Daniel Koch

Schreibt über den Eurovision Song Contest, die Teilnehmer, die Länder und die TV-Shows
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Daniel Koch
RE: Die Ukraine will Russland vom ESC aussperren | 25.03.2017 | 22:16

Grundsätzlich finde ich die (Wieder-)einführung der Jury gut! Ein Problem ist natürlich, dass Juroren politisch werten könnten. Ein belegbares Beispiel ist das Votingergebnis der azerischen und armenischen Juroren im Finale 2015. Gegenseitig setzten sie den Beitrag des verhassten Nachbarn einstimmig auf den letzten Platz. Für mich hart an der Grenze des Tolerierbaren. Eine Jury ist dazu da, nach musikalischen Kriterien zu werten und nicht nach politischen Motiven.

RE: Die Ukraine will Russland vom ESC aussperren | 25.03.2017 | 21:50

Ich muss hier anmerken, dass es laut ukrainischem Recht sehr wohl russischen Bürgern gestattet ist auf die Krim zu reisen. Nur dürfen diese laut Informationen des Auswärtigen Amts nur über offizielle ukrainische Grenzstationen erfolgen.

RE: Die Ukraine will Russland vom ESC aussperren | 23.03.2017 | 14:35

immerhin arbeitet die EBU an einer technischen Lösung. Die Teilnehmerin soll im Zweifel per Satellit zugeschaltet werden: http://www.eurovision.tv/page/news?id=261292

RE: Die Ukraine will Russland vom ESC aussperren | 22.03.2017 | 21:27

Jetzt ist diplomatisches Geschick gefragt. Gesetze sind zwar dafür da angewendet zu werden, aber manchmal geht es auch um Verhältnismäßigkeit. Da sehe ich zumindest noch Spielraum für eine Last-Minute-Einigung.

RE: Ukraine gewinnt den Eurovision Song Contest | 21.05.2016 | 23:37

Jamala ist ein Gesamtkunstwerk. Ihre Musik ist speziell, wobei: Ich kann mit ihrem Gesangsstil sehr viel anfangen .Ich verweise mal auf einen Song namens "Smile", der genau das Gegenteil von dem ist, was 1944 ist: https://youtu.be/87ABjmKcxhg

RE: Ukraine gewinnt den Eurovision Song Contest | 16.05.2016 | 18:42

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich bin tatäschlich eine Einschätzung über den Song schuldig.
Ich persönlich finde den Song aus künstlerischen Gründen großartig. Den Werdegang des Titels schon seit der ukrainischen Vorentscheidung verfolgt und fand ihn damals schon beeindruckend. Nicht nur, weil Jamala möglicherweise die beste Sängerin der Ukraine ist, sondern weil das Lied genau direkt ins Herz geht. Ich hatte mir daher gewünscht, dass der Song es unter die Top 3 schafft. Beim besten Willen hätte ich mir aber nich vorstellen können, dass es so viele Menschen gab, die für den Song angerufen haben.
In Stockholm hat das ukrainische Team eine Schippe draufgelegt und eine würdevolle Inszenierung arrangiert: Das Geschrei (so will ich es auch nennen), aus dem ein Baum entspringt ist eines der berührendsten Momente, die man auf der ESC-Bühne inszeniert hat. Ich selbst lasse mich nur schwer von Gefühlen auf der Bühne bewegen. Bei dem Lied kam ich in Stockholm fast zum Weinen.
Zum Inhalt: Die Geschichte ist aus dem Lebensumfeld der Sängerin gewählt geworden, was begrüßenswert ist. Dennoch teile ich die Meinung, dass dieser Song für den Wettbewerb sich er in einer Grauzone befindet. Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch angemessen. Man hätte hier möglicherweise von Beginn an die Story viel allgemeiner formulieren sollen und das Thema Vertreibung durch Krieg in den Vordergrund stellen – ein zeitgeistiges Thema. Das Schicksal der Krimtartaren als Ausgangspunkt für den Song zu wählen, ist nicht sehr feinfühlig und erleichtert natürlich eine Diskussion um die Krim und um die Ukraine.
Deswegen würde ich den Song vor allem als künstlerischen Sieg für Jamala werten. Die Ukraine könnte jetzt den Erfolg für eigene Zwecke ausschlachten, was ich nicht gut fände. Ich kann nur hoffen, dass die ukrainische Regierung dadurch nicht zu selbstbewusst wird.

RE: Ein bisschen Krim | 13.05.2016 | 13:07

@Stine: der Zweikampf ist nicht ausgeschlossen, aber es wird wohl die eine oder andere Überraschung uin den Top 5 geben.

RE: Aus für Xavier Naidoo | 25.11.2015 | 17:41

@Magda: Das künstlerische Potenzial ist hierzulande vorhanden. Ich hoffe, dass es dem NDR jetzt gelingt, die richtigen Talente (vor)auszuwählen. Ansonsten sieht es schlecht aus.

RE: Aus für Xavier Naidoo | 24.11.2015 | 18:15

@Poor on Ruhr: sie polarisiert zwar genauso wie Naidoo, aber sie kann immerhin singen und Millionen Menschen unterhalten.

RE: Aus für Xavier Naidoo | 22.11.2015 | 18:44

Von der ARD kam auch nach der Fehlnominierung ein Schuss vorm Bug. Sollte der NDR es nicht schaffen, ein erfolgreiches TV-Format auf die Beine zu stellen, ist der NDR tatsächlich die Zuständigkeit los.