DagmarSchatz

Das ultimative Auskunftsblog über Gewichtsprobleme, Islamismus und die Welt im Allgemeinen.
Schreiber 0 Leser 1
Avatar
RE: Empörung erster Klasse | 20.02.2013 | 20:13

Den Unternehmen Angst zu machen und ordentlich Shitstorms loszutreten - Das Problem ist bloß, daß es meistens dabei bleibt. Man shitstormt da, wo es einen selbst nichts kostet, wo der Buchladen, wie ich andernorts lesen durfte, fünf Minuten zu Fuß zu erreichen ist (die Post, auf der das verpasste Paket abzuholen wäre, ist weiter weg) heißa, da macht das Boykotten Spaß. Dieselben Leute hat man noch nie mit Boykottvorschlägen gehört, wenn es um Produkte ging, die mit landgrabbing verknüpft sind - auf den Kaffee und den Tabak möchte man ja ungerne verzichten. Und, hallo, Veganer: das beliebte Quinoa ist in den traditionellen Gebieten in den Anden mittlerweile unbezahlbar und teuer als Fleisch - interessiert das wen? Tut mir leid, aber mir kommt dieser Shitstorm, wie auf Knopfdruck losgetreten, wie Wohlfühlaktionismus vor: bewegt nichts, kostet nichts. Ich bin mittlerweile der Petitionen und Causes, dieser ständigen Schnappatmung ziemlich müde und habe erstmal meinen fb-Accout für eine Weile deaktiviert. Also, insgesamt: volle Zustimmung für den Autor - stell mal jemand das Geschrei ab.

RE: „Totaler Krieg“ dem Islam in den USA ? Teil 1 | 12.05.2012 | 21:42

Bitte, gerne. Ich bin gerade bei Teil 2 von insgesamt 4 Teilen. Ja, solche Forderungen und Ideen wären vor 10,15 Jahren noch auf weiten Widerstand gestoßen, und, ja, solche Aussagen werden zunehmend salonfähig. Mein Vorteil ist jetzt allerdings, daß ich auf eine Artikelserie zurückgreifen kann, die ich 2008 für die NRhZ geschrieben- und teilweise oben verlinkt - habe. Zu Obama noch das hier:
www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15837

Alles nur noch wilder Westen?
Nein, Business as usual: wenn es innen quietscht, wird ein äusserer Feind gesucht. Ausserdem Verteilungskampf: WIR brauchen ein ganz großes Stück vom Kuchen, denn wir bekämpfen den Feind am besten und sind am Wichtigsten.

RE: „Totaler Krieg“ dem Islam in den USA ? Teil 1 | 12.05.2012 | 16:10

Danke für Deinen Kommentar, der sich mit den weiteren Teilen des Artikels beantworten wird.

RE: Iraner/innen und Israelis gegen Krieg: Morgen Demo in Berlin | 05.05.2012 | 15:18

Dem "Muslim-Markt" kann man - ganz abgesehen davon, was man sonst von ihnen halten mag - zumindest vorhalten, daß auch sie, was die Auswahl ihrer Interviewpartner betrifft, sehr rechtsoffen sind. Und Elsässer - zur Dokumentation, mit allem bin ich auch hier nicht einverstanden: www.911video.de/news/091009/finalcall.html.

RE: Iraner/innen und Israelis gegen Krieg: Morgen Demo in Berlin | 05.05.2012 | 15:08

Leider nicht nur "Neid und Mißgunst" ... Der Her Hübscher ist da in einer ganz, *hust* seltsamen Truppe gelandet. Frau Fikentscher und Herr Neumann von der "Arbeiterfotografie" treten, u.a. in der NRhZ mit, gelinde gesagt, sehr seltsamen Ansichten hervor: www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17745 , was auch schon zu den entsprechenden Kommentaren geführt hat: www.ruhrbarone.de/die-iran-reise-oder-einer-der-menschenverachtendsten-texte-die-ich-je-gelesen-habe/ . Im Kritiktext der Ruhrbarone sind sicherlich einige Kinken drin, aber in der Tendenz bin ich einverstanden. Die Arbeiterfotografen sondern auch sonst über Libyen, Syrien und Srebrenica Entsprechendes ab.
Elias Davidsson hat eine nach rechts weit offene Flanke, www.blauenarzisse.de/index.php/gesichtet/1206-bielefelder-ideenwerkstatt-wie-regierungen-terrorismus-foerdern und betätigt sich ansonsten als truther clareswinney.wordpress.com/2010/01/17/elias-davidsson-author-of-no-evidence-that-muslims-hijacked-planes-on-911-on-truth-jihad-radio-today/ ...

RE: „Gelobtes Land“ – Alice im Wunderland | 29.04.2012 | 17:06

Lieber Christoph Leusch,Das ist eine absolute Notwendigkeit, Frau Schatz, gerade hier im dFC-Forum auf das eigentliche Spielfilm/Miniserien -Glotzenereignis der letzten Woche ausführlich hinzuweisen. Vielen Dank dafür. Bitte, gerne. Ich halte den Film auch für sehr wichtig und ich hoffe, daß er auch hierzulande eine Diskussion anstößt. Initiationsgeschichte ...Das hatte ich ja auch - etwas allgemeiner - hier schon angedeutet: Beide haben wichtige Entwicklungszeit in Palästina/Israel verbracht und es hat sie jeweils verändert. So weit so gut; viele Erlebnisberichte über Reisen in ferne Länder haben diesen Roten Faden. , obwohl mir das Wort "Initiation" nicht eingefallen ist. Ich denke aber, ich hätte es auch nicht benutzt, was aber jetzt kein Gegenargument gegen Ihre Sichtweise sein soll. Meiner Meinung nach, verkennen Sie ein wenig den Blickwinkel der Produktion, die ja durch die ausführliche Vorarbeit mit den britischen Veteranen zustande kam ... Nun ja, ich hatte zwar gelesen, daß es Kosminsky um den "britischen" Aspekt des Themas ging, aber ich wollte mich auf die Rezeption in Deutschland beschränken. Was ich, um Kosminsky besser kennen zu lernen, in jedem Fall machen werde: mir den KFOR-Film besorgen. Den kann ich nämlich mit meinen eigenen Erfahrungen abgleichen. Auch Ihnen für die neue Woche nur das Allerbeste. Herzlich DS

RE: „Gelobtes Land“ – Alice im Wunderland | 29.04.2012 | 16:08

Danke für den Kommentar.
Die Sicht der Autorin: Die Jüdin, die "wahllos Araber ermordet" und ein arabischer "Junge will gegen die Juden kämpfen".
Ja. In Deir Yassin wurden wahllos Araber ermordet, und das ist es, was - im Film - Sergeant Len Klara auch vorwirft. Und es ist dieses illegitime und wahllose Morden, das Klara ihm gegenüber auch noch verteidigt.
Offensichtlich sieht Len das Kommando als Freischar, d.h., schon in der Rechtsstellung als Kombattanten und somit verantwortlich dafür, was sie tun: "Sie wissen schon, daß alles, was Sie hier tun, gegen die Genfer Konvention verstößt..." Und gleich der erste Satz Klaras verteidigt oder beschreibt zumindest, was dort passiert (Len hat das Kind bei sich): "Den Jungen bringst Du besser weg, wenn Du willst, daß er lebt." - Len: "Ich hätte nie geglaubt, daß Du fähig bist, unbewaffnete Zivilisten in ihren Häusern abzuschlachten." Somit denke ich schon, daß es nicht nur meine Ansicht ist, daß in Deir Yassin ein unterschieds- oder wahlloses Massaker stattgefunden hat. "Die Juden" ... Es ist zwar richtig, daß der Begriff in der arabischen Welt undifferenziert und oft als Folie für Hetzreden benutzt wird, aber in der Zeit vor der israelischen Staatsgründung gab es keine Israelis. Da ist er also richtig, aber eben auch nur dann. Zur Unterschiedlichkeit der Begriffe nur ein Anmerkung: auch in Alice im Wunderland steht: "Wer die Macht hat, hat die Definitionen" So hat man in Israel die Macht, Begriffe wie Nakba sogar als Zitat zu verbieten: bit.ly/J1QQsB ; daß der arabische Kampf, so, wie er geführt wird, nicht immer "gerecht" ist, habe ich nirgendwo bestritten. Leider ist es aber meistens so, daß eine Sicht, die wenigstens versucht, die Sicht der Palästinenser darzustellen, als "extrem einseitig" gebrandmarkt wird, verboten, oder zumindest behindert wird: www.ag-friedensforschung.de/regionen/Palaestina/nakba.html . Ich will Ihnen jetzt wahrlich nicht mit dem Bischof-Tutu-Spruch von der Maus und dem Elefanten kommen, aber ich finde, der hat schon was ... Ansonsten noch mal herzlichen Dank für den Kommentar und eine schöne Woche (was aber kein Schlusspunkt sein soll): DS

RE: Koranverbrennung in Deutschland? | 16.04.2012 | 23:43

Gerade wenn es für manche, aber eben nicht für alle, an die Grenze des sogenannten guten Geschmacks geht und die Freiheit der Kunst berührt wird, die im Artikel 5 des Grundgesetzes sich manifestiert, sollte man kritisch sein: ...
Ziffer 10 des Pressekodexes und der Artikel des Grundgesetzes stehen sicher in einem Spannungsverhältnis.
Guter Einwand. Aber Freiheit hört da auf, wo andere verletzt werden. Das steht sicher auch in einem Spannungsverhältnis. Für Bibel und Thora ist das bereits geklärt.

RE: Koranverbrennung in Deutschland? | 16.04.2012 | 23:38

Danke für diesen ausführlichen Kommentar, lieber petz.
Wenn zur Verurteilung einer Aussage erst die Unterstellung eines vermeintlich Gemeinten nötig ist, so ist die Diskussion darüber unnütz.. Sorry to disagree again. In der deutschen Rechtsprechung hat das "Gemeinte" einen hohen Stellenwert, Beispiel: die Hitler-Reichskriegsflagge ist verboten, die kaiserliche Reichskriegsflagge nicht, es sei denn, irgendwelche Neonazis zeigen die Kaiserflagge, weil sie die Naziflagge nicht zeigen dürfen. Sie und ich dürfen uns mit buddhistischen/hinduistischen Swastikas schmücken, notorische Nazis dürfen das auch nicht, weil man bei ihnen annehmen muss, daß sie sich nur damit schmücken, weil sie das Hakenkreuz nicht zeigen dürfen - gängige Rechtsprechung. Und, ja, ich mache meine Annahmen zu dem, was M gemeint haben, weil ich andere Texte von ihnen kenne, und da ist aus meiner Sicht die Diskussion darüber nicht unnütz.
Ja, was sie über Propagandamaterial schreiben ... fühlen Sie sich bitte nicht angezickt, aber da haben wir ganz offensichtlich nicht denselben Zeichensatz. Aber es gibt da ja durchaus Unterschiede: wie für den Film die Hardliner des Herren eine Bibel verbrannt wurde, war der Aufschrei groß, wie ich oben geschrieben habe, Das ´"alles"> meinte übrigens, alle, die es irgendwie in die Medien geschafft haben. Bücher des Judentums zu verbrennen, gilt mittlerweile, nachdem man das Jahrhunderte lang gemacht hat, irgendwie als unfein, vgl: http:/bit.ly/IPCLCW.
...haben sie deshalb auch allen Nicht- oder Andersgläubigen als heilig zu gelten?Nein, aber warum schwadronieren M über das Recht, sie zu verbrennen? Und warum gerade beim Koran?
Allein die Häufung an möglichen Beleidigungen für Andersgläubige, die aus unserer hierzulande für selbstverständlich genommenen christlichen Dominanz im medialen (also öffentlichen) Bereich erwächst, schiene mir eine ernsthaftere Diskussion wert. . Ganz genau, da bin ich ganz bei Ihnen, denn darüber reden wir die ganze Zeit. Grüße zurück. DS