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Zwei Ikonen der feministischen Theorie sind entzweit: Judith Butler und Eva Illouz

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Eva Illouz: „Die koloniale Analyse passt nicht wirklich, um Israel zu verstehen“

Foto: Corinna Kern/laif

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Die Proteste an Universitäten weltweit gegen den Gaza-Krieg zeichnen ein allzu simples und falsches Bild der Situation in Israel, sagt die Soziologin Eva Illouz. Im Gespräch mit Lior Kodner, Digital-Chef der israelischen Tageszeitung Haaretz, ordnet sie die aktuellen Vorgänge historisch ein und erwägt Lösungen. Lucia Engelbrecht hat es aus dem Hebräischen übersetzt.

Lior Kodner: Frau Illouz, lassen Sie uns auf das letzte halbe Jahr zurückblicken. Der Krieg dauert mittlerweile länger als 200 Tage. Wie hat sich das Verhältnis von Israel zur akademischen Welt und im speziellen zur Linken Ihrer Meinung nach geändert?

Eva Illouz: Was momentan passiert, ist kein grundlegender Wandel des Verhältnisses, lediglich die Intensität steiger

Transkript und Übersetzung aus dem Hebräischen: Lucia Engelbrecht

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