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Kommentar Ein Weihnachtsgeschenk fürs Pentagon

Warum schreibt nicht auch das Pentagon einen Ideenwettbewerb im Kampf gegen den Terrorismus aus? Einsendeschluss könnte der 23. Dezember sein. Es könnte um die Soforterkennung des Feindes und seine Verfolgung bis zur vollständigen Unschädlichmachung gehen. Prämisse: Es gibt den Feind. Das ist absolut sicher. Frage: Wer ist der Feind, wo befindet er sich, wie kann er verfolgt und unschädlich gemacht werden? Schwierigkeit: Es gibt verschiedene Feinde. Sie müssen nach dem Grad ihrer Gefährlichkeit unterschieden werden. Man bekämpft am intensivsten den gefährlichsten. Geschichtlicher Kontext: Jede Epoche hat ihren besonderen Feind. Der hier gesuchte ist ein Terrorist. Er ist der gefährlichste. Definition: Der jetzige Feind hat vor, die demokratische Welt durch gewaltsame Aktionen aus ihrem Gleichgewicht zu bringen.

Frage: Was bringt die demokratische Welt aus dem Gleichgewicht? Ist sie anfällig für Gleichgewichtsstörung? Woher kommt das und warum lässt sie es zu? Kommt es daher, weil es außer Terroristen noch andere Feinde gibt? Folgerung: Wenn alle Feinde, die das Gleichgewicht stören, gefunden und eliminiert werden, ist die demokratische Welt durch nichts zu erschüttern.

Erkennungspotential: Das Denken ist ein gerätloses Potential, das fähig ist, durch seine intellektuelle und intuitive Tätigkeit die Problemstellung zu analysieren. Das Denken soll gefördert werden. Furchtlosigkeit regt das Denken an. Das Denken denkt nur, wenn es frei ist, da es bewegt denkt. Folgerung: Da die Furchtlosigkeit die Bedingung für das Denken ist, das wiederum als einziges den Zusammenhang zwischen Feind und Gleichgewicht erkennt, muss die demokratische Welt in ihrem Kampf gegen den Terrorismus die absolute Prämisse der Furchtlosigkeit erschaffen - Bewegung und Freiheit.

Verfolgung: Nach der Erkennung des Feindes, die in bewegter Freiheit geschieht, wird der Feind verfolgt. Wie und mit welchen Mitteln? Definition: Der erkannte Feind ist ein Terrorist. Der Terrorist stört das Gleichgewicht, zerstört die Freiheit und das Denken. Die Angst. Der Terrorist ist die Angst. Die Angst ist der Feind. Erkennung: Wie bekämpft man die Angst? Indem das Denken denkt, dass es nicht mehr denkt, dies erkennt und bedauert - und dann wieder denken will und es auch tut. Schlussfolgerung: Das Denken in Freiheit ist fähig, den Feind zu erkennen, zu verfolgen und zu eliminieren. Die Wiederherstellung des Gleichgewichtes der demokratischen Welt geschieht durch furchtloses Denken. Tägliches Aufspüren der Angst in uns und in den Anderen, der sofortige Einsatz zu seiner Eliminierung ist effektiver Kampf gegen den Terrorismus. Ohne hohe Kosten, umweltfreundlich, human, beglückend und vor allem - hundertprozentig sicher. Freie Erfinderin: Irena Brezna

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00:00 09.11.2001

Ausgabe 42/2021

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