RE: Wider den Diskurs der Kriminalisierung | 09.06.2015 | 00:16

°Ist über die Dinge befragt werden, darüber reden können, nicht auch erleichternd? Oder trifft das bei sexuellem Missbrauch nicht zu.°

Therapie findet nicht im www statt! Auch nicht dann, wenn Betroffene mal wieder öffentlich in die Opferpfanne gehauen werden.

°Wofür werden die den instrumentalisiert?°

Für Voyeurismus, als journalistisches Geschäftsmodell, zur Verschärfung von Gesetzen. Opfer sind schon praktisch, solange sie nur klein und still sind. Andernfalls macht man sie eben einen Kopf kürzer.

Besten Dank auch, wie Sie Christian Füller lesen #lasttweet. Vielleicht entscheiden der und Sie sich ja noch, ob ich nun °Mitläufer und Metöke° oder Opfer bin oder doch besser beides, weiterhin gute Unterhaltung.

RE: Wider den Diskurs der Kriminalisierung | 08.06.2015 | 13:30

Entschuldigung, aber Sie °gönnen° mir keine °Verschnaufpause°.

Weder Nowaks noch Füllers 'Stand your own Ground'-Attitüden können über den Umstand hinwegtäuschen, daß beiden und der Gesellschaft die Betroffenen sexualisierter Gewalt scheißegal sind.

There is no such thing as a Diskurs, der findet schlicht nicht statt. Es gibt stattdessen und seit Jahrzehnten Verharmlosungen und Skandalisierungen, kaum Differenzierung, die gerade bei diesem Thema extrem nötig wäre.

Beides, Verharmlosung wie Skandalisierung, sind zwei Seiten der selben und billigen journalistischen Münze. Von der straf- und skandalgeilen Münz-Seite geprägt ist der heutige Umgang der Gesellschaft mit Betroffenen und mit Pädophilen (im Gegensatz zu Pädokriminellen).

In einem Punkt vermute ich Dissens: Strafrecht leistet aus meiner Sicht keinen erwähnenswert großen Beitrag zu weniger sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Wenn kaum jemand anzeigt, angezeigte Straftaten kaum je ermittelt, geschweige denn verhandelt oder gar verurteilt werden und wenn dann eins der wenigen Urteile den Schmerz pro Vergewaltigung bei etwa 3,55€ festlegt, muß man sich über sehr wenige Anzeigen auch nicht wundern - angesichts einer solchen höchstrichterlichen Handlungsempfehlung an Täter: Bordellbesuche sind teurer als Kinderficken.

Über einen anderen Punkt glaube ich mich mit Ihnen einig: Strafgeilheit ist der Offenbarungseid einer Gesellschaft.

RE: Wider den Diskurs der Kriminalisierung | 08.06.2015 | 11:53

°Welche Qualifikation braucht man denn, um sich als Journalist für Opfer von Straftaten einsetzen zu dürfen. Zumal diese geheimnisvolle Qualifikation von Novak nicht eingefordert wird?°

Wie und wo setzt sich denn Ihrer Meinung nach Christian Füller für Opfer von Straftaten ein? Christian Füller ist freier Journalist, er setzt sich für den Verkauf seiner Artikel und Bücher ein.

Bei Peter Nowak bin ich nicht mal sicher, ob er Opfer von Straftatenüberhaupt erkennt, z.B. die von Kinderfickern vergewaltigten °Treberkids°, die er beim "Kampf für freie Sexualität" besonders heraushebt.

Ich weiß eigentlich gar nicht, bei welchem der beiden Auftritte mir die Luft mehr weg bleibt.

RE: Wider den Diskurs der Kriminalisierung | 08.06.2015 | 10:31

Lesenswert: °Pädophilie-Debatte:Irrwege des Liberalismus

Die Grünen stehen im Mittelpunkt der Pädophilie-Debatte. Doch ihre große Zeit hatte die Bewegung lange vor der Gründung der Ökopartei. In einem Gastbeitrag beschreiben die Göttinger Parteienforscher Franz Walterund Stephan Klechaden Zeitgeist Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre.°

RE: Sommer | 08.06.2015 | 10:09

Schöner Text, danke!

RE: Wider den Diskurs der Kriminalisierung | 08.06.2015 | 10:04

°Es ist auf jeden Fall ein historischer Fakt, dass es gerade Ende der 60er Jahre viele junge Menschen die Forderung nach sexueller Freiheit nicht nur stellten sondern auch praktisch lebten. Dazu gehörten eben auch gerde viele Treberkids.°

Was bitte hat Sex zwischen Kindern, bzw. Jugendlichen und Erwachsenen im Tausch gegen Zuwendung nach oft schweren Gewalterfahrungen aller Art in Familien und Heimen mit °Freiheit° zu tun?

Sie verschenken übrigens ein Argument im Zusammenhang mit Füllers "Kinderpuff namens Kreuzberg".

Um die "bis zu 1000 Opfer" überhaupt bewerten und diskutieren zu können, müßte bekannt sein, welche Gesetzgebung zur rückwirkenden Beurteilung herangezogen wird, in welchem Alter die Kinder und Jugendlichen waren, welche sexuelle Identität und welche Vorgeschichte sie haben. Darüber ist aber m.W. nichts, bzw. zu wenig bekannt.

Homosexualität war bis 1969 grundsätzlich verboten und unter Strafe gestellt, erst 1994 wurde der § 175 gestrichen. Insofern gab es für homosexuelle Kinder und Jugendliche kein Schutzalter, danach lag es bei 14, bzw. 16, bzw. 18.

°Gerade viele Treberkids° waren (und sind) aber in Zwangslagen, nein?

RE: Wider den Diskurs der Kriminalisierung | 08.06.2015 | 09:14

°ich jage nicht täter, ich helfe betroffenen und ich versuche ideologien wie die jugendbewegung und die 68er/grünen als zum teil missbräuchlich zu dekodieren.°

Inwiefern helfen Sie denn Betroffenen? Durch Ihre unangemessen persönliche Angriffe gegen Peter Nowak? Mit Ihren Maximalskandalisierungen?

Sie vereinnahmen ständig Betroffene für Ihr journalistisches Geschäftsmodell und das ist nicht Hilfe, sondern erneuter Mißbrauch.

RE: Ein Recht, Rechte zu haben | 07.06.2015 | 18:22

Australische Rohingya Ende Mai zu Staatenlosigkeit zu Wasser und zu Lande:

https://embed.theguardian.com/embed/video/world/video/2015/may/27/rohingya-refugee-solidarity-protest-brisbane-video

Da der Monsun jetzt begonnen hat, werden die Rohingya bis Oktober aus den Nachrichten verschwinden und ich diesen Blog nicht länger ergänzen.

RE: Ein Recht, Rechte zu haben | 07.06.2015 | 18:02

In Islamabad findet heute ein Treffen statt, auf dem pakistanische Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation der Rohingya beraten werden. Beispielhaft The News World bodies should help stop Rohingya Muslims’ genocide: Nisar

°Chaudhry Nisar, while making an impassioned appeal to the UN, OIC and regional powers, asked them not to close their eyes to the genocide of the Muslims in Myanmar. He cautioned them that the level of atrocities and scale of oppression of the hapless Muslims in this part of the world would nullify the recent efforts aimed at addressing the grievances of the Muslims and weaning away their youth falling into the traps of militants.

The minister also lamented that except for a few countries, no serious effort has been witnessed from the Muslim world to check the oppressor and to plead the case of the oppressed community. This, he said, speaks volumes of apathy and indifferent attitude towards fellow brethren and is a matter of serious concern for the entire Muslim world.

He said he had raised the issue twice during the cabinet meetings including the one held on Friday, in which the prime minister and the entire cabinet expressed serious concern on the plight of Muslims in Myanmar. He said the prime minister had formed a committee which includes the interior minister, Sartaj Aziz and Tariq Fatemi to suggest measures and relief efforts from Pakistan for the Rohingya Muslims of Myanmar. The committee would meet today (Sunday) to deliberate upon the issue. The minister said he was hopeful and optimistic that the government would proactively reach out to the battered and oppressed Muslims of Myanmar.°

RE: Ein Recht, Rechte zu haben | 07.06.2015 | 17:52

Noch ein eindrucksvolles Bild vonSoe Zeya Tun bei Wider Image/Reuters: A desperate Thirst

°This shot is of a group of Rohingya and Bangladeshi migrants from a boat carrying 734 people rescued off Myanmar's southern coast last week. Those on board had been at sea for more than two months, at the end with little food or water.

The men in this photo were part of a group of about 400 crammed into a warehouse by Myanmar police. They had arrived the day before, but while the women, children and some men had already been moved, these men were left behind.

There was no sign of the U.N. refugee agency UNHCR or foreign aid agencies.

Just moments before this shot, the sky opened up and the monsoon rains started coming down. The men were jostling with each other for space to catch water in their bottles and plates.°