Der Kommunismus ist ...?

Fragebogen Eckhart Nickel mag den Jaguar von Max Frisch und wäre gerne Meteorologe geworden
Der Kommunismus ist ...?

Illustration: Susann Massute für der Freitag

Ursprünglich zählte man den Schriftsteller Eckhart Nickel (geb. 1966) zu den sogenannten Popliteraten. Aber nicht erst seit seinem in diesem Herbst erschienenen öko-dystopischen Roman Hysteria (Piper) stimmt dieses Etikett nicht mehr.

Was mögen Sie an Angela Merkel?

Frisur und Lächeln.

Welches Buch haben Sie zuletzt nicht zu Ende gelesen?

Emil Gelenczei: 200 neue Eröffnungsfallen.

Welchen linken Politiker, welche linke Politikerin bewundern Sie?

Über die wirklich beeindruckende Rosa Luxemburg habe ich vor unzähligen Jahren in meinem GK-Leistungskurs ein biografisches Referat gehalten.

Würden Sie gerne öfter Fahrrad fahren?

Ich hab zum Glück noch mein weißes Peugeot-Rennrad von Fahrrad-Thöt mit Tempo-Aufkleber zur Verfügung.

Welches Auto gefällt Ihnen am besten?

Der Jaguar von Max Frisch.

Wann sind Sie zuletzt U-Bahn gefahren?

Gestern, mit der U7 zum Palmengarten.

Wenn Sie eine Zeitmaschine hätten, in welches Jahrhundert würden Sie reisen?

Ins 17., zu Jan Vermeer van Delft.

Zahlen Sie gern GEZ-Gebühren?

Ich bin passionierter Radiohörer, ohne Fernseher, und finde, es gibt weitaus unangenehmere laufende Kosten.

Welche Drogen sollten Ihrer Meinung nach legalisiert werden?

Cannabis. Aber lediglich als von Medizinern streng zu überwachende Medizin.

Wer oder was hätten Sie gerne sein mögen?

Meteorologe oder Pilot. Eigentlich beides zusammen.

Ihr Leben wird verfilmt. Welcher Schauspieler sollte das tun?

Ich würde Daniel Day-Lewis sagen, fürchte aber, Jerry Lewis müsste die Stunts übernehmen.

Haben Sie ein Zeitungsabo?

Nein. Es gibt nichts Schöneres, als eine New York Times mit dem T Magazine zu entdecken und dann frisch am Kiosk zu kaufen. Am besten mit Bargeld.

Offene Grenzen sind …?

… unsichtbare Schleusen.

Ist die Lüge ein legitimes Mittel in der Politik?

Nein, aber sie können sehr unterhaltsam sein, wenn sie entlarvt werden.

Wie viele Apps sind auf Ihrem Smartphone?

Tatsächlich 52. Man sollte immer genauso viele Apps haben wie Lebensjahre.

Und welche benutzen Sie am meisten?

Wetter, Mail und Flightradar24.

Sollte das generische Maskulinum abgeschafft werden?

„Dringlichkeit besteht immer“, heißt es bei Tocotronic.

StudentInnen oder Studierende?

StudentInnen, das hat noch etwas AstA-Charme.

Sollte man Gehälter öffentlich machen?

Wie sagte Schlemihl aus der Sesamstraße, der Meister der Diskretion, der seine heiße Ware auf der Innenseite des Trenchcoats verbirgt, immer: „Psst, genau!“

Der Kommunismus ist …?

... zu gut für diese Welt.

Welchen Song würden Sie auf die einsame Insel mitnehmen?

Within you, without you von den Beatles. Oder das Trinklied vom Jammer der Erde von Gustav Mahler.

Welche Verschwörungstheorie halten Sie für wahr?

Zum mysteriösen Verschwinden von MH 370 am 8. März 2014 gibt es leider noch keine überzeugende Theorie.

Ihre Lieblingsgewerkschaft?

Verdi. Nur des Namens wegen.

Sollte der Kapitalismus überwunden werden?

Ja, ich weiß nur nicht wie.

Waren Sie schon mal auf einer Demonstration?

In meiner 80er-Jahre-Jugend war ich fast jeden Samstag an der Frankfurter Hauptwache.

Wo haben Sie zuletzt Urlaub gemacht?

In der Normandie.

Welchen Rat würden Sie der SPD-Parteivorsitzenden geben?

Meditation.

Haben Sie schon einmal einen Abend mit einem Flüchtling verbracht?

Nein.

Sind einige Ihrer besten Freunde Muslime?

Nein.

Wem würden Sie das Bundesverdienstkreuz geben?

Reinhold Messner.

Ihr Lieblingsfilm?

North by Northwest von Alfred Hitchcock.

Ihr Lieblingsmaler?

Max Beckmann.

Ihr Lieblingsjournalist?

Lieblingsjournalist: Das ist doch das besagte generische Maskulinum? Jedenfalls: Marie-Luise Scherer.

Kaufen Sie im Bio-Laden?

Und auf dem Markt.

Wo ist Ihr Zuhause?

In Frankfurt am Main.

Wie möchten Sie sterben?

Überraschend und gelassen.

Nespresso oder Filterkaffee?

Filterkaffee.

06:00 22.10.2018
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