Iran: Aufstand von Tausenden in Mashhad

Demonstration Die Menschen protestierten gegen hohe Kosten und riefen in Sprechchören: "Tod dem Diktator", "Nieder mit Rouhani"
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community
  • Maryam Rajavi: Dieser mutige Aufstand spiegelt die allgemeine Forderung der Bevölkerung wider, die Mullahs zu abzuschaffen

Am Donnerstag, dem 28. Dezember, versammelten sich Tausende von Menschen in der nordostiranischen Provinzhauptstadt Mashhad auf dem Shohada-Platz vor dem Gebäude des Rathauses in Mashhad, um gegen den täglich steigenden und ungebremsten Preis für Grundbedarfsartikel und -güter zu protestieren. Die Anzahl der Demonstranten nahm während des Marsches jede Minute zu.

Eingebetteter Medieninhalt

Bevor die Kundgebung begann, war eine große Anzahl von repressiven Kräften in der Gegend stationiert. Die Leute stießen sie jedoch weg und demonstrierten weiter. Als die Demonstration weiterging, eröffneten repressive Kräfte Feuer in der Luft und feuerten Tränengas auf die Demonstranten. Allerdings leisteten Bürger und Jugendliche Widerstand und warfen Tränengas an die Regimekräfte zurück.

Die Demonstranten riefen "Nieders mit Rouhani", "Tod dem Diktator"; "Wenn Sie einen Fall der Unterschlagung stoppen, wird unser Problem gelöst"; "Weder Gaza noch Libanon, mein Leben opfere ich für den Iran".

Ähnliche Proteste wurden in den Städten Neyshabur, Kashmar, Birjand, Shahrood, Noshahr und vielen anderen iranischen Städten abgehalten.

Frau Maryam Rajavi begrüßte die mutigen Bürger von Mashhad und Neyshabour, Kashmar, Birjand und Shahrud, die sich gegen hohe Preise, Arbeitslosigkeit und Korruption mit Parolen "Tod dem Diktator", "Nieder mit Rouhani" und durch Zusammenstöße mit unterdrückenden Kräften erhoben haben. Sie lobte die beeindrückende und mutige Rolle der Frauen in diesem großen Aufstand. Sie rief alle Menschen, besonders die Jugend, dazu auf, Mashhads großen Aufstand zu unterstützen. Sie fügte hinzu: "Der tapfere Aufstand von heute in weiten Teilen des Iran hat einmal mehr bewiesen, dass der Sturz des Mullahregimes und die Errichtung von Demokratie und der Volksherrschaft eine nationale und öffentliche Forderung ist.“

"Während die überwältigende Mehrheit des iranischen Volkes unter Armut, Inflation und Arbeitslosigkeit leidet, wird der größte Teil des Reichtums und der Einnahmen des Landes für Militär- und Sicherheitsapparate sowie für militärische Interventionen in der Region ausgegeben oder von den Regimeführern geplündert und landet auf deren Bankkonten“, sagte Maryam Rajavi. „Solange also dieses Regime an der Macht ist, werden die wirtschaftlichen und Lebensbedingungen der Menschen schlechter. Die einzige Lösung, um wirtschaftliche und soziale Probleme loszuwerden, ist die Abschaffung des klerikalen Regimes."

21:52 28.12.2017
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Javad Dabiran

NWRI-Deutschlandsprecher - Iran- und Nahost-Experte.
Schreiber 0 Leser 7
Javad Dabiran

Kommentare 3