Der Preis ist ungeheuer hoch

Egon Bahr (SPD) über lange Zähne der Amerikaner, die Sicherheit von Grenzen und mindestens ein Jahrzehnt internationaler Militärpräsenz im Kosovo
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FREITAG: Immer wieder gab es zuletzt Verzögerungen bei den Verhandlungen zwischen der NATO und den jugoslawischen Militärs in Kumanovo. Was war eigentlich so abwegig an der von Belgrad geforderten Synchronität zwischen einem Ende der NATO-Luftangriffe und dem Abzug der Serben aus dem Kosovo?

EGON BAHR: Gar nichts. Im Gegenteil, man könnte sogar eine Gleichzeitigkeit vor allem damit begründen, daß eine logische Sekunde, bevor der Abzug beginnt, die Luftangriffe eingestellt werden müssen. Denn es konnte ja nicht erwartet werden, daß die Serben ihre in Bergen und Wäldern verborgenen Streitkräfte auf die Straße bringen und damit dem Risiko aussetzen, dann doch getroffen zu werden.

Folglich bleibt bei allen Krisen, die es bis zu einer endg