DanielW

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RE: „Männerrechtsbewegung“ als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit | 04.07.2011 | 23:56

Diese Möglichkeit ist zumindest in Betracht zu ziehen... ;:o)

RE: „Männerrechtsbewegung“ als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit | 04.07.2011 | 23:46

@Smith: Ich sehe leider bei der "Männerrechtsbewegung" mehr Hass als beispielsweise bei den Lesben in meiner Umgebung. Die schreiben mir nicht vor, was oder wie ein Mann sein soll. Die akzeptieren mich einfach als Mensch, als heterosexuellen Mann, und ich bekomme keine normierenden Konzepte von "Natürlichkeit" präsentiert...

RE: „Männerrechtsbewegung“ als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit | 04.07.2011 | 23:29

Hier habe ich wohl aus Versehen die Hälfte wohl wieder gelöscht vorm Versenden, aber ich denke, es wird klar, was ich meine...

RE: „Männerrechtsbewegung“ als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit | 04.07.2011 | 23:26

@Smith: Mir ging es darum, zu zeigen, dass Bedrohungsszenarien fehl am Platze sind, ein Fehlschluss und ein Irrtum. Es ist sinnvoll, denke ich, wenn wir uns von Vorurteilen lösen.
Wobei sowohl der Satz: "Tun des Mannes ist wesenhaft, initiierend und tragend für das jeweilige Gebiet, das der Frau aber unwesenhaft, fakultativ und verzichtbar." ein - wenn auch besonders bösartiges Vorurteil ist, als auch der, "Jeder Mann ist ein (potentieller) Vergewaltiger".
Wenn wir uns von diesen Feindbildern lösen können, dann ist ein gleichberechtigtes Miteinander möglich, und dem würde ich in jedem Fall den Vorzug geben.
Dabei bitte ich zu beachten, dass ich nicht an paradiesische Zustände glaube, wenn wir uns von unseren Feindbildern und Ängsten lösen, sondern an dann vielleicht faire Auseinandersetzungen auf dem Boden realistischer Weltbetrachtungen und eines gegenseitigen Anerkennens als gleichberechtigte Menschen.

RE: „Männerrechtsbewegung“ als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit | 04.07.2011 | 21:59

Danke für den Buchtipp!
Naja, ich habe die Erfahrung gemacht, dass gemischte Teams am besten zusammen arbeiten und ich schätze sehr die Diskussionen mit befreundeten Autorinnne, die eine andere Sichtweise haben. Ob das nun typisch weibliche oder typisch individuelle Vorzüge sind, vermag ich nicht zu sagen...

RE: „Männerrechtsbewegung“ als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit | 04.07.2011 | 21:52

@eulen nach athen: "DanielW, dann ist die frage offen: wie können männer(rechtler) eine freie und unabhängige identität generieren, ohne sich dabei auf die "unterlegenheit" der frau beziehen zu müssen?"
Das ist in der Tat die spannende Frage dieses Themas! Um einmal all die Fachliteratur aus dem Spiel zu lassen: Am Anfang stünde die Frage nach der eigenen Identiät, die das Geschlecht als einen Teil davon umfasst. Ich, als Europäer deutscher Muttersprache, Historiker, Mann, beziehe meine Identität wohl vorwiegend aus meiner Tätigkeit, aus meinem Tätigsein im weitesten Sinne (dazu gehört auch der Abwasch, auch wenn das weniger Spaß macht...)
Jenseits von Rollenzuschreibungen funktioniert das jedenfalls nur, denn darin:
"Weil der Mann die Mitte meidet und sich stets gern am Rande der Welt und der Dinge aufhält, um sich (nach Kräften und im Bann seiner abstrakt räumlichen Vision) deren Erweiterung zu widmen. Hier begegnen sich Kreativität und reine Macht, rein deswegen, weil sie die Welt, den Menschen und das Ich der Nöte des Natürlichen zu entreißen trachtet – zumindest ist letzteres immer die Absicht im Kern. Kreativität also, Macht und Einsamkeit sind vorwiegend männlich"
erkenne ich mich keinesfalls wieder, das ist hochgestochener Unfug, der meiner Lebensrealität nicht gerecht wird, verschwiemelter Blödsinn, der nicht erkennen und erklären, sondern verklären will.

RE: „Männerrechtsbewegung“ als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit | 04.07.2011 | 21:43

Naja, ich weiß nicht, ob wir jetzt wirklich anfangen sollten, Muslime zu beleidigen...

RE: „Männerrechtsbewegung“ als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit | 04.07.2011 | 21:41

@Kritzmix
1. Gleichberechtigung bedeutet, dass Männer und Frauen zu gleichen Teilen am wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben.
Im Berufsleben ist eine Quote ein gutes Mittel, das zu erreichen. Die schon wieder Wertungen einführende Kampfaufteilung "kinderlose Karrierefrau" versus "Familienvater" mache ich nicht mit. Alle Menschen haben das Recht auf Teilhabe, seien es Männer oder Frauen, und so lange nicht 50 % aller Posten mit Frauen besetzt sind, muss es die Quote geben.
Kommen Sie mir nun nicht mit Bereichen, in denen Frauen überrepräsentiert sind. Wenn Sie in diesen Bereichen eine Männerquote fordern, haben Sie meine Unterstützung!
Nichts und niemand hindert Frauen eigentlich daran sich selbständig zu machen und Frauen in guten Positionen einzustellen. Das habe ich auch nicht behauptet.
"In der Praxis ist es so, daß weitaus mehr Männer als Frauen qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Diese Aufgabe, die oft mit großen persönlichen und finanziellen Risiken und mit familiären Opfern verbunden ist, überlassen die Frauen nach wie vor den Männern." Das ist eine unbelegte Behauptung.

2. Es gibt keine weibliche Besserstellung in dieser Gesellschaft. Gäbe es sie, führten Sie wiederum keine Rückzugsgefechte um bedrohte Privilegien.
Zu Scheidungsprozessen äußere ich mich hier nicht. Anwälte und Anwältinnen bemühen sich, das Beste für ihre MandantInnen zu erreichen. Was in Gerichtssälen von beiden Seiten verzapft wird, ist kein Beleg für irgendeine Form von Männer- oder Frauenfeindlichkeit sondern eine juristische Auseinandersetzung, die von beiden Seiten nicht mit dem Wunsch nach größter Fairness, sondern nach einem Sieg ausgefochten wird und tut hier nichts zur Sache.
Bücher wie "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" sind seichte Unterhaltungsliteratur. In diesem Falle ist der Titel zum einen ironisch gemeint, zum anderen spricht hier eher eine der Hauptfiguren als die Autorin. Ironie scheint mir ohnehin nicht Ihre Stärke zu sein, und ein kurzer Blick auf die Trivialliteratur wird eine Menge an Titeln zeigen, die sowohl männer- als auch frauenfeindlich sind.

3.
Das Bedrohungsszenario von "Gaskammer für Männer" ist und bleibt Schwachsinn.
Und dass die Männerrechtsbewegung ein Feindbild hat, ist doch deutlich an folgenden Sätzen abzulesen:
"So begegnet er uns täglich in feministischen oder feministisch indoktrinierten Medien unverhüllt als hämischer Sexismus, der z. B. die höhere Selbstmordrate bei Männern oder andere den Mann betreffende Mißstände feiert..." etc. Was wollen Sie denn noch?
Die Forderung nach vermeintlich "natürlichen" Rollenidentitäöten und -mustern ist ebenso antiemanzipatorisch wie die katholische Verdammung der Homosexualität als "widernatürlich".
Die "Männerrechtsbewegung" definiert eine "Natürlichkeit", die nicht auf Empirie, sondern auf romantisierenden Wunschvorstellungen basiert. Es sollte den Menschen selbst - egal ob Männern oder oder Frauen - überlassen bleiben, ihre eigene Definition von Natürlichkeit zu finden und zu leben.

In einem Punkt haben Sie allerdings ganz recht: maskulist.de bildet nicht die ganze Bandbreite der "Männerrechtsbewegung" ab, sondern ist nur ein einzelner, möglicherweise sogar ein recht extremistischer, quasi protofaschistischer Zweig dieses dürren Baumes.

RE: „Männerrechtsbewegung“ als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit | 04.07.2011 | 21:04

Eben darum geht es! Ganz genau! Das ist das Grundprinzip von Rassismus, Sexismus und Homophobie.

RE: „Männerrechtsbewegung“ als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit | 04.07.2011 | 20:56

@Baphomed: Ein höchst interessanter Link, vielen Dank!
Und auch auf die genaue Quellenangabe bin ich sehr gespannt!
@zelotti: "das Tun des Mannes als wesenhaft, initiierend und tragend für das jeweilige Gebiet erweist, das der Frau aber als unwesenhaft, fakultativ und verzichtbar", wenn diese Aussage keine Hierarchie konstruiert, dann weiß ich auch nicht weiter...
Vor hundert Jahren hätte ein Rassist gesagt: "das Tun des Europäers als wesenhaft, initiierend und tragend für das jeweilige Gebiet erweist, das des Negers aber als unwesenhaft, fakultativ und verzichtbar." Noch Fragen?