Das Volk zerfällt, die Klassen kehren wieder

Wirtschaft - Macht - Staat Vorrevolutionäre Vermutungen

Eintracht bricht Not
Zwietracht bringt Tod
Gemeinwohl geht über dein Wohl

(Inschrift am Freiberger Donatstor)

Im Frühjahr 1998, drei Jahre vor seinem Tod, besuchte ich den greisen Karl-Eduard von Schnitzler. Er hatte nichts verlernt. Der Gast empfing eine zweieinhalbstündige Privatausgabe des Schwarzen Kanals, an deren Schluss die Welt des Kapitals sich abermals entlarvt im Staube wälzte. Der Alte zerhackte die soziale Marktwirtschaft auf seiner Sessellehne ("Hunds-ge-wöhn-li-cher Kapitalismus!"), und was vermöge denn die Demokratie mit ihren sogenannten freien Wahlen gegen die Diktatur der Banken und Konzerne? Doch nicht einmal an der Verelendung der Massen werde der Kapitalismus zusammenbrechen. Er müsse gestürzt werden.

Wie denn?

Revolution, sagte er, glücklich schnaufend. Na, da haben Sie Ihr Schlagwort.

Das Schlagwort kam jetzt wieder in Erinnerung. Rolf Hochhuth hat mitgeteilt, über kurz oder lang würden Deutschlands soziale Verwerfungen zum blutigen Umsturz führen. Beispiel Deutsche Bank: trotz Rekordprofit von 9,8 Milliarden Euro 14 Prozent der Belegschaft entlassen - 11.000 Arbeitslose mehr, die nun der Staat buckeln solle. Hier habe der Gesetzgeber einzuschreiten. Hochhuth - Friedrich Wolfs Satz "Kunst ist Waffe" im Tornister - entfackelt auf seine alten Tage nochmals Volkes Zorn. McKinsey kommt heißt sein Kampfdrama wider die menschenverachtende Gottheit Maximalprofit. Uraufgeführt wurde es in Brandenburg, der geschundenen Havelstadt. Dort, im Schatten toter Schlote, weiß man, wer das Volk ist.

Es ist nicht üblich, in Deutschland Volk zu sagen. Das vorgebräunte Vokabular der Kollektiv-Identität bleibt gerne denen mit der Reichskriegsflagge überlassen. Im Westen spricht man lieber von Gesellschaft; das klingt offener, emanzipiert, transrassisch, postnational. Die Ostdeutschen, das ließ sich im Herbst ´89 schwer überhören, nehmen weniger Anstand, sich Volk zu nennen. Auch Völkisches tritt ja im Osten ungenierter auf. Andererseits wurde der Ostler seit Kindesbeinen unterwiesen im Klassendenken, das er freilich nur auf Verhältnisse vor und jenseits der vermeintlich klassenlosen DDR anwenden werden sollte. Nun bezieht er´s aufs Heute und verschneidet es mit underdog-Erfahrung. Volk, das ist unten, und säße es in komfortabler Mitte. Nicht, dass Volk unbedingt zu darben hätte wie das arbeitslose Viertel oder Drittel. Volk weiß mehrheitlich durchaus zu leben, kauft, reist, baut, holt sein Schäfchen herein. Kennt sein gutes Recht. Weiß sich vertreten von Bild, PUR, Rudi Völler, Günter Jauch und diversen Elferräten. Aber Volk regiert nicht; es wird regiert. Volk lebt fern von den Zitadellen der Macht. Volk bedient nicht die Hebel der Republik. Volk macht keine Geschichte. Volk ist, wem Geschichte widerfährt.

Was Ost- und Westdeutsche lange einte, war der Glaube an die oberste Wirkmacht der Politik, im Argen wie im Guten. Nicht Wirtschaft, der Staat sanktionierte, was Volk, was Gesellschaft sei. Wer in einer Diktatur lebt, weiß ohnehin, wozu der Staat imstande ist. Und zur westdeutschen Volkserfahrung gehörte die Prosperität. Der Marshallplan hatte den frühen Bundesdeutschen ihren Nazismus abgekauft. Der Staat befriedete den Markt und moderierte den Mehrwert. Die Gleitmittel des Wohlstands beförderten die Demokratie so offenbar, dass auch für die meisten Ostdeutschen ihre emanzipatorischen Hoffnungen in eins fielen mit dem Beitrittswunsch zur Bundesrepublik. Geschichte schien dort Wachstum, jedermanns Aufstieg, und die soziale Marktwirtschaft mitnichten Klassenstaat mit seinen unversöhnlichen Widersprüchen, sondern schier das Gelobte Land, wie es die Ahnväter geschaut hatten im Kommunistischen Manifest: "... eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist."

Unvergessen bleibt der Schock der SPD, als 1990 die Ostdeutschen mit rasender Mehrheit Helmut Kohls Allianz für Deutschland wählten. Galt nicht das Ostvolk als SPD-Domäne? Nun, auch die CDU ist ja, nach Franz Müntefering, eine SPD. Die Ostler entschieden sich für jene Sozialdemokratie, die sie wirtschaftlich potenter glaubten. 1994 haben sie, schon halb kuriert, Helmut Kohl noch einmal beatmet. 1998 probierten sie dann die andere SPD. 2002, im Sommer der Flut, bewahrten den gestiefelten Kanzler die besseren Fernsehbilder und die Büchsenspanner im Weißen Haus. Schröders Nein zum Kriegskurs der Bush-Administration bleibt ein Ruhmesblatt erhörten Volksbegehrens. Nur wird das die SPD nicht retten, höchstens der Mangel an Alternativen.

Sozialdemokratie, das ist immer Kompromiss gewesen, Klassenausgleich, Zähmung des Kapitals. Dass der SPD derzeit Mitglieder und Wahlvolk in Scharen entlaufen, spricht nicht gegen den sozialdemokratischen Konsens der Bundesrepublik - es bezeugt nur, dass dieser Konsens politisch obdachlos geworden ist. Die SPD wirkt wie jemand, der - längst vom Tiger gefressen - ihn immer noch zu reiten meint. Man mag es tragisch nennen, dass ausgerechnet diese Partei den Rückbau des Sozialstaats vornehmen muss. Gar nicht tragisch, aber volksveralbernd wirkt der Etikettenschwindel. Es vertreibt den Wähler und beleidigt den Verstand, wie konsequent die Schröder-Regierung Ohnmacht, Staatspleite und Sozialabbau in euphemistisch beschrifteten Tüten verkauft: Reform, Innovation, Ich-AG, Elite-Universität, mannigfach Agenden, und von der größten Tüte jubelt es Freiheit! Und die Wirtschaft setzt Humankapital frei, die Arbeitslosenzahlen steigen und steigen, der Staat hat für die Geschassten aufzukommen und erniedrigt sich vor aller Augen zur Magd des Großkapitals. Wirtschaft und Politik verhalten sich zueinander wie ein Tagebau-Unternehmen, das die Kohle aus der Erde beutet und der öffentlichen Hand die Rekultivierung der Landschaft überlässt.

Dank dieser kapitalen Lage rottet die Autorität der Politik. Oft hört man, die Regierung verspiele ihre Akzeptanz, weil sie es versäume, dem Volk zu sagen, wohin die deutsche Reise geht. Wie sollte sie? Sie weiß es nicht, ist doch ihre Krise die des Volkes selber. Die Alterspyramide steht kopf, der überkommene Vertrag zwischen den Generationen ist nicht einzuhalten, der Sozialstaat mutierte zum VEB Besitzstandswahrung und wurde Opfer seines eigenen Erfolgs. Die Politik hat nicht länger Überschüsse zu verteilen. Die Demokratie muss für ihre Stimulantien selbst aufkommen. Moralisch wie personell kann Deutschland seine höheren Werte immer weniger reproduzieren. Es zitiert sie aber unverdrossen - "Eigentum verpflichtet", den Rechtsstaat und das immergrüne Glück der Wiedervereinigung. Ausgesprochen verlässlich erweist sich das öffentliche Deutschland in seiner antifaschistischen Integrität. Nur gehen uns vermutlich irgendwann die Hohmanns aus, und Guido Knopp die Themen, spätestens nach Die Hunde der Frauen von Hitlers Generälen, und selbst Martin Walser wird als agent provocateur der wehrhaften Demokratie eines Tages demissionieren. Die Embleme und Gemeinschaftsdaten dieser Gesellschaft altern rapide. Gestern wird Vorgestern. Sogar die Wende muss schon in Pension.

Es gibt noch wenig öffentliche Rede über das, was derzeit mit uns geschieht. Die Republik verkrämert. Sie verhökert ihre Metaphysik. Die Psyche der Gesellschaft wird durchsuppt vom Marketing-Gedöns. Sämtliche Werte haben sich ökonomisch auszuweisen. Jegliches Reden über Kunst, Bildung, Sport, Gesundheit entgleitet alsbald zum Finanzjargon. Es war Johannes Rau, der in seiner jüngsten Weihnachtspredigt mahnte, nicht das ganze Leben gehöre unters Joch der Ökonomie. Jetzt wurde er schärfer: "Wenn der Mensch nur noch als homo oeconomicus daherkommt und nur noch Nutzen und Präferenzen im Kopf hat, dann wird er zum rationalen Trottel." Rau war allen Ernstes erschüttert von den Studien der Kulturministerkonferenz, denen zufolge Bildungschancen sich nach sozialer Herkunft bemessen. Wollen wir nicht ehrlich sagen, dass die Klassengesellschaft wiederkehrt? Dass der Gemeinsinn verdämmert? Dass die Gesellschaft sich schwerlich gegen die Marktgesetze organisieren kann? Das Volk zerfällt, seine Geschichte verpuzzelt.

Der Besuch bei Karl-Eduard von Schnitzler endete seltsam. Ich fragte den alten Mann, ob nicht der SED-Staat jeden technologischen Fortschritt habe fürchten müssen wie einen Mauerbrecher - Faxgeräte, Kopierer, Video-Recorder, vom Computer ganz zu schweigen. Da grimmte der Alte: Das Internet ist der schlimmste Feind der Solidarität! Das klang wie stalinsches Veteranengemurr, ist doch das Internet ein Inbegriff von Demokratie. Es schien, der Greis krallte sich verstockt an seine schlichte Welt und an die unerbittlichen Freuden der Ideologie. Und was immer ich auch noch lerne / Das bleibt das Einmaleins: / Nichts habe ich jemals gemeinsam / Mit der Sache des Klassenfeinds.

Unnötig zu erwähnen, dass Schnitzler Gen. selbst ihren Sozialismus in den Sarg genagelt haben. Der Alte wusste ja, was er nicht eingestehen konnte. Doch vielleicht sah er noch mehr: dass nicht nur seine Dogmengeschichte verging, sondern die ganze Echtwelt mit ihren verlässlichen Konturen. Nicht im mindesten zweifelte er am Klassenbegriff, aber alle Fronten hatten sich verwirrt und sämtliche Truppen verlaufen. Dies neugemischte, virtuell residierende Volk würde sich niemals organisieren können; es käme ja nicht mal zum Bewusstsein seiner selbst. Schon gar nicht erführe es von seiner Klassenhaftigkeit, sondern es zerwuselte in Kulturen, Religionen, Denominationen, in Ethnien, Szenen und Milieus. Das Volk: ein Internet.

"Entsetzt", schrieb Stephan Hermlin im Abendlicht, "ahnte ich das Auseinanderbrechen der bisher vertrauten Welt in eine Vielzahl wahnhafter Realitäten, von denen jede ihren Anspruch aus sich selbst herleiten und unter welchen keine Gemeinsamkeit, kein Gespräch mehr herzustellen sein würde."

Diktatorentraum: das homogene Volk. Diktatorentrauma: sein Zerfall in selbstmächtige Individuen. Umgekehrt tut sich liberaler Geist schwer mit Kollektiv-Subjekten. Der Westen neigt zur Privatisierung des Freiheitsbegriffs und denunziert das Wir gern als totalitär gefährdete Hammelherde. Doch Bindungen und Sozialerfahrungen gehören zur befreiten Einzelexistenz wie das Dorf zum Haus; und jedes Dorf verludert, das alle paar Jahre die Bewohner tauscht, statt Gemeinsinn zu organisieren. Solchen Sinn teilt man mit immer weniger Menschen. Flexibilität, oft von der Rezession erzwungen, wird zum Freiheitswert umgeschwindelt. Wir wandeln uns zum Volk von Flachwurzlern. Patchwork-Biografien werden normal. Arbeitsverhältnisse, Wohnzeiten, Ehen verkürzen sich, damit auch unsere Loyalitäten. Das Volk beginnt zu nomadisieren. Gerade deshalb wächst sein Bedürfnis nach kollektiver Selbstvergewisserung. Ständig werden neue Generationen ausgerufen. Es boomen Filme nachkriegsdeutscher Simultan-Erinnerung. Das Wunder von Bern und Good Bye, Lenin! klären Herkunft, stiften Heimat, versöhnen mit Vergangenheit, sichern Biografie, machen unser Wir seiner selbst gewiss. Rückwärts blickend laufen wir voran. Und wählen, wenn das ZDF nach den größten Volksgenossen fragt, Luther, Goethe, Bach und zum Maximalgermanen den Völkervater überm Sternenzelt: Papa Adenauer.

Was sich derzeit vollzieht, ist ein Abschied vom Fortschrittsglauben. Ein kleiner Hegel steckte in uns allen, der gesellschaftliches Leben für Geschichte hielt: linear, in beharrlichem Aufstieg begriffen, der unser eigener sei. Im Erinnern rettet sich diese Linearität und bepflanzt die Via memoria mit sicheren Daten. Leben selbst läuft zyklisch; da ist die Welt Natur, mit Saat, Sommer, Ernte, Tod; und dann kommt ein neuer März. Anders als in Diktaturen scheint die Zyklik im steten Wechsel demokratischer Regierungen angelegt. Dieses Wissen birgt auch ein zynisches Moment, einen Fatalismus, der den Fortschritt Kinderhoffnung nennt. Die ungeheure Komplexität globalisierter Wirtschaft, dem Einzelnen pars pro toto bewusst, mündet in die Ohnmachtsgewissheit, dass die wirtschaftlichen Weltläufte ohne irgend unser Zutun zwanghaft rotieren; und die Politik sitzt mit uns auf demselben Karussell und winkt uns zu.

Und war nicht, bis auf Pausen, immer Krieg?

Schon einmal, vor zehn Jahren, ging Ohnmacht durchs Volk: als die Asylantenheime brannten. Damals halfen, statt der Regierung Kohl, die Lichterketten. Es gibt ein Erreichtes, hinter das diese Gesellschaft bei Verlust ihrer Würde nicht zurückfallen kann. Unstrittig darf keine deutsche Regierung die Todesstrafe wieder einführen. Ebenso unstrittig ist jede deutsche Regierung der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet, damit das Volk nicht zerfällt in Sieger und Menschen vom Müll. Der Staat kann nicht Sinnstifter sein - und genau so wenig Propagandist naturwüchsiger Sozialkontraste. Kein Regierender soll sich beschweren über ein Zuviel an öffentlicher Entrüstung. Der allgemeine Zorn über obszöne Manager-Gehälter und -Abfindungen ist ein Zeichen intakter Volksmoral.

Und jeder Dauerarbeitslose geht als Demokrat verloren. Das ist kein Dogma, nur Erfahrung. Freigesetztes Humankapital haust in enger Kammer. Solche Leute schultern weder die Gesellschaft noch ihre eigene Stadt. Lauf durch Brandenburg. Schau die mächtigen Kirchen, die mittelalterlichen Straßenzüge, den getreuen Roland mit ratlosem Schwert. Sieh auch die toten Fenster, die verödeten Geschäfte, als sieche der Sozialismus fort. Einst lebten hier 90.000 Menschen. 20.000 zogen nach der Wende weg - soviel, wie Arbeit hatten im Stahlwerk, der Amme dieser Stadt. Nachher, bei der Premierenfeier, erzählen die jungen Laienschauspieler vom Weggehen aus Brandenburg, mangels Perspektive.

Straf Lügen mich / Beweise dass verschroben was ich hier schrieb / Du Windchen Sturm werd Braus ... Ich träume nicht, wie der Volksromantiker Hochhuth, von der blutigen Revolution. Ich fürchte nur, dass unser Leben schleichend verhässlicht, weil die Gesellschaft egomanisiert. Am Ende von Hochhuths Stück stürmt ein Trupp junger Kommunarden das Bundesverfassungsgericht, woselbst justament die Vorsitzende einer Partei der Arbeitslosen sich bestrebt, ein Recht auf Arbeit einzuklagen. Heißa, da verbrennen die jungen Leute das Europa-Sternenbanner, dieses Imitat der amerikanischen Herrenflagge. Gleichfalls entflammt verliest eine Jeanne d´Arc ein Blatt Bourdieu: "Dieses Europa hat keine andere Utopie als jene, die sich aus den Unternehmensbilanzen ergibt! Doch wir wollen kein Europa ohne sozial-revolutionäre Idee, die sich als notwendig (...) bereits an jeder Straßenecke aufdrängt in einem Kontinent, der bald so viele Arbeitslose zählt wie Spanien Einwohner!"

Herr Hochhuth, warum nehmen Sie solchen Anteil am Gemeinsinn? Warum ruhen Sie sich nicht aus auf Ihrem Autorenruhm?

Ich würde vereinsamen, sagt Hochhuth. Na, und mein Ruhm, entschuldigense, ich gehöre zu den nicht mehr gespielten Autoren.

Was rekonstruiert den Gemeinsinn dieser Gesellschaft?

Viel zu weniges. Es liegt zum Teil am Fernsehen, dass die Leute nicht mehr ausgehen, dadurch fehlen die Stammtische, die Gemeinsamkeit, abgesehen von den Schrebergärtnern, ob die Gesellschaft da aktiv werden könnte, ich wüsste nicht wie.

Ihr Stück hat ein großes Thema: die Wirtschaftsdiktatur. Ästhetisch ist es Agitprop.

Das freut mich, sagt der alte Herr, das ist für mich ein Ritterschlag in einer Zeit, wo unsere übersubventionierten Staatstheater das politische Drama meiden wie die Hundeschnauze das Wespennest.

Wer Hochhuth nicht verkraftet, der gehe ins Kino. Dort lässt sich ohne Rabauz und Flirt mit dem Tyrannenmord erleben, was derzeit überall geschieht. Montags in der Sonne heißt der spanische Film von Fernando León de Aranoa, eine stille Erzählung über vier freigesetzte Werftarbeiter aus Alicante - und darüber, dass der Mensch Wurzeln hat und das Kapital Flügel. Kein Drama, kein Schuss, kein Schrei. Es passiert ja nichts. Nur Lebenszeit verrinnt. Nur die Seele versickert, jeden Tag im Trinkschuppen am Hafen. Nur hält´s die Frau nicht mehr aus, und dann kann einer nicht mehr leben. Muss ich das sehen? Lässt sich´s ändern?


00:00 05.03.2004

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