„Am liebsten würden wir auswandern“

Evangelikale Jolene Jones ist trans Frau und hat ihre Kindheit unter Evangelikalen verbracht. Gefährlich sei diese religiöse und politische Gemeinschaft, vor allem für Minderheiten
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 34/2022
Evangelikale beim Passionsspiel: Inszenierung von Assemblies-of-God-Mitgliedern in Dallas, 1990
Evangelikale beim Passionsspiel: Inszenierung von Assemblies-of-God-Mitgliedern in Dallas, 1990

Foto: Carl de Keyzer/Magnum Photos/Agentur Focus

Etwa 20 Prozent der amerikanischen Bevölkerung gehören zu den Evangelikalen, ihre religös-konservative Agenda nimmt vor allem Minderheiten wie LGBTQ+ ins Visier.

Jolene Jones kennt die religiöse Bewegung aus eigener Erfahrung. Während Jones in den 1980er Jahren in Louisiana aufwuchs, hat sie dort Alligatoren gejagt und viel Science-Fiction gelesen. Heute arbeitet sie als Datenschutzbeauftragte und befasst sich zudem als Autorin mit Horror in Fiction-Texten und religiösem Trauma in Sachbüchern. Sie und ihre Familie sind mittlerweile aus Texas geflohen.

der Freitag: Jolene Jones, erzählen Sie uns etwas über Ihren Hintergrund. Wie und wo sind Sie aufgewachsen?

Jolene Jones: Ich wurde auf einer amerikanischen Militärbasis in Stuttgart geboren. Als