Wiedergutmachung bei der SPD?

Soziale Gerechtigkeit Baut die SPD auf das kurzes Gedächtnis der Menschen – oder meint sie es ernst und will wirklich “Buße“ tun für ihre Fehltritte vor 20 Jahren?
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Doch wieder SOZIALE GERECHTIGKEIT?

Baut SPD auf das kurze Gedächtnis der Menschen – oder will sie wirklich “Buße“ tun für ihre Fehltritte vor 20 Jahren?

Wenn man den folgenden LINK öffnet, ist man - jedenfalls ich - ziemlich erstaunt wie scheinbar alle einverstanden sind - gleichsam mit einem Zaubertrick die Soziale Gerechtigkeit wieder aus der Verbannung zurück zu holen.

http://www.zeit.de/video/2016-05/4885273516001/spd-gabriel-will-die-spd-in-gerechtigkeitsfragen-profilieren

Nach Trick sieht es aus, wenn ich dann einen, der möglichen Spitzenkandidaten – Olaf Scholz, z.Zt. 1. Bürgermeister von Hamburg – in dem Spot einge Male sehe - den Garant dafür, dass die SPD 2017 unter 20 % absackt. Denn er war der Hauptverfechter – wenn nicht sogar der Stichwortgeber - für die „Entsorgung“ des früheren Markenzeichens der SPD

Zur Biografie von Scholz: http://www.olafscholz.hamburg/main/pages/index/p/61

Ich habe schon früher darauf aufmerksam gemacht, dass eben jener Scholz - er war damals seines Zeichens Generalsekretär der Partei – gleichsam in einem „Leitartikel“ die Verabschiedung der SPD von der Sozialen Gerechtigkeit rechtfertigte. Den habe ich mir damals in meinem PC-Archiv gespeichert und nie vergessen.

Und da wahrscheinlich die Qualitätsmedien den erst ausgraben werden, wenn es in den akuten Wahlkampf geht sei er hier schon mal verlinkt.

Die FAZ schrieb damals, am 21. 7. 2003 – gleichsam als Leitsatz:

Scholz' Gerechtigkeit Mit dem Versuch, "soziale Gerechtigkeit" neu zu definieren, beginnt die SPD ein programmatisches Hindernis aus dem Weg zu räumen, das ihr vor allem in der Diskussion über die "Agenda 2010" immer wieder Probleme bereitet hat.

http://www.faz.net/aktuell/politik/spd-scholz-gerechtigkeit-1116663.html#/elections

Ich habe oben bewusst geschrieben: „ - oder will sie (die SPD) wirklich „Buße“ tun? “

Buße ist ein theologischer Begriff, und sie wird in der Regel als Voraussetzung der "glaubwürdigen Umkehr“ von einem falschen Weg auf den richtigen interpretiert.

Warum soll das nur unter religiösen Voraussetzungen gelten? Jedenfalls ist im Prinzip für alle Parteien – aber z. Zt. aktuell besonders für die SPD - die Glaubwürdigkeit das Hauptproblem! Doch schöne Worte reichen in dieser Sache nicht mehr aus:

Frei nach Goethe in Faust 1: Der Worte sind genug gewechselr, wir wollen endlich Taten sehen...liebe SPD!

01:13 10.05.2016
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Geschrieben von

namreH

Habe das Gefühl: glücklicherweise nehmen auf meiner Stirn die Zornesfalten ab und die Denkerfalten zu. Wenn meine Enkelin das merkt, stimmt es auch!
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