Bernhard Pötter
02.12.2010 | 10:10 59

Ein schmaler Grat

Klimakonferenz Bei der Klimakonferenz in Cancún geht es nicht nur um Kohlendioxid. Es geht auch um die Frage, ob es andere Wege gibt, eine ökologische Katastrophe abzuwenden

Vom nordhessischen Universitätsstädtchen Marburg in den Luxusbadeort Cancún an der mexikanischen Karibikküste sind es etwa 8.600 Kilometer Luftlinie. Zwischen den beiden Orten liegen 12 Stunden Flugzeit und mehrere Welten. Aber eines haben sie in diesen Tagen gemeinsam: Die Frage, wie viel Freiheit oder Zwang nötig sind, um das Überleben auf dem Planeten zu sichern. Es ist die Frage, ob uns eine Öko-Diktatur droht.

In Marburg wird diese Frage aus strategischen Gründen gestellt. Die rot-grüne Stadtregierung dort hat die Hausbesitzer verpflichtet, bei einer Renovierung ihres Daches eine Solaranlage einzubauen. Die Maßnahme ist demokratisch legitimiert, mit Subventionen und Ausnahmen abgepolstert und stützt sich auf ein Gerichtsurteil. „Öko-Diktatur“ nennt die bürgerliche Opposition die Maßnahme, weil hier Hausbesitzer zu ihrem ökonomischen Glück und zu unserer ökologischen Zukunft gezwungen werden.

In Cancún dagegen wird die gleiche Frage aus strategischen Gründen nicht gestellt. Bei der UN-Klimakonferenz versuchen die wenigen Staaten, denen Klimaschutz am Herzen und an der Brieftasche liegt, die zähe UN-Weltdemokratie ein Stück weiterzubringen. Damit wenigstens die Hoffnung bleibt, die Welt vor dem Klimakollaps zu retten. Diese Demokratie in Zeitlupe kontrastiert mit dem Klimawandel, der außerhalb der klimatisierten Tagungshotels gerade von „Normal“ auf „Fast Forward“ schaltet. Von der Möglichkeit künftiger Öko-Diktaturen reden hier hinter vorgehaltener Hand Wissenschaftler und Experten, weil sie weiter denken als bis zur nächsten Wahl. Und weil sie sehen, wie viel Kraft es kosten wird, den Klimawandel jetzt noch zu stoppen.

Strategisches Schweigen

Die Debatte um autoritäre Einschränkungen grundlegender Menschenrechte zur Sicherung des Überlebens speist sich aus einem Zweifel, ob parlamentarische Demokratien, Antworten auf die ökologischen Überlebensfragen geben können. Die Fakten sprechen dagegen: Die USA, der größte Verfechter von Demokratie und Marktwirtschaft, gehören zu den größten Umweltsündern weltweit. Die schwerfällige UN hält die Klimakatastrophe offenbar nicht auf. Und auch Deutschland, selbsternannter Musterknabe bei Klimaschutz und Öko-Technik, kommt kaum voran. Es gibt einen beunruhigenden Zusammenhang zwischen Demokratie und Umweltzerstörung: Naturverbrauch ist dort am höchsten, wo entwickelte demokratische Strukturen herrschen, in den Industrieländern. Vielleicht ist die Demokratie für den Raubbau an der Zukunft nicht allein verantwortlich. Aber jedenfalls verhindert sie ihn bisher nicht.

Dabei sollten Demokratie und Umweltschutz eigentlich ein Dream Team sein. Erst im Demokratisierungsschub der 60er Jahre ist die Umweltbewegung entstanden. Und Demokratien zeigen sich deutlich flexibler und innovativer bei technischen und sozialen Erfindungen. Autoritäre Systeme nehmen ihren Bürgern viel eher die Luft zum Atmen. Im übertragenen und konkreten Sinn. Doch das macht ihr Gegenteil nicht automatisch grün. Seit Bürger sich wehren können, werden Fabriken in Länder verlagert, die ärmer und schutzloser sind. Und kaum ein Politiker wagt es, Konsumenten und Wahlbürger mit unbequemen Wahrheiten zu konfrontieren.

In Wirklichkeit gibt es Ansätze einer Öko-Diktatur also schon lange: Es ist die Gewaltherrschaft der Ökonomie, die alle Bereiche unseres Lebens umfasst. Der Kapitalismus hat auch die Demokratie als Geisel genommen. Denn im westlichen Denken sind bisher politische und ökonomische Freiheit untrennbar verbunden. Die Demokratie, die wir kennen, ist ohne den ressourcenintensiven Kapitalismus noch nie ausprobiert worden. Historisch gesehen garantierte nur die ökonomische Unabhängigkeit auch die politische Freiheit – solange der Herrscher bei Widerspruch willkürlich Hof und Gut entziehen konnte, war Demokratie unmöglich. Doch heute kommt die Bedrohung nicht von zu wenig, sondern von zuviel ökonomischer Freiheit. Die Verschmelzung der Demokratie mit einem Wirtschaftssystem, das wegen seiner Vernichtung von ökologischen Ressourcen nicht dauerhaft zukunftsfähig ist, ist fatal: Wie soll eine Demokratie eine lebenswerte Zukunft planen, wenn gleichzeitig ihre Zwillingsschwester, die ungezügelte Wirtschaft, eben diese Zukunft ruiniert?

Auf diese Frage gibt es bislang keine gute Antwort. Allerdings wird auch der Vorschlag einer Öko-Diktatur sie nicht geben. Erstens ist er unpopulär: Willkürliche Einschränkungen der Bürger sind schwer durchzusetzen, und sei das Ziel noch so nobel. Zweitens funktioniert er nicht: Für eine grundlegende grüne Ausrichtung unseres Lebens und Arbeitens braucht es keine zentrale Steuerung von oben, sondern soziale und ökonomische Innovation von unten. Und drittens gibt es zur Öko-Diktatur durchaus eine Alternative: die Ökokratie.

Das klingt schlimmer als es ist. Ökokratie ist einfach die Fortsetzung unserer Demokratie mit grünen Mitteln. Unsere Regierungsform hat in der Vergangenheit schon oft flexibel und effizient auf Veränderungen reagiert: Irgendwann durften alle wählen; aus der Rechtsprechung von Kirche und Adel wuchs der Rechtsstaat; die Grundrechte wurden erfunden und in der Verfassung verankert; aus der karitativen Fürsorge entstand der moderne Sozialstaat. Der nächste Schritt ist nun fällig. Die Erkenntnis, dass zum Überleben die bisherigen demokratischen Spielregeln nicht ausreichen, sondern dass es physikalische Grenzen gibt, die das System Erde nun einmal fordert: Keine Erwärmung der globalen Atmosphäre über zwei Grad Celsius, die Bewahrung der Arten, die Rettung der Böden und die Sicherung der Wasserreserven.

Politisch ist Ökokratie durchaus machbar: Die Europäische Union könnte einen Vertrag „Maastricht II“ abschließen: Mit ökologischen Stabilitätskriterien und der Einrichtung einer „Zukunftsbank Europa“ (ZBE). An die ZBE treten die Mitgliedsstaaten einen Teil der staatlichen Souveränität ab, wenn es um Klima- und Artenschutz geht. Die Zukunftsbank überwacht die EU-Politik etwa in den Bereichen Industrie, Verkehr und Landwirtschaft. Sie kann gegen die Vergabe von Subventionen einschreiten. Wer permanent gegen die Kriterien verstößt, verliert seine EU-Subventionen oder muss damit rechnen, dass die ZBE in Teilbereichen das Ruder übernimmt.

Zwang des „Weiter so“

So etwas ist undenkbar? Keineswegs. In der Finanzpolitik haben wir ein solches Regime bereits. Wie sehr ein Land der europäischen Währungsunion in die Zange genommen werden kann, wenn es die Kriterien nicht erfüllt, zeigen ganz aktuell die Beispiele Griechenland und Irland. Der harte Kurs wird damit gerechtfertigt, dass eine Finanzkatastrophe dort alle anderen Länder in Mitleidenschaft zöge – ein Argument, das in einer globalen Umwelt erst recht gelten muss. Aber ist es vorstellbar, dass sich souveräne Staaten einem Verfahren unterwerfen, das nicht transparent arbeitet und ihnen teilweise schmerzhafte Nachteile bringt? Die Antwort lautet ja: Das Welthandels-Regime der WTO liefert den Beweis.

Aber ist die Ökokratie nicht undemokratisch, weil sie das Leben des einzelnen einschränkt, so viele Ressourcen zu verschwenden, wie er möchte? Da liegt ein Denkfehler vor: Denn das Wesen der Demokratie ist eben auch die Einschränkung. Grenzenlose Freiheit dagegen ist ein Zeichen der Anarchie. Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden. Heute ist sie aber auch die Freiheit des anderswo und nach uns Geborenen. Demokratie darf sich nicht legitimiert sehen, die Zukunftschancen von morgen bereits heute zu verbrauchen.

Selbstbeschränkung ist notwendig. Und alltäglich: Wir akzeptieren die Einschränkung individueller Freiheit, wenn wir uns bedroht fühlen: Die Sammelwut privater Daten durch Behörden und Unternehmen, das Nacktscannen am Flughafen, die Beschneidung von Grundrechten in Katastrophenfällen. Wir akzeptieren die Versicherungspflicht fürs Auto, ohne „Versicherungs-Diktatur!“ zu kreischen. Aber wehe, jemand denkt über Tempolimits nach: Dann ist offenbar die Freiheit in Gefahr. „Freie Fahrt für freie Bürger“ bringt die irrige Haltung auf den Punkt, dass politische Rechte nicht von ökonomischen Freiheiten zu trennen sind. Dabei können, ja müssen sie teilweise sogar getrennt werden.

Denn anders als allgemein behauptet, ist das „Weiter so“ nicht das Szenario der Freiheit, sondern des Zwangs: Jede zusätzliche Tonne Kohlendioxid in der Atmosphäre, jede ausgestorbene Pflanzenart raubt der Menschheit Entwicklungschancen und opfert das Morgen dem Heute: Unsere ökologischen, wirtschaftlichen und politischen Spielräume werden beim Business as usual so eng, dass bald kein Business as usual mehr möglich sein wird.

Kipppunkt der Debatte

Ökokratie ist dagegen die demokratische Bewirtschaftung der Ressourcen zur Sicherung des allgemeinen Überlebens. Sie rettet Lebenschancen. Den Verzicht politisch zu gestalten, kann auch bedeuten, ihn als neuen Begriff der Freiheit zu deuten: Freiheit von den Zwängen der fossilen Energien, Freiheit von den finanziellen und ökologischen Schulden, die wir uns und unseren Kindern aufbürden, Freiheit von den nationalen und internationalen Konflikten, die auf uns zukommen, wenn Dürren, Stürme und Hochwasser zunehmen.

Diese Fragen werden in Cancún nicht auf, wohl aber unter dem Tisch verhandelt. Denn dort beobachtet die Weltgemeinschaft sehr genau, wer die beste Antwort hat auf die Frage nach Wohlstand, Stabilität und Freiheit: Der ungezügelte Kapitalismus aus den USA, der Staatssozialismus/kapitalismus aus China, das autoritäre Rohstoffregime nach russischer Art? Europa könnte hier einen politisch-ökonomischen Exportschlager entwerfen, der aufstrebenden Demokratien wie Indien, Südafrika oder Brasilien sympathisch sein könnte.

All das erscheint vielleicht als Utopie. Aber nicht nur im Klima, sondern auch in der Politik gibt es „Kipppunkte“. Ist ein solcher Punkt erreicht, können Utopien schnell Realität werden: Die Abschaffung der Sklaverei, das Ende der Apartheid oder der Fall der Mauer wurden erträumt und erkämpft, weil Menschen die Vorstellung von einer besseren Welt nicht aufgeben wollten. Heute wissen wir, dass diese Menschen realistischer waren als ihre kurzsichtigen Zeitgenossen. Es heißt, Menschen mit Visionen sollten zum Arzt gehen. Doch das Gegenteil ist richtig: Menschen ohne Visionen sollten einen Psychiater aufsuchen.

Bernhard Pötter ist Umweltjournalist und Autor des Buchs Ausweg Öko-Diktatur? Wie unsere Demokratie an der Umweltkrise scheitert

Illustration: Felix Gephart

Kommentare (59)

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belle-hopes 02.12.2010 | 12:02

das thema gabs vor etwa einem halben jahr schon mal in 3sat, da hab ich mich auch gefragt, ob die sogenannten intellektuellen eigentlich noch von ihrem intellekt gebrauch machen, wenn sie begriffe wie öko mit worten wie diktatur in zusammenhang bringen. oder gehts hier um reine effekthascherei? da helfen gut meinende zeilen hier im text auch nichts mehr. pardon, aber welche leser hätte der FREITAG eigentlich gerne?

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belle-hopes 02.12.2010 | 12:02

das thema gabs vor etwa einem halben jahr schon mal in 3sat, da hab ich mich auch gefragt, ob die sogenannten intellektuellen eigentlich noch von ihrem intellekt gebrauch machen, wenn sie begriffe wie öko mit worten wie diktatur in zusammenhang bringen. oder gehts hier um reine effekthascherei? da helfen gut meinende zeilen hier im text auch nichts mehr. pardon, aber welche leser hätte der FREITAG eigentlich gerne?

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belle-hopes 02.12.2010 | 12:28

hä? ihren kommentar versteh ich nun wieder nicht. haben sie den text gelesen und meinen kommentar? was hat denn öko mit diktatur zu tun, wie es im text durcheinander gewirbelt wird? oder hat das wort diktatur inzwischen eine positive bedeutung bekommen? nein. also wieso, anstatt der von Ihnen frau schmitz und von mir übrigens auch, den geforderten alternativen gleich einen riegel vorschieben mit so einem text, wenn man öko mit diktatur vermischt. also muss ich mich hier mal wieder als leser fragen, welche zielgruppe angepeilt wird, oder ob man sich als schreiber seiner verantwortung nicht bewusst ist. oder ist das schon wieder viel zu idealistisch und zu wenig monetär gedacht?

Katharina Schmitz 02.12.2010 | 12:39

ich bin einfach nur der Ansicht, dass man mit kleinklein-Politik nicht viel erreichen wird. Rechtzeitig. Den Begriff Diktatur verstehe ich so, dass man zum Wohle aller "drakonischer durchgreift". Wenn zum Beispiel andere hungern, damit in Europa Fleisch gegessen werden kann, bin ich für eine Fleisch-Reglementierung. Wenn die Ökobilanz vom Fliegen derart verheerend ist, habe ich nichts dagegen, Privatflüge auf meinetwegen 5 im Jahr gesetzlich einzuführen. Das ist alles Utopie und klingt diktarorisch und von der Industrie ist noch gar nicht gesprochen. Nimmt man die Umweltprobleme aber als Existenzbedrohung für jeden wahr, sollte es erlaubt sein, radikaler und visionärer zu denken.

Calvin 02.12.2010 | 12:49

" [...] ob die sogenannten intellektuellen eigentlich noch von ihrem intellekt gebrauch machen, wenn sie begriffe wie öko mit worten wie diktatur in zusammenhang bringen."

Da muss ich mich Belle Hopes anschließen. Die Gefahr für die Umwelt besteht in der Ökonomie, egal ob durch freie Märkte oder Kommandowirtschaften. Natürlich sind Bürger um eine stetige Verbesserung ihrer Lebensbedingungen bemüht, doch irgendwann ist ein Punkt erreicht, wo der materielle Wohlstandszugewinn durch zu hohe ökologische Kosten erkauft wird. Und dann findet, so hoffe ich (wenn die Menschen zumindest ein wenig vernunftbegabt sind) ein Umdenken statt. Demokratie heißt nicht, nach oben hin offener Wohlstand, auch wenn das gerne, besonders von den USA, suggeriert wird. Und Demokratie hat auch nur begrenzt etwas mit freien Märkten zu tun.

In China lässt sich das gerade wunderbar beobachten: Da wird in 10 Jahren soviel Natur zerstört, wie in Europa in 200 Jahren. Irgendwann wird es soweit sein, dass dies selbst für das dortige Regime zu einem Politikum werden wird und sie sich dem Druck der Massen wird beugen müssen.

Die Demokratie kennt zudem sehr wirkungsvolle Mittel, Umweltschutz zu betreiben. Das Waldsterben der 80er wurde eingedämmt, Rhein und Bodensee haben sich erholt, die Ökosteuer bereitet die Bürger auf hohe Energiekosten vor, Zahlreiche Abgasbestimmungen filtern mittlerweile Auto- und Industrieemissionen etc. pp.

Nennen sie mir doch bitte eine Diktatur, die den so Umweltschutz ernst nimmt (Signapur zählt nicht, das ist eher eine Stadt denn ein Staat).

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belle-hopes 02.12.2010 | 13:48

was verstehen sie unter kleinlein? einen abonnenten wie mich? dann bin ich hier wirklich falsch. ich verstehe unter kleinlein einen text zu schreiben, in welchem man den guten begriff öko mit dem bösen wort diktatur in verbindung bringt, nur um mal auf effekte zu haschen oder sein geistiges irgenwie auf trab zu halten, das ist für mich kleinlein und nicht über den tellerrand gedacht. muss ich als leser ihnen als schreiber wortbedeutungen erklären? oder sie an ihre verantwortung erinnern? schreiber wollen doch ernst genommer werden, oder? dann muss auch das produkt stimmen!

Tycho 02.12.2010 | 14:07

Nimmt man die Umweltprobleme aber als Existenzbedrohung für jeden wahr, sollte es erlaubt sein, radikaler und visionärer zu denken.

Oh Lord! Das klingt allerdings extrem. Lasst mich mal weiter den Faden spinnen. Einschränkung des Populationswachstums. Right? Nur weil es etwas so in diktatorischer Form noch nicht gab, bedeutet dies ja nicht, dass es so angedacht werden könne?!

Ferner glaube ich, dass zivilisatorische Probleme, die der Umwelt zu schaffen machen, nicht so sehr am Konsum liegen, sondern vielmehr in der Lenkung von Ressourcen in die Entwicklung bestimmter Technologien, die dazu geeignet sind, Fehlkreisläufe zu regulieren.

Konsequent durchgedacht bedeutet der Umweltschutz Gedanke, richtete er sich auch gegen die Grundbedürfnisse der Menschen, uns nichts gutes und ist freiwillig dem Menschen nicht zu vermitteln?

Wie auch? Soll ich mich dann als Quell allen Übels selbst entlaiben, um endlich wieder eins zu sein mit Gaia?

Ich will also ökologische Verantwortung lieber ganz konkret sehen und nach dem Petzi System abarbeiten und nicht kalt duschen oder mit 30 das zeitliche segnen oder auf eine Familiengründung verzichten, sonst geht meine Stimmung nämlich fox force five...

Insofern wäre es interessant zu beleuchten, was aus Ökologie Ökofaschismus werden könnte...

Katharina Schmitz 02.12.2010 | 16:15

Hallo Belle Hopes. Mit Kleinklein meine ich ökologische Politik, die vorbildlich ist, aber viel zu langsam zum internationalen Vorbild wird. Wir haben uns wirklich missverstanden. Mir war gar nicht klar, dass sie der Begriff Öko-Diktatur derart auf die Palme bringt. Andererseits. Auch ökologische Errungenschaften dürfen hinterfragt werden, siehe deutschlandweite Wärmedämmung, die historische Fassaden für immer ruiniert. Hätte es Alternativen gegeben? Ist das Öko-Diktatur? Ich war neulich in dem Film "Die kommenden Tage", den man sicher gut oder schlecht finden kann. Als Diskussionsgrundlage taugt er allemal. Für heute bin ich zu erkältet (und zart besaitet), um tiefer in die Diskussion einzusteigen, siehe auch Herrn Tycho.

Reimers 02.12.2010 | 17:01

Dieser Artikel und ein Teil der Kommentare bestätigen mich in der Annahme, dass ein jahrelanges, zielgerichtetes Mindsetting in Verbindung mit dem Heraufbeschwören apokalyptischer Umwelt-Szenarios ohne weiteres dazu benutzt werden kann, eine freiwillige Aufgabe von Grundrechten "zur Rettung von Mutter Erde" zu befürworten.

Ich habe vor mehr als einem halben Jahr allen großen deutschen Zeitungen (inklusive des Freitags), dem ZDF und der ARD einen längeren Brief gechrieben über gefährliche autoritative Tendenzen bis in die höchsten Kreise des IPCC unter ausdrücklichem Verweis auf eine in Bonn stattgefundene Klimakonferenz mit allerhöchster Besetzung. Reaktion bis heute: Null!

Auf dieser Konferenz hat Professor David Held (Ökonomie-Professor aus London) einen Vortrag gehalten zum Thema "Global Governance" im Zusammenhang mit der Klimadebatte. Hinter wohlformulierten Sätzen und vielen beschwichtigenden Formulierungen trat dabei eine klare Tendenz hin zu mehr autoritativen Führungsstilen und globaler Politikführung hervor.

Hier ein Papier von einem der unzähligen Thinktanks, die unermüdlich dabei sind, unter dem Deckmantel "Notwendige Anpassungen der Demokratie unter dem Zeichen globaler Herausforderungen" eine ganz andere globale Agenda zu entwicklen. All dies findet sich in der einen oder anderen Form längst in UNO-Papieren, wird augenblicklich auch gerade in Cancun beraten (worüber in Deutschland inhaltlich aber überhaupt nicht berichtet wird, in England aber manchmal schon: www.telegraph.co.uk/earth/environment/climatechange/8165769/Cancun-climate-change-summit-scientists-call-for-rationing-in-developed-world.html):

www.policy-network.net/publications_detail.aspx?ID=3406

Weiteres interessantes findet man in den Papieren zu Cancun, die im schier überbordenden Dokumentengrab des IPCC, des UNFCCC und entsprechender UNO-Organisationen begraben sind. Wer sich heute einen hintergründigen Überblick verschaffen will über das aktuelle Geschehen im Klimabereich, muss seinen Beruf aufgeben.

In Cancun ist man derweil aber schon ein gutes Stück vorangekommen und schlägt nun vor, zur Klimarettung weltweit die Glühbirnen zu verbieten:

www.telegraph.co.uk/earth/environment/climatechange/8173850/Cancun-climate-summit-UN-calls-for-worldwide-phase-out-of-incandescent-bulbs.html

Es geht munter weiter, derweil werde ich mich zukünftig zu jeder Form von "politisch-religiöser" motivierter Wissenschaft mit seinen schier unendlich weitverzweigten Funds, NGO's, UNO-Kommitees und anderen Tentakeln in alle Zweige der Gesellschaften nicht mehr äußern.

Einen schönen Gruß noch an den genialen Architekten, Herrn Maurice Strong in seiner schönen neuen Heimat China, an Herrn Al Gore für seine bahnbrechende wissenschaftliche Dokumentation und an die zigtausenden NGOs, die alle nur das eine wollen: "Rettet unsere Mutter Erde".

Vor allem aber viele Grüße an die vielen zahlungskräftigen, gutmeinenden Philantropen dieser Welt, die dieses Wunder Neuzeit erst durch ihre uneigennützige, finanzielle Unterstützung erst ermöglicht haben.

Zum Abschluß zwei versöhnliche Videos zum Thema:

www.youtube.com/watch?v=XzL0e38Pck8=related

www.youtube.com/watch?v=iphWfNQjxxU

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belle-hopes 02.12.2010 | 18:10

dann sind wir uns ja einig in der deutung von kleinlein und dass es ein missverständnis gab; in der tat, mich bringt dieser ausdruck "öko- diktatur" wirklich auf die palme, ich persönlich hätte noch nicht mal etwas dagegen, aber so wie es hier zumindest in dern ersten sätzen des textes steht vermittelt es eher ein negatives bild oder verleitet dazu das öko- bestreben negativ zu sehen. wenn die absicht des autors die war öko- handeln anzuregen, dann bezweifle ich, ob das mit dem text zieht. wie auch immer. dinge, die der mensch nicht allzu gerne tut muss man ihm positiv verkaufen, dazu gehört auch umweltfreundliches leben. lg

Calvin 02.12.2010 | 23:31

"Zum Abschluß zwei versöhnliche Videos zum Thema:

www.youtube.com/watch?v=XzL0e38Pck8=related

www.youtube.com/watch?v=iphWfNQjxxU"

Merkwürdig, beim ersten Video mit dem Greenpeace-Kind habe ich mich totgelacht, das zweite mit den explodierenden Umweltsündern fand ich gar nicht witzig (stimmt vielleicht mit mir was nicht).

"Dieser Artikel und ein Teil der Kommentare bestätigen mich in der Annahme, dass ein jahrelanges, zielgerichtetes Mindsetting in Verbindung mit dem Heraufbeschwören apokalyptischer Umwelt-Szenarios ohne weiteres dazu benutzt werden kann, eine freiwillige Aufgabe von Grundrechten "zur Rettung von Mutter Erde" zu befürworten."

Sehe ich ähnlich. Was mich immer amüsiert, ist, dass viele Menschen immer noch glauben, ein autoritäres Regime würde auch nur irgend eines der bestehenden Probleme besser lösen, als eine Demokratie.

Auf der einen Seite bietet eine Öko-Diktatur ungemeines humoristisches Potential. Aber wenn dann die Öko-SA vor der Türsteht (alle von Greenpeace ausgewählt), sieht dass ich keine Energiesparlampen besitze, mich in den Garten führt und mich in der Zeit, wo ich argumentiere, dass Energiesparlamoen Quecksilber enthalten und daher gar nicht so umweltfreundlich sind, mein eigenes Grab schaufeln lässt -dann ist das vielleicht gar nicht so witzig.

Katharina Schmitz 03.12.2010 | 11:52

dann bin ich wohl gemeint :)
ich glaube trotzdem nicht, dass wir es hier nur mit apokalyptischen Mindsetting-Szenarios zu tun haben. Nur weil wir vor unserer Haustüre nicht direkt mit den Folgen der Umweltzerstörung konfrontiert sind, heißt es ja nicht, dass sie nicht stattfindet bzw. andere nicht schon heute massiv darunter leiden.
Und weit entfernt vom Wunsch nach einem autoritären Regime, frage ich mich einfach manchmal ganz naiv, wirklich ganz naiv, also sehr naiv, warum bestimmte Dinge nicht schlicht verboten sind oder ist es o.k. dass in Asien durch unseren Müll gewandert wird, Schlachtvieh durch halb Europa transportiert gekarrt, es andernorts kein Trinkwasser gibt, die Liste ist lang und die Glühbirne, der ich aufrichtig nachtrauere, erscheint da lächerlich im Katalog der Dringlichkeiten, was zu tun wäre.

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belle-hopes 03.12.2010 | 11:58

ich werd ja auch immer wieder in meiner naivität gebremst, wenn ich höre, dass bestimmte regeln jetzt endlich mal aufgestellt werden, von denen ich dachte sie wären es schon längst. ich erlebe dann immer einen stich bei solchen zeugnissen der wirtschaftsherrschaft über die welt. von mir aus kann die ab montag gleich abgelöst werden durch eine öko- vernunft- politik (das böse wort schreib ich hier nicht nochmal). lg

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rahab 03.12.2010 | 12:14

es geht je nicht nur um müll ....
ein beispiel: der assuan-staudamm
der hat ja nicht nur Abu Simbel gedroht, zu versenken, sondern hat menschenrechte (WSK) am und vom Nil lebender menschen 'versenkt'

andeutungsweise liest sich das bei
de.wikipedia.org/wiki/Assuan-Staudamm
so:

"Probleme

Da das aufgestaute Wasser des Nils bedeutende Kulturdenkmäler des alten Ägypten bedrohte, wurden einige mit Hilfe der Unesco in höhere Lagen umgesetzt. Berühmt wurde die Umsetzung der Tempel von Abu Simbel und Philae. Viele andere Kulturgüter versanken in den Fluten.

Durch die fehlenden Nährstoffe im Wasser ist der Fischbestand ab Assuan zudem drastisch zurückgegangen, und sogar im Mittelmeer sind die Effekte zu spüren: Besonders im östlichen Mittelmeer sanken die Fischfänge nach dem Bau des Damms um fast die Hälfte, scheinen sich aber langsam wieder zu erholen.

Der zurückgehaltene Nilschlamm fehlt nicht nur der Landwirtschaft flussabwärts, sondern ist auch für den Stausee selbst zum Problem geworden. Durch die zunehmende Verlandung des Sees kann immer weniger Wasser gespeichert werden. Schätzungen zufolge wird der See in etwa 500 Jahren vollständig versandet und damit für die Wasserspeicherung nutzlos sein.

Flussabwärts und vor allem im Nildelta stellt auch Erosion ein großes Problem dar. Durch den Mangel an Nilschlamm, der sonst vom Fluss dorthin transportiert wurde, wird Ackerland weggespült und Uferbefestigungen beschädigt. Auch die Fischbestände im Brackwasser des Nildeltas, wo momentan ein Großteil des ägyptischen Fischs gefangen wird, werden durch das salzige Meerwasser geschädigt. Daneben gibt es eine signifikante Erosion entlang der Küsten des östlichen Mittelmeeres, da der vom Nil ins Meer gespülte Sand fehlt.

Durch die Umsiedlung der hauptsächlich nubischen Bauern ist viel von der nubischen Kultur verloren gegangen.

Auch von einer steigenden Bilharziose-Gefahr wird berichtet. Diese Krankheit wird von einer im Wasser lebenden Schneckenart übertragen, die sich im Nasser-See sowie in den Bewässerungsgräben flussabwärts, die früher zumindest einmal jährlich austrockneten, stark vermehren konnte. Es wird versucht, die Schnecken mit Pestiziden zu bekämpfen."

Hans-Jürgen Kapust 03.12.2010 | 13:08

Die "Ökodiktatur" war schon vor 15 Jahren Thema (Spiegel), und muss anscheinend wieder mal ins Feld geführt werden, um Zusammenhänge nicht klar darzustellen zu müssen und herauszuarbeiten, sondern um zu verschleiern und zu vernebeln. Haben wir denn wirklich "Demokratie", mit den den dafür notwendig mündigen, mutig sich ihres eigenen Verstandes - ohne Hilfe anderer - bedienenden Menschen?!
Und sollte nicht, wie schon in den 68gern, besser von solchen Begriffen wie "Konsumterror" gesprochen und damit umgegangen werden?!
Nur ein Beispiel: bei der CO2-Bilanzierung wird allgemein der "Ausstoß" die CO2 -Produktion innerhalb der Länder be- und gegengerechnet, und daraus Reduktionsziele formumuliert. " Wir werden bis zum Jahr xxxx um xx % reduzieren". Was dabei nicht zur Sprache kommt, dass alles was wir konsumieren, einen ökologischen (u. a. auch CO2) Footprint hinterlässt oder - anders gesagt - Rucksack mit sich schleppt. So gesehen, reicht weder Atomkraft noch regenerative Energiewende, Energieeffiziens, Elektromobilität etc, aus, um diese unsere Konsumdemokratien von ihren Spitzenplätzen der CO2-Verursacher auf der Welt zu verdrängen.
Ökologische und soziale Probleme mit Vorstellungen wie "Freiheit oder Diktatur" zu kontrastieren oder zu vermengen, ist einfach dumm und/oder sogar kontraproduktiv.

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belle-hopes 03.12.2010 | 13:18

übrigens, den schmalen grat sehe ich nur in der formulierung, die mich jetzt genügend auf die palme gejagt hat; es gibt so viele ökofreundliche dinge, die noch nicht in angriff genommen wurden, dass man die ökopolitik wohl eher als in den kinderschuhen steckend begreifen kann. da hilfts natürlich ungemein gleich von einer öko- tyrannei zu sprechen und den keimling gleich zu ersticken...egal. was die welt braucht ist vernunft oder logik, klingt einfach, ist es auch, und vernunft ist meilenweit weg von einer tyrannei. etwas unlogischeres als ständig ressourcen zu verschwenden, die luft zu verdrecken und irgendwelchen mist ins wasser zu schütten gibts ja kaum noch. die hauptsache man hats daheim in wolkenkuckucksheim gemütlich und braucht nicht nachdenken. so siehtse aus die realität.

rama 03.12.2010 | 16:16

Das Vorbild für eine ökologische Demokratie wäre also die ökonomische Praxis der EU? Vorbilder EZB und WT=? Mich gruselt´s. Das sind Werkzeuge für Rendite und gegen Demokratie. Ich empfehle nur mal die Lektüre des Beitrags über die EU-Praxis in dieser Freitag-Ausgabe. Wer so unpolitisch ist, das nicht zu erkennen, ist gewiss nicht geeignet, in einer Debatte um eine demokratische Ökologiepolitik zum Berater, gar zum Visionär auserkoren zu werden.

Dietmar 03.12.2010 | 19:39

Sowohl der Artikel, als auch einige Kommentare, provozieren bei mir viele Einwände, die ich aber mit den Beteiligten lieber persönlich diskutieren würde, weil mir diese Internet-Diskussionen in vieler Hinsicht zu unverbindlich sind.
An dieser Stelle und auf diesem Wege möchte ich folgende Nach-Denkpfade zum Thema vorschlagen:

Umweltzerstörung gibt es nicht aufgrund von zuviel, sondern zuwenig Demokratie und Solidarität. Akkumulationszwänge von Macht-Ressourcen jeder Art sind ein tausende Jahre altes Merkmal von Klassengesellschaften, die vom Kapitalismus exponentiell vervielfacht wurden, weil sie auf diese Weise am effektivsten innergesellschaftlich und global ausgedehnt (und dadurch auch teilweise unkenntlich gemacht) werden.
Also: solange es hierarchische Klassengesellschaften gibt, gibt es Akkumulationszwänge, gibt es Ausbeutung von Menschen, gibt es Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen (und Vernichtungskriege).

Demokratie wird von einigen Kommentatoren missverstanden als unbeschränkte private Freiheit. Daher offenbar auch die Gereiztheit gegenüber Umweltschutzorganisationen, obwohl diese nur ein Bruchteile der Regelungen für den Umweltverbrauch anmahnen, die für den so „freiheitlichen“ automobilen "Individualverkehr" klaglos akzeptiert werden.
Merke: Im demokratischen Prozess geht es nicht um grenzenlosen individuellen Konsum, sondern um die dialogische Willensbildung und politische Aushandlung von Regelungen gemeinsamer Angelegenheiten durch alle Gesellschaftsmitglieder.

Statt Zukunftsgedanken an Öko-Diktaturen zu verschwenden – die kommen auch ohne Öko, wenn das Wasser nicht nur den Menschen im fernen Pakistan, sondern (bildlich gesprochen) auch uns bis zum Halse steht – wie wärs mit diesem Vorschlag:
Unsere öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkanstalten nehmen ihren gesellschaftlichen Auftrag endlich einmal ernst und machen wöchentlich, über mindestens ein Jahr, an einem Tag, zur besten Sendezeit von 18.00 bis 22.00 Uhr, mit Unterstützung der ganzen elektronischen Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung, mit Bürgerinitiativen, mit WissenschaftlerInnen, PhilosophInnen, JournalistInnen, KünstlerInnen, PolitikerInnen, mit MediatorInnen und guten ModeratorInnen, auch KritikerInnen und DissidentInnen, mit Diskussionen und Dokumentationen, Lesetipps und Aktionsvorschlägen, live, eine Sendung zum Thema: In welcher Gesellschaft wir, das versammelte Publikum, ab sofort und auf weiteres, leben will – angesichts der Tatsache, das wir, die Bewohner der Industrieländer des Nordens, 20% der Weltbevölkerung, jahrzehntelang bis heute 80% der Ressourcen der Welt verbrauchen und vergeuden, gleichzeitig 3 Milliarden Menschen arm sind und 1 Milliarde Menschen hungert, obwohl der Reichtum der Erde noch für alle ausreichend ist, solange, bis unsere Lebensweise und die Borniertheit und Machtgeilheit unserer Führer die Weltgesellschaft in Elend und Krieg gestürzt und die natürlichen Lebensgrundlagen zerstört hat.

Und weil wir mehr Zeit für die Beschäftigung mit all diesen Fragen brauchen, reduzieren wir unsere Vollzeit-Arbeit in der Mehrwertindustrie fürs Erste pauschal, gemeinsam und ohne Absprache mit den Zeitnehmern um 25%.

Wie gesagt, wenns nicht klappt, die Öko-Theo-Techno-Diktatur kommt von allein, durchs System, und unsere spachlose Angst.

Wolfgang Albath 04.12.2010 | 15:12

Wir brauchen keine Öko Diktatur, weil die Natur selbst uns schon jetzt zeigt, wo es langgeht. Überschwemmungen zum Anfang des Winters im Osten Europas, hier klirrende Kälte, dort sengende Sonne. Es scheint in den Menschen ein mehrere 10T Jahre altes kollektives Bewusstsein vorzuherrschen, dass gegen die Natur, die so ist wie sie ist, nicht ausgerichtet werden kann. Wir spucken in die Hände, steigern das Bruttosozialprodukt und bauen, nicht anders als vorher, wieder auf.
Der Film „Atavar“ wird wegen seiner, zugegeben brillanten Effekte, in den Himmel gehoben, kaum einer sieht die Story, wie ein (unser) Planet den ausbeuterischen partikular Interessen geopfert wird. Ist es nicht erstaunlich, dass fast alle SF Filme in einer ökonomisch und darwinistisch tristen Umwelt spielen?
Wie sollten die Notwendigkeiten angepasst werden? Leider ist der sonst so kreative menschliche Geist auf Verbote nicht eingerichtet: „Den Rasen nicht betreten“ verführt zum Betreten, während „Bitte auf dem Weg bleiben“ keine Änderung der Handlungen nach sich zieht. Diktatorische Verbote reizen eher zur Übertretung und die nachfolgende Kriminalisierung bringt noch mehr Unmut. Dieser Unmut entsteht auch, wenn die Staatsverwaltung „wegsteuert“ oder „einfordert“. Die Subventionen für bestimmte Projekte muss von allen aufgebracht werden, wie Paul Kirchhof – Das Maß der Gerechtigkeit – so treffend schreibt und die Steuern steigen. Jeden Menschen interessiert überwiegend der eigene Vorteil und, da wir in eine monetäre Gesellschaft haben, die alles in Kosten/Nutzen misst, der eigne Geldbeutel.
Einen positiven Ansatz habe ich heute in der RNZ S.23 unter Nachrichten versteckt gefunden: www.cleanvehicle.eu . Hier sehe ich einen positiven, dem menschlichen Denken entsprechenden Ansatz in der Umsetzung einer EU Richtlinie.
Die Werbung konfrontiert uns tagtäglich mit Aufforderungen, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen um Menschen zu imponieren, die wir nicht leiden können.
Warum wirbt MB nicht damit, wie es ihnen gelungen ist z.B. den Energieverbrauch für die Produktion von x nach y oder z zu verringern.
Das wäre doch mal was!
Im Übrigen: Ich finde es schon eigenartig, an welchen Orten derartige Begegnungen stattfinden. Und als Ergebnis: Hornberger Schiessen.!

little Louis 04.12.2010 | 20:06

@ Reimers am 02.12.
Ich teile Ihre Befürchtungen bezüglich einer "Heil- Gaja- Bewegung" und kann eine leichte Bestürzung über Tendenzen in dieser Richtung im Artikel und einigen Kommentaren nicht verhehlen.Einigermaßen ratlos macht mich deswegen Ihr angekündigter "Rückzug" bezüglich der Kritik der zu Recht so bezeichneten "politisch-religiös motivierten Klima- "Wissenschaft".
Grüße
little Louis

goch 05.12.2010 | 19:03

@ Bernhard Pötter:
Ökokratie ist einfach die Fortsetzung unserer Demokratie mit grünen Mitteln.
Ein überlegenswerter Gedanke, der zu Ende gedacht bedeutet, dass die Bevölkerung eines Landes über die Grundzüge der Produktion und den Konsum in Wahlen bestimmen muss.
Welche Produktionsweisen sind umweltschonend und nachhaltig?
Welche Produkte sind langlebig, umweltschonend, nützlich?
In welcher Umwelt (Stadt) wollen wir leben?

Wieviel Konsum brauchen wir für eine gute Lebensqualität?
Wie kann man sicherstellen, dass alle eine menschenwürdige Arbeit bekommen?

goch 05.12.2010 | 19:04

@ Bernhard Pötter:
Ökokratie ist einfach die Fortsetzung unserer Demokratie mit grünen Mitteln.
Ein überlegenswerter Gedanke, der zu Ende gedacht bedeutet, dass die Bevölkerung eines Landes über die Grundzüge der Produktion und den Konsum in Wahlen bestimmen muss.
Welche Produktionsweisen sind umweltschonend und nachhaltig?
Welche Produkte sind langlebig, umweltschonend, nützlich?
In welcher Umwelt (Stadt) wollen wir leben?

Wieviel Konsum brauchen wir für eine gute Lebensqualität?
Wie kann man sicherstellen, dass alle eine menschenwürdige Arbeit bekommen?
Das kann Kapitalismus nicht leisten!

little Louis 07.12.2010 | 16:16

@ calvin 14.35
Können Sie das belegen? Ein wissenschaftlicher "Ruf" ist übrigens noch keine Gewähr für korrekte Wissenschaft. Eher im Gegenteil: Er kann auch zum mainsream -Tunnelblick führen, Und wer sich aüßerhalb des mainstreams begibt, riskiert sehr schnell nicht nur seinen "Ruf" sondern auch jegliche Finanzierungsmöglichkeit.
Deswegen vermeiden viele Wissenschaftler lieber den Blick auf empirische Befunde, die sie zwängen, gegen den Strom schwimmen zu müssen oder sie stellen solcherart "gefährliche" Untersuchungen erst garnicht an.Das ist sogar verständlich. Wer gefährdet schon aus Idealismus seine wirtschaftliche Existenz. Man sieht also : Ein Wissenschaftler kann sich auch auf DIESE etwas andere Art "kaufen" lassen.
little Louis

medvedin 07.12.2010 | 18:03

Ökodiktatur oder Ökokratie - das ist doch gehupft wie gesprungen. Ob in Berlin oder in Brüssel, eine winzige Schar von "Auserwählten" soll besser wissen und können, wo´s langzugehen mit der Gesellschaft als die Millionen, welche diese Gesellschaft in ihrem Alltag leben? Und längst ahnen, dass es so auf die Dauer nicht weitergehen kann.
Ohne radikale Veränderungen in der Lebensweise und ihres materiellen Kerns, des dominanten Konsummodells, kann es keinen sozial-ökologischen Umbau geben. Geschichtlich ist erwiesen, dass sich eine neue Produktionsweise am schwersten tut mit der notwendigen Anpassung des Lebens jenseits von Arbeit und Produktion. Die kapitalistische Gesellschaft hat über 4 Jahrhunderte dazu gebraucht und gerade mal, vor etwa 50 Jahren da angelangt, ist dieses Modell der Massenkonsumtion auf der Basis industrieller Massenproduktion standardisierter Konsumgüter bereits wieder in seine Krise gerutscht.
Wie die Leute leben "sollen", das lässt sich eben nicht so einfach von oben dekretieren oder über die Zwänge des Marktes durchsetzen. Und das ist gut so! Optionen zu "anders leben" müssen von den Leuten angenommen, d. h. geprüft, ausprobiert, korrigiert und ergänzt, den individuellen Gegebenheiten und Wünschen angepasst werden. Ökodiktatur wie auch -kratie würden zu allem möglichen führen, aber bestimmt nicht zu einer Lebensweise der Nachhaltigkeit.
Gegen Ende der `90er hat Michael Jäger (Freitag) in den damaligen Cross-Over-Dialog die Idee von Verbraucherwahlen eingebracht: 82 Mio Konsumenten - der mit Abstand größte Verein hierzulande - stimmen in periodischen Zeitintervallen, sagen wir mal, alle 10 Jahre, über Grundrichtungen der Konsumentwicklung ab. Beispiel Verkehr: Experten arbeiten, ausgehend von den in diesem Zeitraum für den Sektor verfügbaren materiellen und finanziellen Ressourcen, alternierende Konzepte aus. Etwa (stark vereinfacht) so: A) 70 % der Ressourcen für Erhaltung und Ausbau des Individualverkehrs, 30 % für den öffentlichen?
Oder B) umgekehrt? Die Wahlresultate sind verbindlich. Parlament hat auf dieser Grundlage entsprechende Gesetze zu erlassen, Regierung und Behörden die Durchsetzung zu gewährleisten. Auch die Wirtschaft ist daran gebunden, sie erhält Produktionsquoten zugeteilt.
Das wäre ein Projekt, das es in sich hat ... Demokratisierung der Grundentscheidungen über die Entwicklung der Lebensweise! In solchen Dimnsionen sollten wir heute schon denken. Die Zeichen der Zeit stehen doch gar nicht so schlecht dafür.

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beaurivages 07.12.2010 | 22:32

@Belle Hopes
>sie persönlich nehmen keine veränderung der umwelt zum schlechten wahr? wo leben sie?

Ich persönlich habe natürlich immer die Umweltverschmutzung wahrgenommen.
Besonders im Ruhrgebiet.
Diesbezüglich hat sich in ganz Deutschlend vieles verbessert, muß man objektiv zugeben.
Die CO2 Reduzierung vom Menschen bringt hinsichtlich der avisierten Temperaturbegrenzung der Atmosphäre wahrscheinlich nichts.
Zumindest sind die Einflußgrößen zur Tempraturveränderung hinsichtlich ihrer Klomplexität ganz sicher nicht ausreichend erforscht.
Es ist meiner Meinung nach nicht richtig, spekulativ teure Maßnahmen zur CO2-Reduzierung zu beschließen, weil sich auch ohne diese Maßnahmen das Klima verändert.
Beispielsweise war schon erheblich mehr CO2 in der Atmosphäre als heute und es war damals dabei viel kälter.
Andererseits gab es In den letzten 3,8 mrd. Jahren zu 80 % Warmzeiten, weitestgehend unabhängig vom CO2-Anteil in der Atmosphäre.
Ich hatte vor einigen Tagen hierzu einen Blogbeitrag von @Kunibert Hurtig (oder so ähnlich) gelesen.
Der hatte sich mit dieser Thematik detailiert befaßt. Sollten Sie vielleicht mal lesen!

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belle-hopes 07.12.2010 | 22:48

nun ja, in den letzten 3,8 mrd. jahren war der mensch auch noch nicht unterwegs auf diesem planeten und hat überall seinen dreck hinterlassen, gekrönt vom aufkommen der mobilindustrie mit all den ressourcenverbrauch. aber wozu sich gedanken darüber machen, über waldrodung, giftschlamm, luftverschmutzung, abschmelzen der polkappen, damit sollen sich mal die nachkommen befassen...

medvedin 07.12.2010 | 22:49

Mal angenommen, es sei an dem. Dann ist es aber doch höchst verantwortungslos, einfach so weiter zu machen wie gehabt. Die richtige Konsequenz wäre, sich mit äußerster Behutsamkeit zu verhalten - mindestens bis die Problemlage eindeutig geklärt ist. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass die ökologische Krise noch andere Seiten hat: Übernutzung von Land- und Wasser-Ressourcen, Verluste an Artenvielfalt etc. - und die lassen sich nun wirklich nicht auf Naturspiele zurückführen.

B.V. 08.12.2010 | 14:45

Ach den Weltuntergang hat´s doch schon öfter gegeben. Nach Global 2000 dürften wir gar nicht mehr leben.
Und Herbert Gruhl, der Philosoph der Ökodiktatur, scheint wieder im kommen zu sein.
Und nun kommt der Weltuntergang, wenn es keine Ökobewegung gibt oder wenn in Mexiko eine, man weiß es jetzt schon, nur teure, aber nichts bringende, Quatschkonferenz das Elend dieser Welt beklagt, aber, um das tun zu können, die Delegierten aus aller Welt mit KEROSIN-BOMBERN dort einfliegen und zu eben diesem prophezeiten Weltuntergang mehr beitragen, als was jede Mammutkonferenz an schönen Ergebnissen hervorbringen könnte.

Liebe Naivlinge,
die Götter mögen weiterhin euch ohne Einfluss lassen, nur das wird die Welt retten. :-)))

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belle-hopes 08.12.2010 | 15:32

ich bin ja der meinung, dass bildung und intelligenz und empathie die welt retten; apropos, erklären sie doch bitte für die naivlinge hier, ich sehe zwar keine, wie sie die herausforderung der globalen umweltzerstörung meistern wollen? durch unüberlegtes dahergerede wohl kaum. oder durch ignoranz. ich meine, ganz naiv, wer in großbuchstaben so einen satz dahin zimmert hat doch bestimmt mehr in petto als hohle worte. bin gespannt.

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beaurivages 08.12.2010 | 15:37

@Belle Hopes und teilweise @B.V.

Einspruch, Euer Ehren!

Gegen Ressourcenverschwendung, Waldrodung, Giftschlamm, Luftverschmutzung ist überhaupt nichts einzuwenden.

Mit der angeblich durch den Mensch verursachten Klimaerwärmung wegen CO2 Emmissionen, dass ist eine ganz andere Geschichte!
Wenn es mal wieder zu einer Warmzeit kommt (wann weiß niemand genau), dann schmelzen die Gletscher und das Poleis auch ohne die Klimaschutzziele (max. plus 2 °C in den nächsten 50 Jahren) mittels CO2 Reduzierung.
Wie es aussieht, sind das Ziele von Ökodiktatoren.

Insofern zitiere ich gerne B. V.:

LIEBER WELTUNTERGANG ALS ÖKODIKTATUR!

B.V. 08.12.2010 | 15:46

"erklären sie doch bitte ...wie sie die herausforderung der globalen umweltzerstörung meistern wollen?

Da gibt es nichts zu erklären, ich möchte sie nicht meistern.

Der Größenwahn besteht schon darin "die herausforderung der globalen umweltzerstörung meistern (zu) wollen".
Dahinter steckt eine heile (Öko)Welt-Vorstellung, die es so gar nicht gibt und niemals geben wird. Ich will ja niemanden seinen Glauben nehmen, aber grundsätzlich halte ich Weltverbesserungsparanoia für sehr gefährlich, wenn sie politische Formen annimmt. Solange das im sektiererischen bleibt ist es manchmal lustig, öfter nervig.
Was der Mensch machen kann ist das, was er im laufe der Evolution immer getan hat, versuchen sich den veränderten (Natur)Zuständen klug anzupassen.
Aber der Glaube ein einheitlicher zielgerichteter (Öko)Menschheitswille würde alles richten, der mit verlaub ist nicht nur naiv sondern auch dumm.

P.S. Wer sollte/möchte denn gern der Öko-Diktator sein und wie bekommt er die Macht?

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belle-hopes 08.12.2010 | 15:47

können sie ja gerne, aber wenn sie schon mit studien daher kommen, auf die sich berufen, dann doch bitte so ehrlich (sonst kann man sie ja nicht ernst nehmen), die von menschen gemachten co2- werte mit einzubinden, vornehmlich im zuge der industrialisierung. um die gehts nämlich, um werte, die nicht naturgemacht sind. aber das ist auch verflixt, sich selbst einzugestehen, dass der mensch doch mist verzapft.

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belle-hopes 08.12.2010 | 15:51

dahinter steckt nur die wahrnehmung der probleme, wie welthunger und dergleichen, wenn sie das nicht sehen wollen oder verstehen können ist das ihre sache oder wenn sie denken nach mir die sintflut, gegen ignoranz gibts keine medizin. aber dann verschonen sie doch leute, die denken können und handeln wollen mit ihrem phlegmatismus, sonst denkt man noch sie fühlen sich vielleicht in ihrer scheuklappenwelt doch nicht so wohl. lg

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beaurivages 08.12.2010 | 16:02

@Belle Hopes
>um die gehts nämlich, um werte, die nicht naturgemacht sind.

Natürlich hat der Mensch durch fossilen Abbrand für zusätzlichen CO2 in der Atmosphäre beigetragen!

Aber, hinsichtlich der Klimaerwärmung scheint das marginal zu sein.
Das ist doch der Punkt.

Haben Sie den Blogbeitrag von @Kunibert Hurtig gelesen?
Da können Sie die angesprochenen Studien lesen.
Sie können den Blogbeitrag schnell finden, indem sie über die Usersuche (Kunibert Hurtig) dorthin gelangen.

B.V. 08.12.2010 | 16:36

Beantworten Sie auch meine Fragen oder darf ich nur Ihre beantworten?

Wieso werden Sie gleich so persönlich. Wer sagt, das ich die Probleme ignoriere oder Scheuklappen habe, der kennt mich nicht.
Ich habe auch nichts gegen Umweltschutz, Tierschutz, Bionahrung, etc. (ganz im Gegenteil).
Ich wende mich nur gegen den Glauben, man könne damit die Welt retten.
Und ich möchte nicht in einer Welt leben, wo Leute (mal wieder gut meinend) alles noch schlimmer machen, weil sie sich berufen fühlen.
Das ist alles.

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beaurivages 08.12.2010 | 17:01

@B.V.
>P.S. Wer sollte/möchte denn gern der Öko-Diktator sein und wie bekommt er die Macht?

Na, reihenweise die grünen Weltbewahrer und Bedenkenträger!
Die sabbeln gerne wie Papageien alles nach, ohne zu wissen, ob es überhaupt richtig ist und versuchen die Leute damit einzuschüchtern!
Ich persönlich glaube deshalb auch, dass schon durch die Versuche mit Pfeil und Bogen durch Menschen in der Steinzeit die Klimaänderung ihren dramatischen Anfang genommen hat!
Außerdem war das eigentlich Schlimme beider Weltkriege auch nicht die ca. 60 mio. Toten, sondern der Feinstaub!

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beaurivages 08.12.2010 | 17:27

@derDonnerstag
>Kurzer Einwurf: Es macht sicher einen Unterschied, ob sich das Klima - unter natürlichen Bedingungen - ganz allmählich erwärmt oder ob es - vom Menschen beeinflusst - sich in einem kurzen Zeitraum verändert, oder?

Welchen Unterschied würde es denn machen und wer sagt, ob eine Klimaerwärmung durch menschlich verursachte CO2-Emmissionen überhaupt erfolgt?

Das ist wissenschaftlich gar nicht erwiesen bzw. höchst strittig!

Übrigens ist der Wechsel von Warm- zu Eiszeiten und umgekehrt häufig nicht allmählich, sondern manchmal relativ kurzfristig erfolgt.
Dann möchte ich auch noch anmerken, dass wir uns klimageschichtlich am Ende einer Eiszeit befinden.
Vielleicht jedenfalls, denn im Moment (der letzten 10 Jahre) stagniert die durchschnittliche Temperaturzunahme der Atmosphäre.
Zu 80 % der erforschten Klima-Erdgeschichte (über 3,8 mrd. Jahre) gab es Warmzeiten!

little Louis 08.12.2010 | 18:16

@ belle hopes von gestern um 17.00
Da Sie auch mich gefragt haben:
Beaurivages hat schon nahezu alles Relevante zum Thema gesagt. Dem habe ich kaum mehr etwas hinzuzufügen.
Warum auch gegenüber "der Wissenschaft" Scepsis angebracht ist, habe ich ja oben gesagt. Bedenken Sie auch den ungeheuren politischen Druck.
Übrigens: Kein Naturwissenschaftler "glaubt" einem Forschungsergebnis, das nicht von mindestens zwei,drei anderen unabhängigen Forschergruppen reproduziert werden konnte. Aber selbst da sind "Verschwörungen" mindestens denkbar.Das alles ist in den einschlägigen Naturwissenschaftlichen Zeitschriften nachzulesen (gewesen) und kritischen Leuten schon seit langem bekannt.
little Louis