Die Schmach des Goldes

COSTA RICA Der Bergbau hinterlässt in Zentralamerika ein ökologisches Desaster - Bodenerosion und Blausäure-Spuren im Grundwasser
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Ein rostiges Schild mit der Aufschrift "Zutritt verboten!" ist der einzige Hinweis auf die stillgelegte Goldmine Macacona im Westen des mittelamerikanischen Staates Costa Rica. Am Straßenrand der legendären Transkontinentalroute Panamericana deutet sonst nichts auf das ökologische Chaos hin, das die letzte Betreiberfirma der Grube Ende 1989 hinterlassen hat. Nach sieben Jahren Tagebau waren mehrere Hügel abgetragen und Wasserläufe verseucht worden. Über die Spuren der Schaufelbagger ist Gras gewachsen. Die Blockhäuser für die Büros überzieht dichtes Moos. Nur eines der Gebäude ist noch bewohnt - dem alten Wächter Rafael Angel Porras wurde nie gekündigt, vor einigen Jahren ist er in die ehemalige Versammlungshalle gezogen. "Ic