Darkseed

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RE: Sex statt Faschismus | 27.12.2017 | 03:21

Neben dem Buch gibt es seit September auch eine neue Compilation mit dem Namen "Das ist DAF" bestehend aus 5 CD oder als sehr teures Vinyl.

Habe alle 5 Scheiben durchgehört. Disk 1 als Frühwerk schwer zu hören, sehr schrill und disharmonisch. Disk 5 Remixis, aber musikalisch gut. Dazwischen typischer DAF Content, martialisch, auch textlich. Die Compilation lohnt nicht wirklich.

Sie mögen ihren Platz in der Musikgeschichte haben, aber beteutend ist der nicht.

Auch wenn DAF aus dem Punk stammt, werden faschistische Inhalte nicht deutlich abgrenzt, sondern verwoben. Bei den Skins gibt es auch Rechte- und Redskins. Sexuelle Freiheit OK, aber bitte nicht mit dem Heilsbringer faschistischer Sprache. Das ist nur ein in der Musikbranche angenommer Irrglaube zu DAF. Bronski Beat waren damalig deutlich weiter und unmissverständlicher.

RE: The Song Remains The Same | 05.06.2014 | 00:08

Ganz falsch liegt der Autor da nicht, zumindest was den wirtschaftlichen Aspekt ohne kreative Weiterentwicklung angeht. Aber deswegen gleich so schwarz malen. Gutes von Gestern immer noch zu mögen, ist ja auch nicht schlecht. Immerhin steckte da auch Kreativität hinter und manchmal lohnt es sich auch, darauf immer noch zurückzugeifen. Gott sei dank beruft sich der Artikel nur auf die "einigermaßen" moderne Musik. Hätte er sich auf Klassik bezogen, müsste man sich nunmehr fast schämen, ein Konzert zu besuchen und vielleicht auch noch dafür zu zahlen, in dem Beethoven, Mozart oder noch Schlimmeres gegeben wird ;-)

RE: Wo die wilden Leser wohnen | 23.03.2014 | 05:46

Der Klaus Wagenbach Verlag in Berlin ... für mich eine Legende ... nicht nur, dass er das Werk von Boris Vian verlegt hat, eines französischen Schriftstellers und Jazzmusikers, welcher mir durch seinen Stil die Öffnung der Worte hin zum Kopfkino der expressionistischen Art ermöglicht hat ... auch wurden Aufsätze und Polemiken von Ulrike Meinhof unter dem Titel "Die Würde des Menschen ist antastbar" dort veröffentlicht ... Beide waren für die ihrige Zeit notendige Freidenker und ohne sie wären wir gestern schon längst dort gewesen, wo wir heute drauf zusteuern ... Damit kann und möchte ich nicht alle eingeschlagenen Wege gutheißen, jedoch würde ich auf geistiger Ebene wieder deutlich mehr wünschen, als es derzeit usus ist ... zwischen Geburt und Tod muss es doch noch etwas anderes als Party geben ... Also danke ich Klaus Wagenbach für sein Engagement und werde die "Zwiebel" seines Hauses weiter beziehen ... in der gedruckten Version bitte, Klaus