namreH

Habe das Gefühl: glücklicherweise nehmen auf meiner Stirn die Zornesfalten ab und die Denkerfalten zu. Wenn meine Enkelin das merkt, stimmt es auch!
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RE: Bolivarische Stagnation | 26.04.2017 | 11:30

Eine gute Ergänzung dazu findet sich heute in den NACHDENKSEITEN - http://www.nachdenkseiten.de/ Venezuela und die Medien

Veröffentlicht in: Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Länderberichte, Medienkonzentration Vermachtung der Medien, Medienkritik

Seit dem Ausbruch der jüngsten, militanten und gewaltsamen Massenaufmärsche der rechten, venezolanischen Opposition, Anfang April, sorgt das Land mit den größten Erdölvorkommen der Welt seit den Unruhen von 2014 wieder für Schlagzeilen in den internationalen Medien. Doch was kommt von Venezuela über den medialen Mainstream herüber? Gewiss keine „good news“. Von Federico Füllgraf.

RE: Gute Frage | 07.04.2017 | 23:09

Urmel: am besten wieder zurück ins Eis (bzw. in die Eiszeit). Ansonsten die letzte Sendung der Anstalt nachholen:

Sonntag, 9. 4. 3sat - 20.15-21.10 (Folge 27)

Da kommt nämlich ein „Österreicher“, um sich die Touristenattraktion der sog. 4-Säulen-Rente anzuschauen in Deutschland.Das Ergebnis führt zu dem Vorschlag: Vielleicht sollte die BRD sich an Österreich anschließen.

RE: Angst vor Gerechtigkeit | 07.03.2017 | 00:00

Ich erinnere mich noch gut an die stickige Schlussphase der Adenauer-Regierung: Da machte eine witzige Frage die Runde: „Warum fährt Adenauer so ungern mit der Eisenbahn?“ – Antwort: Weil da am Bahnsteig einer immer ruft: „Zurücktreten“!

Nun wiederholt sich Geschichte zwar immer in Variationen – aber dennoch im Prinzip immer unter dem Zeitfaktor. Man kann lange diskutieren über die Vor- und Nachteile der US-Demokratie…..aber das Ende einer Präsidentschaft nach 2 mal 4 Jahren hat schon was für sich.

Fazit zunächst: Es ist höchste Zeit, dass Merkel „in den „wohlverdienten“ Ruhestand durch die Wahl im Herbst – von mir aus mit großem Zapfenstreich und allem Brimborium- verabschiedet wird. Nur: Es muss in diesem Zusammenhang einen echten Politikwechsel geben …von rechts-konservativ zu links-progressiv. Dieser Wechsel ist inzwischen mindestens eine Legislativperiode überfällig.

Das wird am deutlichsten bei der ungesunden Verfestigung von Ungerechtigkeiten in der Eigentumsbildung zwischen „oben“ und „unten“ …… kurz bei der überdehnten Spanne zwischen Reichtum und Armut.

Hier finde ich den Titel von Sahra Wagenknechts letztem Buch wegweisend: „Reichtum ohne Gier“. Das wäre doch schon mal eine gutes Motto!

Allein schon um hier unzusteuern braucht es einen Politikwechsel von „rechts“ nach „links“. Dabei wissen wir doch alle, dass in der BRD mit einer möglichen RRG-Regierung keine „kommunistisch–egalitäre“ Revolution und Gesellschaft - ausbrechen wird….geschweige denn europaweit!

Ich gebrauche gerne in der Politik das Bild vom umzusteuernden Tanker (oder zeitgemäßer vom Kontainerfrachter) den man auch nicht Ruck-zuck auf den richtigen Kurs bringt, wenn er davon abgewichen ist.

Also: Kurz gesagt: Ein politischer Wechsel im obigen Sinn wäre ein heilsamer Schritt für die „politische Hygiene“ in unserm Land…..möglichst mit Auswirkungen auf andere Länder Europas, die ebenfalls unter ähnlichen Fehlentwicklungen zu leiden haben.

RE: Erwartungen an Sahra | 16.02.2017 | 22:52

Ja,ja....schnellebiege Welt....das Geld ist ja auch ein scheues Reh.

Der Artikel war weg, Aber die URL habe ich gefunden:

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wohin-mit-dem-geld - Ein Freitag - Beitrag vom 15. 2. ....leider bisher nur mit einem Kommentar...vom Verfasser. Ob es daran liegt, dass die meisten hier nicht zu den Kapitalisten gehören, und jedenfalls diese Sorge nicht haben. Ich geb zu: etwa ironisch - aber doch nicht schon "Fake-news" - oder?

RE: Erwartungen an Sahra | 16.02.2017 | 22:20

OK - Wer zu spät kommt bei einer Diskussion, den bestraft unsere schnelllebige Welt. Es ist ja auch wahr....unter den Vorzeichen unter denen diese Diakussion geführt wurde, haben die Teilnehmer eigentlich auch alles gesagt....sozusagen ihre "vorgefassten" Erkenntnisse abgeladen. "Auf zur nächsten Baustelle.

Ich sehe gerade auf dieser Webseite folgendes Foto, das ich einfach mal reinbringe.

/autoren/der-freitag/wohin-mit-dem-geld/@@images/1bb55bef-25ab-43d4-9ba8-a5bc4c7b80f1.jpeg

Ich weiss nicht, ob es im Kommentar erscheint? Der Untertitel heißt " Wohin mit dem vielen Geld". Ist doch cool. Ich liebe solche Zufälle sehr.

RE: Erwartungen an Sahra | 16.02.2017 | 20:05

So interessant diese ganze Diskussion für „Theoretiker“ auch sein mag – für die augenblicklich mögliche politische Veränderung in Deutschland bei der Bundestagswahl im Sommer bringt das ….außer Frust…. überhaupt nichts.

Wenn sich nach der Wahl nicht wenigstens das Mantra einer angeblich „alternativlosen“ Konstellation in Deutschland - nämlich die Gro-Ko von 2 mit ihren konservativen „Kompromiss-Beschlüssen“ kaum noch in den „Gravamina“ unterschiedlichen letztlich „konservativen“ Parteien – „wahl“-rechnerisch auflöst, werden die verehrten Diskutanten danach wieder mit ihrer Diskussion in die Tiefen der Sozialistischen Vergangenheit hinabsteigen dürfen – bis zur nächsten Wahl im Jahr 2021.

„Erwartungen an Sahra“

Vielleicht ist meine Aversion gegen dieses Theoretisieren meinem jahrzehntelangen Engagement für einen humanistischen Sozialismus geschuldet – unter Einschluss einer schmerzlichen Verarbeitung der Erfahrung des Scheiterns jener Versuche das mit Gewalt zu verändern, was in eben dieser Gewalteskalation dann wiederum inhuman werden musste. Es geht um einen dritten Weg zwischen Gewalt und Anpassung.

Ein Wort zu Sahra Wagenknecht – nicht zu ihrer „Ehrenrettung“ (das braucht sie nicht!) – aber zu ihrer humanistischen Kompetenz. Sie hat immerhin die Konsequenzen gezogen aus dem Scheitern des Versuchs im anderen Deutschland die klassenlose Gesellschaft per Verordnung zu installieren. Und sie kam in ihrem vorletzten Buch „Freiheit statt Kapitalismus“ zu der für mich überzeugenden Erkenntnis, dass es durchaus kein Fortschritt war, die positiven Ansätze des Ordo-Liberalismus zu verlassen, und stattdessen eine Einladung an den inhumanen Manchester-Liberalismus in Gestalt des 20. Jahrhunderts auszusprechen, nun auch in Deutschland „endgültig“ das Szepter zu übernehmen (Thacher: Es gibt keine Alternativ - TINA).

Sahra Wagenknechts – für mich sehr realistische - Sicht der nahen Zukunft heißt letztlich: Die Chance ergreifen, zunächst Schlimmeres zu verhüten und im günstigsten Fall „Wege aus der Gefahr“ zu suchen und erste Schritte zu gehen, um aus dem „Teufelskreis“ des inhumanen nackten Kapitalismus herauszukommen.

Ich höre die großen Strategen rufen: Minimalist. Das ist für mich keine Schande, wenn einem Fortschreiten danach ein Tor geöffnet würde und auch offen bliebe!

RE: Lafontaine liegt falsch! | 15.02.2017 | 17:15

In er Tat ist DIE LINKE dabei, eine neues Programm zu beschließen. Sie hat vorerst einen Entwurf (intern) veröffentlicht mit der Aufforderung daran mitzuarbeiten:

Beim Jahresauftakt der LINKEN am 13. und 14. Januar 2017 in Berlin haben die Parteivorsitzenden Bernd Riexinger und Katja Kipping den ersten Entwurf des Wahlprogramms vorgestellt. Bereits im Vorfeld haben sich viele mit ihren Vorschlägen und Erfahrungen beteiligt. Nun seid Ihr gefragt. Wir laden Euch herzlich ein, Euch an der Debatte zu beteiligen. In Bergheim (NRW), Hamburg, Leipzig und Frankfurt am Main finden Regionalkonferenzen statt. Dort wollen wir im Plenum und in Arbeitsgruppen diskutieren, was noch fehlt, was geändert werden sollte und wie wir gemeinsam in einen guten und kämpferischen Wahlkampf starten können.

Für Verpflegung und Kinderbetreuung wird gesorgt.

Beschlossen wird das Wahlprogramm auf dem Bundesparteitag vom 9. bis 11. Juni 2017 in Hannover.

https://www.die-linke.de/die-linke/wahlen/wahlprogramm-2017/regionalkonferenzen-zum-wahlprogrammentwurf/

RE: Lafontaine liegt falsch! | 14.02.2017 | 20:54

Gonzo : "Was ich nicht verstehe, bei dieser Diskussion, ist die Weigerung der Linken, Flüchtenden bereits im Ausland zu helfen".

Dazu hätte ich gerne einen Nachweis. Oder ist es Ihnen entgangen, dass DIE LINKE bisher noch keine Regierungbeteiligung im Bund hatte?

Solte es zu RRG kommen - was ich mir wünsche - kann sie das sicher nicht gegen die andern Koalitionspartner durchsetzen, wenn sie bockieren-

RE: Wunderbares Doppelspiel | 10.01.2017 | 02:11

Der Blog über SW hat Chancen zum meistkommentierten in diesem Jahr aufzusteigen beim digitalen Freitag.

Das ist weniger dem Scheiber zu verdanken, sondern doch wohl eher SW. Warum wohl? Darauf mag jeder seine eigene Antwort finden. Meine lautet so: Sahra Wagenknecht ist nicht nur eine außergewöhnlich intelligente Politikerin, sondern sie ist insofern integer, weil sie bei dem, was sie sagt (erst recht bei dem was sie schreibt) keine taktische Selbstzensur übt….nach dem Motto: Was löst das, was ich sage und schreibe bei denen aus, die mir nicht wohlgesonnen sind bzw. die ganz natürlich meine politischen Antipoden sind.

Dabei spüre ich bei ihr in letzter Zeit natürlich eine – zwar noch nicht verbalisierte - Enttäuschung, wenn in der eigenen Partei Reaktionen in die Öffentlichkeit transportiert werden, die - gelinde gesagt – fies sind…. und zwar fies aus dem Grund, weil es gerade in einer Partei wie DIE LINKE wichtig ist, deutlich werden zu lassen, dass diese Partei ja entstanden ist, weil die früheren linken Parteien mutiert sind zu Wischiwaschi-parteien. Das brauche ich nicht näher zu erläutern.

SW hat von Anfang an nie einen Zweifel daran gelassen, dass darum ganz wichtig für DIE LINKE ist, als Partei diese links entstandene Lücke zu füllen und mit Leben zu erfüllen.

Dass sie dabei sich jene unsägliche AFD vornimmt – die letztlich mit Taschenspielertricks versucht, die Verlierer des immer wilder werdenden Kapitalismus in ihre Reihen zu locken ist nur folgerichtig. Natürlich weiß SW sehr wohl, wie schwer es ist, Menschen, die sozial benachteiligt oder gar abgehängt sind, argumentativ aus den Fängen jener zu holen, die bei genauerer Analyse ihres Parteiprogramms sich als nur schlecht verkleidete Vertreter des Kapitalismus erweisen.

Wie irrsinnig deswegen aus den eigenen Reihen der Vorwurf an sie, die Grenzen zur AFD zu verwischen….und zwar als wohlfeile Munition für diejenigen Parteien, die in der Tat eine letztlich kapitalistisch populistische AFD als Konkurrenz fürchten müssen.

Deswegen kann ich - bei allem Wunsch nach einer RRG-Regierung 2017 - gut nachvollziehen, wenn SW vorsichtig ist gegenüber einer nur formalen Koalition mit SPD und Grünen….so sehr ich selber als langjähriges SPD-Mitglied diese Koalition wünschte. Aber das kann nur sinnvoll sein, wenn es dort eine substantielle Umkehr zu den Wurzeln gibt. (Bei den Grünen ist das ähnlich).

Nun kann man natürlich sagen, die Linke darf die Hürden zu RRG nicht zu hoch hängen, wenn daraus überhaupt was werden soll. Mag sein, aber das auszutarieren müsste natürlich teilweise vorher und bei Erfolg nach der Wahl durch faire Verhandlungen geschehen…immer aber mit der Zielsetzung …um es auf den abgekürzten Nenner zu bringen…eines ehrlichen und konstruktiven Kurswechsels zu „Sozialer Gerechtigkeit“ im weiteren Sinne. Das – und nur das ist der Hintergrund bei SW, der AFD die potentiellen Wähler „anzujagen“, die bei der AFD letztlich betrogen würden, wenn sie diese unsägliche Partei wählten, die sie am Ende auch marginalisieren würde.

Zum Titel des Beitrags sage ich nur mit dem alten abgewandelten Sprichwort: "Was ich selber denk und tu - das trau ich allen andern zu."

RE: Ein Duo für acht Fäuste | 09.12.2016 | 00:37

Welch ein unsäglicher Artikel und welch eine jämmerliche Ansammlung von oberflächlichen Diskussionsbeiträgen – mit spärlichen Ausnahmen. Letztlich eine Neuauflage wie bei der Diskussion um die Kandidatur von Prof. Butterwegge…wo es dann ganz schnell in eine Banalisierung mit Gemeinplätzen zum „Populismus“ ging….wobei dieser nur als „Totschlagargument“ benutzt wurde…von wem wohl?

Ich habe da einfach die Nase voll gehabt. Hier werde ich es gar nicht erst versuchen mich in die Diskussion einzuklinken.

Schade über das zunächst noch schleichende, inzwischen aber immer krasser penetrante Diskutieren im Stil gewisser Medienprodukte, denen Adiaphora wichtiger sind, als die Kernfragen, die mit der kommenden Wahl auf dem Spiel stehen.

Jede(r), die ein Gespür dafür hat, welche Fehlentwicklungen seit Ende des letzten Jahrhunderts in unserm Land zu beängstigenden gesellschaftlichen Verwerfungen geführt haben, kann doch gar nicht anders, als zu hoffen - und dafür einzutreten(!), dass endlich ein Umsteuern geschieht. Im Blog zu Prof. Butterwegge habe ich dazu bildhaft zu diesem Umsteuern bidhaft angedeutet, dass solch ein Prozess nicht von „jetzt auf gleich“ gehen kann und wird. Aber ein wirkliches Umsteuern, das ja längst überfällig ist, geht jetzt halt nur mit RRG, und auch das nur mit fairen Bedingungen zwischen den Koalitionären. Dies wird letztlich der Gradmesser werden für einen Erfolg einer RRG-Regierung (auf die ich in meinen alten Tagen noch hoffe).

Noch ein Letztes: Das Freitagdiskussionsforum war schon mal aufgeschlossener für politische Veränderungen….siehe die Diskussionen um die unsäglichen Bedingungen, mit denen Griechenland von der EU traktiert wurde (angefeuert von einem deutschen Finanzminister, dem man eigentlich nur den längst fälligen Ruhestand verordnen müsste…was bei RRG endlich geschehen würde). Ich könnte jetzt so weiter aufzählen. Stattdessen arbeitet man sich hier an Nebensächlichkeiten ab….fehlt nur noch, dass kritisiert wird, dass SW sich gerne in „rot“ kleidet. Aber da spräche doch zu sehr der Neid draus...denn rot steht ihr nun wirklich gut!