»Ein Jahr ist utopisch«

ISRAEL / PALÄSTINA Abdallah Frangi, Leiter der Palästinensischen Generaldelegation, zu den Erwartungen an die Endstatus-Verhandlungen mit Israel und die Rolle Deutschlands im Nahost-Friedensprozess
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FREITAG: Warum braucht es im palästinensisch-israelischen Verhandlungsprozess immer ein Abkommen, dass die Umsetzung des vorherigen Abkommen regelt?

ABDALLAH FRANGI: Das ist eine Methode, die wir bei den Israelis schon lange kritisieren. Sie widerspiegelt das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen beiden Seiten. Israel lässt uns immer wieder spüren, wer die stärkere Macht in der Region ist. Wir sind dem relativ hilflos ausgeliefert und können nur immer wieder auf eine gleichberechtigte Verhandlungsatmosphäre drängen. Ansonsten aber ist es wichtig, dass wir Wye II unter Dach und Fach haben. Das bringt verlorenes Vertrauen zurück.

Rechnen Sie damit, auf dieses Verhandlungsgebaren der israelischen Seite auch bei den Endstatus-Gesprächen zu tre