Daniel Lücking

Journalist - verfolgt den 1. Untersuchungsauschuss des Bundestags zum Attentat am Breitscheidplatz vom 19.12.2016
Daniel Lücking
RE: Joker: Verführung und Selbstoffenbarung | 14.10.2019 | 18:42

@MagdaGaschke ist nicht gerade Basismitglied der SPD und äußert ihre Meinung mit einer ziemlichen Reichweite. Über ihren Mann sind auch die Bezüge zur Bundespolitik vorhanden, die deutlich über das hinaus gehen, was ein Basismitglied oder ein durchschnittlicher Bürger so hat.Die Rolle des "Bürgermeisters" quasi zu übersehen, die Themen mit Sozialbezug als langweilig abzutun - das ist schon eine Entscheidung und das ist bei einer Person mit dem Hintergrund von Gaschke deutlich kritikwürdig.

RE: Joker: Verführung und Selbstoffenbarung | 14.10.2019 | 18:34

@MagdaWesentlich ist im Film für mich vor allem die Gesellschaftskritik. Es sind die Handlungen der Gang, der Pöbler und letztlich des Talkshowmoderators, die dazu beitragen, dass Arthur Fleck zum Joker wird.Gewalt ist damit natürlich nicht zu rechtfertigen, aber immerhin ist der Anteil benannt, den die Gesellschaft daran tragen kann. Die reflexartige Abkehr von Attentäter ist ja mittlerweile etabliert. Man findet dein Einzeltäter, der sozial auffällig ist, der wirklich nichts mit der Gesellschaft und den eigenen Milieus zu tun hat, haben kann, ja, gar nicht haben darf. Bei dieser Abgrenzung wird übersehen, wie viel Verantwortung die Politik und unser Verhalten letztlich auch mit hat. Nicht für den Ausbruch der Gewalt, aber auf dem Weg dahin. Der Film lohnt wirklich. Aber wird auch lange nachwirken.

RE: Joker: Verführung und Selbstoffenbarung | 14.10.2019 | 18:20

@MagdaIch habe tatsächlich kurz überlegt, ob das wirklich ein Thema sein muss. Sie schreibt aber wenn man einen Blick auf ihren Wikipediaeintrag wirft, dann ist es ihre Themensetzung, die den Bezug zur SPD durchaus erlaubt und keinesfalls als "stillos" zu werten ist. "Als Journalistin und Publizistin beschäftigt sie sich u. a. mit gesellschaftlichen Themen wie Digitalisierung, Manieren und Erziehung und kommentiert das aktuelle politische Geschehen und die Lage der SPD. Außerdem verfasst sie Reportagen."

RE: Über Schwarzfahrer und ein U-Boot | 13.10.2018 | 08:51

MIt meiner Kollegin Stella hab ich den Tag im Podcast besprochen. Das Problem im Ausschuss ist die chronologische Aufarbeitung des Geschehens, die als erher als Verzögerungstaktik wirkt, denn als Aufklärung. Im Podcast nehmen auch die Parlamentarier der Fraktionen Stellung zur Personalie Haarmann.https://uapod.berlin/uapod-berlin-folge-003-vom-11-10-2018/

RE: Über Schwarzfahrer und ein U-Boot | 12.10.2018 | 09:23

Danke für die wichtige Anmerkung! Das hab ich zu sehr vom Endergebnis gedacht. Habe den Passus geändert: "Mit der Personalie H., die von einer Position der Exekutive aus in die Arbeit der Legislative wirkte und dort theoretisch auch die Möglichkeit hatte, eventuelle Versäumnisse zu kaschieren, stellte das Bundesinnenministerium nicht nur die Gewaltenteilung auf eine harte Probe. "Faktisch ist der Untersuchungsausschuss ein Organ der Legislative. Wenn die Regierung aber bei Beratungssitzungen zugegen ist, Zeugen aktiv einbremst, sowie Beweisbeschlüsse über die Zulieferung von Unterlagen nicht zeitgerecht bearbeitet, dann sind das wesentliche Einflussfaktoren. Einmal ganz zu schweigen vom Vorsitzenden des Ausschusses Armin Schuster, der sich immer wieder schützend vor die Dienste stellen will (zuletzt in Bericht aus Berlin, ARD, 07.10.2018) und seinen Untersuchungsauftrag offenbar nicht richtig verstanden hat.

RE: Clash of Bubbles: Fronten, Trauma, Eskalation | 11.05.2018 | 10:43

Noch differenzierter, als in den Beiträgen kann ich es nicht darstellen. Es bleibt dabei, dass hier Unvereinbarkeit in den Ansichten herrscht. Ich habe mich bei dem dir unterstellten Unverständnis auf deinen deutschlandweit verbreiteten Kommentar bezogen und auf die Tatsache, dass du die Kampagne unterstützt und die auch in anderen Kommentaren der "Pro Uniform" Fraktion verschrieben hast. Überleg dir mal, warum du so unbedingt in der zivilen Öffentlichkeit mit Uniform in Erscheinung treten willst oder der Meinung bist, andere müssten das tun dürfen, wo dir die zivile Öffentlichkeit doch weit offen steht und du davon reichlich Gebrauch in TV und Medien machst. Was gibt dir das Recht, dich mit einem staatlichen Machtsymbol und der Arbeitskleidung eines Soldaten in eine Diskussion begeben zu wollen (respektive die Forderung zu erheben, Soldaten sollten das aus Prinzip dürfen), die die Menschen in Zivil und auf Augenhöhe führen möchten und von der niemand ausgeschlossen ist?

RE: Parlamentsarmee im Guerillakrieg | 09.05.2018 | 00:08

FunFact: In den Kommentaren im Blog augengeradeaus von Thomas Wiegold schilderte ein User, dass Bundeswehr-Soldat_innen des BMVg angehalten seien, bei Terminen im Auswärtigen Amt in Zivil zu erscheinen.Zivil ist also durchaus auch im Repertoire dessen, was Soldat_innen im Dienst tragen können. Dazu noch ein offizielles Namensschild mit Funktion und niemand hat Probleme.Besonders PsyOps sollte da sehr "sensibel" agieren. In den 70ern hat eine der Vorgängerorganisationen linke / kommunistische Veranstaltunge in Zivil und mit versteckten Aufnahmegeräten unterwandert. Das ist in einer aufgeschlossenen, demokratischen Gesellschaft nicht mehr gewünscht.

RE: Parlamentsarmee im Guerillakrieg | 08.05.2018 | 11:33

Das wurde versucht, aber von der Bundeswehr abgelehnt. Im Statement der re:publica-Macher ist das nun alles noch einmal aufgearbeitet. Chronolgisch und auch sicherlich erstellt, nachdem nocheinmal sämtlicher Schriftverkehr gesichtet wurde. Die Bundeswehr war eingeladen zur "Diskussion", wollte aber "Präsentation- und Recruiting". Mehr dazu im Statement:https://18.re-publica.com/de/page/bundeswehr-bei-rp18-chronologie-paar-fragen

RE: Parlamentsarmee im Guerillakrieg | 05.05.2018 | 04:47

Alles klar geregelt bis auf den Fall, dass Soldat_innen nicht als Soldat_innen erkennbar sein müssen. Da ist Nachbesserungsbedarf in der Vorschrift, weil der Fall "PsyOp-Soldaten" mit auferlegtem Verbot des Wirkens auf Zielgruppen im Inland durch die Vorschrift in dieserlei Hinsicht nicht erfasst wird.

RE: Parlamentsarmee im Guerillakrieg | 04.05.2018 | 18:51

Einer der Soldaten vor dem re:publica-Gelände war Major Marcel Bohnert, " Federal Bureau of HR Management General Staff College" sagt sein LinkedIn-Profil. Die "Mikrofonständerin" war wohl eine Redakteurin/Reporterin von Radio Andernach. Das waren echte Soldat_innen, die auch von verifizierten Bundeswehrkanälen, FDP-Politiker_innen und Akteuren aus dem BMVg begleitet wurden. Eine recht orchestrierte Aktion.