Alles voller Stimmzettel

Berlin Logistisch war der Wahltag ein Albtraum, die Chaostage sind ein Armutszeugnis. Warum sie auch der Demokratie geschadet haben
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 40/2021

Wer an einem Freitagvormittag eine müde Bezirkswahlleiterin treffen wollte, konnte ins Rathaus Pankow fahren. Christine Ruflett wirkt, als hätte sie seit dem Wahltag in Berlin höchstens ein paar Momente an ihrem Schreibtisch genickert, ihre Stimme klingt rau: „Dass das eine Katastrophenwahl werden würde, war von vornherein absehbar.“ Mit Katastrophe meint sie die Arbeitsbelastung für Wahlvorstände. Wer am selben Freitag einen immer noch entsetzten Professor für Öffentliches Recht und Finanzrecht sprechen wollte, konnte bei Christian Waldhoff in der Humboldt-Universität anrufen: „Zu wenig Bohei kann es da gar nicht geben!“ Wir hatten nach der Aufregung um den Wahlgang in Berlin gefragt.

Die Abstimmung am 26. September n