RE: Schluss mit dem Pessimismus! | 25.02.2013 | 22:05

Diese Waffen sind immernoch da und statistisch gesehen steigt die Wahrscheinlichkeit zum Einsatz doch eher.

Davon abgesehen: die Aussichten sind schlecht: Verarmung und Verwüstung des Südens und der damit einhergehende Druck. Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. Überbevölkerung...

RE: Dem Frieden (k)eine Chance? | 12.02.2013 | 17:01

Funktioniert doch alles viel besser als Zensur, oder?

RE: Dem Frieden (k)eine Chance? | 12.02.2013 | 16:48

Ok aber wie ganz konkret stellst Du dir eine solche "Verstrickung" denn vor?

Geht es nicht eher darum, dass die Journalisten zu feige sind vor abweichenden Darstellunge, als Verschwörungstheoretiker abgestempelt zu werden? Dass unsere Journalisten zwar könnten und dürften, aber nicht gegen das Narrativ unserer westlichen Welt schreiben, weil wir alle bzw. die Masse der Menschen letztens dahinterstehen?

RE: Dem Frieden (k)eine Chance? | 12.02.2013 | 16:27

Danke.

Woher kommt es eigentlich, dass unsere Journalisten bei ZEIT, Süddeutsche, Spiegel, FAZ usw. immer auf den gleichen Zug aufspringen, und eine Version der Wahrheit darstellen, die unseren Mächtigen genehm ist?

RE: Penner und Gammler | 11.02.2013 | 17:44

Toller Beitrag. Interessant und passend dazu: offener Brief mehrer Wissenschaftler und linker Politiker fordert die 30h Woche in Deutschland.

http://www.alternative-wirtschaftspolitik.de/show/6619884.html

RE: Wir haben nichts gelernt | 08.02.2013 | 19:18

Der Vergleich aus meiner Perspektive wäre eher folgender:

Du gehst an 20 armen vorbei und dem 21ten hilfst Du nur, weil es Dir persönlich nützt. Du würdest ihm dabei nebenbei noch schaden, indem Du einen seiner Freunde ermordest und behauptest am Ende trotzdem, Du wolltest nur "nett" sein.

RE: Wir haben nichts gelernt | 08.02.2013 | 14:57

OK, ich verstehe was Du meinst.

Aber die Legitimation des Krieges, also dass man aus einer humanitären Ambition heraus operiert, verliert mit dem Problem "hier schon, da nicht" für mich vollends seine Berechtigung.

Und ja, ich bewerte Frankreich doch gerne daran, warum sie jetzt in Mali sind und damals nicht in Darfur. Denn sie intervenieren einzig und allein aus geopolitischen Gründen, nicht aus humanitären. Das kann man ok finden. Ich tue es nicht.

RE: Wir haben nichts gelernt | 07.02.2013 | 18:35

Aber genau das ist doch die Argumentation der Interventionisten:"keine aktive Handlung ist je gerecht", "das kleinere Übel" usw. - sie zielt immer wieder auf das ab, was schlußendlich in einer militärischen Aktion gipfelt. Sie mutmaßt, dass die intervenierende Macht immer die moralisch richtige Sichtweise hat und das Gute vertritt. Sie lässt keine Reflektion zu und stellt die Gegner der kriegerischen Argumenation als Anhänger der Passivität dar.

Die militärische Aktion war im Kosovo-Krieg nicht nur per Gesetz unrecht (ohne UN-Mandat), sondern sie brachte auch zusätzliches Leid in das Land.

Schwammig bleibt diese Argumentation immer: warum ist es genau dieser Konflikt in den wir eingreifen [bei all den weltweiten, wo wir es nicht tun]

und: warum ist es diese oder jene Seite, für die wir eintreten [und warum ist es die andere Seite nicht].

RE: Wir haben nichts gelernt | 07.02.2013 | 16:40

Das Problem am "gerechten Krieg" ist doch, dass die Bewertung subjektiv ist. Abhängig von der Seite.

Menschen im Jemen, Pakistan, Mali, Syrien oder Afghanistan werden aktuell durch Gewehrkugeln, Raketen und mithilfe von Drohnen getötet. Deren Mitmenschen dürften eine andere Sichtweise darauf haben, was "gerecht" ist.

Würden sie einen gerechten Krieg führen, dann hätten wir hier ein Problem. Doch so legitim unser "gerechter Krieg" ist, genauso wäre es derer.