Konrad Ege
Ausgabe 2314 | 05.06.2014 | 11:40 29

Kante zeigen wie gehabt

USA In einer Großansprache betonte Barack Obama den weltpolitischen Führungsanspruch der USA. Und doch steigt die Hemmschwelle für militärische Interventionen

Kante zeigen wie gehabt

Barack Obama kurz vor seiner West-Point-Rede

Foto: Jim Watson/ AFP/ Getty Images

Die Bilder vom Wochenende muteten anachronistisch an. Mit Sergeant Bowe Bergdahl kehrt ein US-Kriegsgefangener aus dem Gewahrsam der Taliban und einem Krieg heim, den viele US-Bürger längst nicht mehr wahrnehmen. Im Gegenzug hat die Obama-Regierung fünf Guantanamo-Häftlinge freigelassen. Taliban-Chef Mohammad Omar feiert das als „großen Sieg“, während der US-Präsident die Kritik der Republikaner an seinem Deal locker verkraftet. Aus seiner Sicht ist es bestens bestellt um die internationale Position der USA.

Kaum jemals zuvor sei Amerika „stärker gewesen, verglichen mit dem Rest der Welt“, so Obama vor der Militärakademie West Point. Wer anderes behaupte, deute die Geschichte falsch oder sei parteipolitisch motiviert. „Amerika wird auf der Weltbühne immer führen. Wenn wir das nicht tun, wird es niemand tun.“ „Immer“, das klingt ganz schön lange, doch ist man an derart selbstbewusste Statements gewöhnt. US-Politiker behaupten gern, die USA seien eine „unverzichtbare Nation“, die Ausnahmeerscheinung in der Weltgeschichte. Was bei Obamas West-Point-Auftritt dazu gesagt wurde, sollte wohl andeuten, dass sich diese mächtige Nation durchaus anpassen kann. In jüngster Zeit habe es kostspielige Fehler gegeben durch „die Bereitschaft, uns in militärische Abenteuer zu stürzen“. Nicht jedes Problem habe eine militärische Lösung.

Ein Rückzug ist das freilich kaum. Die Partner sind vermehrt gefragt, auch bei der neuen „Anti-Terror-Initiative“, lokale Streitkräfte in Afrika und im Nahen Osten auszubilden. Etwas unscharf sprach Obama von neuen Aufträgen für die NATO, aber in den Krieg ziehen würden die USA nur noch, wenn ihre Kerninteressen bedroht seien. Die Hemmschwelle für Interventionen steigt; man sah das bei der Kehrtwende gegenüber Syrien.

Die US-geheimdienstliche Überwachung von „allem“ gehört auch zu dieser Neubesinnung. Die Hauptbedrohung der USA sei nach wie vor der Terrorismus, so Obama. Diese Aussage will nicht so recht passen zu seinem Realismus: Terrorismus sei eine Taktik – kein Feind. Wenn man sich dem entgegenstelle, sei es schwer zu wissen, wann wer und wer wann gewonnen habe. Dennoch lassen sich mit dem Anti-Terror-Kampf weiterhin fast unbegrenzt sicherheitspolitische Maßnahmen rechtfertigen.

Bei Obamas Großansprachen wird stets im Vorfeld gemutmaßt, wie denn eine Obama-Doktrin aussehen könnte. Aber der Wunsch, sie zu definieren, dürfte sich nie erfüllen. Dieser Präsident setzt bestenfalls Akzente. Man ist flexibel und wurschelt sich durch – trotz ungeheurer militärischer Dominanz manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg.

Warum sehen sich die USA international als auserwählte Nation, deren Erfolge überwiegen und deren Rückschläge gedreht werden? Dieses Land kann einfach enorme Ressourcen zur Geltung bringen, wenn es das wünscht. 2,5 Millionen Männer und Frauen sind im Irak und in Afghanistan im Einsatz gewesen, viele davon mehrmals. Der Dollar floss in Strömen. Die nach Ende des Kalten Krieges in Aussicht stehende Friedensdividende ist dagegen nie ausgezahlt worden. Was in Washington niemanden stört, auch wenn die Autometropole Detroit bankrott ist und die Häuser dort nur noch Ramschware sind.

 

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 23/14.

Kommentare (29)

balsamico 05.06.2014 | 12:14

Warum sehen sich die USA international als auserwählte Nation, deren Erfolge überwiegen und deren Rückschläge gedreht werden?

Gut konservierte Cowboymentalität. Jeder gute Western liefert den Beweis.

Die nach Ende des Kalten Krieges in Aussicht stehende Friedensdividende ist dagegen nie ausgezahlt worden.

Das ist klar. Was hätte aus der Rüstungsindustrie werden sollen?

Was in Washington niemanden stört, auch wenn die Autometropole Detroit bankrott ist und die Häuser dort nur noch Ramschware sind.

Die Amerikaner sind mehrheitlich politisch noch dümmer als die Deutschen. Und sie wissen nicht, wie es ist und was es für Folgen für das eigene Selbstbewusstsein hat, wenn ein Verbrecher, wie Hitler, die Nation hinter die Fichte führt. Das haben sie bei und an sich noch nicht erlebt und das halten sie auch nicht für möglich. Warum, wissen sie freilich selbst nicht. Tatsächlich ist es die schlichte Einbildung, die sie (vermeintlich) unverwundbar macht. Hoffen wir, dass sie sich nie eines Schlechteren belehren lassen müssen. Denn das wäre auch unser Ende (was manche nicht in Betracht ziehen).

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Ehemaliger Nutzer 05.06.2014 | 12:27

..."Das ist klar. Was hätte aus der Rüstungsindustrie werden sollen?"...

*****

..."Irak und in Afghanistan im Einsatz gewesen, viele davon mehrmals. Der Dollar floss in Strömen. Die nach Ende des Kalten Krieges in Aussicht stehende Friedensdividende ist dagegen nie ausgezahlt worden"...

HoHoHo

In anderen Erdteilen hält die "verlorene" Politik den Spritgallonenpreis daheim in den USA relativ stabil, it's Oil...

karamasoff 05.06.2014 | 13:18

"Wenn wir das nicht tun, wird es niemand tun.“

Das wär ja mal ne echte Neuerung auf der Welt. Kann eigentlich nur besser sein als das Vorher.

Verrät auch viel über den apostolischen Zwangscharakter der Führungsmischpoke aus den USA. Die gehen gar nicht mehr davon aus, daß andere die Alternative, daß es mal keinen WeltFÜHRER gibt für positiv halten könnten.

Die Freilassung ist reine Maskerade. Ohne den VeteranAffairs Skandal wäre der Soldat wahrscheinlich verrottet. Man gibt den Kümmerer auf der Bühne.

Das gemeinsame westliche Treten nach China ist dem NewEastDeal geschuldet.

Der Konflikt in der Ukraine ein letztes Aufzäumen des müden Kriegsgauls.

Die USA geben ihr Abschiedskonzert und nach der x-ten Wiederholung ihres weltweiten Schmalzschlagers in der schon nicht mehr geforderten Zugabe gehen die Leute angeödet nach Hause.

Die Vereinigten Staaten von JohannesHeesters...

Hunter S.T. 05.06.2014 | 13:24

Warum zum Geier sollte das auch unser Ende (was auch immer das heißen mag) bedeuten, wenn die USA endlich (!) für ihre Kriege und ihre Lügen die Quittung bekommen? Das ist alles so krank, der Schlächter Obama zelebriert ganz öffentlich seinen Größenwahn und seine Geisteskrankheit und wird auch noch ernst genommen. Ich hoffe das US-Imperium kracht mitsamt seiner Fed zusammen, die Welt hat wirklich genug unter diesen Psychopathen gelitten (wer's nicht glauben will informiere sich doch bitte über Full Spectrum Dominance, Owning the Weather by 2025, MKUltra, Operation Paper Clip und die ganze andere gestörte Sch..., die von denen abgezogen wurde und wird). Diese Reden voller Lügen und Propaganda sind einfach nur eine Beleidigung für jeden denkenden Menschen. Der angebliche Krieg gegen den Terror ist dochganz offensichtlich ein Krieg gegen die Freiheit.

die Realistin 05.06.2014 | 13:50

Eine "unverzichtbare Nation"??? Da frage man wohl mal in Vietnam, Korea, Afghanistan und in all den Länder nach, in denen die USA ihre dreckigen blutbeschmierten Hände im Spiel hatten!!!

Und jetzt wird auch noch der D-day gefeiert! Ein absoluter Hohn, den was haben die USA schon gegen den Faschismus getan???

Und Europa, vor allem Deutschland kriecht diesem Staat voll "Ehrfurcht und Dankbarkeit" in den H...

Ja, in der westdeutschen und nun allgemeindeutsche Geschichtsscheibung haben ja die Amis die Faschisten besiegt, um ihnen dan gleich Asyl zu gewähren! Und die amerikanischen Gefallenen sind NATÜRLICH mehr wert als bolschewistische Opfer des Faschismus. So sehen es SICHER auch Frau Merkel und der Sohn eines Nazi-Verbrechers namens Gauck!

knattertom 05.06.2014 | 14:32

".... „Amerika wird auf der Weltbühne immer führen. Wenn wir das nicht tun, wird es niemand tun.“ „Immer“, das klingt ganz schön lange, doch ist man an derart selbstbewusste Statements gewöhnt. US-Politiker behaupten gern, die USA seien eine „unverzichtbare Nation“, die Ausnahmeerscheinung in der Weltgeschichte."

Oh Mann, man sollte die Zeitung niemals vor dem Frühstück lesen...., so etwas auf nüchternen Magen! :o(

Wenn es eine "Nation" oder ein "Reich" oder ein "Empire" gibt, welches auf Erden als "Ausnahmeerscheinung" bezeichnet werden kann, dann ist das m. E. China und kein weiteres.

Bei allem, was bei den Chinesen innenpolitisch im Argen liegt, hat China bisher noch keinen historisch dokumentierten Angriffskrieg auf irgendein anderes Land geführt.

"Kaum jemals zuvor sei Amerika „stärker gewesen, verglichen mit dem Rest der Welt“, so Obama vor der Militärakademie West Point."

Mir klingt das eher nach den Durchhalteparolen eines Führers, der bereits weiss, dass der Kahn im Dreck steckt, vor gehirngewaschenen Kadetten, denen er genau das sagt, was diese hören sollen und wollen.

Die Chinesische Armee hat laut Wikipedia 2,5 Millionen Soldaten, die im Krisenfall problemlos auf das drei bis vierfache vergößert werden könnte.

"Was bei Obamas West-Point-Auftritt dazu gesagt wurde, sollte wohl andeuten, dass sich diese mächtige Nation durchaus anpassen kann. In jüngster Zeit habe es kostspielige Fehler gegeben durch „die Bereitschaft, uns in militärische Abenteuer zu stürzen“. Nicht jedes Problem habe eine militärische Lösung."

Stimmt, m.E. gibt es genau zwei "Probleme", die mit Kriegführen gelöst werden können.

1. Mein Nachbar hat Ressourcen, die ich gerne hätte.

2. Überbevölkerung

Alles weitere ist Propaganda. Nach US-Doktrin war der Krieg im Irak, wegen des Öls, berechtigt, mit "Abenteuer" meint Obama dann wohl Afghanistan. Prima, das wir ausgerechnet beim "Abenteuerkrieg" mitkämpfen.....(Ironie).

Ich denke, in diesem Punkt von den Chinesen und den Lehren von Sun Tzu zu lernen, kann nicht schaden. Nur frage ich mich ernstlich, ob eine solche Grundeinstellung auf Dauer nicht auch die Chinesen, trotz defensiver Haltung, zum intervenieren veranlassen wird, zumal wenn es um rasant abnehmende Ressourcen geht. Und, ob das nicht das eigentliche Ziel darstellt.

Auch der freidliebenste Mensch schlägt irgendwann nach der Schmeissfliege, wenn diese versucht ihm ins Auge zu fliegen.

knattertom 05.06.2014 | 14:40

"Wenn wir das nicht tun, wird es niemand tun.“

"Die gehen gar nicht mehr davon aus, daß andere die Alternative, daß es mal keinen WeltFÜHRER gibt für positiv halten könnten."

Ja, da scheint wirklich Führungsversessenheit im Spiel zu sein........., andererseits sehen die auch, das fast die gesamte, bekannte "zivilisierte Welt von einigen begrenzten Ressourcen abhängt.

"Der Konflikt in der Ukraine ein letztes Aufzäumen des müden Kriegsgauls."

Auch dort geht es vor allem um Öl und Gas im Schwarzen Meer, und natürlich darum, die Russen davon fern zu halten.

knattertom 05.06.2014 | 14:49

"Der angebliche Krieg gegen den Terror ist dochganz offensichtlich ein Krieg gegen die Freiheit."

Ich stimme Ihnen grundsätzlich zu, möchte aber anmerken:

Krieg wird IMMER gegen Menschen geführt, oder gegen die Natur (Borkenkäfer).

Definitionen wie "Krieg gegen den Terror", "Krieg gegen Drogen", "Krieg gegen Doping", etc., dienen doch nur zur Rechtfertigung von Zwangsmaßnahmen, die man ansonsten in jedem Einzelfall begründen müsste.

"Ich hoffe das US-Imperium kracht mitsamt seiner Fed zusammen, die Welt hat wirklich genug unter diesen Psychopathen gelitten"

So wie es ausschaut, besteht das "US-Imperium" vor allem aus einer sehr kleinen Gruppe von Superreichen, ich wüsste nicht, was diese zum Zusammenkrachen bringen könnte, ausser der Bevölkerung, die wohl eine der unpolitischsten überhaupt ist.

karamasoff 06.06.2014 | 06:04

Was in der Ukraine passiert ist vergleichbar mit den Vorgängen nach 9/11. Die Ukraine ist die Spielwiese der weltweiten Oligarchie. So wie nach dem Fall der Twintowers noch durch die inflationäre Verwendung des Begriffs Terrorismus eine Rechtfertigungsorgie für Kriegseinsätze gegen mißliebige Staaten oder zur gewaltsamen Erstreitung von Ressourcen moralisch erschwindelt werden konnte und Begriffe wie Freiheit und Demokratie damit verhurt, so steht in der Ukraine die nächste Stufe dieser Verhurung des Menschen durch das Kapital an:

Nicht mehr Staaten sind das Ziel, noch ihre Machthaber. In der Ukraine besteht die Gefahr, daß emotionslos ganze Bevölkerungsgruppen nicht nur des Terrors verdächtigt, bekämpft und vernichtet werden dürfen im Auftrag des Geldes, es werden sämtliche Ansprüche auf Selbstbestimmung, Freiheit und Überlebenskampf des Menschen entwertet. Das wird zunächst nur die Menschen in der Ukraine betreffen, sobald sich ihre Situation als das heraustellt, was sie ist, nämlich eine neue Stufe der Ausbeutung durch die gleichen oligarchischen Kräfte gestärkt durch Systemeinbindung ins angeblich moralisch Gute.

Dieses Szenario funktioniert NOCH nur mit einem Feindbild auf das sich jegliche Freiheitsbestrebung von Menschen reduzieren und dämonisieren lässt: die Rolle des Dämons wird Russland zugedacht (Putin spielt dabei nur den Trigger dieser Mechanik). Aus dieser Rolle wird Russland nur mit Unterwerfung herauskommen können oder sich als moralisch überlegen erweisen. Letzteres dürfte nicht der Fall sein, den selbst humanitäre Hilfe in der Ostukraine wird umgewertet werden zum aggressiven Akt.

Brave new world

Hunter S.T. 06.06.2014 | 10:11

Sie haben natürlich recht, dass Kriege immer gegen Menschen (oder den Borkenkäfer:) geführt werden. Ich habe mich einfach eines ähnlichen Vokabulars bedient, wie diejenigen, die die Kriege gegen alles mögliche ausrufen. Natürlich wäre es korrekter gewesen, den von mir sogenannten 'Krieg gegen die Freiheit' anders zu umschreiben. Man möge mir diese sprachliche Ungenauigkeit verzeihen. Beim US-Imperium gehe ich auch davon aus, dass eine Gruppe von Superreichen an der Spitze steht. Ich zähle allerdings auch den gesamten, den Superreichen untergeordneten, militärisch-industriellen Komplex sowie die gleichgeschalteten Mainstream-Medien dazu. Da kann doch jede Menge zusammenkrachen. Man sieht doch auch schon die Vorzeichen, die Systempresse drischt hysterisch auf alle alternativen Medien und alle Andersdenkenden ein. Die Zeit-Redaktion geht beispielsweise davon aus, dass Menschen wie ich frustriert, dumm, besoffen und/oder rechtsradikal sind. Ach und natürlich gehören wir alle zu einer kleinen fremdgesteuerten Gruppe, die immer die gleichen Textbausteine verwendet. Die Doku 'Germany made by CIA' zeigt einige Mechanismen auf, wie es soweit kommen konnte.

Hans Springstein 06.06.2014 | 14:05

Weil es auch hier passt:

US-Präsident Barack Obama hat schon Hilfe versprochen und wird die Rechnung sicher übernehmen: "Die Vereinigten Staaten stehen hinter dem ukrainischen Volk - nicht nur in den kommenden Tagen oder Wochen, sondern in den kommenden Jahren." Die FAZ teilt mit: "Obama warnte Russland in aller Schärfe vor jeder Aggression gegen einen Nato-Alliierten in Osteuropa. In seiner Grundsatzrede erinnerte er an die Bündnissolidarität in Artikel 5 des Nato-Vertrages. Wer einen Verbündeten angreife, greife alle an, sagte Obama." Die Ukraine wird also schon zur NATO gezählt ... so einfach ist das. Dass Russland damit ein Problem hat, ist eben ganz allein Russlands Problem ... Denn es hat ja laut Obama „dunkle Taktiken“, hinter denen nur dunkle Absichten stecken können ... Und ausgerechnet der, der sich inaugurieren ließ wie ein Imperator und der einem Land vorsteht, dass sich wie ein Imperium verhält, was für die selbsternannte Weltführungsmacht nicht überraschend ist, sagt Russland: „Die Zeiten von Imperien und Einflusssphären sind vorbei.

Es ist schon erstaunlich, auf welchem auch niedrigen verbalen Niveau Weltpolitik gemacht wird. Und wie wir weiter verarscht werden und diejenigen, die das tun, von uns auch noch Respekt verlangen ...

Wen hat Russland eigentlich angegriffen oder mit einem Angriff bedroht? Dagegen die lange Liste der USA an indirekten und direkten Angriffen, Überfällen, Kriegen samt der Lügen, mit denen das begründet wurde ...

knattertom 06.06.2014 | 15:32

"Die Doku 'Germany made by CIA' zeigt einige Mechanismen auf"

Wenn es geht, bitte immer gleich verlinken, das steigert die Suchmaschinenrelevanz.

"Ich habe mich einfach eines ähnlichen Vokabulars bedient, wie diejenigen, die die Kriege gegen alles mögliche ausrufen."

Sich dem Duktus seines Gegenübers zu bedienen, um dessen Ungenauigkeit, um nicht zu sagen Verlogenheit, aufzuzeigen, kann ein wirkungsvolles Mittel sein. Mein Kommentar hat Ihren somit nur ergänzt. :o)

knattertom 06.06.2014 | 15:42

Beim US-Imperium gehe ich auch davon aus, dass eine Gruppe von Superreichen an der Spitze steht. Ich zähle allerdings auch den gesamten, den Superreichen untergeordneten, militärisch-industriellen Komplex sowie die gleichgeschalteten Mainstream-Medien dazu. Da kann doch jede Menge zusammenkrachen.

Hierzu kann ich Ihnen das KenFM-Gespräch mit Hans-Jürgen Krysmanski empfehlen:

Es ist recht lang, lohnt sich aber! Vor allem über die Netzwerke der Reichen (ich weiss hier, wovon wir schreiben), sagt er sehr erhellendes. Ein Yachtkapitän eines Superreichen hat 365/7/24h-Dienst. Aber dafür geht er mit einem doppelten deutschen Kanzlergehalt nach Hause und kann sich nach vier-fünf Jahren aufs Altenteil setzen.

Hunter S.T. 07.06.2014 | 18:59

Das Interview werde ich mir bei Gelegenheit zu Gemüte führen, zumal ich bis jetzt kaum etwas von KenFM mitbekommen habe, da sein Erscheinen in den alternativen Medien erst nach meiner 'hardcore-Recherche-Zeit' stattgefunden hat. Die Doku heißt eigentlich 'Germany made in USA', aber kein Wunder, dass mir mein Gedächtnis da einen Streich gespielt hat^^ Verlinken ist ein Problem, da das responsive Webdesign hier nicht ganz optimal ist. Der Ansatz mit dem Verlinken ist aber super, jeder engagierte Schreiber sollte sich ein bisschen (gerne auch ein bisschen viel) mit SEO auseinandersetzen. Noch was off-topic: Ich habe es tatsächlich 'geschafft' bei Zeit-online nach zwei Kommentaren und drei Empfehlungen, nicht nur zensiert, sondern obendrein auch noch gesperrt zu werden. Dabei habe ich niemanden beleidigt, die Zensoren bei denen sind einfach nur krass.

knattertom 08.06.2014 | 03:27

Letzteres würde ich eher als Auszeichnung empfinden. Sowohl Zeit als auch SPON sind für mich schon nur mehr im Einzelfall zitierbar, erstere noch eher, als letzterer. Aber deren Produkte noch durch Kommentare aufzuwerten, kommt mir überhaupt nicht in den Sinn. Gab es denn irgendeine Begründung?

Von K.J. kann ich bisher auch nur die KenFM im Gespräch-Interviews empfehlen. Seine Auswahl der Gesprächspartner ist gut und er hält sich meist sehr zurück und gibt den Menschen Zeit zu reden. Anderes, was ich von ihm gesehen habe, war mir meist zu unstrukturiert. Ausserdem mag ich seine Stimme nicht, wenn er lauter wird.

Hunter S.T. 08.06.2014 | 09:47

Ich habe bei Z-o nur noch einen Kommentar wiedergefunden (der schon 5 Empfehlungen hatte, obwohl er max. 15 min online war), da mein komplettes Profil gesperrt ist. Bei dem stand nur in etwa 'bitte unterlassen Sie es, solche kruden Theorien zu verbreiten'. Ja klar, dass die USA Full Spectrum Dominance anstreben ist ja eine sehr krude Theorie... Vielleicht ist denen auch was anders sauer aufgestoßen, die sagen ja nichts konkretes- das könnte man denen ja auch wieder um die Ohren hauen :) Mit der fehlenden Struktur habe ich bei den Alternativen auch öfters zu kämpfen ^^

knattertom 08.06.2014 | 18:13

"Ja klar, dass die USA Full Spectrum Dominance anstreben ist ja eine sehr krude Theorie..."

LOL, wenn das alles ist, ist das tatsächlich lächerlich :o))

Das ist ja nicht mal mehr ein offenes Geheimnis...., das ist überhaupt kein Geheimnis, sondern offizielle Doktrin.

"Mit der fehlenden Struktur habe ich bei den Alternativen auch öfters zu kämpfen ^^"

Nun, mal sehen wie lange es die "Alternativen" noch gibt, nachdem die Europawahl nun durch ist. Ich denke, dass da nicht mehr viel nachkommt.