„Emissionshandel verringert CO₂-Ausstoß nicht, sondern verschleiert ihn“

Interview „Der Markt ist nie grün“, sagt Adrienne Buller. Die Wissenschaftlerin hat ein Buch darüber geschrieben, warum Emissionshandel nicht funktionieren kann und was wir stattdessen tun müssen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 46/2022
Glaubt nicht alles, was die fossile Industrie von sich gibt: Adrienne Buller
Glaubt nicht alles, was die fossile Industrie von sich gibt: Adrienne Buller

Foto: Zaineb Abelque

In ihrem Buch The Value of a Whale. On the Illusions of Green Capitalism wundert sich Adrienne Buller: Wie kann es sein, dass wir trotz unseres Wissens über die Klimakrise dem Abgrund immer näher kommen?

Die Antwort der Wissenschaftlerin: Unser kapitalistisches Wirtschaftssystem mag sich zwar einen grünen Anstrich verpasst haben, unter dem sogar die größten CO₂-Schleudern in Naturschutzprojekte investieren. Doch was, wenn all das nichts anderes ist als Augenwischerei? Dem Freitag hat sie verraten, welche Alternative es gibt.

der Freitag: Frau Buller, der Internationale Währungsfonds hat 2019 den Wert eines Wales auf zwei Millionen Dollar geschätzt. Wenn ich mir den Namen Ihres Buches ansehe: Das hat Sie ziemlich wütend gemacht, oder?

Adrienne Bull

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