Sabine Kebir
04.11.2012 | 09:00 10

Drohnen über Timbuktu?

Mali Mit militärischer Gewalt lässt sich die Abspaltung des Nordens nicht überwinden. Nötig sind eine soziale Perspektive und der Verzicht auf eine neoliberale Politik

Drohnen über Timbuktu?

Demonstranten in Bamako fordern eine Intervention der ECOWAS-Staaten, um die Integrität des Landes wiederherzustellen

Foto: Habibou Kouyate/AFP/Getty Images

Wenn Regierungen über einen Militärapparat verfügen – das heißt über eine Armee und Waffen – wollen sie die irgendwann auch gebrauchen. Mit den Waffen ist das relativ einfach. Man muss sie nicht mit den eigenen Streitkräften zum Einsatz bringen, sondern kann sie verkaufen. Das tolerieren in Deutschland sogar die Gewerkschaften, denen die Arbeitsplätze im eigenen Land wichtiger sind als Opfer in anderen Weltregionen.

Schwieriger wird da es schon mit einer Mission der Bundeswehr, wenn die sich gerade aus einem anderen Krieg zurückzieht. Kaum denkbar, dass so ohne weiteres Kontingente nach Mali und damit in einen Konflikt geschickt werden können, der dem in Afghanistan nur allzu ähnlich sieht. Aber irgendwie dabei zu sein, ist für die Regierung Merkel – und das Gros der Opposition – offenbar wünschenswert, und sei es durch die Ausbildung von Armee und Polizei in Mali. Allerdings hat diese Praxis am Hindukusch nicht jene modernen und zuverlässigen Ordnungskräfte hervorgebracht, die uns versprochen wurden.

Mali war bis 1960 Kolonie Frankreichs, das sich auch unter einer sozialistischen Regierung weiter zuständig fühlt und ein Militärkorps für den sezessionistischen Norden aktivieren will. Dass sich darüber etliche Minister in Bamako öffentlich freuen, deutet auf eine nach wie vor tiefe Abhängigkeit. Unter anderem sollen französische Drohnen ausprobiert werden, um das von den USA in Afghanistan und Pakistan praktizierte gezielte Töten islamistischer Führer zu übernehmen. Dass dabei vielfach unbeteiligte Zivilisten sterben, wird dabei als unvermeidlicher Kollateralschaden hingenommen.

High-Tech-Krieg in der Wüste?

Doch auch das eigentliche Ziel – die Enthauptung islamistischer Formationen – erscheint fragwürdig. Diese Strukturen verfügen längst über Führungsgruppen, die um ihrer Selbsterhaltung willen gelernt haben, auf charismatische Leitfiguren zu verzichten. Dass im Bundestag verlangt wurde, die Bundeswehr mit Drohnen auszurüsten, zeigt, dass sich auch Deutschland einer Schlüsseltechnologie in den Kriegen des 21. Jahrhunderts versichern will.

Nach dem üblichen Schema vor einer Intervention wird auf die Menschenrechtslage sowohl der noch Sesshaften als auch der Flüchtlinge in Nordmali verwiesen. Daran gibt es in der Tat nichts zu beschönigen. Aber wird ein High-Tech-Krieg dies ändern? Nur mit Drohnen und Bomben gegen vorhandene und vermeintliche Terroristennester wird die Sezession Nordmalis nicht rückgängig zu machen sein. Um dort einzumarschieren, ist die Nationalarmee zu schwach, so dass zunächst 3.000 Soldaten aus Ländern der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS sekundieren sollen. Deren Armeen werden seit Jahrzehnten vom Westen finanziert und scheinen für eine solche Operation prädestiniert. Nur welches Interesse haben die ECOWAS-Staaten an einem solchen Unternehmen?

Geht es um den Drogenhandel, über den sich die Islamisten in Nordmali hauptsächlich finanzieren, müsste man keine Soldaten dorthin schicken, sondern eher die eigenen Grenzen besser kontrollieren. Über diese gelangen die südamerikanischen Drogen in die Sahara. Oder geht es um die Sorge, dass in Nordmali ein Rückzugs- und Ausbildungsraum für Islamisten entsteht, die früher oder später zum Dschihad ausschwärmen, unter anderem in die zum Teil muslimischen Länder Westafrikas? Diese Vermutung treibt auch den Westen um, obwohl Ägypten und Tunesien gerade die Erfahrung bestätigen, dass man sich mit Islamisten an der Macht ganz gut verständigen kann. Zwar hat eine in der Sahara aktive Dschihad-Guerilla schon westliche Touristen entführt und Lösegelder erpresst, was aber nicht bedeutet, dass deren Führer prinzipiell antiwestlich eingestellt sind.

Algier unter Druck

Das Problem ist nur, dass sowohl die Organisation Al-Qaida des Islamischen Maghreb (AQMI), die Nordmali kontrolliert, als auch die Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (MUJAO), die Vorstöße gegen den Süden Malis plant, derzeit sowohl von westlichem als auch saudischem Geld unabhängig und daher vollkommen unberechenbar sind.

Welche Ziele sie erreichen, hängt weniger von militärischem Gegendruck ab. Entscheidend wird sein, ob es dem malischen Reststaat gelingt, seine durch die eigene neoliberale Politik verelendete Bevölkerung zurückzugewinnen. Statt zu hungern, könnte sie das Leben unter der Scharia vorziehen. Der jetzt häufig beschworene Dialog aller Volksgruppen kann nur in Gang kommen, wenn er von einer glaubwürdigen Politik und wirtschaftlichen Perspektiven begleitet wird.

In einer verzwickten Lage befindet sich Algerien, das eine über tausend Kilometer lange Grenze zu Mali hat und weiß, dass sich immer wieder Islamisten aus dem eigenen Land dorthin zurückziehen. Womöglich bilden sie den harten Kern von AQMI und MUJAO. Es kommt hinzu, dass sich ein Teil der malischen Tuareg, die den algerischen Tuareg eng verwandt sind, mit den Islamisten verbündet hat, obwohl ihr liberaler Islam keineswegs zur Scharia passt. Bislang versuchte Algerien zu vermitteln, über den offiziellen diplomatischen Kontakt mit Bamako und mit den ECOWAS-Ländern wie über informelle Kanäle, die zu den Volksgruppen Nordmalis führen.

Sowohl die Regierung in Bamako als auch die Völker Nordmalis erhalten ständig eine Millionen Dollar schwere Wirtschafts- und Hungerhilfe aus Algier. Ein Indiz für den Willen, sich aus einer bewaffneten Intervention herauszuhalten, obwohl besonders Frankreich darauf drängt, sich einzureihen. Dessen Militärs möchten im Süden Algeriens Militärbasen errichten und Rollbahnen bauen, von denen Drohnen und anderes Fluggerät abheben können. Sollte die Regierung in Algier einlenken und dies dulden, wäre das nicht nur äußerst unpopulär – dann müsste man sich in Algerien wieder auf mehr terroristische Anschläge gefasst machen. Die Verbindungen von AQMI reichen nicht nur bis nach Ouargla, dem Tor des mittelalgerischen Erdölgebiets in der Sahara, sondern bis zum noch immer aktiven terroristischen Herd in der Kabylei.

Sabine Kebir schrieb zuletzt über Zerstörungen von Grabstätten in Nordmali, die auf islamistische Hardliner zurückgingen

Kommentare (10)

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Ehemaliger Nutzer 04.11.2012 | 12:16

Es geht doch gar nicht um die Bevölkerung in Mali, es geht allein um westl.kapitalistische Interessen! Und um den Kampf gegen den Islam.

Früher sind katholische Banden mordend durch Europa und die Welt gezogen, heute steht der Islam mit antiwestlicher Ausrichtung den Interessen des Kapitals entgegen - den die dürfen nicht das gleiche wie die Katholiken damals unter ihren Päpsten. Wenn wir die scheiss Religionen endlich überwinden und uns alle einfach als Rasse Mensch betrachten, die ihren Planeten erhalten will, könnten wir vielleicht zu Fortschritten kommen. Auch die Menschen in Mali! Keiner ist besser als der andere und niemand hat das Recht auf mehr Eigentum als andere!

Verwendungszweck 04.11.2012 | 12:29

Überall dort, wo der Kolonialismus und die darauf folgende wirtschaftliche Ausbeutung per von Welthandelsbank und IWF verordneter Strukturwandelpolitik die Länder, deren Selbstbild und Selbstbewusstsein ausbluten ließ, kann der Islamismus zu einer Re-Emanzipierung führen.

Die jahrhunderte lange Fremdherrschaft hat in diesen Ländern die Gesellschaftsmodelle in einem frühen Entwicklungstand niedergehalten. Wenn diese Länder Bodenschätze oder besondere natürliche Ressourcen wie Kaffee oder Kakao haben, ist es für die ausländischen Aufkäufer ein Leichtes, die in Unorganisiertheit verarmte Bevölkerung auszuspielen und mit den wenigen Profiteuren im Lande in Machtlosigkeit und Armut zu behalten.

Wir sehen schon in Deutschland, dass eine abgrenzende und explizit gelebte Religion den Unterprivilegierten und jenen, denen man die Integration zu schwer machte, ein neues Selbstbewusstsein und Mut zur Abgrenzung gegenüber den Mächtigen geben kann.

Eine strenge und gnadenlos strafende Religion ist sicherlich kein Zuckerschlecken, aber wie das Fieber in einem Organismus vielleicht eine hilfreiche Beigabe, die krankmachenden Teile eines hoffnungslos dahinsiechenden Landes anzugreifen und so weit einzudämmen, dass das Land endlich genesen und aus sich heraus entwickeln kann.

Spätestens wenn die Ölquellen in Saudi Arabien leer gepumpt sind, wird auch der Wahabismus und der von dort in alle Welt ausgesäte Salafismus auf sich allein gestellt sein, und sehr schnell werden sich die heuet so unleidlichen Protagonisten mit der restlichen Welt verständigen müssen. Schon in Afghanistan wäre in 2001 und folgende eine Verständigung möglich gewesen, wenn Bush und seine Mitregierenden nicht viel zu beschämt, beleidigt und voll Hass gewesen wären, um das Blut der zu Feinden Deklarierten nicht in Strömen und lange Zeit fließen zu lassen.

Oberham 04.11.2012 | 13:15

Nimm dir irgend ein Epos, das ruhig mehr als 3000 Jahre alt sein darf, die Geschichtenerzähler haben damals schon kapiert, dass mit der "Zivilisation" der Mensch aus dem Garten Eden vertrieben wurde.

Die Büchse ist offen, die kriegen wir wohl nicht mehr zu...

Mali wird die nächste Episode im täglichen Irrsinnskonglomerat menschlicher Verbrechen.

Weine um Afrika, doch vergiss nicht auch um den Rest der Welt zu weinen - die Pflanzen, die Tiere und die Träume.

Antonymus 04.11.2012 | 13:44

Es freut mich und wundert mich zugleich, dass frau hierzulande weiß, was mann in Timbuktu braucht. Schon in Afghanistan war ich äußerst skeptisch, ob der Westen das versprochen Heil liefert.

In Zentralafrika wird es noch eine Ecke komplizierter. Chapeau, vor diesem selbstsicheren Aufreten, Frau Kebir. Ich würde mich nicht trauen solche Prognosen über meine ferne Heimat abzugeben.

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Ehemaliger Nutzer 04.11.2012 | 16:56

" Unter anderem sollen französische Drohnen ausprobiert werden, um das von den USA in Afghanistan und Pakistan praktizierte gezielte Töten islamistischer Führer zu übernehmen. Dass dabei vielfach unbeteiligte Zivilisten sterben, wird dabei als unvermeidlicher Kollateralschaden hingenommen."

Und nicht nur das. Die Liquidierung eines noch so grausamen XY Terroristen bleibt Lynchjustiz. Diejenigen, die von sich behaupten Freiheit und Demokratie zu bringen (wieso auch immer) und damit ihre militärischen Einsätze sogar begründen, lassen dabei alle Regeln eines Rechtsstaates außen vor. Nämlich erst einmal einen anständigen Prozess zu führen, mit begründetem Haftbefehl, Beweislage, Verteidiger und was da sonst noch dazu gehört. Wobei in den USA das Strafmaß, nämlich der Tod zumindest noch teilweise stimmen würde. Frankreich aber hat 1981 die Todesstrafe (im Gegensatz zu Hessen, wo sie immer noch in der Verfassung des Landes steht) abgeschafft, sie würden beim Einsatz einer Drohne also nicht nur gegen die Prinzipien ihres rechtsstaates verstossen, sondern auch gegen ihr eigenes Gesetz. Aber diese gilt ja eigentlich eh nicht für Menschen in Mali. Dem rechststaatlichen Gegebenheiten entkommt man aber auch nicht, wenn man den Internationalen Gerichtshof anruft. Das alles mag müßig und schwierig sein. Aber wer als der Retter und Wahrer von Demokratie und Freiheit auftritt darf sich nicht terroristischer Mittel bedienen, die er zu bekämpfen vorgibt.

Diese Handeln ist ein sehr klares Bild dafür, dass es hier nicht um Demokratie und Menschenrechte geht.

Costa Esmeralda 04.11.2012 | 22:00

Was in Mali passiert, ist, wie auch in anderen afrikanischen Ländern, Spätfolge des Kolonialismus, der vor allem in der Sahelzone die Staatsbildung unter den afrikanischen Völkern verhindert hat, die vor der Ankunft der Europäer in vollem Gange war. Nach Beendigung des Kolonialismus fanden von den ehemaligen Kolonialmächten (Ausnahme: ehemalige portugiesische Kolonien mit dem völlig fehlgeschlagenen Experiment von afrikanischem Sozialismus) geförderte Staatsbildungen statt, die insbesondere die militärische und administrative Gewalt in die Hände der ehemals von der Kolonialmacht korrumpierten Ethnie legten. Diesen neuen Staatsgewalten gelang in der Folge nicht die Nationenbildung mit der Beteiligung aller Ethnien an der Staatsgewalt und dem Aufbau einer eigenständigen Wirtschaft, Erziehung, Gesundheit, usw. usf. Dass die Nationenbildung (die nach der Staatsbildung ansteht) nicht zustande kam ist wiederum auf den Einfluss von Aussen, sprich bilaterale "Entwicklungshilfe", EU, Weltbank, Währungsfonds, Afrikanische Entwicklungsbank, zurückzuführen, um Afrika als Rohstofflieferant weiterhin billig ausbeuten zu können. Nicht nur ehemalige Kolonialmächte, auch die übrigen europäischen Länder (Skandinavien, Holland u.a.) und vor allem Deutschland mit einer völlig verkorksten bilateralen Hilfe und Zuschüssen zu EU, Weltbank, Afrik. Entwicklungsbank und Währungsfonds haben die ethnischen Gegensätze und die Herausbildung von Eliten nach Kräften gefördert. Auch die UN hat ausser Studien und Analysen nicht zu "Good Governance" (gute Regierungsführung und Nationenbildung) beitragen können. Der einzige gesellschaftliche Fortschritt, den die meisten afrikanischen Länder in den letzten 50 bis 60 Jahren erfahren haben, war auf den Gebieten Erziehung und Gesundheit. Aber vor allem die Erziehung hat die Nationenbildung nicht entscheidend vorantreiben können, da besonders die akademische Erziehung (Herausbildung von Eliten mit Hochschulausbildung) nicht aber die berufliche Bildung, die als Basis einer industriellen eigenständigen Entwicklung heraus aus traditionellen Agrargesellschaften unerlässlich ist, gefördert wurde. Gerade auf diesem Feld hätte die handwerkliche Ausbildung, die im deutschsprachigen Raum Tradition hat, seit den 60er Jahren massiv betrieben werden müssen, auch als Voraussetzung für Auslandsinvestitionen. Damit hätte man u. a. auch das Auswandererproblem aus Ländern der Sahelzone angehen können.

Was ist heute zu tun, zu einem Zeitpunkt, da nicht-militärische Lösungen kaum noch möglich erscheinen, um dem Vordringen von Islamismus Einhalt zu gebieten.?

M. E. müsste an erster Stelle die tatsächliche Nationenbildung stehen, die gleichberechtigte Teilhabe aller Ethnien an der Entwicklung gewährleistet. Danach muss die Förderung der beruflichen/handwerkliche aber auch landwirtschaftlichen Ausbildung an erster Stelle stehen, was nur langfristig zu lösen ist. Die Niebelsche FDP-Mittelstandsförderung hat hier überhaupt nichts zu suchen. Auch sollten fliegende Teppichhändler und Westerwelle in deutschen Gefilden verbleiben und sehen, wie sie überwintern und ihre letzten Pfründe einsacken, bevor sie aus dem Parlament gejagt werden. Allerdings muss jetzt auch kurzfristig militärisch an die Lösung des Islamismus-Problems herangegangen werden. Ein lang anhaltender Bürgerkrieg wie bspw. in Mosambik und Angola, wo die "Müdigkeit" der Kriegsparteien schliesslich politische Kompromisse erzwungen haben, kann man sich in Mali nicht leisten, denn eine kriegsführende Partei (Islamisten im Norden) wird sich nicht mit blosser Macht im Norden zufrieden geben. Das Problem der Scharia mit massiver Unterdrückung von Menschenrechten und auch die Dschihad-Ideologie zwingen zum Handeln. Über das Wie einer deutsche Beteiligung sollte offen diskutiert werden und nicht Niebel und WW überlassen bleiben.

Wieder einmal zeigt sich, analog zur Eurokrise, was unfähige deutsche Regierungen in Jahrzehnten solange verbocken, bis es zu spät ist. Dieses trifft auch für die anderen europäischen Länder zu und ist primär Ausdruck, dass die politischen Seilschaften aus Eigeninteresse versagen und zu spät handeln, und der Bürger seine Volkssouveränität nicht wahrnimmt.

MissR 05.11.2012 | 02:40

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Ehemaliger Nutzer 05.11.2012 | 11:32

Eine ernsthafte unironische Verständnisfrage:

Drogen kommen also aus Übersee (Südamerika?Afghanistan-über Karachi/Pakistan?) nach Afrika und gehen dort in die Sahara-weil der Terrorismus, also diese Fundamentalisten usw., davon hauptsächlich existieren. So ähnlich soll es ja in Ostafrika auch sein. Gut,resp. schlecht.


Und was passiert dann in der Sahara mit den Drogen?

An wen verkaufen diese vor Ort im Wüstensand alte Bibliotheken schleifenden radikalen Wüstensöhne befindlichen Figuren diese mühsam und illegal aus Übersee angelandeten (in Nigeria?) Drogen?

Die sollen doch in den westlichen und industrialisierten Ostländern(Russland ff.) an die Junkies aus den Oberschichten und Mittelschichten verkauft werden und an die Unterschichtjungendlichen. Die halten sich doch nicht in der Sahara,sondern am Frankfurter, Moskauer und Amsterdamer Bahnhof auf.

Also nochmal: Mühsam angelandet und durch Nigeria transportiert,sitzen nördlich Timbuktu radikale Al Kaida-Adepten auf Tonnen von Rauschgift -und denken, wenn sie nicht gerade Attentate und Umbauarbeiten an alten Lehmbauten planen oder Leute killen,darüber nach, das Rauschgift DURCH die Sahara zu tranportieren nach Moskau,Frankfurt und Amsterdam? Mit Dromedaren?

Wäre es nicht schlauer für die Außenhandelsfachleute der Al Kaida usw. , die in Großstädten sitzen und nicht in der Sahara, die Schiffe mit dem Rauschgift gleich bis nach Rotterdam, Hamburg oder Leningrad resp. Odessa fahren zu lassen oder mindestens nach Athen, Marseille,Alexandria,Istanbul, -und eben Rotterdam und Hamburg?

Wie also-so die ernsthafte Frage- funktioniert ein Rauschgifthandel von den Produzenten in Übersee bis zu den Konsumenten in westeuropäischen,nordamerikanischen und osteuropäischen bzw. nordasiatischen Metropolen?

Zwischenlagerung in der Sahara mit eingeschränkten Transportmöglichkeiten bei An-und Abtransport. An sich wurde solche Wüste ,wenn irgend möglich,beim Handeln immer umschifft-egal ob Kochtöpfe, Kanonen, oder eben Rauschgift gehandelt wurde.

Ist ne echte Frage - man kann sich das schlecht vorstellen,das mit der Sahara. Und deren Al -Kaida-Fundamentalisten-Geschäftsleute sitzen in Metropolen,nur die Krieger und simpleren Gemüter albern in unwirtlichen Gegenden herum.