data-meining

Journalist, Online-Mensch, Musiker
Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Augenzwinkernder Non-Journalismus | 02.04.2010 | 19:31

Auch wenn die Autorin mit "Leserbrief" nicht genau war, der Begriff ist im Online-Bereich etwas missverständlich - online denke ich da automatisch an Snail-Mail. Insofern müssen Sie sich das schon zum Teil selbst zuschreiben.

Aber das sind Randbereiche. Einen gewissen elitären Touch hat Ihre Publikation schon, sie ist zumindest die einzige mir bekannte, in der sich der Chefredakteur konsequent intern als Dr.Dr. Alexander Görlach bezeichnen lässt, z.B. im "Wer wir sind"-Video. Ich hab es auch schon an anderen Stellen bei Ihnen bemerkt, z.B. nach dem Motto "Dr. Dr. Alexander Görlach über ..."

Mir wäre das - mit Verlaub - peinlich. Eine derartige Lebensleistung sind zwei Doktortitel nun auch nicht, jede Professorin und jeder Professor in Deutschland hat sowas... Ach ja, wenn wir schon bei Professoren sind: Im Video spricht Dr. Dr. mit Jo Groebel. Der ist übrigens Prof. und Dr., ohne dass dessen Titel im Video genannt würden. Sieht mir leicht profilneurotisch aus, um ehrlich zu sein.

RE: Die Leiden des Zeitungssüchtigen | 06.03.2010 | 16:28

@Michael Angele:
Es geht aber nur um den Artikel, nicht um die ganze Ausgabe? Lautet das Wort "Korrektor"? ;) Kommt aber so oder so nicht vor. Ich werde nicht schlau draus, besagtes "Internetkaffee" kann es mangels K-Anfang auch nicht sein. Einzig der korrekt geschriebene "Kulturpolitiker" ist noch übrig...

RE: Die Leiden des Zeitungssüchtigen | 05.03.2010 | 23:33

Und noch zur Grundfrage:
Als einer, der sich beruflich praktisch ausschließlich mit dem Internet beschäftigt, und auch alle netzferneren Themen hauptsächlich online recherchiert - ich mag Zeitungen immer noch gerne, gerade, um mal nicht am Rechner zu sitzen, sondern im Sessel, am Küchentisch etc.

Besonders mag ich Zeitungen, die sich sehr ansprechend um ihre Gestaltung bemühen. Da ist der Freitag wirklich sehr gut dabei, die Jungle World hat in puncto Gestaltung auch schon einiges geleistet, auch wenn Design-Auszeichnungen wie beim European Newspaper Award von anderen Medien gerne mal verschwiegen werden.

RE: Die Leiden des Zeitungssüchtigen | 05.03.2010 | 23:26

@Michael Angele:

Ich musste mehrere Tassen Internetkaffee trinken, aber ich blicke nicht ganz durch: Meinten Sie mit dem K-Wort die Dachzeile des Artikels daneben?

Ansonsten muss ich mir um mein geistiges Stanfortkommen Sorgen machen...

RE: Keine weitere "Vorratsdatenspeicherung" mit ELENA | 15.01.2010 | 03:20

Das ist allerdings ein Punkt, da stimme ich zu. Gelegentlich wirkt es disparat, am Ende ist man meist einig (gelegentliches Paralleldemo-Veranstalten gehört wohl zu Geschäft ;))

RE: Keine weitere "Vorratsdatenspeicherung" mit ELENA | 12.01.2010 | 19:44

@globi09:
Am allerwichtigsten ist, dass Leute Augen und Ohren offen halten, Dinge wahrnehmen und sich zusammentun. Keine Frage.

Aber genau deswegen finde ich Remmert-Fontes problematisch, er ist ein Quertreiber in der mühsam geschmiedeten Koalition gegen Überwachungswahn. Quasi Reibungsverlust beim gemeinsamen Bewegen.

Herzliche Grüße

RE: Keine weitere "Vorratsdatenspeicherung" mit ELENA | 12.01.2010 | 16:09

Ja, ich bin in der Sache ganz deiner/eurer Meinung.

Kleine Sache nur: Die "Aktion Freiheit statt Angst" finde ich ein bisschen schwierig. Ich kenne ne Menge Leute aus der Privacy-, Anti-Vorratsdaten-etc.-Szene, die ziemlich stinkig auf die sind. Denn Ricardo Cristof Remmert-Fontes hat sich vom ganzen "Stoppt die Vorratsdatenspeicherung"-Bündnis abgekoppelt, einen eigenen Verein gegründet, im September 2009 eine Parallel-Demo angesetzt etc. Alles in allem ein recht starkes Ego-Süppchen, das er da kocht.
AK Vorrat (www.vorratsdatenspeicherung.de) etc. fände ich da die bessere Referenz. Weil gemeinsam usf.

RE: Moderne Zeiten: Twitter | 11.01.2010 | 16:20

Ich stimme den anderen zu. Ebenso könnte ich Fernsehen pauschal verdammen, weil dort Grütze wie Musikantlstadl läuft. Die Auswahl machsts...
Und man kann natürlich auch selbst beitragen, indem man nicht jeden Schmonz twittert. Der Cartoonist/Humorist "The Oatmeal" hat dafür 10 recht schöne Regeln zusammengestellt: theoatmeal.com/comics/twitter_stop