Einfach nur obszön! Gas-Umlage schützt Profite und macht Menschen arm

Meinung Die Profite einiger Konzerne lässt die Ampel-Koalition unangetastet, Uniper rettet sie. Für all das bezahlen sollen die Gaskunden – das ist unhaltbar und muss auch anders gehen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 33/2022

In manchen Wochen schlägt einem die Gleichzeitigkeit von irren Nachrichten einfach ins Gesicht. So geschehen in der Ferienzeit, als Ende Juli bekannt wurde, dass Energiekonzerne weltweit satte Milliardengewinne einfahren und sich damit eindeutig an der Krise bereichern. Wenige Tage zuvor: Der deutsche Staat springt mit 15 Milliarden Euro beim schwächelnden Gasimporteur Uniper ein, um die Energieversorgung sicherzustellen. Denn dieser ist als Gaskäufer direkt abhängig von russischem Gas und der Nord-Stream-1-Pipeline. Im gleichen Moment bringt Bundeskanzler Olaf Scholz eine Gasumlage ins Spiel, von der jetzt bekannt wird, dass sie 2,4 Cent pro Kilowattstunde betragen und Familien im Winter eine um mehrere hundert Euro höhere Heizrechnung bescheren wird.

Im Klartext:

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