Mord als internationale Verpflichtung

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„Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.“
Kurt Tucholsky

Auf dem Schlachtfeld hat sich seit dem 1. Weltkrieg nichts wesentliches geändert. Nur auf der politischen, also der Propaganda-Ebene bemühen sich die kriegstragenden Parteien neuerdings, "internationale Verpflichtungen", unsere "Eingebundenheit" in die UNO und ähnliches mehr anzuführen, um die Bomberei zu rechtfertigen, während damals der Krieg noch eine rein nationale "Verpflichtung" gewesen ist.

Das Merkwürdige an dieser Argumentation ist, historisch betrachtet, dass der Völkerbund damals gegründet worden ist, um Kriege zu verhindern, nicht um sie obligatorisch zu machen. Irgendwas ist da falsch gelaufen...

09:15 09.09.2009
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Geschrieben von

da5id

it worker, cyberpunk radical
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