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Erfreut sich an selbständigem Denken, wundert sich über fehlende Zivilcourage, schätzt das Glück im Kleinen und liebt das Absolute der Natur.
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RE: Ein Gebot des Abstands | 28.02.2010 | 11:15

Erstaunlich empfinde ich in meinem Bekanntenkreis die Reaktionen auf Guido Westerwelles 'man wird ja wohl noch sagen dürfen' Äußerungen. Klar, hier sind clevere Spin-Doktoren am Werk, um zu retten, was zu retten ist. Aber wie oft musste ich mir in den letzten Tagen anhören 'der Mann hat im Prinzip Recht', was ja auch legitim ist.
Was mich dann jedoch wundert, ist die Tatsache, dass keiner darauf kommt, als logische Konsequenz eine Anhebung der Löhne im Niedriglohnsektor auf ein lebenswürdiges Niveau zu sehen. Scheinbar haben viele noch nicht erkannt, dass uns die hart erkämpften Errungenschaften des Sozialstaates zu Gunsten der Superreichen verloren gehen. Das nenne ich eine gelungene Gehirnwäsche durch die Medien.

RE: Ältere sind die Radikalen | 30.08.2009 | 13:52

"Momentan allerdings entsteht eine Gruppierung junger Leute, die sich der medialen Verdummung entziehen."

Ja, ich habe auch die Hoffnung, dass da eine neue, medienkompetente Gruppe heranwächst, mit viel Sturm und Drang. Allerdings ärgert mich etwa an den Piraten, dass da neben ein paar Open-Source-Denkern scheinbar auch viele Open-Copy-Denker dabei sind, die selbst eher nicht kreativ sind. Da fehlt mir die Respektierung des Urheberrechts, man kann nicht einfach sagen: "Hey, die Zeiten ändern sich" und das mit der Erfindung des Buchdrucks vergleichen. Aber das nur am Rand.

RE: Durchkreuzter Versuch | 29.08.2009 | 01:20

Schließe mich dem an. Siehe etwa Monsanto.

RE: Das harte Rudern gegen den Mainstream - Albrecht Müllers neues Buch | 26.08.2009 | 23:24

Nur zur Klarstellung: Ich meinte nicht den Artikel. Der ist klasse!

RE: Das harte Rudern gegen den Mainstream - Albrecht Müllers neues Buch | 26.08.2009 | 23:16

Ich wusste gar nicht, dass es beim Freitag auch schon Astroturfer gibt. Nichts gegen freie Meinungsäußerung, aber das wird ja teilweise gerade unterirdisch dumm hier. Fast als hätten Big B und INSM einen ganz eigenen 'Agent Provocateur' von der Leine gelassen. Peinlich und flach.

RE: Digital könnte besser sein | 25.08.2009 | 02:46

Das Problem der Online-Petition ist, dass sie in den Augen der Politik eigentlich noch unverbindlicher geworden ist, als sie es vorher schon war. Scheinbar für jeden erreichbar, und nun mit dem Anstrich der medialen Spaß-Gesellschaft. Zwar als Ausdruck gelebter Demokratie gelobt, doch eigentlich nur belächelt.
So bleibt ihr das gleiche Schicksal wie schon immer den Petitionen: Nicht mehr als eine Aufforderung zu sein, ein bisschen in der großen politischen Runde zu diskutieren. Und wenn es wirklich kritisch werden sollte, so melden sich schnell hochbezahlte Lobbyisten und PR-Agenturen zu Wort, die rasch wieder für das rechte Gleichgewicht sorgen.
Wo kämen wir dahin, wenn über hunderttausend Menschen mehr zu sagen hätten als ein paar riesige Konzerne, die dafür aber keine Steuern zahlen. Es riecht wie so oft nach Bananen.

RE: Schröder hätte es getan | 16.08.2009 | 12:54

Spätestens, wenn der Vertrag von Lissabon endgültig ratifiziert ist, indem die Abweichler, die es wagen, ihre unmündigen Bürger selbst zu befragen, mit kleinen Sonderwegen und viel medialer Gewalt endlich eines besseren überzeugt wurden, spätestens dann sind Diskussionen über Deutschland in Afghanistan nur noch müßig. Dann nämlich entscheidet ein zunehmend militarisiertes Europa, dass sich natürlich vor Terroristen schützen muss (welcher Staatsfeind möchte dem bitte widersprechen?), selbst über die Zukunft. Die Interessengruppen hinter Bertelsmann / Arvato, der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und der Venusberg Gruppe werden sich eins in Fäustchen lachen, denn dann wird richtig Kohle gemacht, mit Logistik und Waffenhandel. Und wir haben noch weniger zu melden. Falls das noch möglich ist. Der gute Herr Schröder schlürft derweil Coktails mit lupenreinen Demokraten.

RE: Den Knall nicht gehört | 08.08.2009 | 11:11

So richtig die Kritik an der SPD und Ihren lobbyfreundlichen Politikern auch ist, der Artikel springt doch seltsam unselbstständig auf einen fahrenden Zug auf. Es ist derzeit journalistisch en vogue, vorwiegend die SPD zu kritisieren, und dient eher der allgemeinen Belustigung, als der Forderung nach einem Wechsel in der Politik. Auf am Boden Liegende wurde immer gerne getreten.
Von dieser überall verbreiteten Kritik, die sich in ähnlicher Form derzeit in fast allen Zeitungen und Zeitschriften findet, profitieren jedoch vor allem CDU und FDP. Dabei schaut es in deren Reihen keineswegs anders aus. Wohin man mit ein wenig Aufmerksamkeit blickt, sieht man Parlamentarier, die nach getaner Arbeit und nach dem Drehtürprinzip von der Politik in die Wirtschaft und manchmal, als Leihbeamte, auch wieder zurückwechseln. Selbstüberschätzung, Lobbyismus und undemokratische Strukturen allerorten.
Artikel wie dieser hätten schon vor drei oder fünf Jahren geschrieben werden können. Über Politiker in fast jeder Partei. Nur damals haben das die anderen ja auch nicht gemacht. Viele Blogs im Internet waren da schon deutlich weiter. Und sind es heute wieder.

RE: Die Kapelle spielt wieder auf | 06.08.2009 | 01:28

Noch vor ein paar Monaten hörte man in den Medien so vollmundige Kommentare wie: "Der Raubtier-Kapitalismus ist endgültig gescheitert." Ich habe mich schon damals gefragt, ob diese Menschen das wirklich glaubten. Wenn ja, so zeugt es von einer bemerkenswerten Naivität eines Teils der journalistischen Zunft.

RE: Die Kunst der Verschleierung | 30.07.2009 | 23:35

Gar nicht, ich bin in der Medizin tätig. Aber ich sehe, dass werde ich wohl auf meiner Seite einfügen müssen. Wurde ich schon öfter gefragt. Und ich dachte immer, das tut nichts zur Sache.