Daniel Uxa

"Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen (...). Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander."
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RE: From Hero to Zero | 01.11.2019 | 22:04

Der Spiegel (Online) vom 29.10. legt nach:

"AfD-Wählern geht es wirtschaftlich gut"

"Wer ökonomisch abgehängt ist, wählt eher AfD? Falsch, sagt der Soziologe Alexander Yendell. Der wahre Grund für den Erfolg der Rechtspopulisten in Thüringen ist demnach Rassismus."

Könnte so sein ...

Interessant zum Ende:

"SPIEGEL: In Thüringen haben vor allem Menschen unter 60 Jahren AfD gewählt. Gibt es dafür eine Erklärung?

Yendell: Wir wissen seit einer Umfrage aus dem Jahr 2016, dass in den neuen Bundesländern das Ausmaß an Fremdenfeindlichkeit unter jungen Menschen weiter verbreitet ist als bei den Älteren. Im Westen ist es andersherum. Woran das liegt, wissen wir noch nicht genau.

SPIEGEL: Ticken die Rechten im Westen anders als im Osten?

Yendell: Rechtsextremismus ist nicht das alleinige Problem des Ostens, auch im Westen ist die AfD dort besonders erfolgreich, wo es Fremdenfeindlichkeit gibt. Die Mechanismen dahinter sind dieselben. Aber wir dürfen nicht vergessen: Mehr als 75 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Thüringen haben nicht AfD gewählt."

RE: From Hero to Zero | 30.10.2019 | 09:28

"hör mal radio in sachsen, guck mal mdr"

Da musste ich jetzt wirklich schmunzeln ;)

Ansonsten Zustimmung zu dem Kommentar. Und auch Zustimmung @Magda, denn die AfD (und der Rechtsextremismus) ist ja nun wirklich kein auf den Ostteil der Republik beschränktes Phänomen. Wer das jetzt noch meint, wird sich 2021 wundern.

RE: Feminismus tut weh | 16.10.2019 | 14:41

Verstehe ich das richtig, dass der verlinkte Artikel vom 26.08.2018 ist? Und der aktuelle Artikel bezieht sich auf die Veranstaltung jetzt aus dem Oktober? Dann müsste man nämlich feststellen, dass sich vom letzten Jahr auf dieses Jahr ja rein gar nichts geändert hätte ...

RE: „Nie wieder“ – ein Lippenbekenntnis | 14.10.2019 | 15:30

"Nach den Morden in Halle bleibt die simple Frage: Wann wird der Rechtsterrorismus in Deutschland von der Politik endlich als politisches Problem begriffen? "

https://www.zeit.de/kultur/2019-10/rechtsterrorismus-halle-anschlag-politiker-verantwortung

RE: Gegen Faschismus, Antisemitismus und Wegsehen | 11.10.2019 | 00:40

Sie gehen in dem letzten Absatz darauf ein, das finde ich überaus wichtig. Nennen Sie mich einen Schwarzmaler, aber ich persönlich befürchte, dass wenn wir einmal alle Punkte diesbezüglich zusammenzählen, wir inzwischen gesamtgesellschaftlich einen Zustand erreicht haben, der allein mit zivilgesellschaftlichem Engagement nicht mehr zu ändern ist. Ich habe es in einem anderen Kommentar schon zum Ausdruck gebracht; wenn stimmt, was das Recherchenetzwerk da ans Licht geholt hat, will ich mir gar nicht vorstellen, wie dieser schreckliche Anschlag gestern ausgegangen wäre, wenn der richtig harte Kern gestern seine "TagX" Fantasien hätte umsetzen wollen.

RE: Rebellion ohne (linke) Genehmigung? | 11.10.2019 | 00:22

Sehr richtig beschrieben. Aber auch nicht neu. Gab es bei den Friedensdemonstrationen bzw. der "neuen" Friedensbewegung, gab es bei Aufstehen, gibt es halt auch jetzt. Frau Ditfurth immer hart am Wind sozusagen.

RE: „Nie wieder“ – ein Lippenbekenntnis | 10.10.2019 | 23:37

Was soll denn jetzt der blödsinnige Streit über Antisemitismus, Antiamerikanismus und Antifeminismus? In der Synagoge waren wohl auch 10 US-Amerikaner, glaubt irgendwer denn dass da Unterschiede gemacht worden wären, hätte des Attentat wie geplant stattgefunden? Hauptsache Feindbilder, an denen sich dann abgearbeitet wird, und, wie oben geschrieben, mir dünkt es gibt immer mehr davon.

RE: „Nie wieder“ – ein Lippenbekenntnis | 10.10.2019 | 23:29

Mir kommt der Artikel auch etwas oberflächlich bzw. als thematisch zu kurz gegriffen vor. Man muss diesen Anschlag doch in den übergeordneten Kontext Rechtsterrorismus einordnen, von dem nicht nur Juden in Deutschland betroffen sind, und von dem zu erwarten ist dass dies erst den Anfang darstellt. Hat die Redaktion den von all dem hier nichts mitbekommen? Es wurde doch sogar ein Buch zu dem Themenkomplex empfohlen. Der Begriff "Staatsversagen" ist da noch verharmlosend und der NSU nur die Spitze des Eisbergs.

So schlimm dieser Anschlag auch war, ich will mir gar nicht vorstellen, wie das Ergebnis gewesen wäre, wenn der Attentäter aus den Reihen der Gladio 3.0 gekommen wäre, einer von Nord/Süd/Ost/Westkreuz, der beschließt, heute ist der Tag X, und anfängt, die diversen Todeslisten abzuarbeiten. Leute, was glaubt ihr was dann los ist. Feinde gibt es offenbar viele.

RE: Aussicht auf Verelendung | 20.09.2019 | 11:23

Nochmal richtig. Blöd nur, dass - soweit mir bekannt - die AFD nicht eine Handbreit von dem System abzurücken beabsichtigt.

„Wir denken und handeln wirtschaftsliberal und wertkonservativ (…) Niemals sollte es sich lohnen, staatliche Sozialleistungen leistungslos zu kassieren, anstatt zu arbeiten, soweit dies Alter und Gesundheit zulassen.“

RE: Aussicht auf Verelendung | 20.09.2019 | 11:20

"Der böswillige, arbeitsscheue Sozialbetrüger wurde als verallgemeinerndes Beispiel von Politik und anderen in die Verwaltung und Bevölkerung gebracht. Aus dieser Basis entsteht eine Legitimation durch den Bürger für die Sanktionen."

Richtig. Und die Mehrheit der deutschen Presse - und Medienlandschaft hat kräftig mitgemischt. Bis heute fehlt mir dazu mal eine umfassende Reflexion seitens der Medien. Immerhin ist diese ja inzwischen selbst hart von Prekarisierung betroffen.