„Ich hoffe, die Leute zeigen nicht russische Flaggen aus Sorge um die Rechnungen“

Porträt Anstatt an seinem neuen Roman zu arbeiten, reist der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkov als informeller Botschafter seines Landes durch Europa. Rachel Cooke lud ihn in London zum Tee ein
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 39/2022

In seinem neuen Buch, eine Variante des Tagebuchs, das er seit dem russischen Überfall auf sein Land führt, schreibt der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow unter anderem über Suppe. Es ist Juli, und an der kulturellen Front, wo die Kämpfe mit Russland ebenfalls „sehr aktiv“ sind, gibt es endlich gute Nachrichten für die Ukraine: Die Unesco hat soeben die ukrainische Art Borschtsch zuzubereiten als Immaterielles Kulturerbe eingestuft. Kurkow ist, wie der Rest seiner Landsleute, begeistert. Offenbar denkt die Welt anders als Marija Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, die wiederholt versuchte, den russischen Borschtsch vor „Übergriffen ukrainischer Nationalisten“ zu schützen.

Kurkow ist ein guter Koch. Am

%sparen