Mord an Umweltaktivistin Berta Cáceres: Spur führt von Honduras nach Amsterdam

Auftragskiller Die Recherchen zum Mord an der Aktivistin Berta Cáceres am 3. März 2016 führen mittlerweile bis in die Niederlande: Die Anwälte der Familie von Berta Cáceres interessieren sich hierbei besonders für die niederländische Entwicklungsbank FMO
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 47/2022
April 2021: Vor dem Gericht, in dem der Prozess gegen den Drahtzieher des Mordes an Berta Cáceres läuft, erinnern Mitstreiter an sie
April 2021: Vor dem Gericht, in dem der Prozess gegen den Drahtzieher des Mordes an Berta Cáceres läuft, erinnern Mitstreiter an sie

Foto: Gustavo Amador/EPA/dpa

Der Aufkleber auf dem großen schwarzen Metalltor ist dezent gehalten. „Justicia para Berta“ steht darauf. Dazu ist das Gesicht der indigenen Umweltaktivistin Berta Cáceres abgebildet. Am 3. März 2016 wurde die charismatische Frau in ihrem Haus im honduranischen La Esperanza von Auftragskillern erschossen. Hinter dem Tor liegt heute die Zentrale des Zivilen Rates der Volks- und indigenen Organisationen in Honduras (COPINH), dessen Arbeit Cáceres über Jahre koordinierte.

Hier laufen alle Informationsstränge zusammen, um die Täter zu ermitteln und in Frage kommende Auftraggeber zu benennen. Eine kleine Metallklappe öffnet sich dem Besucher, und ein freundliches Gesicht taucht auf. Ein Hahn kräht auf einem der angrenzenden Grundstück

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