Frei von allen Fesseln

Kriegsfotografie Der Fotograf Luc Delahaye über den Adel der Kriegsfotografie
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FREITAG: Warum Ihr Griff zum Fotoapparat?
LUC DELAHAYE: Anfangs besaß ich keine konkrete Idee, was man damit alles anstellen kann, und fühlte mich auch zum Fotografieren nicht wirklich legitimiert. Außerdem hemmte mich meine Schüchternheit. Bei der Ausübung meiner Arbeit machte ich die positive Erfahrung, dass die Demonstranten, die ich fotografierte, mich dabei respektierten. Der Freiraum, den mir der Beruf des Pressefotografen bot, versetzte mich in eine Spannung der Aufmerksamkeit, die mir meine Schüchternheit nahm. So lernte ich meinen Beruf. Ich dachte noch vor meiner Beschäftigung mit Fotografie an den Journalismus, und da insbesondere an die Kriegsberichterstattung. Ich hielt diese nämlich für den Adel des Journalismus. Kaum eingestiegen