Ach du lieber Fallada

Stasi in der Provinz Das Literaturzentrum Neubrandenburg und sein Fallada-Archiv

Mecklenburg lag immer schon etwas abseits - und immer schon wird es deswegen gepriesen und verspottet. Mecklenburg hat herrliche Landschaften und viele Arbeitslose. Vor vier Jahren wurde auch die Archivarin Sabine Lange arbeitslos. Das hat mit Fallada zu tun und mit dem Weiterleben spezieller Kulturstrukturen in der ostdeutschen Provinz. Hans Fallada suchte in Mecklenburg die Abgeschiedenheit. 1933 zog er sich nach Carwitz, nahe dem Städtchen Feldberg, ins ländliche Familienleben zurück.

Für Sabine Lange war Fallada eine Nische. 1983 begann die ehemalige Lehrerin, seinen Nachlass zu betreuen. Das kleine Archiv des Literaturzentrums Neubrandenburg bot ihr eine faszinierende Aufgabe und vermeintlichen Freiraum. Für sie, die selbst Gedichte schrieb, war die Arbeit im Fallada-Archiv wie ein Fenster zur Welt. Die Feldberger Idylle blieb nicht von Dauer - nicht für Hans Fallada und auch nicht für seine Archivarin.

Nach Kriegsende verließ der ruhelose Fallada Mecklenburg, das Familienglück war zerbrochen. Er suchte einen Neuanfang mit einer neuen Frau in Berlin. 1947 erlag er dort seiner Morphiumsucht. Bei Sabine Lange begannen die Probleme nach der Wende. Als die Fenster zur Welt aufgingen, wanderte die Vergangenheit kistenweise in den Keller: Prämienurkunden für linientreue Autoren, Verträge mit der SED-Parteischule und dümmlich-dogmatische Gutachten zu Texten junger Autoren. Langsam wurde der Fallada-Archivarin unwohl in ihrer Nische von einst, in der die ideologische Vergangenheit kein Thema war. Zum Bruch kam es 1999: Auf dem Sommerfest des Literaturzentrums sollte auch Sabine Lange aus ihren Gedichten lesen. Neben alten Parteiautoren gute Miene zum unkritischen Spiel zu machen, lehnte sie schließlich ab. Ihre Begründung: Dies sei ein unfreier Ort und ihre Gedichte könne sie nur lesen, wo sie sich frei fühle. Der unbequemen Archivarin wurde daraufhin fristlos gekündigt.

Dieser Rauswurf nach 16 Jahren Fallada-Archiv tat weh, sagt Sabine Lange. Er brachte ihr aber die Unabhängigkeit, offenen Fragen nachzugehen. Da waren die Anwerbeversuche durch das Ministerium für Staatssicherheit, über die sie mehr erfahren wollte. Zweimal war sie 1988 bedrängt worden, westliche Archivbenutzer auszuspionieren, zweimal hatte sie abgelehnt. Die erste Suche nach Stasi-Akten darüber blieb ohne Erfolg. Seit Sabine Lange jedoch vor einem Jahr einen Forschungsauftrag vom Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen erhielt, kommt sie der Wahrheit jener Zeit näher. Auf diverse Zeugnisse einer diktatorischen Literaturpolitik ist sie gestoßen, für die sich bislang keiner der öffentlichen Geldgeber des Neubrandenburger Literaturzentrums interessiert hat: Akten zur massiven Stasiverwicklung des Hauses, Akten zum Einfluß des MfS auf die Fallada-Forschung. Wie unfrei ihr Arbeitsort tatsächlich war, wurde im Laufe der Recherche immer klarer. Auch durch jene Stasi-Akten, in denen die heutige Leiterin des Literaturzentrums, Heide Hampel, als Kontaktperson "Helga Haag" vermerkt ist, die private Informationen über ihre Mitarbeiterin Sabine Lange an das MfS weitergab.

Im Herbst 2003 berichtete der Nordkurier erstmals von dem Konflikt um diese Entlassung und von Sabine Langes Aktenfunden. Vielen Entscheidungsträgern in Neubrandenburg scheint es ungelegen, dass so alter Staub aufgewirbelt wird. Wir lassen uns unsere Kultureinrichtungen nicht kaputtmachen, tönt es hinter den Kulissen. Dass die Stasi das Literaturzentrum der Stadt praktisch mitgegründet hat, hält man lieber für ein ausgemachtes Gerücht. 15 Jahre nach dem Wendeherbst scheint der Aufklärungsbedarf gedeckt. Oder war der hier schon immer gering?

Rückblende

Auch Literaturzentren hatten in der DDR klare Vorgaben. Die SED legte 1981 fest, wer in solch einem Zentrum von wem und zu welchem Zwecke betreut werden sollte: "Zur Erfassung und intensiven Betreuung literarisch tätiger junger Bürger der DDR und anderer am Schreiben interessierter Personen werden in jedem Bezirk Literaturzentren ( ) geschaffen, für die die Abteilung Kultur des jeweiligen Rates des Bezirkes verantwortlich ist." Weil es um "die Erfassung" von Bürgern ging, war auch die Mitarbeit des MfS unerlässlich. Mielkes Genossen arrangierten den "Einsatz von geeigneten inoffiziellen Mitarbeitern in Schlüsselpositionen in den Bezirksliteraturzentren", zwecks "Aufdeckung feindlich-negativer Haltungen und Aktivitäten".

In der mecklenburgischen Bezirksstadt Neubrandenburg war man der geplanten Entwicklung um Jahre voraus. Die Partei beschloss hier schon 1971, die literarisch eher karge Gegend mit Experten aufzuforsten. Karl-Thomas Crepon hieß der Genosse der Stunde, ein Lehrer für Deutsch und Englisch, der an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED promoviert hatte. Tom Crepon - wie er sich nannte - wurde Leiter des neuen Literaturzentrums, welches sich der Betreuung von Autoren und der Pflege des literarischen Erbes widmen sollte. Da kein so großes Erbe vorlag, hat man sich eines besorgt. Dr. Crepon hatte Fallada ins Auge gefasst, den begnadeten Erzähler mit der krisenreichen Biographie. Er verfolgte das ehrgeizige Ziel, dessen Nachlass in Braunschweig für die DDR zu erwerben und nach Feldberg/Carwitz zu holen. Verbündete fand er in den Genossen der Staatssicherheit, welche ihn gleich am Anfang seiner Literaturkarriere, im September 1972, für eine inoffizielle Mitarbeit unter dem unscheinbaren IM-Namen "Klaus Richter" gewonnen hatten. Die IM-Akten von Crepon liegen Sabine Lange heute neben anderen Materialien vor. Das Mitwirken des MfS bei der Fallada-Forschung kann sie inzwischen kurz und knapp beschreiben: "Die Stasi saß von Anfang an mit im Boot".

Die Chronologie: Falladas Nachlass wird tatsächlich 1978 in Braunschweig für die Akademie der Künste der DDR gekauft und kommt in Abstimmung mit dem MfS drei Jahre später nach Feldberg. Tom Crepon schreibt eine Fallada-Biographie, die 1978 erscheint. (Leben und Tode des Hans Fallada) Zeitgleich arbeitet der Literaturwissenschaftler Werner Liersch ebenfalls an einer Fallada-Biographie. (Fallada. Sein großes kleines Leben, 1981) In seinen IM-Berichten denunziert Crepon den Konkurrenten Liersch, dieser arbeite mit unlauteren Mitteln, wolle sich Westreisen erschleichen.

Die Kontrolle des Feldberger Fallada-Umfeldes funktioniert perfekt. Westliche Filmteams werden von Feldberger IM überwacht, als sie Anna Ditzen, die erste Ehefrau Falladas, interviewen wollen. Man will ganz sicher gehen, dass sie vor westlicher Kamera kein negatives Bild von Fallada zeichnet.

Zum 90. Geburtstag Falladas, 1983, ist soweit alles installiert: Es gibt ein Fallada-Archiv in Feldberg, einen Museumsraum im früheren Wohnhaus in Carwitz, auch die Urne des Dichters ist aus Berlin überführt worden. Im selben Jahr wird ein Fallada-Freundeskreis vom Literaturzentrum ins Leben gerufen. Eine Liste benennt diejenigen, die offiziell mit Fallada befreundet sein dürfen. Neben dem zuständigen Minister Klaus Höpcke, verschiedenen Verlagsmenschen und der obligatorischen Moskauer Literaturprofessorin ist hier auch der heutige Museumsleiter des Carwitzer Fallada-Hauses notiert. Unterzeichnet ist die Liste von der damals für die Erbepflege verantwortlichen Mitarbeiterin des Neubrandenburger Literaturzentrums, Heide Hampel.

Zu dem Erbe, um das sich Frau Hampel gekümmert hat, zählt auch Brigitte Reimanns Nachlass. Die Reimann kam 1968 nach Neubrandenburg und schrieb hier den Roman Franziska Linkerhand, der 1974 postum erschien. Da Brigitte Reimann in den fünfziger Jahren eine IM-Karriere schnell und öffentlich beendete, war das MfS besonders an diesbezüglichen Notaten der Schriftstellerin interessiert. Der Chef des Literaturzentrums, Tom Crepon, wurde von seinem Führungsoffizier in die Spur geschickt, die Tagebücher der todkranken Autorin "zu sichern". Im Fall der Reimann-Tagebücher blieb er erfolglos, doch im Jahre 1982 kann der Literaturbeförderer Crepon voller Stolz den Genossen der Bezirksebene berichten, "dass es in den vergangenen zehn Jahren keine literarische Arbeit von Bedeutung gegeben hat, die den Mitarbeitern des Literaturzentrums vor ihrer Drucklegung unbekannt gewesen oder von ihnen nicht - auf die eine oder andere Weise - gefördert worden wäre.".

Die guten Manuskriptkenntnisse des IM "Klaus Richter" hatten besonders für die junge Schreibende Annegret Gollin verheerende Folgen. Crepon identifiziert sie 1979 dem MfS gegenüber als Verfasserin eines anonym verteilten Gedichtes. Sie wurde kurze Zeit später, 1980, wegen "Verbreitung von Hetzschriften" inhaftiert. Schon als 15-jährige hatte sie dem regionalen Literaturpapst vertrauensvoll ihre Texte gezeigt. "Manchmal", sagt die Autorin heute, "möchte ich diesen Mann anrufen und fragen: Wissen Sie, dass Sie das Leben eines jungen Mädchens zerstört haben?" Sie tut es aber nicht. Anne Gollin, die nach einer weiteren Haftstrafe in den Westen freigekauft wurde, ist inzwischen zu häufig auf eine funktionierenden Kette des Schweigens gestoßen. Alle ehemaligen IM sind auf dieses Verschweigen angewiesen, sagt sie. Im Literaturzentrum wird auch geschwiegen. Sie hatte nach 1989 wieder Kontakte dorthin aufgenommen, hoffte auf einen Neuanfang in der Heimatstadt. Dieses Nichtreden über die Stasi-Vergangenheit des Hauses wurde aber so belastend, dass Anne Gollin ein geplantes Buchprojekt im Literaturzentrum abbrach. Tom Crepon war zu der Zeit nicht mehr dort. 1985 hatte Heide Hampel ihn an der Spitze der Einrichtung abgelöst. Im Juni 1989 reiste er mit einem Visum des DDR-Kulturministeriums in den Westen aus. Heute lebt er als unbescholtener Schriftsteller in Schleswig-Holstein.

Oh du Fallada, da du hangest

Zeitenwechsel in Mecklenburg - 1990. Mit neuem Elan gründen ein paar Fallada-Begeisterte nun eine Hans-Fallada-Gesellschaft. Der anerkannte Fallada-Biograph Werner Liersch übernimmt den Vorsitz. Viele aus dem alten Freundeskreis wollen mittun. Die Erbepflege im Verein verläuft beschaulich - bis zum 100. Geburtstag des Dichters im Juli 1993. Im Zusammenhang mit der Feier fordert der Vorsitzende Liersch eine Aussprache zur Stasibelastung im Umfeld der Fallada-Forschung. In seinen Stasi-Akten hat er die Denunziationen des früheren IM Crepon entdeckt, dessen inoffzielle Tätigkeit für das MfS wird erstmals bekannt. Zu einer Debatte darüber lassen es die Vereinsfreunde aber auf der Jahrestagung nicht kommen - weil Fallada Geburtstag hat. Zu einer Debatte darüber lassen es die Vereinsfreunde aber auf der Hans-Fallada-Konferenz in Greifswald nicht kommen - weil Fallada Geburtstag hat. Crepon ist anwesend und hält einen Vortrag mit dem Titel "Literarischerisces Schaffen in äußerer Isolation". Stellen muss er sich den Vorwürfen nicht.

Werner Liersch protestiert und zieht sich aus diesem harmoniesüchtigen Verein zurück. Noch 2003 wurde der Vorstand bei den Fallada-Freunden, zu dem auch Frau Hampel zählt, wie zu DDR-Zeiten "im Block" gewählt. Die nächsten Fallada-Tage, die in Feldberg vom 16. bis 18. Juli 2004 stattfinden, haben offiziell das Thema "Leben und Arbeiten in der Diktatur". Die Mitglieder werden aber im Vereinsblatt Salatgarten beruhigt, es solle nicht darum gehen, "eventuelle Verstrickungen von Freundeskreis-Mitgliedern zu untersuchen". Fallada scheint jetzt für andere zur Nische geworden zu sein.

Im Brigitte-Reimann-Haus: Alle unter einem Dach

Gartenstraße 6. Der eingetragene Verein Literaturzentrum Neubrandenburg arbeitet hier, im wiedererrichteten Wohnhaus der Schriftstellerin Brigitte Reimann. Als Geschäftsführerin Heide Hampel die Presse-Besucherin durch das Haus führt, ist ihr der Stolz auf die eigene Leistung anzumerken. Im Parterre ein Reimann-Zimmer mit alten Möbelstücken, Bibliothek und Blick in den Garten - so schön wie es zu Lebzeiten der Autorin nie war. Im Stockwerk darüber: die Sammlungen des Hauses. Bücher und Nachlässe von wichtigen Schriftstellern der Region. In einem der Büros türmen sich Umzugskisten. Gerade sei der Nachlass von Helmut Sakowski eingetroffen, erfährt die Besucherin. Dieser Autor - ehedem vielbeschäftigt in ZK der SED, Kulturbund und Schriftstellerverband - zählt nach wie vor zu den Lieblingsautoren des Hauses. Es fallen noch andere Namen: Joachim Wohlgemuth und Günter Ebert. Waren beide nicht so genannte Literaten-IM? Als IM "Paul Fiedler" und IM "Neupeter" haben sie auch die Reimann bespitzelt. Jetzt werden also ihre Werke unter einem Dach mit denen der Reimann aufbewahrt und gepflegt. Mit Hilfe öffentlicher Gelder. Pluralismus, fürwahr! Die seltsame Wohngemeinschaft wird noch durch Fallada komplettiert. Was kein Besucher sehen kann: Im Keller stehen die Tresore mit den wertvollen Fallada-Originalen. Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern und quasi ein Goldbarren, der die unbekümmerte Erbepflege alter Fasson finanzieren hilft.

Zeit und Personal, so Frau Hampel, seien momentan zu knapp, sich ausführlich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Allein der Nachlass von Sakowski werde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Sie ist sich keiner Versäumnisse bewusst. Keiner der betreuten Autoren habe sich beklagt, dass ihm geschadet worden sei. Etwas leiser erwähnt sie dann den Autoren Bodo Ranke. Ja, dessen Opfer-Akte sei wohl "haarig" gewesen. Dennoch steht für die 57jährige Kulturwissenschaftlerin fest, die ganzen Stasiverwicklungen gehörten "in einen größeren geschichtlichen Zusammenhang". Sie selbst habe früher nicht einmal gewusst, dass es eine spezielle Abteilung für Literatur beim MfS gab. Der Deckname "Helga Haag" sei ihr angehängt worden. "Nein", er stamme nicht aus einer Verpflichtungserklärung.

Weshalb die Opferakte von Bodo Ranke in einem DDR-unkritischen Literaturzentrum keinen Platz hat, leuchtet ein. Bodo Ranke kam nach Mecklenburg, da war er Ende zwanzig. Als Jurastudent hatte er 1976 die obligatorische Zustimmung zur Biermann-Ausbürgerung verweigert und flog deshalb von der Humboldt-Uni. Er arbeitete in einem Neubrandenburger Buchladen, als man ihn dort fragte, ob er denn selbst auch schreibe. Weil er bejahte, empfahl man ihm dringend den Kontakt zu Tom Crepon. Der lud ihn auch sehr bald ins Literaturzentrum ein. Der Staatssicherheit berichtete Crepon dann, Bodo Ranke werde "unter vorbeugenden Aspekten in die Arbeit des Literaturzentrums eingebunden". Ein Fall wie aus dem MfS-Lehrbuch: Der Förderer und der Spitzel waren eine Person - "gefördert" wurde, um problemlos spitzeln zu können. Acht inoffizielle Mitarbeiter bewerteten Ranke und seine Texte. Einer mit dem Decknamen IM "Gildemeister" bekam Rankes Texte offensichtlich direkt aus dem Literaturzentrum geliefert, um sie auf Staatsfeindlichkeit zu begutachten. Jahrelang verbaute das MfS dem Verdächtigen ein Literaturstudium. "Natürlich war das ein unfreier Ort und natürlich gehört das an die Öffentlichkeit", sagt Ranke zum Thema Literaturzentrum. Der 50-Jährige schiebt sich ungern in den Vordergrund, auch er hat keine Debatte über seinen Fall vom Zaun gebrochen. Im Literaturzentrum e. V. profitiert man von genau dieser Zurückhaltung der Bespitzelten. Und davon, dass die Mühlen in der Provinz viel langsamer oder gar nicht mahlen. Die Literatur dürfte jedoch nicht davon profitieren, an einem derart verschwiegenen Ort gepflegt zu werden.

"Das mit dem Erinnern und Verdrängen war und ist zu allen Zeiten ein geheimnisvolles Ding", so Frau Hampel. Was sie selbst zu verdrängen hatte, offenbaren die neuesten Fundstücke der Birthler-Behörde: Zwei Karteikarten aus der "Rosenholz"-Datei und eine Quittung. Die beiden Karten, von denen die eine Namen und Adresse von Frau Hampel nebst Registriernummer benennt und die andere mit derselben Registriernummer zwei Decknamen auflistet ("Helga Haag", "Jenny Brauer"), sie wären allein kein stichhaltiger Nachweis inoffizieller Tätigkeit. Die Quittung allerdings, ausgestellt in der Neubrandenburger MfS-Zentrale im Jahre 1989, belegt einen tatsächlichen Zusammenhang zwischen Klarnamen und Decknamen. Die ortsansässige HVA-Abteilung vermerkte auf ihr nämlich eine besondere Geldzahlung an einen IM "J. Brauer". Handschriftlich wurde der Erhalt bestätigt: "Quittung Zur Erledigung operativer Aufgaben erhielt ich 100 DM. Bln. 11. 10. 89" Unterschrift: "H. Hampel".

00:00 02.07.2004

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