Andrea Roedig
Ausgabe 2514 | 18.06.2014 | 10:34 7

Die Queen der Debatten

Vernunft Zum 85. Geburtstag von Jürgen Habermas legt Stefan Müller-Doohm eine erste umfassende Biografie des Philosophen vor. Die Lektüre stimmt ein wenig wehmütig

Das eigentlich Interessante an der Figur Jürgen Habermas, könnte man lakonisch sagen, ist ihr langes öffentliches Leben. Dass es einem trockenen Philosophen gelingt, über mehr als sechs Dekaden publizistisch-politisch zu intervenieren, ohne aus der Zeit zu fallen, ohne unter Niveau zu gehen und ohne komplett konservativ zu werden, das ist beeindruckend.

Sechs Dekaden! Das schafft sonst gerade mal die Queen. Am Mittwoch wurde Jürgen Habermas 85 Jahre alt. Pünktlich zum Jubiläum erschien eine monumentale Biografie, geschrieben vom Soziologen Stefan Müller-Doohm. Der Autor kennt seinen Stoff aus dem Effeff., vor zehn Jahren brachte er eine (noch dickere) Theodor-W.-Adorno-Biografie heraus, er publizierte zur Frankfurter Schule und auch zu Jürgen Habermas. Für das vorliegende Buch hat Müller-Doohm eine enorme Menge an Materialien zusammengetragen; er zitiert aus Zeitungsartikeln, Forschungsberichten, Rezensionen von und über Habermas, aus seinen Werken, Leserbriefen, Laudationes, Kongressberichten, Gesprächen und aus seiner Korrespondenz.

Müller-Doohm arbeitet als genauer Chronist, und wenn er auch mit manchen Details zu viel des Guten tut – „ Ausflüge in die reizvolle Voralpenlandschaft stehen an Wochenenden auf der Tagesordnung“ – , verwebt er doch die Beschreibungen der Entwicklung des Werks, der Universitätskarriere und des öffentlichen Wirkens von Habermas mit Vor- und Rückverweisen geschickt, so dass sich ein gut lesbares, homogenes Ganzes ergibt. Mit dem Lebenslauf von Habermas wird hier auch die Geschichte der Bundesrepublik erzählt.

Wer die Zeit miterlebte oder auch das akademische Personalkarussell der Philosophie- und Soziologenszene kennt, dem beschert das Buch etliche Wiedererkennungseffekte. 1929 geboren, ist Habermas Teil der „Flakhelfer-Generation“, deren Jugendsozialisation in die NS-Zeit fiel, die aber das Glück haben konnte, sich biografisch nicht zu tief zu verstricken und – wenn sie akademische Wege ging – im intellektuell leergefegten Nachkriegsdeutschland schnell Gestaltungsmöglichkeiten fand. Die Abgrenzung von der NS-Zeit und das Eingedenken deutscher Schuld deutet Müller-Doohm als zentrales Movens dieser Biografie.

Habermas studierte größtenteils an der philosophischen Fakultät in Bonn, die nach 1945 immer noch braun war, nach nur neun Semestern promovierte er mit einer Arbeit über Schelling, schlug sich dann eine Zeit lang als freier Journalist mit Rezensionen für die FAZ durch. In dieser Zeitung verfasste er 1953 auch seinen ersten publizistischen Aufreger, eine Kritik an der Neuauflage einer Heidegger-Vorlesung, die fast ungebrochen an den Tonfall von 1935 anschloss, als wäre nichts gewesen.

Knackpunkt Linkssein

Durch Vermittlung lernte Habermas den führenden kritischen Theoretiker Adorno kennen, wurde dessen Assistent am berühmten Frankfurter Institut für Sozialforschung und gab diese Stellung zugunsten einer Professur in Heidelberg auf. Es folgt die steile Karriere. Habermas wird Nachfolger auf dem Horkheimer-Lehrstuhl in Frankfurt, dann Direktor des Max-Planck-Instituts in Starnberg, kehrt später auf eine Professur nach Frankfurt zurück und wird – dann schon als Emeritus – zum hundertfach mit Preisen überhäuften „berühmtesten lebenden Philosophen der Welt“, wie Ronald Dworkin waschzetteltauglich zum 80. Geburtstag von Habermas formulierte.

Müller-Doohm beschreibt dieses Leben als philosophische Entwicklungsgeschichte, als Karriere, aber auch als eine Abfolge gesellschaftlicher Debatten: Positivismusstreit 1961, Hochschulreform und Studentenbewegung ab 1968, Deutscher Herbst 1977, Friedensbewegung in den 80ern, Historikerstreit 1986, die Diskussionen um Bioethik Ende der 90er Jahre, die Debatte um das Holocaust-Mahnmal in Berlin, um Religion und Vernunft nach dem 11. September 2001, die Europa-Verfassungsdebatten: Immer ist Jürgen Habermas dabei, er bleibt im Ring.

Der Knackpunkt aber liegt im Linkssein. Die Überzeugung, dass es eine Rationalität vor aller Politik gebe, dass Politik der Vernunft zu folgen habe und nicht umgekehrt, macht Habermas zu einem sehr gemäßigten, eben liberalen Linken. Daher muss er von beiden Seiten, links wie rechts, Schläge einstecken. Dramatisch zeigt sich das in der Phase nach 1970, als Habermas zermürbt von den Auseinandersetzungen der Studentenrevolte – er hatte Rudi Dutschke „linken Faschismus“ vorgeworfen – Frankfurt verlässt, um gemeinsam mit Carl Friedrich von Weizsäcker in Starnberg das neu gegründete Max-Planck-Institut zur „Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt“ zu leiten. Dieser Schuh, so hat man den Eindruck, ist zu groß und hochglanzpoliert. Habermas steht unter enormem Leistungsdruck, das Arbeitsklima in seiner Forschungsgruppe sei extrem schlecht gewesen, zitiert Müller-Doohm einen Mitarbeiter, jeder „habe den anderen insgeheim für einen Idioten gehalten“.

Zudem verweigert die Münchner Universität Habermas beharrlich den Titel als Honorarprofessor, denn in Bayern gilt er als Neomarxist, als „Sturmvogel der Kulturrevolution“ (Franz Josef Strauß). Entnervt gibt er nach zehn Jahren auf und geht wieder nach Frankfurt. Die feine, aber harte Linie verläuft zwischen linksliberal und liberalkonservativ. Mit den Liberalkonservativen liefert sich Habermas zeitlebens die harten, hinreißend polemischen Gefechte.

Müller-Doohms Buch enthält nichts Kompromittierendes, man könnte ihm vorwerfen, zu affirmativ, zu „brav-offiziös“ vorzugehen, wie die Zeit vermerkte. Doch das Material, das er ausbreitet, lässt sich kritisch lesen. So erscheint Habermas eben auch als ein geschickter Manager seiner öffentlichen Wirkung. Er hat das Hochfeuilleton – Zeit, FAZ, Süddeutsche – zu seiner Verfügung, er kennt alle wichtigen Menschen und er lenkt als Berater und Autor die Publikationspolitik des Suhrkamp-Verlags. Wenn dort ein kleiner Poet eine negative Zeile über Habermas schreibt, ruft Ehefrau Ute beim eng befreundeten Verleger Unseld an und verlangt, dass der Gedichtband aus dem Programm genommen werde. Das geschieht dann postwendend.

Das große, reiche Denken von Habermas hat natürlich blinde Flecken. Aufgrund seiner Erfahrung des Bruchs nach 1945 ist für ihn Westbindung der Garant für Demokratie und Versicherung gegen den Rückfall in deutschen Nationalismus. Daran hält er unverbrüchlich fest. Es fehlt daher eine Auseinandersetzung mit der DDR, es fehlt der Osten, es fehlen aber auch Frauen als intellektuelle Akteurinnen. Als einzige Habermas-Schülerin ist im Buch Cristina Lafont erwähnt. Das ist kein Zufall, sondern hat viel mit einer bestimmten Diskurskultur zu tun, in der sich Frauen nicht gut halten, und mit einer Philosophie, die unter dem Anspruch, universale Aussagen zu machen, ziemlich vieles meint ignorieren zu können.

Der archimedische Punkt

Sprache ist für Habermas der archimedische Punkt. Er hat sich – und das kann man verstehen – nicht im „Grand Hotel Abgrund“ der alten Frankfurter Schule einrichten wollen, und seine „kommunikationstheoretische Wende“ war zugleich eine Abkehr von deren negativistisch verfallsgeschichtlichem Geist. Die Sprache hat einen rationalen Kern, das ist die gute Nachricht. Daher ist Verständigung möglich, Einigung im Diskurs, eine Selbstaufklärung der Vernunft. Daher ist aber auch Publizität so wesentlich für Habermas, der ja im Medium der Öffentlichkeit Theorie und Politik verbindet. Öffentlichkeit ist der Wahrheitsgarant seiner Theorie.

Man mag Habermas’ Haltung für falsch, idealistisch oder auch für zu vernünftig halten. Oft kommt ja ein ziemlich technizistisches Gebräu dabei heraus. Andererseits hat sein Glaube an die rationale Kraft der Sprache uns öffentliche Debatten von so hohem Niveau beschert, dass allein der Rückblick, den Müller-Doohm gibt, schon sentimental stimmen kann. Hier denkt einer politisch, doch der Kern dieses Denkens liegt jenseits der Politik, in der Philosophie eben, im Himmel der Geltungsgründe. Habermas war und ist auch ein Modell dafür, wie man auf bürgerliche Weise – im ordentlich gebügelten Anzug sozusagen – für linke Positionen argumentieren kann. Es ist, als schlüge das Herz der Vernunft doch irgendwie links. Was für ein Gedanke!

Dieses ganze Panorama und noch viel mehr breitet Müller-Doohms Buch aus. Es soll und wird wohl die maßgebliche Habermas-Biografie sein. Der Autor kritisiert und beurteilt nicht, er verschwindet gleichsam hinter seinem Material, lässt aber genug Freiheit, es zu lesen und einzuordnen, wie man will. Das mag bieder erscheinen, aber das Verfahren geht auf und entwickelt seine eigene Spannung. Wer hätte das gedacht bei einem Leben, das Habermas selbst als „unheroisch“ bezeichnet hat.

Jürgen Habermas. Eine Biografie Stefan Müller-Doohm Suhrkamp 2014, 750 S., 29,95 €

 

 

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 25/14.

Kommentare (7)

Gerd Weghorn 19.06.2014 | 01:27

Habermas hat die sozialen Verhältnisse affirmativ interpretiert, will sagen: er hat zu den brennenden Problemen der Zeit - Angriffskriegsführung als legitimes Mittel der deutschen Politik, sozialer Erfolg basiert auf Herkunft, die strukturelle Macht von Nicht-Verfassungsorganen (Massenmedien, Banken, Hedgefonds - keine Stellung bezogen, er hat sich geweigert, politisch zu werden. Er hat sich vom Fabulierwesen der Frankfurter Schule nur unmaßgeblich entbinden können.

Die Überhäufung mit Preisen hätte ihn nachdenklich machen müssen - doch nichts für ungut: es muss solche Denker wie ihn unbedingt auch weiterhin geben.

Columbus 21.06.2014 | 16:25

Liebe Frau Roedig,

Über ihrem Artikel wurde getitelt, "Die Queen der Debatten" und das hat mit dem Blick auf ihren Artikel und Habermas Idee vom herrschaftsfreien Diskurs auch seine volle Berechtigung. Vieles in Habermas Ansatz, über die Bedingungen praktischer demokratischer Konfliktlösungen nachzudenken, erinnert auch an die Theorien zur Gerechtigkeit John Rawls.

Was mir immer bei beiden Denkern ein Rätsel blieb, die doch so viel Einfluss auf die Philosophie, die Demokratietheorie und die Soziologie nahmen: Sie dachten relativ wenig dazu nach, ob denn das idealistisch gedachte Konzept der Herstellung von fairen Diskursformen, bzw. von gerechten Gesellschaftsmodellen, in der Realität nicht mit einem großen Problem zu kämpfen hat, das sich grob mit immer häufigerer, realer Vertragsungleichheit der jeweiligen Partner, in den sonst fair, d.h. nach Regeln vereinbarten Spielen umschreiben ließe.

Also die Mechanismen wären in den so geformten und gewachsenen Gesellschaften weitestgehend fair, weil sich alle an die Regeln halten und die Bedingungen niemand bevorteilen oder übervorteilen. Aber die Spielrunden produzieren in jedem neuen Spiel größere Disparitäten in den Einsätzen und in den Gewinnchancen. Einige Teilnehmer kaufen, ohne sich zu verausgaben, immer sehr viel mehr Chancen und Spielteilnahmen, als viele andere.

Die bürgerlichen und die meisten, religiös bestimmten großen Gesellschaften leben zudem davon, dass sich Anrechte auf Spiele über Generationen vererben. Das ganze Eigentum(srecht) ist also z.B. kein rein personenbezogenes Individualrecht, sondern wird als Spielbedingung, die keinesfalls eine Randbedingung ist, familiär und gruppengebunden weitergegeben.

Gerade heute erklärt die daraus wachsende Differenz, warum zwar die Chancen und Möglichkeiten sich individuell zu verwirklichen in den säkularen, demokratischen und kapitalistischen Staaten niemals größer waren, aber eben auch nie eine größere Zahl anderer Menschen in diesen Gesellschaften und vor allem in den Randgesellschaften, dafür einen hohen Preis zu zahlen hat, nämlich, wie einst in den feudalen Gesellschaften, nur auf einer anderen Skala, im globalen Maßstab, zu einer größeren Klasse mit schlechten Chancen zu gehören.

Rawls definierte einst, es müssten nur die Ausgangsbedingungen einigermaßen gleich sein, dann setzten sich bessere Ideen, die Gewinne aus den ersten Runden des Spiels und die dadruch entstehenden Unterschiede eben durch. Er formulierte dazu ein paar Fairnessregeln. Habermas versuchte die diskursiven Elemente zu bestimmen und wie ihnen gesellschaftlich möglichst viel Spielraum einzuräumen wäre, was er unter dem herrschaftsfreien Diskurs subsummierte.

Es kann nicht geleugnet werden, dass auch viele Bürger, die nicht nach einem Überbau oder einer grundlegenden Theorie für kommunikatives und allgemein soziales Handeln suchen, stillschweigend Ungerechtigkeiten und wachsende Disparitäten akzeptieren, weil sie sich sowohl für ihre Erfolge, als auch für die Misserfolge, vor allem als schlechte, schlecht ausgebildete oder gehandicapte oder eben vice versa besonders selbstoptimierte Personen sehen, die in Spielen öffentlich agieren, die sie in den Grundbedingungen als fair betrachten. - Vor allem in den Vereinigten Staaten ist das, selbst bei deklassierten Schichten, eine gängige Grundhaltung, die auch erklärt, warum selbst krasse soziale Disparitäten hingenommen werden.

Derzeit scheint sich diese Entwicklung in Europa, als Gesinnung und Denken bestimmter Eliten, besonders in Deutschland, ebenfalls durchzusetzen. So sehr, dass selbst gestandene Konservative und Liberale langsam Angst bekommen und plötzlich wie Linke klingen. Ayn Rand kommt heute, mit Verspätung, dafür aber sicher, durch die Hintertüre. Und dieses Denken zersetzt, was 50- 60 Jahre lang, nach dem Zweiten Weltkrieg den Hauptunterschied zwischen Europa und dem Rest der Welt ausmachte.

So leiden Europas Bürger, wenn sie derzeit leiden, nicht an den besten Verfassungen und unahängigsten Obergerichten aller Zeiten, die es sogar häufiger wahrscheinlich machen, dass eine Michaela Kohlhaas vor diesen Gerichten und nach diesen Verfassungen auch ihr Recht bekommt, nicht zur Selbstjustiz greifen muss, sondern an der weiter wachsenden ökonomischen und sozialen Ungleichheit durch die Anzahl der gespielten Spiele und die einseitig verteilten Vorteilen in der Beherrschung von Verfahrenstechniken und dem Zugriff auf materielle und finanzielle Ressourcen, in der Hand weniger.

Die Disparitäten entstehen ja nicht nur auf individueller Ebene, sondern erfassen heute ganze Staaten, die unausgesprochen in ein fast unveränderliches Rangssystem gebracht werden.

Wie sehen Sie das, vor dem Hintergrund ihrer Rezensionslektüre? Gibt es darauf interessante Antworten aus der Philosophie? Glauben Sie, dass Suhrkamps- Verlagsprogramm noch einmal ein paar Antworten parat hält, oder müssen wir erst alle verrückt werden? (;-)))

Nur das Beste

Christoph Leusch

dos 22.06.2014 | 05:27

" ...
Die Sprache hat einen rationalen Kern, das ist die gute Nachricht.
... "

Ja, aber auch noch mindestens einen zweiten, IRrationalen.

Erst aus der Spannung dieser beiden "Kerne" kann Sprache entstehen und so persistieren, - und diese Entstehung prägt auch ihre Persistenz, und damit ihre Verbindlichkeit und Kraft.

Das zwanglos-zwingende Argument ist nicht nur i. d. R. "Begründung von Handeln" (im abstraktesten u. allgemeinsten Sinn) und nimmt damit stets (Dis-)Kurs auf Apologetik , sondern es treten auch noch ganz andere, weil anders motivierte/gezielte Sprachformen neben das Argumentieren, - begleiten es sogar in der Regel.
Am Ende redet man über "Gründe" während die Welt ein Ort unendlicher Folgen von Massakern unwird.

Das, - und die mißratene "Westbindung" des Denkens - , ist wohl einem westlichen Versäumnis geschuldet, nämlich einen "Kern" u./o. ein Fundament Habermasscher Architekturen komplett vernachlässigt zu haben:
K.O. Apels 'Transzendentalpragmatik', die - insbesondere nach säkularem Umbau bzw. Fortschreibung -, als einziges Kompartiment der H.-Suite jenen "Universalismus" begründen kann, den eine "Pflicht zum Frieden" auch unter Hinnahme einiger Zurücksetzungen, (*) auch gegenüber allen "höheren" Zielen, Werten bis hin zum Gottesbefehl für Attentäter, zu ihrer Durchsetzung braucht.
Aber nirgendwo spielt die TP in Denken, Auftreten und Politik des Westens überhaupt eine Rolle.
Was für ein Wahnsinn, allüberall an den "Kaukasischen Kreidekreis" heranzutreten (**), um im Namen sekundärer, der UNIVERSALITÄT des TPischen Gebots klar nachgeordneter, mindestens nachordnungsfähiger "Westlicher Werte" wie Freiheit(en), Wohlstand, 'Demokratie', Recht u. Gerechtigkeit, (auch: Verfassungs-) Patriotismus etc. "am Kinde" (des Denkens, den Menschen) zu zerren was das Zeug hält, - und mag es noch so schreien -, statt dort auf auf jene transzendentalpragmatischen Grundlagen hinzuarbeiten, wo man übereinander herfällt und welche AUCH (1648 Westf. Friede als Ende des Dreißigjährigen (Religionen-)Krieges) GRUNDVORAUSSETZUNG für die transzendentalpragmatisch begründete KOEXISTENZ und damit auch für Entwicklung aller weiteren Werte der Selbst- u. Sozial-Entfaltungen (besonders im "Westen": England, USA, Frankreich ff.) sind.
Statt dessen werden die jeweils "Guten" munitioniert und für Freiheit, Wohlstand etc. pp. ein Warlord, eine Puppe, ein Gauner nach dem anderen installiert und selbst die anachronistischten Gesellschaften in eine sich selbst vernachlässigende und daher korrupte "Wertegemeinschaft" gebombt.

(*) "Pflicht zum Frieden" - auch unter Hinnahme einiger Zurücksetzungen:
trifft für die Ostukraine z. B. nur bedingt zu, z. B. (amts-)sprachlich, ansonsten sind z. B. die Löhne etwa ein Drittel HÖHER als in der Westukraine. Nach einer "Westbindung" der U. wären z. B. die besseren Löhne für die Russland-Exporte von der Schokolade/Praline bis hin zu anspruchsvollen Produktionen für die russ. Luftwaffe gefährdet, aber auch nicht (noch) zwingend verloren.


(**) Als hätte es B. B. und den legendären Vorläufer der Story NIE GEGEBEN!!