3-Phasen-Akzeptanz

CASTOR Michael Sailer, stellvertretender Geschäftsführer des Öko-Instituts und Mitglied im Arbeitskreis "Auswahlverfahren Endlagerstandorte"
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FREITAG: Was ist in Gorleben falsch gelaufen? MICHAEL SAILER: 1979 wurde einfach mitgeteilt, dass man in Gorleben ein Atommüll-Endlager bauen will. Heute ist nicht mehr ganz nachvollziehbar, wer das entschieden hat. Auch nicht, welche Kriterien dabei angelegt wurden, so einen riesigen Lagerkomplex zu planen. Es wurde auch nicht öffentlich darüber diskutiert, ob Gorleben überhaupt geeignet ist. Die Entscheidung hat man den Leuten einfach vorgeknallt.

Müssen denn die Abfälle, die jetzt aus Frankreich zurückgeholt werden nach Gorleben?

Da gibt es doch ganz klare Sachzwänge. Erstens haben deutsche Betreiber Verträge mit Frankreich und England unterschrieben, um den Müll wiederaufarbeiten zu lassen. Zweitens hat die Bundesrepublik völkerrech