Braucht Freiheit das Schießeisen?

Schreie nach Macht?! Und alle Macht dem Rausch der Macht und der Macht der Gegenmacht – und einer eigenwilligen politischen Freiheitsliebe?! Bedeutet es Schwäche auf Gewalt zu verzichten!?
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Ist der Standpunkt des Handelns aus der Freiheit und in Freiheit – ein schwacher? Bedeutet es Unvermögen das Herz in Freiheit anzusprechen und im Zweifel nicht Gewalt mit Gewalt zu beantworten, nicht mit den gleichen Mitteln zurückzuschlagen?

…im Namen der Gerechtigkeit, der Freiheit – es braucht Gewalt!?

Auf den letzen Beitrag hin, erreichte mich via Mail, eine Frage: Was aber wenn die Gerechtigkeit und das Gute Gewalt erfordern, um Freiheit überhaupt erst herzustellen? Diesen Satz werden so alle Lager, die auf Macht und Gewalt setzen, unterschreiben: Sie brauchen die Gewalt (strukturelle, cybermäßige, militärische, terroristische, antiterroristische…), weil sie keine andere Wege sehen Freiheit herzustellen – die Freiheit der abendländischen Werte, die Freiheit im Namen Gottes wie sie fundamentalistisch ausgelegte Religionen (gleich welcher Richtung - islamistisch, christlich...) verheißen, die Freiheit des Internets (weder Staaten (gleich welche), noch Hacker/innen und selbsternannte Gerechte haben ein Recht andere auszuspionieren) – alle gebrauchen sie Macht und Gewalt im Namen der Freiheit und ihre Toten heißen Helden/innen und Märtyrer/innen.

…umzingelt von Freiheitskämpfer/innen und Zwangsdemokraten/innen…

Sind wir umzingelt von Helden/innen, von Heiligen, Märtyrer/innen und Retter/innen der Freiheit verschiedenster Couleur, deren Freiheitsbegriff mit der Verübung von Macht zusammengeht? Sie versprechen Freiheit, aber keine/r achtet sie und keine/r setzt auf sie. Stattdessen waltet der Wille zur Durchsetzung, die Macht in Frontkerben zu schlagen und Feindbilder zu verschärfen, einander vorzuführen – die Achse von Gut und Böse funktioniert in beide Richtungen gleichermaßen – Böse sind immer die anderen und alle Mittel sind schon allein dadurch gerechtfertigt, dass jede Seite für sich Gerechtigkeit beansprucht (für die Überwindung von Feindbildern tut keine Seite etwas und Frieden ist allen gleichermaßen der Inbegriff für Schwäche – und vielleicht noch als Trophäe gut: den FriedensNobelpreis, den Machthaber völlig ungerechtfertigt bekommen – siehe Obama oder nach dem von der Gegenfraktion aus geschrien wird – für was – hat irgendeiner dieser Menschen auf der einen wie auf der anderen Seite einen Waffenstillstand erwirkt – Frieden erwirkt, etwas zum Abbau von Feindbildern getan, Freiheit geachtet, Verständigungs- und Versöhnungsarbeit geleistet – nö, ihnen allen ist Frieden im Grunde zu wider und er wird mit Ohnmacht assoziiert, die sie scheuen – sie scheuen Freiheit, sie scheuen Frieden, sie fremdeln gegenüber allen Wegen, die den Verzicht auf Gewalt bedeuten, weil sie darin nur eines erkennen: den Verlust von Macht. Ich bin dafür, dass ein einfacher Müllmann oder eine einfache Putzfrau, die über 70 ist, immer noch arbeiten muss, um halbwegs über die Runden zu kommen und in mehreren Systemen ganz unten stand – unten in dem System, aus denen sie unter Lebensgefahr flüchtete - ebenso wie in den Systemen, in denen sie ankam – und die Tag für Tag den Müll und Dreck der anderen wegräumt und dabei von den meisten Menschen ignorant behandelt wird und Tag für Tag dafür sorgt, dass die Tische, Böden und WCs von Schulen und Krankenhäusern sauber sind und weder Dank noch Anerkennung erntet – den FriedensNobelpreis bekommt – nach Recht müssten all diese Menschen die Autos und Straßen der Prunkstraßen anzünden, so wie die verlogene Wohlstandswelt mit ihnen umgeht, und sie tun es nicht, sondern wischen unter den Betten von Kranken und kratzen Kaugummis von Schulschreibtischen. Und wenn sie mutig wo einen Kommentar verfassen, um gewaltlosen Widerstand zu leisten, und sich dabei nicht so ausdrücken können wie unsere BildungsbürgertumEliten, die in ihrer intellektuellen Gier sich vor allem selbst am Bildungsstoff bedienen, aber wenig dazu tun, dass Bildungsteilhabe möglich wird, es erwarten, erkennen unsere Supereliten nicht etwa die Ungerechtigkeit des Systems, das Menschen systematisch von Bildungszugängen exkludiert, dienen sie nicht diesen einfachen Menschen ihre Gedanken hörbar und brauchbar zu fassen – sondern es bauchpinseln sich die selbsternannten Repräsentanten/innen des Systems einhellig selbst und formulieren ihren (intellektuellen) Überlegenheitsanspruch und beanspruchen elitär legitimierte Macht, mit der sie für andere schalten und walten wollen – das ist nicht nur paternalistisch, das ist bevormundend, das ist ideelle Gewaltherrschaft und Machtverübung. All diese Eliten – gleich auf welcher Seite – wie können sie nur so selbstgefällig und selbstgerecht sein? Wessen Repräsentanten/innen und Vorbilder wollen sie sein? – Sie ernennen sich selbst dazu, setzen sich wie Napoleon selbst die Kaiserkrone auf und erwarten blinde Gefolgschaft im Sinne der Worte Hegels, wonach in Napoleon viele den Zeitgeist laufen sahen. Sie reden von Partizipation und wollen blinde Fans? Oder wie kommt man auf die absurde Idee im Namen anderer zu sprechen? Und warum maßen sie sich an - andere zu repräsentieren und lassen sie Menschen nicht für sich selbst sprechen? Und das System zwingt die Menschen ihre Stimme für andere abzugeben – oder sich zu enthalten und dadurch auch die Stimme für andere abzugeben. Keine einzige Partei verzichtet auf das repräsentative Modell, alle greifen sie nach Macht und Normierungs- und Rechtsetzungsgewalt. Keine/r (mit Ausnahme vielleicht der Linken, die aber zugleich auf andere Systeme der Macht setzen) erteilt der Ideologie der offen Märkte eine klare Absage und den Ausbeutungs- und Herrschaftssystemen. Die Entwicklung insgesamt geht in Richtung Anonymisierung und elektronische Brauchbar- und Nutzbarmachung und Verwertung – an den Menschen vorbei – geht in Richtung des elektronischen Abgreifens von Ideen unter Ausschaltung des Menschen. Der Mensch wird zum bzw. zur Fütterer/in von anonymen Systemen, in denen Wissen losgelöst wird vom Herzen, dessen Gabe es ist. – Wissen ist kaltes Wissen, das nur noch nach Verwertbarkeits- und Nutzbarkeitskriterien dem System zugeführt und von diesem abgegriffen und durch Fremdrepräsentation aufgegriffen wird und in medialer Fremdbestimmung (Talkshows…) und politischen Fremdbestimmungssystemen entstellt dargeboten sowie von Konzernen und Wirtschaftsakteuren nach Lust und Laune verwertet wird. Das hat nichts mit Freiheit zu tun, sondern beschreibt eine multiple Missbrauchssituation, die unter dem Deckmantel von Partizipation neue Formen der Ausbeutung etabliert. Politische Mitgestaltung und Partizipation bedeutet so viel mehr als elektronische Systemzuführung in Verbindung mit repräsentativer Machtpolitik. Der Stifter des FriedensNobelPreises – rief diesen Preis ins Leben, weil er exakt diese Erfahrung gemacht hat, seine Gedanken wurden missbraucht durch andere, für Ziele und Zwecke entfremdet, die er nie für gut geheißen hat. Vorsicht Piraten! Vorsicht! Es geht um wirkliche Freiheit, die die Würde des Menschen achtet und eine klare Absage an repräsentative Machtsysteme erteilt. Die Piraten als Bewegung in Freiheit für Freiheit wären spannend, so wie es jetzt ist – irritiert der Griff nach Macht. Es braucht eine klare Absage an Macht, eine klare Kritik an Ausbeutungssystemen und ein klares Ja zu wirklicher Freiheit – die sehr viel mehr ist – als die des Internets.

Warum trauen Menschen Freiheit so wenig zu?

Ist es schwach – dem Zöllner nicht mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen, sondern sich mit ihm an einen Tisch zu setzen und mit ihm zu sprechen, auf sein freies Herz zu setzen, um Veränderung zu bewirken? – Und Jesus – und das ist wichtig, saß nicht als Repräsentant einer Machtkirche, Partei oder Vorstand eines Konzerns am Tisch dieses Mannes, sondern als einfacher machtloser Mensch, der auf Liebe und Freiheit setzte und durch nichts anderes wirkte als durch die Kraft der Liebe und Freiheit (frei von allen Machtzusätzen). Als Machthaber hätte Siddharta dem Killertrupp, der einen Mordanschlag auf ihn verübte, einen Gegenmordkomplott auf den Hals hetzen können. Er verzichtete auf Macht und verzichtete auf Rache und setzte auf Verzeihen und auf Versöhnung – ist das schwach? Ist es schwach – die Kreuzigung nicht mit einem Aufruf zu einem gewalttätigen Aufstand zu beantworten, sondern die einfachen Worte zu sprechen: „Vater vergib ihnen - sie wissen nicht, was sie tun.“ Ist es schwach, dass der, welcher ganze Kampfheere anführte, seine Lieblingsfrau nicht steinigen ließ, sondern ihr ihren Ehebruch verzieh. In meinen Augen begann dort und genau zu diesem Zeitpunkt der eigentliche Islam und nicht in den Schlachten zuvor (Schlachten, die Liebsten das Leben kosteten, weil die Gefallenen auf allen Seiten Menschen sind, die geliebt werden – mit jedem/r Kampftoten stirbt eine Penthesilea) - der eigentliche Islam begann im Moment - als der Ehebrecherin verziehen wurde - im Verzicht auf Gewalt und im Verzicht auf die Durchsetzung von Recht, im Verzeihen - im Frieden, der ist, was er ist – Frieden, der sich schenkt. Mohammed riskierte dadruch sein eigenes Leben. Ist all das schwach? Ist es schwach seinen Mörder/innen am Kreuz zu verzeihen, schwach Feinden/innen zu lieben, schwach dem, der einen mit Gewalt aus der lebensbedrohlichen Situation befreien könnte - zu sagen, steck das Schwert zurück? Ich meine nicht. Sondern die Menschen, die auf Freiheit setzten und sie achteten sind stark, sehr stark, vermutlich stärker als wir alle. Sie erscheinen nur denen als schwach, die selbst schwach sind. Macht wie die Macht der GegenMacht vergehen, überhaupt sind Menschen endlich und sterblich. Alles vergeht nur die Liebe bleibt.

Menschen, die ihr Leben an Institutionen, falsche Religionen der Macht, Parteien und Machtpolitik hängen, sollten uns skeptisch stimmen. Staaten und Organisationen und Menschen, die auf Daten, Datensammeln und das Gerde über andere (wahlweise die Schuld der Terroristen/innen oder die Schuld der Antiterroristen/innen) setzen, statt das Antlitz der Menschen zu achten – und sich mit den Menschen an einen Tisch zu setzen, um zu fragen, was ist und zu sagen was ist – sollten uns skeptisch machen. Jesus mied die Zöllner nicht, er griff sie auch nicht mit ihren eigenen Mitteln der Macht an, um ihnen anzutun, was sie anderen antun, er saß mit ihnen an einem Tisch, aber ließ sich von ihnen nicht vereinnahmen, sondern sprach sie in Freiheit an – ihre Machtwege zu verlassen und den Weg in Freiheit und Liebe zu beschreiten. Ist das naiv? Ist es naiv Konflikte zu lösen? Ist es naiv, was Martin Luther King tat – auf einen Traum zu setzen, der Feindbilder überwindet, einer Friedensvision gilt, auf Verständigung setzt und Hoffnung schenkt – und dabei Freiheit nicht mit Blutvergießen zu erkämpfen und den Griff zur Gewalt und Gegengewalt mit Märtyrermythen hochzustilisieren, sondern Freiheit zu achten und das Leben zu achten? Er setzte nicht auf den Zwang der Beglückung durch Gewalt, sondern auf Freiheit.

Amour fou und der Zwang zum Glück durch Beglückungskonzepte

Spionage und Gegenspionage. Hacken und Hacken. Abfassen und Abgreifen. Eifersüchtige Ehepaare beschnüffeln sich gegenseitig, verüben Kontrolle und werfen dem jeweils anderen vor, was sie selbst tun: Gemeinheiten zu verüben. Verlernt haben sie die Liebe, vergessen die Freiheit (überall nur Enge und Vorhaltungen), alles erstarrt im Zwang, in der Gewalt und der Gegengewalt einer obsessiven Amour fou, in Gängeleien und Kälte – und man glaubt über den bzw. die andere/n zu wissen, was man in seinem Wahn hinterrücks über ihn bzw. sie in Erfahrung brachte, was man hörte und was man sich von andere/n über den anderen bzw. über die andere sagen ließ, was man heimlich mitgelesen hat – statt miteinander an einen Tisch zu finden und zu sagen – was ist. Es gibt keine Freiheit, die nicht von den reißenden Krallen im Fleisch lässt. Wirkliche Berührung bedarf der Freiheit. Es gibt keine Freiheit – außer man gibt sie einander - achtet sie wie die Liebe. Weil alles andere bedeutet die Verübung von Zwang und Gewalt: Unfreiheit. Es gibt keine Freiheit außer der Freiheit selbst.

…der Krieg ist Vater von gar nichts – außer von Unrecht und Gewalt! – Freiheit und Liebe sind die Mütter allen Lebens!

Ist es naiv nach der Lösung von Konflikten zu fragen? Geschichte und nichts als Krieg und kein Ausweg? – Ist der Krieg Vater aller Dinge? Nein! Freiheit und Liebe sind die Mütter allen Lebens. Es geht darum den Teufelskreis der Geschichte der Kriege endlich zu durchbrechen. Es geht um den Anfang der Verständigung, um den Beginn der Versöhnung – es geht darum die Wunden aller Beteiligten zu sehen. Es geht darum, die eigentlichen Interessen aller beteiligten Konfliktparteien, hinter den vorgeschobenen Interessen aus gekränktem Stolz und Verletzung, zu sehen und auf den Tisch zu bringen und die Traumata zu erkennen, die in Konflikte und zu Fehlverhalten, Gewalt und Eskalation führen, es geht um Deeskalation und darum den Teufelskreis von Gewalt und Krieg in der Geschichte zu durchbrechen, darum verstehen zu lernen, wie Gewalt zu immer neuer Gewalt führt, wie Wunden zu blindem Wüten führen, es geht darum die Wunden des jeweils anderen verstehen zu lernen und die Interessen begreifen zu lernen und es geht um gewaltfreie Wege der Konfliktlösung, es geht um Verständigungsarbeit, um Verzeihen und um Frieden. Es geht vor allem darum, dass man dem anderen Freiheit lässt und Frieden schenkt. Freiheit ist die Freiheit, die man gibt und Frieden, der Frieden, den man schenkt.

Macht ist taub

Das Unrecht im Namen des Rechtes muss ein Ende haben. Im Namen von sogenannten Rechtsstaaten und im Namen der Gerechtigkeit wird das größte Unrecht der Menschheitsgeschichte verübt.

Macht setzt auf Rechthaberei. Macht ist taub und kalt und tot, weil sie zwingt dem anderen auf. Alle machtbesessenen Konfliktparteien beanspruchen Gerechtigkeit für sich und verüben Unrecht. Was ist Gerechtigkeit? Bedeutet Liebe nicht viel mehr? Alles, einfach alles geht um den Mut zur Liebe, den Mut zu Mitgefühl und Freiheit: Beendet endlich die Kriege! Nehmt endlich das Messer von der Brust des Feindes, dem Herzen der Feindin und schenkt ihm bzw. ihr Freiheit. Krieg und Gewalt und Terror und Antiterror im Namen der Freiheit – wie krank ist das? Freiheit bedeutet Freiheit zu achten, das Ende von Zwang und Gewalt! Es braucht klare Bekenntnisse zur Gewaltlosigkeit, einen klaren Verzicht auf jede Form der Gewalt (einschließlich struktureller Gewalt) und endlich den Mut zum Frieden.

Keine Kohle – keine Ausbeutungssysteme mehr!

Ich glaube an die Freiheit, an die Liebe. Ich glaube daran, dass es besser wäre alle Zwangssysteme, Geld- und Wirtschaftsysteme abzuschaffen. Ich glaube an eine sehr viel grundlegendere Demokratie als die Demokratie – wie wir sie haben und die in Wahrheit keine ist, weil keine/r frei ist von den Abhängigkeiten des Systems (wie wählen denn die Leute? In Freiheit? Oder aus den Ängsten der Daseinssorge und Daseinsvorsorge heraus, weil sie gefangen sind in ausbeuterischen Systemen? Kreuzen sie auf den Wahlzetteln an, was ihnen ihr freies Herz und ihr freier Verstand sagen – oder machen sie Kreuzchen für die Interessen von Konzernen – durch die sie ausgebeutet werden und von denen ihr Arbeitsplatz abhängt? Und wer maßt sich an für wen zu sprechen? - Repräsentation hat nichts mit Demokratie zu tun. Warum sollen Menschen Repräsentanten/innen wählen – um sich selbst Herrschaftsstrukturen zu unterwerfen? Das System lässt ihnen keine Wahl, sondern erwartet Unterwerfung).

Schafft endlich die Ausbeutungssysteme ab, lasst den Menschen Freiheit und die einfachste und klarste Form von Demokratie wird wirklich: Menschen sollen das tun, was sie in Freiheit und aus Liebe tun. Schafft das Geld und die zugehörigen Systeme ab. Es sollen die das Brot backen, die es aus Liebe tun und die weben, die es gerne tun. Und wer etwas nicht aus Liebe tun und den anderen geben kann, soll es lassen.

der Einwand der bequemen Funktionalisten/innen ist nichtig

Das wird nicht funktionieren – wird es heißen, weil es angeblich Rechtstaaten braucht, die Recht gewährleisten – tun sie das? Recht impliziert Unrecht - wäre es anders, würde nicht im Namen dieser sog. Rechtsstaaten das größte Unrecht geschehen: Militarismus, Krieg, Ausbeutung… wäre es anders, gäbe es weder Hunger noch Naturzerstörung. Die sog. Rechtsstaaten sind Unrechtsstaaten und Ausbeutungsstaaten. Und es ist Augenwischerei in scheinheiligen Konferenzen immer mal wieder die Umwelt zum Thema zu machen. Naturzerstörung hört dann auf, wenn der Raubbau an der Natur aufhört. Hunger hört dann auf, wenn die Ausbeutungssysteme nicht länger zuschlagen - und der verlogene Wohlstand weniger Menschen auf Kosten vieler Menschen aufhört - und alle an den Ressourcen teilhaben. Diese ganzen Scheinverhandlungen im Namen von Umweltschutz und Sicherheit (um Frieden geht es diesen Menschen nicht) etc. – sind verlogen, weil so getan wird – als würden genau die Systeme, die auf Gier fußen und die Raubbau an der Natur und die Ausbeutung anderer Kulturen bedeuten, die Lösungsbringer sein, in Wirklichkeit unterstellen sie die ganze Welt unter ihre Ausbeutungssysteme, ihre Marktlogik und betreiben den Ausverkauf der Welt, der Natur, der Kulturen der Welt und Religionen der Welt.

Die westliche Welt ist so verlogen. Hört auf die Regenwälder abzuholzen, um ErdÖl und PalmÖl zu gewinnen und massenhaft Fläche für die Rinderhaltung für den maßlosen Fleischkonsums zu produzieren. Hört auf für Öl Kriege zu führen. Hört auf die Kulturen und Religionen der Welt zu zerstören. Wir brauchen Konferenzen über das Ende der Gier des Westens!

Es braucht eine Umkehr!

Es geht alles, einfach alles um Freiheit und Liebe.

Die Unterdrückungs- und Ausbeutungssysteme und überhaupt alle Geld- und Systemzwänge, die Menschen ihrer Freiheit berauben, sollen ein Ende finden - und ich bin überzeugt davon, dass dann auch Militarismus, Kriege und Naturzerstörung und die Verbrechen im großen Maßstab ein Ende finden (wenn keiner mehr an Rüstung und Kriegen verdient – werden die Kriege aufhören) und zudem wird es, wenn all die kapitalistischen Systemzwänge enden, weniger Verbrechen im kleinen Maßstab geben, weil es weniger Verzweiflungstaten geben wird, und weil psychische Krankheiten und die Zahl der Suizide zurück gehen werden – die verzweifelten Handlungen all jener Menschen, die keinen Ausweg mehr sehen aus Schuldenbergen und Perspektivlosigkeit, Schulabbruchssorgen und Erwerbsarbeitsplatzverlusten und dem Gefühl keinen Platz zu haben in der Welt.

einfach nur bitte

Also, wenn man nicht zur großen Revolution und zum Blutvergießen aufrufen will, weil man will, dass kein Blut vergossen wird, weil doch alle Menschen mindestens einen Menschen haben (oder noch finden werden), der sie liebt und niemand soll unter dem Kreuz eines geliebten Menschen oder Kindes stehen müssen und zusehen müssen, wie ihm oder ihr das Leben genommen wird oder den Brief über den Tod eines Kindes in Händen halten müssen oder erfahren müssen, dass seine Frau oder ihr Mann im Freiheitskampf umkam, also, wenn man nicht will, dass für die Freiheit gemordet wird und Menschen für die Freiheit geopfert werden, kann man nur eine einfache Bitte aussprechen, dass die Machthabenden und selbsternannten Repräsentanten/innen – rein aus Vernunftgründen von ihrer Macht lassen, Geld- und Ausbeutungssysteme freiwillig abschaffen und endlich umkehren und Wege der Freiheit und Liebe gehen, aufhören für andere zu sprechen und über sie zu bestimmen, aufhören ihnen Beglückungskonzepte aufzuzwingen (gleich von welcher Seite ausgehend), und anfangen Menschen für sich selbst sprechen zu lassen – in Freiheit und auf Augenhöhe.

Bitte schmiedet freiwillig Schwerter zu Pflugscharen um! (Micha, Jes)

Diese Gesellschaft redet ständig von den abendländisch-christlichen Werten, dem Wert der Aufklärung und und – dann vertraut doch auf die Freiheit! Dann lebt sie doch! Dann hört auf mit Repressionen und den Spielen Macht und der Macht gegen die Macht! Dann fangt doch endlich an, das zu tun, was der einfache Mensch aus Nazareth tat (und zwar ohne verlogene Machtkirche und Posten in der KirchenHierarchie) – Jesus und Maria waren einfache Menschen, die mit ihrer bloßen Haut, Fleisch und Blut, ihrem Herzen und Geist – auf Freiheit, Liebe, Verzeihen und Vergebung setzten.

Frieden im anderen finden

Und ich bin überzeugt davon – würde das christliche Abendland diesen Weg gehen, hätten wir auch die Achtung der muslimischen und der jüdischen Gläubigen, der Buddhisten/innen, Hinduisten/innen und aller Religion – und wir könnten voneinander lernen, weil es ist so, dass keine Religion für sich allein alles hat, sondern jede Religion auf ihre Weise etwas zu geben hat und komplementär auf die andere hin angelegt ist und wir nur im Diskurs und Dialog vollständig werden. Die religiöse Brautmystik spricht davon, dass man bzw. frau Frieden im jeweils anderen findet.

Und liebe Aufklärer/innen, Freiheit kann niemals im Gewand von Zwang und Gewalt kommen. Wer Aufklärung mit Drohnen, Krieg und Gewalt betreibt, hat nicht verstanden, worum es den Philosophen/innen der Aufklärung ging (außerdem wurden die wichtigsten Philosophen/innen sowieso nicht verschriftlicht, weil sie sich zu wenig der Macht anbiederten). Wer sich auf die Philosophie im Geiste der Aufklärung berufen will, spricht nicht für andere, sondern achtet das Denken in Freiheit, lässt Menschen für sich selbst sprechen. Die Philosphen/innen der Aufklärung wollten die Befreiung von der Bevormundung, sie erfanden nicht maschinelle Systeme, die Wissen von Menschen wie Staubsauger aufsaugen und vom Fleisch separieren – wie im virtuellen Schlachthof, sondern sie sprachen für die Würde des Menschen. Sie sprachen nicht von Repräsentation und Bevormundung, sondern vom Mut sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

Wirkliche Aufklärung und wirkliche Religionen – achten die Würde der Menschen in Fleisch und Blut und achteten die Freiheit.

Es geht um eine Ende des fundamentalistischen Missbrauchs von Religion (gleich welcher Richtung – christlicher, islamischer…) und um ein Ende des Missbrauchs der Aufklärung im Namen von falschen Beglückungskonzepten, die für die ganze Welt bevormundend sprechen.

Es geht um wirklichen Mut zur Freiheit und um Liebe. Und um die Achtung der Würde des Menschen in Fleisch und Blut, Herz, Verstand und Geist.

Freiheit, ist die Freiheit, die man achtet. Frieden ist der Frieden, den man schenkt.

Schöne Grüße auch Daniela Waldmann

04:12 09.07.2013
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