Daniel Lücking

Journalist - verfolgt den 1. Untersuchungsauschuss des Bundestags zum Attentat am Breitscheidplatz vom 19.12.2016
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Daniel Lücking
RE: Pazifismus kann tödlich sein | 28.08.2014 | 13:45

Schlichtweg in den falschen Hals bekommen. Der Text zeigt ihr tiefgehendes Wissen - aber Überschrift und Teaser nehmen in die Falsche Richtung mit.

Längst überschlägt sich die Kriegspropaganda und der Handlungszwang drängt sich immer mehr auf. 6 Soldaten sind nur der Anfang.

Jetzt in die akademische Grundsatzdiskussion einzustiegen halte ich für schlichtweg zu spät.

Massaker sind vorallen Dingen eines: ein perverses Mittel der Massenbeeinflussung. Die Täter senden Signale in Richtung der Gegner. Die Propagandisten Signale in Richtung der Kriegsgegner. Was bleibt sind tote Menschen.

Doch lenken wir den medialen Fokus auf diese Menschen unterlassen wir gleichzeitig, andere zu sehen. Ist das Leid weniger oder kleinerer Gruppen nicht gleichermaßen schrecklich?

Wo ist die Grenze zum Einschreiten? Und welche Mittel legitimieren wir in der falschen Absicht mit Gewalt für Recht und Ordnung sorgen zu wollen?

Wo ist die internationale Taskforce zum schnellen Aufbau von Flüchtlingscamps, Sicherung der Wege dorthin und Lager vor Ort?









RE: Pazifismus kann tödlich sein | 28.08.2014 | 13:45

Schlichtweg in den falschen Hals bekommen. Der Text zeigt ihr tiefgehendes Wissen - aber Überschrift und Teaser nehmen in die Falsche Richtung mit.

Längst überschlägt sich die Kriegspropaganda und der Handlungszwang drängt sich immer mehr auf. 6 Soldaten sind nur der Anfang.

Jetzt in die akademische Grundsatzdiskussion einzustiegen halte ich für schlichtweg zu spät.

Massaker sind vorallen Dingen eines: ein perverses Mittel der Massenbeeinflussung. Die Täter senden Signale in Richtung der Gegner. Die Propagandisten Signale in Richtung der Kriegsgegner. Was bleibt sind tote Menschen.

Doch lenken wir den medialen Fokus auf diese Menschen unterlassen wir gleichzeitig, andere zu sehen. Ist das Leid weniger oder kleinerer Gruppen nicht gleichermaßen schrecklich?

Wo ist die Grenze zum Einschreiten? Und welche Mittel legitimieren wir in der falschen Absicht mit Gewalt für Recht und Ordnung sorgen zu wollen?

Wo ist die internationale Taskforce zum schnellen Aufbau von Flüchtlingscamps, Sicherung der Wege dorthin und Lager vor Ort?









RE: Pazifismus kann tödlich sein | 26.08.2014 | 15:04

Sagen Sie mal, Herr Jäger, in weivielen Kriegsgebieten waren Sie eigentlich mal Soldat?

Plädieren Sie, wofür sie unbeding wollen / müssen. Aber setzen Sie sich auch damit auseinander, wie unrechtmäßig der Einsatz in vielen Ländern ist.

Waffenlieferungen ohne Parlamentsbeteiligungen, Kriegseinsätze unter Missachtung von Genfer Konventionen und ähnliches sollten niemand gutheißen. Meine Bilanz aus 4 Einsätzen in Kriegsgebieten als Soldat.

Nicht, als Journalist oder Politiker, denen in tollen Shows vorgelogen wird, wie die Gefahr vor Ort eigentlich aussieht.

Lesen Sie mal hier rein und überlegen Sie, ob Sie nicht längst durch die Kriegslobby korrumpiert sind.

https://www.freitag.de/autoren/daniel-luecking/augenzeugen-von-internationaler-rechtsbeugung

Draußen vor der Tür

In den Krieg rufen die, die nie da waren. Und die, die ihn kennen rufen nach Waffen. Die Soldaten und oft auch die Opfer.

Und die, die ihn kennen und ihn nicht mehr wollen, die werden verstoßen.

Sie machen es denen schwerer, die den Krieg wollen den Krieg auch zu führen.

Sie machen es denen schwer, die aus Angst nach Waffen schreien, denn Schutzlosigkeit zu akzeptieren tut weh.

Sie machen es denen schwer, die im Krieg sind, denn die eigene Verletzlichkeit muss ignoriert werden.

Also. Halt die Klappe. Dein Platz ist vor der Tür. Draußen. Aber bloß nicht hier.




RE: Wenn Social Networks krank machen | 24.07.2014 | 22:40

Danke! Ich merke, das Leserkritik die Texte auch besser macht. Ja, es war eine zivile Redaktion. Ich wäre nicht aufmerksam e geworden, hätte ich nicht in etwa zur gleichen Zeit das seltsame Gespräch im Adlon gehabt.
Ab dem 1.8. werde ich in diesen Dingen konkreter. Ich werde als Journalist nicht zeitlebens gegen unsichtbare Grenzen Mauern kämpfen, wenn der Grund dafür an Stellen zu suchen ist, die ich nicht zu verantworten hat.

Wenn ich versuche einen vorgesetzen Kollegen mit einer Recherche zu erreichen, kann ich mit der Absage leben "Hab ich mir angeschaut - ist mir zu heikel." Nicht aber mit der Absage: "Du bist befangen." so dass ich nur vermuten kann, wo diese "Erkenntnis" herkommt...

RE: Liebe NSA: Wir geben auf! | 15.07.2014 | 11:47

Der Diskurs, der notwendig ist dreht sich um die deutschen Dienste. Tricks, mit denen der Auslandsdienst an Inlandsdaten kommen will, anlasslose Totalüberwachung, Austausch und Kombination von Datensätzen.

Problematisch: die Kombination von Informationen zu "Beweiszwecken". Da lassen sich Zusammenhänge konstruieren und Absichten zu unterstellen, die nichts mit der Intention zu tun haben, die die Person eigentlich hat.




RE: Liebe NSA: Wir geben auf! | 14.07.2014 | 23:09

Ich bin ganz bei ihnen. Die Beteiligung und Anbiederung des BND ist ja im FAKT-Beitrag schon ausgeführt. Die deutchen Dienste sind in ihrer Beflissenheit way-beyond-everything. Das ist zumindest der Eindruck.

Nehmen wir es mal rational und losgelöst, wieviele Tote auf den Terror nach 9/11 und den ebenfalls Al-Kaida zugeordneten Aktivitären a.k.a. "Der Terror" zugeordnet werden: der Bodycount im Kampf gegen den Terror hat all das bei weitem übertroffen.

Aber wie bremsen wir in Zukunft diese paranoiden Handlungen der Dienste ein, die Militär nur als ein weiteres Asset sehen und Politiker als "lästiges" Hinderniss, das es zu umschiffen gilt?

Ich vermisse einen Generalbundesanwalt, der die Büros der Dienste in Deutschland mit einem Beweissicherungsverfahren belegt. Dort laufen doch derzeit die Schredder heißt und es wird versucht, halbwegs gesichtswahrend aus der nächsten Affäre raus zu kommen.

Schon NSU hätte zum Aufschrei führen müssen - NSA sprengt alle bisher dagewesenen Bedrohungsszenarien bei den Diensten.

RE: Liebe NSA: Wir geben auf! | 13.07.2014 | 23:56

Patrick, "this makes no" Sens - burg

RE: Ach, Frau Diener ... | 12.07.2014 | 12:32

Der Aufforderung komme ich gern nach - in nächster Zeit ist allerdings dieses "Einkommensproblem" zu lösen. Die kleine Chance auf ein Wunder ist da - aber da muss ich mich noch einige Tage gedulden.

Bitte sehen Sie mir daher auch den "Scan-Fehler" nach ;-)

RE: Ach, Frau Diener ... | 12.07.2014 | 12:30

Ich würde nie die "Systempresse" pauschal verurteilen. Es sind die Menschen, die den Journalismus machen und viele erkennen mittlerweile, dass das Anpassen an das System verlockend ist, aber weder Leser, noch Journailst, noch den Rest der Welt voran bringt.

Es gibt Länder und immer wieder Zeiten, die Journalisten zwingen, ihre Arbeit aus dem Exil heraus zu leisten. Im Internet natürlich zusehends schwer - aber es ist beruhigend, dass es derzeit noch aus Deutschland heraus möglich ist.

Solidarisch bin ich mit Frau Diener in dem Punkt, als dass auch ich als Onliner schon diese frustrierenden, teils ekelhaften Erfahrungen mit Kommentatoren machen musste.

Mangelnde Sachlichkeit, Stammtischparolen und offen zelebrierte Ausländerfeindlichkeit kann der Redakteur zwar intelektuell erfassen und kategorisieren - aber eine Distanz aufbauen, die die daraus entstehende Belastung vermeidet ist nicht jedem gegeben.

Genauer gesagt machen mir auch eher die Journalisten Angst, die nicht so reagieren, wie Frau Diener, ihre Leser und Kommentatoren gar nicht wahrnehmen wollen und sich dem überhaupt nicht stellen.

Vom nachrichtlichen, sachlichen Stil des Journalismus, der immer wieder gepredigt wird halte ich übrigens nichts. Ich will als Leser einen Experten im Thema, der mich nicht irreleitet und der sich die Meinung, die er trägt, fundiert recherchiert und stets relektiert an die Leser bringt.

Ich befürworte Storytelling im Journalismus, klare Haltungen von Journalisten zu einem Thema und insbesondere Charakter. Traurig zu sehen, dass das System eher Anpassung belohnt. Schlägt sich dann darin nieder, dass total austaschbare Charaktere als meidale Vorturner auftauchen.

Derweil zieht das Publikum - wie hier richtig bemerkt wurde - in die Kommentarspalten um. Politik und Wirtschaft freuen sich - wer von denen will denn schon eine vierte Macht im Staat?







RE: Ach, Frau Diener ... | 11.07.2014 | 18:03

Ach, Frau Taylor, sie beschreiben ja exakt, was ich tue ;-)

Die Trolle sind teilweise Artikelübergreifend im Einsatz, bemerken aber nicht, dass die Narrative, die sie verwenden so durchsichtig sind, dass ich sie sofort wiedererkenne. Das ist, wie der Klang einer Stimme.
Meine Trolle vermute ich in einem besonderen Segment. Was meinen Sie, warum ich beim letzten Facebook-Skandal mit der Armee, die Netzforschung betreibt nur müde lächeln konnte. ;-)