein inhaltlicher Ansatz ein Begriff sein. Deshalb habe ich auch ein vorläufiges spanisches Logo (auch als ein international verstandener „Blickfang“ vorgeschlagen) mit einem inhaltlichen deutschen Untertitel, der im Englischen bspw. „Monthly Review for humanism and promotion of national and European identity as well as cosmopolitanism“ lauten könnte, falls sich eine Zusammenarbeit mit ausländischen Zeitschriften ergäbe.

Wie bereits ausgeführt, ist die Erstellung dFC-öffentlich. Sicher werden einzelne Blogger, die in anderen Blogs ebenfalls zuhause sind, dort auf die „Cóndor“-Aktivität hinweisen. Zusätzlich ist notwendig, dass möglichst viele Community-Teilnehmer alternative Möglichkeiten der Veröffentlichung ausmachen und auf die online-Ausgabe der Monatszeitschrift in dF hinweisen oder die Monatszeitschrift kostenlos, aber mit copy-right, hinübermailen. Als Herausgeber jeder Ausgabe sollte die Kerngruppe fungieren; als Mitarbeiter an der jeweiligen Ausgabe werden alle Blogger genannt, deren inhaltliche Beiträge Eingang finden. Außerdem natürlich als Editor auch Jakob Augstein, falls die Print-Beilage in dF herauskommt.

Beim Marketing sind keine Grenzen gesetzt. Jeder, der Beziehungen zu alternativen Zeitungen hat, sollte die „Trommel schlagen“, die deshalb erhört werden könnte, weil alles kostenlos ist und eine einmal erreichte Öffentlichkeit sich bei dF einloggen kann, um an zukünftigen Ausgaben aktiv mitzuwirken. Man könnte sich auch vorstellen, dass einzelne Interessengruppen ganze Vorschläge zu Ausgaben ausarbeiten, die dann von der Herausgebergruppe durchgesehen wird und möglichst, bei Eignung, auch zur Veröffentlichung unter dem Logo „El Cóndor Pasa“ erscheint. Auch ist denkbar, dass eine besondere Bürgerbewegung (bspw. Berliner Flughafen) eine Sonderausgabe bei „El Cóndor Pasa“ beantragt.

Wenn wir tatsächlich über die Nullnummer hinauskommen und sich die Zeitschrift herumspricht, kann sie durchaus praktische Bürgerinitiativen mit begleiten oder sogar anschieben. Ich denke auch an eventuelle öffentliche Sponsoren, besonders die EU, die Presse-Organe unterstützt, die den europäischen Gedanken in Zivilgesellschaften verbreiten. Da könnten wir z. B. einen Antrag stellen mit der direkten Print-Erstellung auch außerhalb von dF.

7. Risiken

Die größten Risiken sind folgende:

1. Erst einmal wird es schwierig sein, eine einigermaßen homogene Kerngruppe oder Herausgeber-Gruppe zu finden, die mindestens für einen Monat zusammenarbeitet. Ihre Mitglieder sollten menschlich und inhaltlich zueinander passen und die nötige Zeit und Begeisterung aufbringen, um die Herausforderung für die Gesellschaft kostenlos auf sich zu nehmen. Wenn in einer späteren Phase auch Knete herausspringen sollte, was wir alle im Auge behalten sollten, dann wird das nur durch solidarisches Teilen und auch Sparen für neue Investitionen möglich sein. In dieser Kerngruppe muss jeder für den anderen einspringen können, eventuell müssen Mitarbeiter aus der Community kurzfristig einspringen. Entscheidungen sollten mehrheitlich getroffen werden, wenn wir auch auf einen Koordinator kaum verzichten können. Wir werden sehen, wie das in der Praxis funktioniert. Macho-Gehabe muss von Beginn an unterbrochen werden. Ich habe noch ungut in Erinnerung, wie die K-Gruppen der 68er-Generation funktioniert haben: einfach grauenvoll autoritär, wie in alten Marx'schen Zeiten. Da waren auch Schröder und Fischer keinesfalls besser. Ein "Zampano-Verhalten" werden wir zu vermeiden wissen, wollen wir doch in der Bürger-Gesellschaft auch auf eine nicht bevormundete Gesellschaft hinarbeiten.

2. Neben der Herausgebergruppe sind die Blogger der Community/Mitarbeiter der jeweiligen Ausgabe ganz wichtig. Sie entscheiden mit ihren Beiträgen inhaltlich über die Zeitschrift und auch ihre Verbreitung. Selbstverständlich wird ihr Beitrag namentlich erwähnt. Sie können und sollen sich auch als Herausgeber für folgende Ausgaben qualifizieren. Der einzige Unterschied zwischen Herausgeber/Verantwortliche der Ausgabe und Mitautoren ist die 10-tägige Arbeit der Enderstellung, die aus Gründen der Effektivität nicht von zu vielen Leuten gemacht werden kann. Die Beiträge der Mitarbeiter sollten jedoch von Jedem schon in der möglichen Veröffentlichungs-Form erstellt werden. Trotzdem wird das Zusammenschneiden verschiedener Beiträge und Anpassungen an den "Cóndor"-Stil nicht zu umgehen sein.

3. Was passiert, wenn JA nicht für die Print-Beilage gewonnen werden kann? In diesem Fall werden wir lediglich die beiden Endprodukte/Formate auf unserer eigenen Website zusammen mit den Kommentaren des Publikums veröffentlichen und selbst sehen, welche Verbreitung eventuell von anderen Presseorganen als Printausgabe übernommen wird. Letzteres ist abhängig von unseren eigenen Marketing-Anstrengungen. Wie gesagt sollten wir uns um Sponsoring von der EU bemühen. Es gibt sicherlich auch andere Sponsoren. (Dabei werden wir strikt mögliche Abhängigkeiten oder Einflussnahme ausschliessen.) Viel wird von unserer Nullnummer und Erstnummer abhängen. Das sind unsere Aushängeschilder.

8. Kosten

Kosten treten für uns erst einmal nur in Form von freiwilligem Einsatz auf, da die Print-Kosten für die vierseitige Beilage von dF geleistet werden müsste. Allerdings könnte ich mir bei gutem Marketing vorstellen, dass je nach Öffentlichkeit von „El Cóndor Pasa“ und zusätzlichen Mitarbeitern auch viele zusätzliche Abonnenten aus der „unüblichen“ Szene zu erwarten sind. Je besser wir in die Zivilgesellschaft hineinwirken und Aktivitäten verbreitern, soweit wird indirekt dF auflagenmässig profitieren. Es ist für „El Cóndor Pasa“ wie für dF eine Win-Win-Situation.

Sollten wir auf dF nicht zählen können, richten wir eine eigene Web-Site ein und werden dafür kämpfen müssen, dass "El Cóndor Pasa" nach und nach zum „mainstream“ außerhalb der seilschaften-abhängigen oder seilschaften-hörigen Presseorgane avanciert, und das mit einem durch und durch humanistischen Weltbild.

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Lieber JA und liebe dFC, dieses ist der Projektvorschlag einer Monatszeitschrift als Print-Beilage zum dF, den ich zur Diskussion stelle und der im Bedarsfall von uns allen modifiziert werden sollte.

Auf jeden Fall sollten wir uns verantwortungsvoll auf den Weg in die Praxis begeben. Die Erringung der politischen Freiheit des Bürgers liegt mit in unseren Händen.

Solidarische Grüsse an Alle aus Panamá, CE

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (90)

abghoul 12.01.2013 | 09:52

Respekt Costa, fast alle bewerfen sich mit Dreck und du träumst von einer höheren Berufung der Community.

Transcendentale Aesthetik, nun ich kann es nur loben. Die Idee gefällt mir, auch wenn ich mit dem Titel nicht viel anfangen kann.

"El Cóndor Pasa" der Condor kommt vorbeigeflogen...

Da wird es Assoziationsproblemchen geben und Sonderzeichen im Titel ist auch nicht hilfreich.

Ich bin am grübeln aber bisher ist mir auch nichts besseres eingefallen. Irgendwie denke ich der Name des ganzen Projekts sollte mehr schmackes haben.

Tai De 12.01.2013 | 10:33

Schmackes habe ich schon woanders gefunden: https://www.freitag.de/autoren/justrecently/el-condor-pasa-oder-kotzen-im-katzenkaefig

Ein Beitrag mit FDP-Quellen - brrrr!

Ich vermisse seit fast einem Vierteljahrhundert einen herrschaftskritischen Diskurs in der Bundesrepublik. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, dass Leute wie Costa oder auch JR oder Oberham oder Talcuache der Möchtegern-Vierten-Gewalt ein wenig Dampf machen, so dass Bewegung in die Sache kommt.

JR's China Blog 12.01.2013 | 11:09

Wir bräuchten eine Übersetzung.

El cóndor de los Andes despertó
con la luz de un feliz amanecer.
Sus alas lentamente desplegó
y bajó al río azul para beber.

Tras él la Tierra se cubrió
de verdor, de amor y paz.
Tras él la rama floreció
y el sol brotó en el trigal
en el trigal.

El cóndor de los Andes descendió
al llegar un feliz amanecer.
El cielo, al ver su marcha sollozó
y volcó su llanto gris cuando se fue.

Tras él la Tierra se cubrió
de verdor, de amor y paz.
Tras él la rama floreció
y el sol brotó en el trigal

Ist das der Text, der gemeint ist? Steckt anscheinend mehr drin als das "Vorbeifliegen", aber mein Spanisch ist sehr eingerostet.

abghoul 12.01.2013 | 11:35

Teil 1 des offenen Briefs und Teil 2 des offenen Briefs

enthalten durchaus schon finanzielle Planungsansichten, auch anderntags als Freitags.

Aber sowas lenkt doch nur vom träumen ab, immer dieses Geldverdienen, mischt sich überall ein. Erstmal zuende imaginieren, dann kann man das immer noch verurteilen.

Die Idee finde ich schön, aber schwierig durchzuführen.

Mit eingeschränktem Zeichensatz zu texten müsste ich erstmal üben, und da bin ich nicht allein mit, denke ich mal;)

greetings from the pit - abghoul

Oberham 12.01.2013 | 13:43

oh - kein Thema, da hab ich kein Argument das ich Dir entgegenhalten könnte - zumal die wichtigste Generation (wie können alte Säcke wie ich ins Herz und Hirn der Jugend vordringen und dort irgend eine Reaktion auslösen? -- schaff es ja bei den eigenen Kindern nicht - wobei die Texte im Blog durchaus nicht als absoluter Schwachsinn abgetan werden . Das Wirkspektrum geht leider nie über einen Minutenbalken hinaus - daher wäre wohl ein Trommelfeuer nötig.)

Apropos Trommelfeuer - wir Menschen werden ja nur durch das Trommelfeuer der Propaganda und der Marketingarmeen ins Irrsinnsbecken gescheucht - man stelle sich mal vor, die Relationen würden sich verschieben und die Botschaften der Bescheidenheitsapologeten, der Vernunftapologeten (eben der anderen Vernunft), der Solidaritäts- und Gerechtigkeitsapologeten u.v.a.m. stünden an der Stelle, an der heute das Gewinner/Verlierer - Du kannst es schaffen (für Dich ganz alleine!!!) , der Selbstgerechtigkeitskonditionierung stehen.

Aber dazu malte ich ja schon ungezählte Wortbilder, gibt es ungezählte Wortbilder und werden wohl noch ungehählte Wortbilder geschrieben werden.

Ich finde nur Costas Einsatz absolut unterstützenswert - ich habe es ja auch schon probiert - mit der Idee vom Regergeblog bezüglich der Abgeordentenentschädigungen, insbesondere der Bruttolohnpauschalen - also ein ganz, begrenztes Thema - bin gescheitert.

Laßt uns weiter träumen und die Träume bei Bewußtsein einander erzählen, wenn es irgend wo, irgend etwas, bewirken sollte - umso besser!

Oberham 12.01.2013 | 13:47

... an alle, gibt es Tastaturen die nicht ganz so sensibel reagieren?

Meine Würstlfinger sind gar nicht so wurstelig, trotzdem ist es einfach fürchterlich andauerd nach dem Drücken des Buttons die dämlichsten Buchstabenverrenkungen betrachten zu müssen. (.... manches ist orthographischer Dilletantismus - doch beides zusammen macht mich hier bei einigen zum Blogmonster - fürchte ich..)

abghoul 12.01.2013 | 14:12

"Die primäre Aufmerksamkeit gebührt dabei allen Menschen, die sozial ausgeschlossen, d. h. vom gesellschaftlichen „mainstream“ abgeschnitten sind, und in dieser Gruppe vor allem die Jugendlichen, die Niedrigverdiener, HartzIVler, Arbeitslose, Rentner mit niedrigem Einkommen, alleinversorgende Mütter und Väter und Angehörige ausländischer Gemeinschaften." Costa

Diese Zielgruppen sind gar nicht leicht zu erreichen. "Auf'm Amt", wie ich das mal zusammenfasse, kauft man sich leider nicht ganz so viele Zeitungen. Vor allem nicht gegen Monatsende, den fiktiven Druck also vielleicht besser am Monatsanfang machen.

JR's China Blog 12.01.2013 | 15:04

Damit ist es so eine Sache. Dann können wir uns auch gleich direkt hier auf freitag.de "verbündeln". Das hat aber ebenfalls einige Haken: die Seitengestaltung bleibt unauffällig und geht ziemlich zwischen den Freitags-Blogs unter, und die Beiträge ihrerseits werden unter den üblichen meterlangen Auskotzspuren begraben. Es gibt Threads, bei denen ich gelegentlich gerne mitlese - aber abgesehen davon, dass viele Kommentare mit dem Anspruch geschrieben sind, "links" zu sein, unterscheiden sie sich kaum von denen bei der "Welt" oder der "Zeit" (online).

Positive Utopien jedenfalls muss man darin ziemlich lange suchen.

JR's China Blog 12.01.2013 | 15:30

Ich kenne gar nicht so viele deutsche Plattformen - und natürlich verbündeln wir uns gerade beim Freitag. Jedenfalls einstweilen. Mir scheint aber, dass wir hier nicht besonders auffallen. Verbindung zum Freitag wäre eine gute Sache - ob nun per Beilage oder per Interaktion mit der FC.

Was uns unterscheiden sollte, ist die Diskussion realisierbarer Aktionen. Jeweils vor Ort, je nachdem, wie weit die Vernetzung international vielleicht reicht, von der Costa gesprochen hat - s. o., 6. "Verbreitung, Marketing"). Und bitte nicht schon wieder die ganze Nahostscheiße, wie auf notina.net (erster Eindruck von der Eingangsseite) und anscheinend zunehmend auch auf freitag.de.

Genau da hakt's nämlich. Für mich gehört zu einer Condor-pasa-Linie, dass Kritik konstruktiv geübt werden soll: Analyse, Kritik, erste Verbesserungsschritte (Reformvorschlag), Utopie.

Ressentiments gibt es schon genug. Danach muss keiner lange suchen.

Costa Esmeralda 12.01.2013 | 16:39

Liebe dFC, an alle die bisher eine Nachricht hinterlassen haben:

Dank für erste Ideen!!! Ich werde wohl am Nachmittag (Panama-Zeit, 6 Stunden füher als Deutschland) mich wieder und dann ausführlicher einklicken.

Nur dieses jetzt: Der Titel bereitet mir auch einiges Kopfzerbrechen, nich wegen der Assoziation mit dem Freiheitsgedanken indigener Völker in den Anden, der gab ja gerade die Idee dafür her, sondern der deutsche faschistische "Condor", der die spanische Revolution zum Scheitern brachte und Franco zur Errichtung seines spezifischen spanischen Faschismus' verhalf. Leute, wenn Euch etwas Besseres in Bezug auf die heute zu erringende Freiheit in Deutschland und Europa (Freiheit von den Kapital-Seilschaften) einfällt, bin ich der Erste, der den Gedanken aufnehmen würde.

Ich sehe schon, es sind zumindest einige, die sich engagieren würden. Und mit Intelligenz, Beharrungsvermögen und Optimismus bewaffnet, werden wir etwas mit oder ohne JA auf die Beine stellen!

Er selbst hat mir bisher nicht geantwortet. Kann ja noch kommen.

Bis in ein paar Stunden, CE.

Costa Esmeralda 12.01.2013 | 17:24

JR'S, stimmt! Wir werden schon noch fündig werden.

Liebe Grüsse, CE

PS: Mach Dich auf Arbeit gefasst! Es wird kein Zuckerschlecken!

Vielleicht treffen wir uns alle einmal in Panamá an der Pazifik-Küste und lassen uns in den Wellen des Ozeans etwas einfallen. Aber Katzen gibt es bei mir nicht, leider nur beim Nachbarn. Das Projekt wird auf jeden Fall starten. Wir werden sehen, wie weit wir kommen. Aber niemand kann uns aufhalten, wenn wir nur wollen.

Costa Esmeralda 12.01.2013 | 17:37

TLACUACHE,

Du solltest Dich auch schon einmal warm anziehen!

Warst Du heute schon auf den Strassen von Caracas und hast mit den Chávez-Anhängern um die Wette geheult?

Bei aller Freude über seinen Abgang, bin ich über den Anlass eher traurig. Nicht nur der gesellschaftliche Krebs rafft die Menschen auf schmerzhafte Weise dahin, auch der individuelle Krebs ist "Teufelswerk", das wir niemandem wünschen sollten. Mit Ausnahme des Herrn A. H. Warum hatte es ihn nicht schon vor 1933 erwischt? "Teufel auch!"

Oberham 12.01.2013 | 17:42

Leider nur zu war - und diese Zielgruppe ist momentan (oder ohnehi immer.....) ganz dezidiert im Fadenkreuz der Rattenfänger.

(Sind wir auch Rattenfänger, die wir die Meschengemeinschaft umgestalten wollen -schließlich ächten wir den hemmungslosen Hedonisten, der sich verwirklicht ohne jedes sozial Gewissen - vielleicht ist ja gerade er das Modell, das die Natur ausprobieren möchte.)

Costa Esmeralda 12.01.2013 | 18:07

JR'S,

Dank für die "Katzen-Operation", die Dir vortrefflich gelungen ist!!!

Gottseidank wollen wir nicht "Rattenfänger" sein, sondern wollen zum Nachdenken anregen und vorschlagen, wie Du sagst. Einer von uns könnte ja schon einmal einen kurzen Blog über die gesuchte "Marke" der Monatszeitschrift einstellen. So etwa wie: Gesucht wird Titel von....... Dabei kann "El Cóndor Pasa" eine Option unter mehreren sein. Wenn wir eine Liste beisammen haben, dann stellen wir sie zur Abstimmung. Mit "deutschen" Markentiteln tut man sich schwer, vor allem unsere europäischen Nachbarn. Viele deutsche Worte, die in anderen Sprachen Eingang gefunden haben, sind irgendwie mit dem Hitlerfaschismus verbunden. Aber "das Auto" von VW ist tatsächlich als Produktmarke zu Weltgeltung gekommen. Andererseits sollten wir nicht schon wieder englische Titel benutzen. Das Spanische gefällt mir schon besser, Französische und Italienische auch.

Costa Esmeralda 12.01.2013 | 20:02

Lieber Georg, so ist es leider. Ich bin schon oft dämonisiert worden, da ich Angebote der Seilschaften ausgeschlagen habe. Aber Du weisst sicherlich auch, dass Toleranz eine der herausragenden Tugenden der Aufklärung ist. Wenn sich Staatspapparate allerdings zu unterdrückerischen Herrschaftsinstrumenten auswachsen, wird Toleranz vonseiten der Leidtragenden zu Knecht-Verhalten führen. Damit will ich Dir keinesfalls unterstellen, Du würdest Dich auf die Seite der Seilschaften schlagen. Ich kann Dich nur auffordern, in der Projektinitiative mitzumachen, mit Leidenschaft, Kritik und Ideen. Jeder, der noch ein Fünkchen Empathie für den Bürger empfindet, der vom Staatsapparat und Kapital manipuliert wird, ist willkommen. Die lange unterbrochene Aufklärung in unserer Republik sollte wieder aufgenommen werden. Dabei können wir nur einen bescheidenen Beitrag leisten, aber der sollte auch entschieden angepackt werden.

LG, CE

Costa Esmeralda 12.01.2013 | 20:14

Lieber/liebe (?) ABGHOUL,

Dank für Deinen Kommentar. Mit dem Titel müssen wir uns das ganz genau überlegen, denn das "Markenzeichen" ist wichtig für Verbreitung. Ich habe schon einmal angeregt, dass jemand darüber ein kurzen Beitrag loslässt und zu Vorschlägen aufruft.

Und Du solltest Dich nicht zurückhalten. Jeder ist wichtig, keiner ist wichtiger als der Andere. Jedenfalls werden wir aus den Löchern kriechen und "etwas" anstellen.

Costa Esmeralda 12.01.2013 | 20:54

Lieber JR'S,

das ist ein schöner Text, den ich hier jetzt nicht übersetzen werde. Es gibt einen anderen, in dem der Cóndor symbolisch nach Cuzco, der Hauptstadt des Inka-Reiches, zurückfliegt, um symbolisch die Freiheit der Inkas vom spanschen Joch wiederherzustellen.

Der Cóndor wurde schon in der Pre-Inkaperiode als Totem verehrt, als Symbol für die Freiheit der Menschen von Unterdrückung aber auch dem Ausgeliefertsein gegenüber Naturgewalten, die durch Gaben, manchmal auch durch Menschenopfer gnädig gestimmt werden müssen.

Ich habe hier in Panamá an der Küste in der Nachbarschaft auf den Klippen Hunderte von Pelikanen, die auch einen wunderschönen Flug haben. Ebenso die Aasgeier, Verwandte der Kondore, haben einen phantastischen Flug. Aber der Cóndor ist schon etwas Besonderes. Wenn Du in den Anden mit dem Bus unterwegs bist, in denen Mestizen und Indianer zu oder von ihren Dörfern reisen, ertönen volkstümliche Lieder aus dem Buslautsprecher und laden die Reisenden zum Träumen ein, von Liebe, Leid und Freiheit. Da darf der Cóndor nicht fehlen.

Costa Esmeralda 12.01.2013 | 21:14

@Lee,

wenn es hier nicht klappen sollte, werden wir uns davon nicht abhalten lassen. Der Freitag wird auf dem Laufenden gehalten und einige Blogger sind sicher interessiert, auf die eine oder andere Weise bei der Monatszeitschrift mitzumachen. Es ist ja auch so etwas wie ein Inswasserspringen, von dem man im Vornherein nicht weiss, wie der Untergrund aussieht. Aber blutige Nasen werden wir zu vermeiden suchen.

Ich kann doch meinen Kindern nicht ehrlich ins Auge blicken, wenn sie mich fragen, was ich in der Seilschaften-Republik gemacht hätte, und ich schlicht und einfach antworten muss, ich hatte Schiss in der Hose, wie Opa und Oma, die den Schergen des Nazi-Regimes nichts entgegenzusetzen gewagt haben. (Wenn auch der Vergleich des Naziregimes mit unserer Seilschaften-Republik schwerlich "einfach" ist, so ist doch ein herausragendes Kriterium beiden deutschen Systemen gemein: "Herrschaft über den Bürger", einmal brutal über äusserste Repression, ein anderes Mal "sanft" mit Merkelschen "Samthandschuhen". Aber Herrschaft bleibt Herrschaft, und die gilt es in jedem Fall aufzubrechen.

Zu etwas Sinnhaftigkeit im Leben müssen wir uns aufgerufen fühlen, und da ist der Humanismus wohl die "menschlichste" Weltanschauung.

LG, CE

Costa Esmeralda 13.01.2013 | 00:32

Die "sozialen Ausgeschlossenen" werden dF sicher in den wenigsten Fällen am Kiosk kaufen oder abonnieren. Aber es wäre wichtig, dass alternative Publikationen die Monatszeitschrift quasi als Flugblätter benutzen und "im Amt, Schule, Uni, Stadtteilen, usw." auslegen, eventuell zusammen mit ihrer eigenen Publikation. In meiner zweiten Heimatstadt Heidelberg gibt es eine Menge alternativer Zeitungen, die sicher Interesse hätten, so etwas wie "El Cóndor Pasa" mit in ihrer Publikation zu veröffentlichen. Zum Teil vereinfacht das auch ihre eigene publizistische Anstrengung. Damit so etwas passiert, muss die Zeitung an der Realität dran sein und aufklären, leicht, amüsant oder spannend zu lesen sein und vor allem ermutigen, Hoffnung machen und Möglichkeit eröffnen, sich auszutauschen. Ich habe auch daran gedacht, dass man auf der eigenen Website so etwas wie einen psychischen, seelischen Müllabladeplatz schafft, auf dem jeder seine Frustration über seine Lebens- und Arbeitssituation ablassen kann. So ein "Müllplatz" wäre ein vorzüglicher Austauschort für "Ausgegrenzte", wo sich die Geschichten des deutschen Volkssouveräns abspielen, der von allen im Mund geführt aber von niemandem für voll genommen wird. Wir könnten diese Geschichten bündeln und ihnen Gehör verleihen.

Costa Esmeralda 13.01.2013 | 00:46

Lieber Oberham, noch habe ich keine Antwort von JA. Wahrscheinlich muss er sich das nach allen Regeln der Kunst genau überlegen. Die Kosten, das Prestige seiner Wochenzeitung, die Möglichkeit, wir könnten langfristig den Freitag in der gesellschaftlichen Bedeutung überholen, obwohl er davon auch profitieren könnte. Vor allem haben wir die Freiheit, überall dort einzusteigen, wo Menschen gegen Ungerechtigkeiten geschützt und gestärkt werden müssen. Identitätsstiftung ist die Förderung der eigenen Stärke gegen Herrschaftsverhältnisse.

Lieber Oberham, wir müssen ganz schnell eine eigene Website aufmachen, die wir als "Werkstatt" benutzen. Leider weiss ich nicht, wie das internetmässig zu bewerkstelligen ist. Werde Euch spätestens morgen noch deswegen anschreiben.

LG, CE

Costa Esmeralda 13.01.2013 | 00:57

TLACUACHE,

como es verdad la palabra de Carlos Fuentes. No queremos hacer el mismo error. No queremos ser el "Stellvertreter" de nadie, hacer cualquier cosa "en nombre de algien". Si algien quier la libertad, entonces lucha el mismo para eso. Sin embargo podemos ajudarlo con todo que tenemos.

Tengo una preocupación. Debemos instalar inmediatamente nuestra propia website. No entiendo, infelizmente, como se hace. Voy preguntar mañana los otros para ajudar. La website debe ser, al inicio algo como un taller "Werkstatt" para resolver problemas inmediatas que no se necesita discutir en dFC.

Abrazo, CE

Costa Esmeralda 13.01.2013 | 01:34

Lieber JR'S,

der Text ist einfach und schön. Wenn man die Anden und ihre Völker dort kennt, auch die Geschichte dieser Völker seit der Präinkazeit bis heute, so kann man sich die Entstehung gewiss vorstellen. Auch A.v. Humboldt, der die Reise von Quito nach Lima im Jahre 1802 auf dem Mauleselrücken zurückgelegt hat, hat kurz vor Ausbruch der Unabhängigkeitskriege gegen das spanische Kolonialjoch, von der in den Kolonien geborenen Schicht der spanischen Vorfahren durchgeführt (die neue nationale Oligarchie, die teilweise bis heute an der Macht klebt), sicher die Anden ähnlich erlebt wie in diesem Volkslied beschrieben. Zusammgefasst: Der Cóndor erhebt sich zu Beginn eines strahlenden Morgens in die Lüfte und strebt den Bergen entgegen. Unter seinen ausgebreiteten Flügeln ergrünt die Erde und schenkt den Menschen Nahrung, Weizen. Währenddessen brauen sich am Himmel die Wolken zusammen zum lebenspendenden Regen. Dieses Volkslied reihe ich ein in die Totemverehrung des Cóndors, als Lebenspender der Land bearbeitenden Menschen. Wie ich erwähnte ist die andere Version auf die symbolische Bedeutung des Cóndors zur Wiederherstellung der Freiheit der "indios" gegenüber der spanischen Kolonialmacht gemünzt. Die indigenen Völker im Andenhochland verteidigen beide Versionen, die so gut wie nichts mit "Simon and Garfunkel" zu tun haben. Simon hat sozusagen die letztere Version/Melodie für sich umfunktioniert und zu einem Hit in aller Welt gemacht. Der peruanische Staat allerdings hat sich die Rechte nach Rechtsstreit sichern lassen und "El Cóndor pasa" zum nationalen Erbe erklärt.

Grüsse aus Panamá, CE

PS: JR'S, wie ich Anderen bereits schrieb, wir müssen unbedingt eine eigene Website aufmachen, eine erste "Werkstatt", wo eine Kerngruppe praktische Dinge beginnt zu diskutieren. Morgen werde ich mich hier diesbezüglich noch einmal melden. Du musst helfen, ich bin Analphabet in diesen Dingen. Wir sollten uns auch ganz rasch über die sogenannte Kerngruppe/Herausgeber einigen, um mit ihr in der "Werkstatt" die Herausgabe der Null-Nummer zu diskutieren. Die Suche nach Titel und Logo sollte hier in dF spätestens Morgen oder Montag früh hier im dF beginnen. Kennst Du Bloggerinnen, die mitmachen könnten. Wir müssen eine gut gemischte Gruppe werden. Wenn sie anfangs fünf übersteigt, macht das auch nichts.

LG, CE

JR's China Blog 13.01.2013 | 09:05

Por lo que concierne a mi, wordpress sería una buena eleccion: Verteilbare Möglichkeit, Beiträge freizuschalten und einzustellen, Kommentarfunktion, Moderaton, und ein ziemlich guter Spamfilter. Vor allem muss jemand, der kommentieren will, sich nicht durch mehrere Prüfungsvorgänge hindurchwühlen, nach denen es dann womöglich trotzdem nicht klappt (passiert häufig bei Blogspot. Ist außerdem schnell aufgestellt, und man kann mit verschiedenen Templates experimentieren.

Ein paar Anwendungsmuster, die meines Wissens alle auf Wordpress laufen:

»Chang Guohua

»Jordan Pouille

»justrecently

»Lhakar Diaries

»Patrick Chovanec

»sino-nk

Oberham 13.01.2013 | 09:33

Na einen neuen Blog bei einem der vielen kostenlosen Anbieter kann man binnen weniger Minuten einrichten - selber bin ich bei WorldPress - nur ich bin nicht besonders neugierig auf die vielen Layout-Möglichkeiten - da ist mein Eremiten-Blog leider sehr frugal.

Gibts hier auch Teenager oder Twens? Falls ja, mögt Ihr mitmachen?

Euch brauchen die jungen Menschen von heute und übermorgen - wir alten - wir können bestenfalls noch ein klein wenig von der Schuld die auf uns lastet abbüsen - durch diese Arbeit.

JR's China Blog 13.01.2013 | 12:03

Bei kurzem Nachdenken fallen mir doch einige mögliche Interessierte ein. Wird aber definitiv eine Toleranzübung, falls jemand davon mitmachen will. Ein Taiwaner könnte z. B. immer wieder das Profil seines Landes gegenüber China schärfen wollen, was wiederum Chinesen sauer aufstoßen kann - usw.. Die Frage nach unseren Möglichkeiten und Grenzen wird immer wieder auftauchen, und - im Erfolgsfall - auch sehr bald...

Oberham 13.01.2013 | 12:44

... ;-) ich würd´s gerne kreativer hinbekommen.

Der kürzlich verstorbene Keji Nakazawa zeichnete und schrieb, barfuß durch Hiroshima - ginge es nach mir - Pflichtlektüre an allen 8. Klassen in Deutsch - 9. Klassen in Latein oder Englisch - 10. Klassen in der zweiten Fremdsprache - 11. Klasse in Japanisch und adaptiert als Bühnenstück mehrsprachig - transskrbiert auf den Finanzfaschismus und das sinnentleerte Bürgertum.

Costa Esmeralda 13.01.2013 | 16:02

Liebe

@JR

@OBERHAM

@TLACUACHE

guten Morgen! Wie ich sehe seid Ihr bereits aus der Hängematte!

Der Vorschlag, die "Werkstatt" in wordpress einzurichten, scheint mir passend. Wenn Ihr einverstanden seid, sollten wir es sofort anpacken. Stellen wir später fest, es gäbe noch bessere Möglichkeiten, kann man immer wieder umdisponieren.

Jetzt mit dem Titel und Logo. Es muss ja noch nicht die endgültige Entscheidung fallen, sondern erst einmal eine Arbeits-Enscheidung.

Wie wäre es mit "Der freie Bürger"? Die Assoziation mit Freiheit, die gleichzeitig auch mit Identitätstiftung verbunden ist, ist vorhanden. Bei Internationalisierung gibt es auch einfache Übersetzungen in anderen Sprachen. "El Cóndor Pasa" ist sicher mehr etwas für Intellektuelle, "Internationalisten". Mit dem "freien Bürger" können sich sicher die neuen 30% "Armen" in der Republik leicht identifizieren, auch der anspruchsvolle Intellektuelle und wir geben gleichzeitig unser Ziel vor.

Wenn Ihr einverstanden wäret, ich bin auf Euer Votum angewiesen, dann könnten wir "Der freie Bürger" zumindest als ersten Arbeitstitel nehmen. Und einer von Euch, der weiss, wie das funktioniert, könnte loslegen. Vielleicht gibt es ja auch aus den Bauernkriegen oder auch aus der Revolutionszeit des 19 Jh. vor Frankfurt, oder auch Räterepubliken, schöne Symbole. Wie gesagt, der eigentliche Titel/Logo kann immer noch geändert werden. Ich denke, dass wir als erstes in der Werkstatt überlegen, welche Themen wir für die Nullnummer auswählen und wie wir sie dem Publikum vorstellen wollen. Erst nach dieser Einigung werden sie in dF vorgestellt. Und das sollten wir bis Ende Januar schaffen.

Vielleicht werde ich oder einer von Euch heute oder morgen einen kurzen Blog in dF einstelle mit Vorschlägen für Titel und Logo. Dabei könnten "El Cóndor Pasa" und "Der Freie Bürger" aufgeführt sein, unter anderen. Wie gesagt, macht es nichts, wenn bspw. "Der freie Bürger" schon als vorläufiger Website-Titel benutzt wird.

Was haltet Ihr davon?

LG, CE

JR's China Blog 13.01.2013 | 18:56

Ich fände elcondorpasa wesentlich besser als "der freie Bürger", weil universaler - auch wenn ich weiß, dass eine verdeckte deutsche Wehrmachtseinheit in Spanien so hieß, und eine Kooperation zwischen lateinamerikanischen Juntas und den USA ebenfalls.

Dass der "Condor" zwischen dem bestimmten Artikel und dem "pasar" steht, sollte den Unterschied klar genug machen, von unseren Inhalten nicht zu reden.

Wenn wir uns - so oder so - geeinigt haben, biete ich gerne an, den Blog zu erstellen. Re Passwort: Oberhams und Tlacuaches Email-Adressen sind mir glaubhaft bekannt; ich schlage vor, dass ich bei Tlacuache deine Email-Adresse anfrage, Costa, falls ich den Blog aufmachen soll.

Muss ja nicht sein, dass wir unsere Adressen hier im Thread zum Spam freigeben.

Costa Esmeralda 13.01.2013 | 19:57

Lieber JR, bin ganz Deiner Meinung. Wenn wir uns auf "elcondorpasa" (als Arbeitstitel) einigen könnten, wir sollten schnell das Votum von Oberham und TLACUACHE einholen, kannst Du durchaus sofort tätig werden. Titel und Logo sind ja nicht endgültig, und wir sollten den Beginn der Zeitschrift nicht unnötig herauszögern. Vielleicht könntest Du die worldpress website, wenn nötig, unter Beratung mit Oberham einrichten. Was ist mit Pleifel? Er müsste auch hinterm Ofen hervorgeholt werden. Du hast jedenfalls voll meine Rückendeckung. Oberham hat meine email-Adresse.

LG, CE

Ich werde mir noch etwas einfallen lassen bezüglich eines Beitrages zur Titelausschreibung innerhalb der dFC. Dieses kann ja ruhig über eine Woche laufen, wobei wir auch gleichzeitig graphische Logo-Vorschläge "erbitten" können.

JR's China Blog 13.01.2013 | 20:26

Warten wir mal Oberhams und Tlacuaches Kommentare ab. Beim Blog kann im Grunde jeder mal experimentell das Design wählen, das er für passend hält. Davon dann jeweils einen Screenshot, und es kann darüber diskutiert werden. Zu Beginn schlage ich vor, dass wir das Design einfach halten. Ist ja zunächst ein reiner Workshop.

Übrigens ein netter Gedanke, dass damit die Meinungsbildung dokumentiert wird. Kann man immer wieder drauf zurückgreifen.

Costa Esmeralda 13.01.2013 | 21:35

Ganz richtig, diese experimentelle Werkstatt wird uns zum Zurechtschleifen des Produktes dienen. Ich bin sicher, wenn einige Blogger Wind davon bekommen, werden sie sich anschliessen.

So, wie Du jetzt am Abend Deine Katzen ausführst, werde ich jetzt den Meeresvögeln Gesellschaft leisten. Sie sind zu Hunderten vor "meinem" Strand zuhause und machen reiche Beute: Pelikane, See-Enten, Möven, Strand-Läufer, Reiher an den Zuflüssen (wegen des Süsswassers) und natürlich auch die Geier nicht zu vergessen, die jeden Morgen und Abend nach der Flut die gestrandeten Meerestiere verputzen.

LG, CE

Costa Esmeralda 14.01.2013 | 09:26

Tlacuache

@JR'S

@Oberham

Ich bin mitten in der Nacht wieder aufgestanden, da mich Titel und Untertitel über Gebühr beschäftigen.

Der Untertitel muss definitiv umformuliert werden, da vor allem Jüngere Schwierigkeiten mit den Begriffen bekommen. Ich schlage vor: "Humanistische Monatszeitschrift zur Reform von Staat und Gesellschaft". (Siehe meinen Kommentar zu A. Kuntz)

Im Kommentar von Andreas Kuntz auf die Titelgestaltung, in meinem neuen Blog, seht Ihr die Begründung dazu. Auch hat Andreas einen anderen Titel vorgeschlagen, der etwas auf sich hat, und der ist deutsch, kann aber problemlos in alle Sprachen übersetzt werden.

Er hat das Fabeltier "Der Grüne Adler" vorgeschlagen. Geht einmal auf diesen Blog und seht Euch die Unterhaltung an. Wir sollten jetzt auf keinen Fall noch lange rummachen, bevor wir die "Werkstatt" einrichten. Es ist ja ein Arbeitstitel, der immer noch später, wenn wir bessere Titel finden, geändert werden kann. Der Untertitel sollte aber wie von mir vorgeschlagen geändert werden. Wenn Ihr Drei Euch auf einen von beiden: "elcondorpasa" oder "Der Grüne Adler" einigt, kann die Chose losgehen und die Werkstatt mit dem vorläufigen Titel und dem Untertitel (als Erklärung) eröffnet werden. Ich vertraue Euch da voll und ganz, übrigens mischt Ihr ja dann auch gleich bei der Null-Nummer mit.

Mein weiter Vorschlag: Können wir die Kurzfassung in PDF-Form fassen und im Schneeballsystem wie bei facebook umsonst zirkulieren lassen? Da könnten wir rasch an unsere Zielgruppen rankommen. Und die Interessierten besorgen sich dann die ausführliche Fassung über einen günstigen Preis (1 Euro) in Online-Editionen wie Amazon, neobooks und anderen.

LG, CE

Costa Esmeralda 14.01.2013 | 10:01

@TLACUACHE

@JR'S

@OBERHAM

und andere Interessierte.

Überlegt Euch bezüglich der Null-Nummer schon einmal das übergreifende Thema. Es sollte ein Thema sein, dass den Deutschen heute als eines der drängendsten Probleme erscheint. Wir haben Wahljahr, und da ist es gleich wichtig, dass wir uns vor allem bei Reform und Utopie, wie auch Kunst deutlich von den Seilschaften unterscheiden und anfangen, unsere Vorschläge im Hinblick auf Aufklärung und Ermutigung der Zivilgesellschaft, zu neuen Ufern aufzubrechen, ausarbeiten. Merkel und den Altparteien müssen Feuerchen unter den Amtssesseln entfacht werden, die sich auf Dauer zum Flächenbrand ausweiten. Wir sollten, wie ich meine, ein brennndes Problem der "Soziale Kälte Politik" aufarbeiten. HartzIV wäre wohl ein solches Thema. Was meint Ihr? Das schliesst Junge, Alte, Alleinerziehende und ausländische Familien mit ein. Lasst es Euch auch im Hinblick auf bereits vorhandene gute Analysen und Beispiele aus dem Alltagsleben durch den Kopf gehen. Sicher können JR, Tlacuache und ich gute Beispiele auch aus der nicht-deutschen Welt, inkl. Europa beisteuern. Wenn wir uns früh genug darauf einigen, können wir auch gleichzeitig über künstlerische Bearbeitung des Themas nachdenken.

Aber dazu brauchen wir jetzt erst einmal die "Werkstatt".

Inzwischen warten wir auch ab, wie JA reagiert. Es wäre tatsächlich der "Hammer", wenn er zustimmen würde. Und ich bin gewiss, dass dadurch auch der Freitag an Prestige gewinnen wird und letztlich auch zusätzlich Abonnenten bekommt. Es könnte auch so etwas wie beim Spiegel laufen, dass die ausführliche Ausgabe exklusiv bei dF gekauft werden müsste, analog zu Spiegel spezial.

LG, CE

Oberham 14.01.2013 | 10:12

Mein Themal lautet - Abschaffung der Politokratie, Neuversuch der Demokratie, regionale Unabhängigkeit in vertretbarem Wohlstand, globale Solidarität bis eine Seite der Waage sich ins Zeitenmeer hebt und die andere in der Vergangenheit versinkt.

Mein (optimistisches - das pessimistische steht ja neben meinem Nick) Motto sollte lauten - lasst Vernunft und Klugheit endlich über Demut und Ausbeutung triumphieren - wir leben nicht Wohlstand ohne Not und Tod, wir importieren Wohlstand und Exportieren Not und Tod, dabei wäre globaler Wohlstand ohne Not und Tod zukunftsfähig - die Import-Export Variante ist es nicht!

Costa Esmeralda 14.01.2013 | 10:59

Übrigens kannst Du schon einmal recherchieren, wie es mit praktischen HartzIV-Fällen in Deiner persönlichen Umgebung aussieht. Wäre wichtig, falls wir HartzIV in Zusammenhang auch mit Wahlkampf sehen, und dann unsere Vorstellungen entwickeln.

Die Beispiele sollten treffend sein, und viele sollten Ihre eigene Situation damit vergleichen können. Auch sind Statistiken diesbezuglich wichtig. Bei konkreten HartzIV-Fällen mit Arbeitslosigkeit verbunden, könnte man im Reformteil lokale Vorschläge der Beseitigung skizzieren. CE