Daniel Lücking

Journalist - verfolgt den 1. Untersuchungsauschuss des Bundestags zum Attentat am Breitscheidplatz vom 19.12.2016
Daniel Lücking
RE: „Ihre Rechtsauffassung dürfen Sie haben … | 16.01.2015 | 23:00

Es ist erschreckend zu sehen, wie abgekoppelt die Regierung vom Rest des Parlamentes zu operieren scheint. Meine Grundthese bleibt, dass die Regierungsparteien regelmäßig der Verlockung erliegen, die Dienst für den Machterhalt zu nutzen und das genau das in den letzten - sagen wir mal - 10 Jahren massiv genutzt wurde.
Nun muss der Ausstieg her, denn gemeinsam mit den USA ging man zu weit.
Für mich ist nur eines klar: einen so agierenden Regierungskörper wollten wir in diesem Land nie wieder haben. Viel zu tun - packen wir es an und sehen, was ihnen nachzuweisen ist.

RE: [unredacted] Grundsatzdebatte nicht erwünscht | 17.12.2014 | 07:38

Parallelen zum 3. Reich sind nicht notwendig - die Sitzung vom Juni in der Verfassungsrechtler die Praktiken des BND einordneten belegt längst, dass nach heutigem Recht weit am Grundgesetz vorbei agiert wird.

RE: Denn sie wissen nicht, was sie tun? | 28.11.2014 | 23:54

Bei RT wird es nur das Bundeswehr-Thema geben. Leider ist die Reputation des Senders nicht die Beste. Die Nachrecherche zum RT-Beitrag war aber ebenfalls interessant.


RE: Demo, Drohbrief, Sitzungsabbruch | 17.10.2014 | 23:55

Verräter ist einfach die falsche Bezeichnung. Whistleblower sind die ersten Zeugen von Missständen innerhalb von Organisationen, die sich gegen gesellschaftliche und teilweise die eigenen Grundsätze verhält.

Sie übernehmen Verantwortung, wo andere nur wegschauen und damit die Verantwortung für die gesamte Organisation.

Mit Verrat hat das nichs zu tun. Eher sind diejenigen Verräter, die sich in staatlichen Organisationen, die eigentlich zum Schutz der Menschen eingesetzt wurden derart betätigen. Aber diese Schere im Kopf ist leider schon sehr weit geöffnet ...

RE: Kriegsführung im 21. Jahrhundert | 02.10.2014 | 23:35

@Alphabetta Das ist doch offenkundig. Ich würde die Bundeswehr genau jetzt am Grad des Jammerns messen und auf ein funktionsfähiges Maß zusammenschmelzen, statt Geld reinzupumpen. Aber mich fragt ja keiner... vielleicht wäre es gut, mit dem Restbestand ein 50 bis 100.000 Rest-Heer aufzubauen und alles sinnlosen Abenteuer gänzlich zu lassen.

RE: Pazifismus kann tödlich sein | 28.08.2014 | 13:45

Schlichtweg in den falschen Hals bekommen. Der Text zeigt ihr tiefgehendes Wissen - aber Überschrift und Teaser nehmen in die Falsche Richtung mit.

Längst überschlägt sich die Kriegspropaganda und der Handlungszwang drängt sich immer mehr auf. 6 Soldaten sind nur der Anfang.

Jetzt in die akademische Grundsatzdiskussion einzustiegen halte ich für schlichtweg zu spät.

Massaker sind vorallen Dingen eines: ein perverses Mittel der Massenbeeinflussung. Die Täter senden Signale in Richtung der Gegner. Die Propagandisten Signale in Richtung der Kriegsgegner. Was bleibt sind tote Menschen.

Doch lenken wir den medialen Fokus auf diese Menschen unterlassen wir gleichzeitig, andere zu sehen. Ist das Leid weniger oder kleinerer Gruppen nicht gleichermaßen schrecklich?

Wo ist die Grenze zum Einschreiten? Und welche Mittel legitimieren wir in der falschen Absicht mit Gewalt für Recht und Ordnung sorgen zu wollen?

Wo ist die internationale Taskforce zum schnellen Aufbau von Flüchtlingscamps, Sicherung der Wege dorthin und Lager vor Ort?









RE: Pazifismus kann tödlich sein | 28.08.2014 | 13:45

Schlichtweg in den falschen Hals bekommen. Der Text zeigt ihr tiefgehendes Wissen - aber Überschrift und Teaser nehmen in die Falsche Richtung mit.

Längst überschlägt sich die Kriegspropaganda und der Handlungszwang drängt sich immer mehr auf. 6 Soldaten sind nur der Anfang.

Jetzt in die akademische Grundsatzdiskussion einzustiegen halte ich für schlichtweg zu spät.

Massaker sind vorallen Dingen eines: ein perverses Mittel der Massenbeeinflussung. Die Täter senden Signale in Richtung der Gegner. Die Propagandisten Signale in Richtung der Kriegsgegner. Was bleibt sind tote Menschen.

Doch lenken wir den medialen Fokus auf diese Menschen unterlassen wir gleichzeitig, andere zu sehen. Ist das Leid weniger oder kleinerer Gruppen nicht gleichermaßen schrecklich?

Wo ist die Grenze zum Einschreiten? Und welche Mittel legitimieren wir in der falschen Absicht mit Gewalt für Recht und Ordnung sorgen zu wollen?

Wo ist die internationale Taskforce zum schnellen Aufbau von Flüchtlingscamps, Sicherung der Wege dorthin und Lager vor Ort?









RE: Pazifismus kann tödlich sein | 26.08.2014 | 15:04

Sagen Sie mal, Herr Jäger, in weivielen Kriegsgebieten waren Sie eigentlich mal Soldat?

Plädieren Sie, wofür sie unbeding wollen / müssen. Aber setzen Sie sich auch damit auseinander, wie unrechtmäßig der Einsatz in vielen Ländern ist.

Waffenlieferungen ohne Parlamentsbeteiligungen, Kriegseinsätze unter Missachtung von Genfer Konventionen und ähnliches sollten niemand gutheißen. Meine Bilanz aus 4 Einsätzen in Kriegsgebieten als Soldat.

Nicht, als Journalist oder Politiker, denen in tollen Shows vorgelogen wird, wie die Gefahr vor Ort eigentlich aussieht.

Lesen Sie mal hier rein und überlegen Sie, ob Sie nicht längst durch die Kriegslobby korrumpiert sind.

https://www.freitag.de/autoren/daniel-luecking/augenzeugen-von-internationaler-rechtsbeugung

Draußen vor der Tür

In den Krieg rufen die, die nie da waren. Und die, die ihn kennen rufen nach Waffen. Die Soldaten und oft auch die Opfer.

Und die, die ihn kennen und ihn nicht mehr wollen, die werden verstoßen.

Sie machen es denen schwerer, die den Krieg wollen den Krieg auch zu führen.

Sie machen es denen schwer, die aus Angst nach Waffen schreien, denn Schutzlosigkeit zu akzeptieren tut weh.

Sie machen es denen schwer, die im Krieg sind, denn die eigene Verletzlichkeit muss ignoriert werden.

Also. Halt die Klappe. Dein Platz ist vor der Tür. Draußen. Aber bloß nicht hier.




RE: Wenn Social Networks krank machen | 24.07.2014 | 22:40

Danke! Ich merke, das Leserkritik die Texte auch besser macht. Ja, es war eine zivile Redaktion. Ich wäre nicht aufmerksam e geworden, hätte ich nicht in etwa zur gleichen Zeit das seltsame Gespräch im Adlon gehabt.
Ab dem 1.8. werde ich in diesen Dingen konkreter. Ich werde als Journalist nicht zeitlebens gegen unsichtbare Grenzen Mauern kämpfen, wenn der Grund dafür an Stellen zu suchen ist, die ich nicht zu verantworten hat.

Wenn ich versuche einen vorgesetzen Kollegen mit einer Recherche zu erreichen, kann ich mit der Absage leben "Hab ich mir angeschaut - ist mir zu heikel." Nicht aber mit der Absage: "Du bist befangen." so dass ich nur vermuten kann, wo diese "Erkenntnis" herkommt...

RE: Liebe NSA: Wir geben auf! | 15.07.2014 | 11:47

Der Diskurs, der notwendig ist dreht sich um die deutschen Dienste. Tricks, mit denen der Auslandsdienst an Inlandsdaten kommen will, anlasslose Totalüberwachung, Austausch und Kombination von Datensätzen.

Problematisch: die Kombination von Informationen zu "Beweiszwecken". Da lassen sich Zusammenhänge konstruieren und Absichten zu unterstellen, die nichts mit der Intention zu tun haben, die die Person eigentlich hat.