Anna Schneider: „Identitätspolitik ist eine Form von Kollektivismus“

Interview Die „Welt“-Journalistin Anna Schneider hält Steuern für Raub und hat ein Buch über Freiheit geschrieben. Hasst sie alle Schwachen? Ein Gespräch über Kapitalismus, freie Marktwirtschaft – und wer sich dort um Pflegebedürftige kümmern würde
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 46/2022
So stellen wir uns Anna Schneider beim Twittern vor
So stellen wir uns Anna Schneider beim Twittern vor

Foto: Chris Maggio/NYT/Redux/LAIF

Bei Twitter tritt die Österreicherin Anna Schneider krawallig auf: als Predigerin eines freien Marktes, aber gegen Gendern und „Opfergesellschaft“. Unter Linken hat sie das zum roten Tuch gemacht, die libertäre Bubble feiert sie. Im Axel-Springer-Neubau sprach sie über ihr neues Buch Freiheit beginnt beim Ich. Eine Liebeserklärung an den Liberalismus (dtv). Auf ihrem Arm: ein Tattoo des Bildes „Freiheit oder Tod“ von Regnault.

der Freitag: Frau Schneider, viele Leute in meinem Umfeld haben mir vor dem Interview gesagt: Mach das nicht, die ist ein rechter Twitter-Troll! Hören Sie das oft?

Anna Schneider: Ach, da schwingt immer dieses entbehrliche Gerede vom Keine-Bühne-Geben mit. Ich kann nicht behaupten, dass ich das selten höre. Wob

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