"We can call off the black helicopters"

Pressefreiheit 2013 Der Guardian wurde zur Zerstörung oder Herausgabe von Festplatten gezwungen. Zeit für Solidarität unter Journalisten!
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Hier die Prognose von Alan Rusbridger: ... it will be impossible for journalists to have confidential sources. Most reporting – indeed, most human life in 2013 – leaves too much of a digital fingerprint. Those colleagues who denigrate Snowden or say reporters should trust the state to know best (many of them in the UK, oddly, on the right) may one day have a cruel awakening. One day it will be their reporting, their cause, under attack.

Der Guardian hat eine vorbildliche Aufarbeitung aller Wikileaks-Files geleistet - davon können sich alle Medien, alle Journalisten viele Scheiben abschneiden.

Nun hat der britische Geheimdienst nicht nur den Ehemann eines Guardian-Journalisten am vergangenen Sonntag im Transit in Heathrow nach Rio 9 Stunden lang peinlich befragt, sondern auch die Herausgabe oder Zerstörung von Festplatten beim Guardian erzwungen.

"You've had your fun. Now we want the stuff back." "You've had your debate. There's no need to write any more."

Das ist eine Verletzung der Pressefreiheit erster Ordnung!

Alan Rusbridger als Chefredakteur des Guardian wird offenbar seit über 2 Monaten vom britischen Geheimdienst belästigt, bedroht und gegängelt. Feinde der Pressefreiheit sind nicht länger in Kleptokratien, Diktaturen und Bananenrepubliken beheimatet, sondern arbeiten in London.

Im Jahr 2013 muß aus Brasilien über massenhafte Bürgerrechtsverletzungen im Namen einer Terrorabwehr berichtet werden, weil in London Journalisten keine Pressefreiheit und ihren Quellen kein Schutz garantiert ist. Es muß in Rußland um Asyl nachgesucht werden, weil kein europäisches Land zu Dankbarkeit gegenüber der Aufdeckung gravierender Grundrechtsverletzungen imstande ist.

Bleiben Solidarität und solide Berichterstattung über die staatlichen Verunmöglichungsversuche seriöser Berichterstattung und über die Demokratieabschaffung im Namen einer Terrorabwehr aus, sind unsere Grundrechte und unsere Pressefreiheit nicht mal mehr das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen.

08:35 20.08.2013
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

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