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RE: (6) Die Abgehobenheit der Parlamente | 19.12.2010 | 18:04

Wenn Sie von der Gesellschaft sprechen, meinen Sie die Bevölkerung in D. und somit die Nation. Aber die Nation ist stets ein Konstrukt, also warum nicht das Konstrukt aufbrechen? Warum soll z.B. die Energieversorgung in Norddeutschland oder die Produktionslinie im Ruhrgebiet durch die Bevölkerung in Bayern mitentschieden werden? Wenn politsche Entscheidungen für einzelne Regionen nicht auf nationaler Ebene entschieden werden würden, könnten wir erstens die Abgehobenheit der Parlamentarier verringern und die Wähler könnten leichter in die Entscheidungsprozesse mit eingebunden werden. Deshalb plädiere ich für die Dezentralisierung bzw. Regionalisierung der Entscheidungsebenen und für das Subsidiaritätsprinzip.

RE: Psychologische Kriegsführung | 07.12.2010 | 00:46

"Warum es ausgerechnet der israelischen Regierung auf die Bevölkerungen anderer Länder ankommen sollte, deren Regierungen sich selbst einen Dreck um ihre Bürger kümmern."

Ihr Zynismus stellt aus demokratietheoretischer Hinsicht ein Armutszeugnis dar. Warum sollte es Israel nicht interessieren, was die Bevölkerungen der Nachbarstaaten für eine Meinung haben? Auch in diesen Staaten werden die Despoten sich nicht ewig halten und es ist doch wünschens- und erstrebenswert, dass im Nahen Osten in naher Zukunft sich Demokratien etablieren oder nicht?

"Es existieren eben noch andere Konfliktlinien und Interessengegensätze im Nahen Osten als die zwischen Israelis und Palästinensern, auch wenn das manchen zu komplex ist"

Wenn Hillary vor der Weltöffentlichkeit die Interessen und Ansichten von ein paar Diktatoren als Legitimationsquelle für weiteren Druck auf Iran präsentiert, ist das einfach erbämlich. Realpolitik hin oder her.

RE: Ich habe keine Lust mehr in Deutschland zu leben... | 03.12.2010 | 22:17

"Mich nach den Normen und Gesetzen dieses Staates zu leben, meine Kinder nach den Werten der Aufklärung und des Humanismus zu erziehen"

"Zivilisation schlägt um in die Barberei des Faschismus" (Dialektik der Aufklärung, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno)

RE: Ich habe keine Lust mehr in Deutschland zu leben... | 03.12.2010 | 22:03

Damit keine Mißverständnisse entstehen will ich nur mal sagen, dass Migranten sich nicht in die Opferrolle hineindrängen lassen sollten. Es ist im Gegenteil angebracht Positionen zu beziehen, sich mit guten Argumenten gegen die Diffamierungen zu wehren und sich mit anderen "Leidtragenden" der herrschenden Politik zu solidarisieren.
Die Fronten verlaufen nicht zwischen Migranten und Einheimischen. Wie Womaninred angedeutet hat, verlaufen die Fronten zwischen den Gewinnern und Verlierern der herrschenden materiellen Verhältnisse.
Die Pseudodebatte über Migration und Islamismus fungiert als politisch-ideologische Nebelkerze. die die wahren Fronten verschleiern soll.

RE: Ich habe keine Lust mehr in Deutschland zu leben... | 02.12.2010 | 22:52

"Und was sind sie bereit einzubringen in unser Wertesystem, welches sich nunmal grundlegend unterscheidet von dem islamischer bzw. muslimischer Geselslchaften?"

Migranten sind nicht in der Bringschuld! Und keiner ist verpflichtet in "eure Wertesystem" etwas einzubringen.

Und überhaupt, was haben Sie bis jetzt in das "Wertesystem" eingebracht? Da bin ich auf Ihre Antwort gespannt!

RE: Ich habe keine Lust mehr in Deutschland zu leben... | 02.12.2010 | 22:37

"...mit anderen worten, eine art krieg. noch dazu einer, den keiner gebrauchen kann. denn besch... geht es uns allen, oder sehr vielen, zunehmend..."

Ziemlich einseitiger Krieg, wenn man unbedingt von einem Krieg sprechen muss. Die Integrationsdebátten werden doch von der Mehrheitsgesellschaft den Minderheiten aufgezwungen. Wir Migranten haben keine Fluchtmöglichkeit, müssen die ständigen Angriffe abwehren, uns rechtfertigen oder Stellung beziehen.

Und wenn es "uns" allen beschissen geht, müssen wir zusammenhalten. Aber warum findet der Zusammenhalt nicht statt? Warum muss überhaupt über Migranten gesprochen werden, wenn für die größten Mißstände in der Gesellschaft nicht "die Migranten" verantwortlich sind? Es wird aber genau das suggeriert. Nicht wir ziehen die Frontlinien, sondern die Mehrheitsgesellschaft. Kapiert es doch endlich!

RE: Jeder Zehnte sehnt sich nach einem Führer...! | 25.11.2010 | 19:02

dD "Der Inquisitor".
An alle Feinde der freiheitlich-demokratischen Grundordnung: Wo immer ihr euch hier in der Community versteckt, der Inquisitor wird euch aufspüren und wird euch mit seinen bohrenden Fragen schonungslos entlarven!

*lach*