RE: Hört auf zu kuscheln! | 08.10.2021 | 12:25

Grüne + FDP haben mehr Prozente als SPD oder CDU, dies ist neu in der deutschen Bundestagswahlgeschichte. Wir erleben hier eine Verschiebung der Parteienlandschaft. Koalition ist die einzige Möglichkeit zur Regierungsbildung und Kompromiß die Ultima Ratio. Ob dabei jedweder Reformstau gelöst werden kann ist fraglich, aber zum Erfolg verdammt auf jeden Fall. Weiter so ist keine Option. Die Sondierer werden Lösungen finden und höchstwahrscheinlich eine Ampelkolation realisieren. Schaun wir mal wieviel Reform, Modernisierung und Aufbau für die Zukunft damit möglich wird - das Bedienen von Klientielpositionen wird dabei nicht hilfreich sein, die zu lösenden Probleme sind weit größer und erfordern echten Mut.

RE: Die SPD hat nichts | 19.10.2018 | 08:18

Tja, ist wie mit einem alter Reifen - ohne (erkennbares) Profil läuft da nix mehr (man schlingert hin und her). Bleibt entweder ein weg damit oder Runderneuerung.

RE: Hohn, ungefiltert | 12.10.2018 | 12:10

Tja, leider lässt sich die Politik wie ein Tanzbär am Nasenring durch die Manege führen. Vernünftige Vorgaben durch die Politik (Richtlinienkompetenz) werden nicht gemacht, sondern brav das Mantra der Autoindustrie nachgesungen. Selbst im Falle der Aufdeckung von Betrugssoftware wird abgewiegelt, was ja alles nicht geht und wirtschaftlich nicht machbar wäre ... und jetzt ... ? Der Einstieg in den Ausstieg der Verbrennungsmotoren (Otto und Diesel) .... Fahrverbote ?Sein wir doch ehrlich, jeder würde doch gerne bereits lieber heute als morgen mit einem E-Auto fahren. Aber selbst, wenn die Gute Fee alle Autos in e-Autos verwandeln würde - es fehlt die Elektro-Versorungslogistik, oder wo soll jemand sein Auto den aufladen? - der Netzausbau der Elektroversorger reicht dafür nicht aus. Und außerdem weint dann der Finanzminister, weil die Steuereinnahmen auf Kraftstoffe wegfallen - wie kompensiert man den das? Fakt ist, wir brauchen die Verbrennungsmotoren noch für eine Übergangszeit, auch den totgesagten Diesel (hat die besseren CO2-Bilanz).ABER bitte so sauber wie irgendmöglich. UND anstatt die Autoindustrie mit einem Konjunkturprogramm (Eintauschprämien - lach mich tot) nach dem Betrug auch noch zu belohnen, sollten für Fahrzeughalter kostenfreie Hardwarelösungen forciert werden. Ach übrigens werden diese sowieso gebraucht - aber man hat ja erstmal ordentlich Zeit verstreichen lassen - aussitzen nennt man das. Der kleine Mann bleibt auf der Strecke und wird verarscht. DANKE Mutti, GroKo & Autolobby!

RE: Vor aller Augen | 11.10.2018 | 13:05

Ja, die Gefahr ist groß, den Wut, Zorn und Hass – und auch Populismus sind weder Programm noch eine Meinungsposition aber mittlerweile mehr und mehr in den Parlamenten und auch im WeißenHaus angekommen. Üblicherweise stellen sich Populisten als einzig legitime Stimme des Volkes dar. Dem jeweiligen politischen Gegnern werfen sie nicht nur vor, die falschen Meinungen,Überzeugungen, Positionen oder auch Werte hoch zuhalten, sondern sprechen ihnen viel fundamentaler jedwede politische Legitimität als solche ab und selber positioniert man sich als der wahrer Volksversteher und Heilsbringer (We make Amerika Great again - oder - lock her up). Allein damit erreicht man schon massenhaft Beifall - echte Leistungen sind nicht wirklich nötig - notfalls hilft auch das Schönreden mit eigenen "Fakten" - das funktioniert gut, solange nicht Wirtschaft und Banken angetastet werden - bzw diese ausreichend profitieren. Der trumpsche Populismus zeichnet sich ja gerade nicht dadurch aus, dass er rationalen Argumenten eine echte Alternative entgegensetzt, sondern dass er auf Ressentiments und Vorurteile setzt und gerade nicht auf Argumente. Und dies ist leider kein nur amerikanisches Problem und auch keine temporäre Erscheinung - sondern auch in unserem Land angekommen.

RE: Vor aller Augen | 11.10.2018 | 13:05

Ja, die Gefahr ist groß, den Wut, Zorn und Hass – und auch Populismus sind weder Programm noch eine Meinungsposition aber mittlerweile mehr und mehr in den Parlamenten und auch im WeißenHaus angekommen. Üblicherweise stellen sich Populisten als einzig legitime Stimme des Volkes dar. Dem jeweiligen politischen Gegnern werfen sie nicht nur vor, die falschen Meinungen,Überzeugungen, Positionen oder auch Werte hoch zuhalten, sondern sprechen ihnen viel fundamentaler jedwede politische Legitimität als solche ab und selber positioniert man sich als der wahrer Volksversteher und Heilsbringer (We make Amerika Great again - oder - lock her up). Allein damit erreicht man schon massenhaft Beifall - echte Leistungen sind nicht wirklich nötig - notfalls hilft auch das Schönreden mit eigenen "Fakten" - das funktioniert gut, solange nicht Wirtschaft und Banken angetastet werden - bzw diese ausreichend profitieren. Der trumpsche Populismus zeichnet sich ja gerade nicht dadurch aus, dass er rationalen Argumenten eine echte Alternative entgegensetzt, sondern dass er auf Ressentiments und Vorurteile setzt und gerade nicht auf Argumente. Und dies ist leider kein nur amerikanisches Problem und auch keine temporäre Erscheinung - sondern auch in unserem Land angekommen.

RE: „Es braucht Aufklärung“ | 09.10.2018 | 12:37

Lohnerhöhungen - die Schere zwischen dem Erwerb aus Kapital und aus Arbeit klafft seit Dekaden mehr und mehr auseinander - Tendenz : keine Besserung in Sicht. Aber mit Exporten wird ohne Ende Geld verdient. Wer schafft eigentich diese Werte? Ach ja, und die Konzerne tragen die Gewinne schön an der Steuer vorbei - woauch immer nur möglich- aber leider alles legal - iss halt so. Die unteren Lohngruppen liegen mittlerweile auf HarzIV-niveau. Die Niedrigzinnsphase verlagert das Kapital mit ensprechenden Rendite Erwartungen in den Wohnungsmarkt - Ergebnis: enorme Mietsteigerungen, und der kleine Mann zahlt immer mehr seines Einkommens fürs Wohnen und wenn es nicht reicht - sponsort der Staat mit Wohngeld die Gier des Wohnungsmarktes. Verwundert schaut die Politik auf gesellschaftliche Unzufriedenheit - ich denke, da ließe sich einiges in Lot bringen, wenn man den wollte. Industrie und Wirtschaft verzichten hier gern und beschwichtigen mit den bekannten alten Leiern über Lohnzurückhaltung - was letzlich die Gewinne steigert und bei AGs den Shareholder value. Das Geld fließt also dahin wo es soll, zu denen, die schon genug haben, jedoch nie genug bekommen können.Und irgendwann wird dann alles von Maschinen gefertigt - schade nur, das es dann keinen mehr gibt, der Geld verdient und die Dinge kaufen kann. Und traurig, wenn der Politiker sich dereinstmal aus dem Rektum von Industrie Wirtschaft und Lobbyisten herauswindet, wird er feststellen, dass es die Gesellschaft, die zu vertreten einst sein Ansinnen war, so nicht mehr existiert. - Aber Kohl hatte ja blühende Landschaften versprochen und Mutti macht das schon - na vielen Dank.

RE: Saure Kaffeesahne | 28.09.2018 | 15:48

"... Ein Regierungschef, der sein eigenes Schicksal in der Hand behalten will, muss das Feld ohne Ankündigung räumen, auf der Höhe der Macht. Aber wer hat dazu schon die Kraft? "

Genau deshalb sollte die Zeit für Abgeordnete im Bundestag, , Landtagen und für jedwede Regierungsamtsträger begrenzt sein - z.B. auf maximal 2 Wahlperioden (ca. 8 Jahre) und für diese Dauer sollten Pensions/Rentenansprüche erworben werden können. Dannach geht es dann wieder zurück in den Beruf und in ein Leben, welches zu gestalten und Rahmen zu setzen die Regierenden vorher die Verantwortung trugen. Kleiner Nebeneffekt, die nach und nach mehr korrumpierende Machtversessenheit könnte als Hauptmotive hoffentlich von einem vernüftigen Gestalltungswillen verdrängt werden und es wärer dann bei der Vielzahl der Kandidaten nicht möglich, alle und jeden mit schicken Gefälligkeitsposten in der Wirtschaft oder Verbänden zu versorgen. Vielleicht wäre so ein mehr an Demokratie möglich - und die verkalkte Dinosaurierkrankheit in Parlamenten vermeidbar.

RE: Brav in den Untergang | 28.09.2018 | 12:39

@ heywoodstimmt leider ;-) auch das Gerechtigkeitsgesäusel von Martin Schulz hat der Wähler der SPD nicht mehr abgenommen, dann diese unsägliche Hin/Her mit der GroKo. Am Ende wird die Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung dann wo möglich noch als Erfolg gefeiert ? - hä, für wie blöd hält man die Menschen eigentlich? Los, aber nu mal hop hop back to the Roots ihr Pseudosozis, sonst wird das nix mehr ... in der neoliberal konservativen Ecke ist kein Platz für euch - vielleicht erinnert man sich ja mal an die eigene Geschichte (einer durchaus kämpferischen und stolzen SPD) ... oder weiter wurschteln Frau Nahles bis zur vollständigen Beteutungslosigkeit ...

RE: Süßholz schmeckt bitter | 27.09.2018 | 12:52

@w.endemannnein, ich möchte keinsfalls einen Reformkapitalismus + Probleme werden sich so auch nicht lösen lassen und träumen tue ich auch nicht. .... deutlich ist aber, der Diskurs muss zwischen den Konservativen und Progressiven Käften geführt werden und nicht zwischen GroKo und der AfD . Eine Linke Mehrheit würde deutlich mehr soziale Problem lösen können und wollen - wenn diese sich ideologiefrei zusammenraufen würden ...

RE: Süßholz schmeckt bitter | 27.09.2018 | 12:44

@ Engelbert Volksok, vielleicht ist ja "Linksrutsch" in die Mitte eher passend ... wg Kernenergieausstieg, Ende der Wehrpflicht, Ehe-für gleichgeschlechtliche Paare - jedenfalls hat die SPD an ihrem rechten, bürgerlichen Rändern deutlich verloren (auch am linken Rand durch die LINKE), ist beim Wähler als von der CDU assimiliert bewertet worden, hatte viele soziale Positionen (unter Schröder ) aufgegeben und hat in der GroKo natürlich nicht profitieren können . Die CDU hat nicht generell sozialdemokratische Positionen übernommen sondern die Mitte sehr viel breiter abgedeckt. Aber auch die Grünen sind deutlich bürgerlicher geworden seit Öko-themen generell mehr Akzeptanz gefunden haben. Damit ist im Wettbewerb um den Wähler die Tanzfläche in der Mitte der Gesellschaft auf Bierdeckelniveau geschrumpft. Darum macht der Schritt nach rechts für die CDU Sinn und für das gesamte Parteigefüge - nur nicht für die AfD.