Feminismus-Ausstellung „Empowerment“ in Wolfsburg: Wer kotzt die Leute an?

Kunst Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt noch bis Januar über 100 Werke feministisch orientierter Kunst. Das ist glamourös anzusehen, die Schau „Empowerment“ zeigt aber noch etwas anderes auf
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 37/2022
Empowerment im Kunstmuseum Wolfsburg
Empowerment im Kunstmuseum Wolfsburg

Foto: Marek Kruszewski

Feminismus ist nicht fun / er ist komplex und er kotzt die Leute an“, sang die Berliner Musikerin und Autorin Christiane Rösinger unlängst in ihrem Musical Planet Egalia. Schlimmer noch: „Er ist nicht cool und seine Themen sind alt / Ausbeutung, Sexismus, strukturelle Gewalt“. Wie jetzt? All die Bestrebungen, die viel geschmähte soziale Bewegung endlich „hip“ und „glamourös“ und damit anschlussfähiger zu machen, sollen umsonst gewesen sein? Die stylishen „The future is female“-T-Shirts, die rotzigen Selbsthilfebücher, die mit Stinkefinger klarmachen, dass Frauen niemandem irgendwas schulden, die schick designten feministischen Tarot-Sets – all das für nix?

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