„Gedanklich haben wir Krieg“

Interview Die Kunstaktion #allesdichtmachen hat die Republik aufgewühlt. Nachdem sich die dicksten Rauchwolken verzogen haben, zieht Regisseur Dietrich Brüggemann Bilanz
„Gedanklich haben wir Krieg“

Fotomontage: der Freitag, Material: Hendrik Schmidt/dpa, #allesdichtmachen/YouTube

Wie schafft man es, ein paar Erkenntnisse aus dem Fall zu gewinnen, die haltbar sind? Haltbarer als etwa die „Recherchen“ des Berliner Tagesspiegel, der ein rechtes Netzwerk hinter der Aktion vermutete und sich mittlerweile „für handwerkliche Fehler“ entschuldigt hat? Nun, wir hätten da eine Idee.

der Freitag: Herr Brüggemann, wir nehmen das Gespräch mit unseren Handys auf.

Dietrich Brüggemann: Ich zeichne es auch auf. Falls ihr einen auf Tagesspiegel machen wollt, kann ich dann belegen: Das habe ich nie gesagt. Ich gehe auch davon aus, dass im Einleitungstext nicht unbedingt so was drinsteht wie „ihm wird Nähe zum Antisemitismus vorgeworfen und jetzt kann er über die Vorwürfe sprechen“.

Der Vorwurf ging ja eher Richtung: Mit eurer Aktion spielt ihr den Querdenkern in die Hände.

Ich möchte vor allem den vielen Leuten in die Hände spielen, die weder quer noch rechts sind, aber trotzdem aus guten Gründen die Corona-Politik hinterfragen. Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine Reaktion von der AfD gewesen: „Wir verurteilen diese Aktion, weil sie den Kampfeswillen des deutschen Volkes gegen das Coronavirus untergräbt.“ Etwas in der Art wäre hilfreich gewesen.

Das kann ja in den Film rein. Wir möchten Sie nämlich bitten, mit uns das Drehbuch zu einem Film über #allesdichtmachen und Folgen zu entwerfen.

Oh, da gibt es aber schon Pläne. Es sind Leute an uns herangetreten und haben gesagt: Hättet ihr nicht Lust, einen Film zu machen mit all den Schauspielern? Finanziert über Crowdfunding.

Das kommt ebenfalls ins Drehbuch.

Apropos Film: Ganz Deutschland fragt sich ja seit einem Jahr, was Schlingensief machen würde.

#allesdichtmachen war doch im Sinne des Meisters, oder?

Schlingensiefs Methode bestand sehr oft in der Affirmation der Gegenposition. Denken Sie an „Ausländer raus“ in Container. Der migrationsoffenen Linken hat Schlingensief damit nicht wehgetan, wohl aber der damals sehr rechts stehenden breiten Masse in Österreich. Man hat sich dann natürlich mit deren Beschimpfung auch seinen Orden abgeholt, aber rein diskursanalytisch erfolgte das über Affirmation der Gegenposition. Insofern ist sie ein probates Mittel, um Verwirrung zu stiften und eine verfahrene Situation aufzulösen.

Wollten Sie mit ihrer Aktion auch eine verfahrene Aktion auflösen?

Jedenfalls haben wir die Gegenposition überaffirmiert. Wir haben uns die Situation angeschaut und festgestellt, dass wir in einer Art großen PR-Kampagne sind. So muss man es doch nennen, wenn der Lockdown uns durch Anzeigen, Plakate und Werbespots als so was Nettes, Harmloses verkauft wird.

Darauf kommen wir noch. Erst ein paar Gedanken zur Besetzung. Der Regisseur Schlingensief ist ja immer auch mitspielender Teil seiner Filme gewesen. Herr Brüggemann, in Ihrer Satire „Heil“ über Rechtsradikale haben auch Sie einen Auftritt.

Ja, ich stehe im Bademantel und mit einer Infusionsflasche rauchend vor einem Krankenhaus und frage die Schwangere: Sind Sie sicher, dass Sie in diese Welt ein Kind setzen wollen? Das war mein Kurzauftritt in Heil. Und dann habe ich einen Filmregisseur namens Dietrich Brüggemann in einer Talkshow auftreten lassen, der von Tom Lass gespielt wird und der meint, dass einem das Lachen im Halse steckenbleiben muss.

Ist das auch Ihre Intention?

Ich möchte mit meinen Filmen eine Gegenwelt schaffen, in der man das spielt, was man nicht ist, um zu einem besseren Verständnis der Welt zu kommen. Aus genau dem Grund habe ich in Heil alle Polizisten mit Musikern besetzt, die mal Punks waren. Und aus dem gleichen Grund würde ich selbst in einem Film über #allesdichtmachen vermutlich einen Journalisten vom Tagesspiegel spielen, der sich in den Kopf gesetzt hat, uns nachzuweisen, dass wir von einem finsteren Nazi-Netzwerk gesteuert sind. Das wäre mein Cameo-Auftritt.

Und wo bleibt der Regisseur Dietrich Brüggemann als Figur?

Den würde ich dann wahrscheinlich wieder von Tom Lass spielen lassen, weil das schon Tradition hat. Aber es stellt sich doch die Frage, ob das überhaupt einen brauchbaren Film hergeben würde. Ein Film erzählt ja doch immer von einer geschlossenen Gruppe von Leuten oder einer Heldenfigur oder einem sozialen Gefüge. Man müsste die durchgehenden Figuren hier erst mal identifizieren.

Zur Person

Foto: Mary Evans/Imago Images

Dietrich Brüggemann, geb. 1976, ist Musiker, Autor und Filmemacher. Für den Spielfilm Kreuzweg erhielt er zusammen mit seiner Schwester Anna bei der Berlinale 2014 den Silbernen Bären für das beste Drehbuch. Zuletzt führte er Regie im Stuttgarter Tatort „Das ist unser Haus “

Sind die denn jetzt immer noch nicht alle identifiziert?

Das schon. Aber ihre Rolle ist noch nicht immer ganz klar.

Was Sie sagen, ist ja eine Sensation. Da sollten wir eine Pressemeldung daraus machen, ich hoffe unsere PR-Abteilung liest hier heimlich mit! Dabei hieß es doch in der „Welt am Sonntag“, dass sich seit Herbst eine Runde von besorgten SchauspielerInnen zu Gesprächen getroffen hat.

Diese Runde, da sage ich nicht zu viel, meint Volker Bruch und Miriam Stein und noch vier weitere. Und ich stehe jetzt ein bisschen dumm da wie damals Helmut Kohl mit seiner Parteispende.

Die Pointe bei Kohl ist nun aber die: Es hat die Spender vermutlich nie gegeben, das sagt jedenfalls Schäuble. Kohl wollte vom System schwarzer Kassen ablenken! Er raunt von einem geheimen Netzwerk, um etwas anderes zu verbergen – geradezu teuflisch.

Stimmt. Wobei anders als bei Helmut Kohl ist es hier so, dass tausend andere Leute auch wissen, wer da noch dabei war. Ich habe bei der ganzen Aktion keinerlei Geheimnis gemacht. Die Struktur, der der Tagesspiegel in seiner Suche nach einem Netzwerk gefolgt ist, war Paranoia. Sie vermuteten, dass unter der Oberfläche etwas Geheimes liegt.

Viele Filme funktionieren so.

Ja, das ist ein Ansatz, den man auch beim Filmemachen haben kann: Es ist der Ansatz der Tragödie. Die Hauptfigur ist etwas, was sich nur im Verborgenen manifestieren kann. Das ist tragisch. Deswegen stirbt sie.

Und die Komödie?

Die funktioniert genau andersrum. Was an der Oberfläche liegt, ist schon die Wahrheit. Und wenn die Welt dich als irgendwas erkennt – dann hat sie recht. Wenn du als Frau rumläufst, bist du eine Frau. Punkt. Und wenn du deine Perücke abnimmst und sagst, ich bin aber ein Mann, dann sage ich: Nobody is perfect. Das ist die Komödie. Wir sind, was wir sind. Die paranoide Suche nach Hintermännern geht ins Leere.

Meint jetzt wiederum bezogen auf die Recherchen des „Tagesspiegel“?

Meint, dass es das Netzwerk, das der Tagesspiegel vermutet, tatsächlich gibt: Es sind die Schauspieler, die in den Filmen zu sehen sind. Aus genau diesem Grund habe ich übrigens auch mich selbst da hingestellt und Sachen gesagt. Das hätte ich nicht machen müssen, ich bin kein Schauspieler. Aber ich hab mir gesagt, ich will auch meinen Teil am Shitstorm abhaben, der natürlich passieren wird. Ich wollte nicht der Strippenzieher im Hintergrund sein; nein, ich stell’ mich hier als einer von allen rein.

Der „Tagesspiegel“ hat ja auch suggeriert, dass es sich um eine Verschwörung der „Tatort“-Kommissare handeln muss, denn die Dichte der Kommissare und Kommissarinnen in der Gruppe ist verdächtig! Muss in den Film rein, oder?

Das wäre lustig. Eine Verschwörung der Tatort-Kommissare. Es ist aber Zufall, weil das Feld der Teilnehmer sich halt irgendwie daraus ergibt, wer mit wem schon mal gearbeitet hat.

Dass es Netzwerke in der Kultur gibt, ist ja nun keine so wahnsinnig spektakuläre Erkenntnis.

Nein, wirklich nicht. Die Aktion hatte 60 Teilnehmer, acht sind vor Veröffentlichung aus verschiedenen Gruppen rausgefallen, einen hab’ ich tatsächlich rausgenommen, weil er so einen Querdenker-Pullover anhatte, wo draufstand: Bewaffnet euch mit Wissen. Jedenfalls kam von diesen 60 Leuten ein Drittel über mich und die anderen zwei Drittel kamen von weiß nicht wem alles.

Was ist Jan Josef Liefers’ Rolle in unserem Film? Wenn er von Talkshow zu Talkshow zog und sagte, dass er nichts sagen darf, war das ja schon auch komisch.

Was bedeutet der Satz „ich darf ja nichts sagen“ genau? Bedeutet er: von meiner eigenen Position sprechen? Oder bedeutet er über andere Menschen reden? Das ist erst mal ein Unterschied. Und dann: Wenn ich nichts sagen darf, was meine ich damit? Bedeutet das, dass ich da unmittelbar bestraft werde oder dass ich andere Leute schädige? Dass hier also ein Karriereschaden für jemanden eintreten könnte? Man muss das genauer untersuchen. Es ist, glaube ich, vollkommen legitim zu sagen, in der derzeitigen Situation tut man sich karrieretechnisch keinen Gefallen, wenn man Fundamentalopposition zur Corona-Politik äußert. Ich sehe keine große Komik darin, wenn Liefers das sagt ...

Es wäre aber ein Running Gag, die Komik darf doch vor einem selbst nicht haltmachen.

Ja, das ist irgendwie auch lustig, aber man muss doch tiefer graben ... Comedy ist „truth and pain“, so steht es im besten aller Drehbuchschreiberbücher. Und das stimmt total. Die schmerzhafte Wahrheit, die muss man suchen. Sie entsteht dann, wenn jemand das eine tut und das andere sagt.

Wir sehen die Komik in Ihren Filmen besonders in den Kippfiguren. Wie in „Heil“, wo der schwarze Aktivist durch einen Kopfschlag zum Nazi und der Polizist zum Aktivisten wird und die Aktivisten zu Spießern usw. Dieses Prinzip müsste man auch in diesen Film übertragen.

Es gibt ja wahnsinnig viele Kippfiguren, die feststellen, dass sie, wenn sie ihr Video zurückziehen, weil sie den Shitstorm fürchten, auf einmal von der anderen Seite den Shitstorm kriegen, was ja auch schlimm ist.

Was ist eigentlich mit den Rechtsextremen in unserem Film? Wer hat das gut gefunden? Die Beatrix von Storch. Wer noch? Alice Weidel?

Da gehe ich mal davon aus, dass die das gut gefunden haben. Ich habe das alles gar nicht so genau verfolgt, aber ich fürchte, ich sehe die Komik darin, dass man in Sachen Abgrenzung einen Eiertanz macht. Ich habe in allem, was ich bisher gemacht habe, sehr klargemacht, wo ich politisch stehe, aber nicht, um irgendwo politisch zu stehen, sondern weil ich es für richtig hielt. Ich habe schon 2013 warme Klamotten gesammelt und sie eigenhändig in Flüchtlingslager gefahren. Wenn mir die AfD applaudiert hätte, hätte ich es trotzdem gemacht.

Es bräuchte wohl viele Stimmen in so einem Film. Uns hat besonders bei Ihren „Tatort“-Verfilmungen gefallen, das sie etwas Chorisches haben.

Andere machen Küchenpsychologie, ich mache Küchensoziologie.

Das ist doch nur ein anderes Wort für Satire.

Satire lebt allerdings auch von Überzeichnung. Und da wird es dann schwierig. Es gibt hier nichts mehr zu überzeichnen. Da entsteht kein Erkenntnisgewinn. Also vielleicht wäre dieser Film auch einfach keine Komödie, sondern eine Tragödie.

Es gibt ja Tragikomik. Beckett.

Jede Komödie ist eine Tragikomödie. Wenn Sie Beckett sagen: Der historische Existenzialismus handelt ja von einer vollkommenen Vereinzelung des Menschen, und die haben wir jetzt tatsächlich. Nun handeln aber alle großen Filme davon, dass Menschen in einem Raum untereinander interagieren, bis auf sehr wenige Beispiele wie Tom Hanks in Cast Away. Manchmal kommen sie aus dem Raum gar nicht raus. Wie im Würgeengel. Und jetzt haben wir eben den Fall, dass alle vor ihrem Computer sitzen und nur noch mit dem Internet interagieren. Also auch das „Recherche-Netzwerk Antischwurbler“, das beim Tagesspiegel mitgewirkt hat. Da sitzen Leute vor dem Rechner und wühlen sich durch fünf Stunden Video-Interviews von Paul Brandenburg, um eine verdächtige Aussage da rauszuziehen.

Aber das ist doch auch komisch.

Ja, das ist wahnsinnig komisch. Aber man muss für diese mediale Atomisierung eine neue filmische Form finden. SMS, Chats und dass man Telegram und Whatsapp und Message gleichzeitig offen hat, oder war es jetzt doch eine E-Mail oder ein Anruf und jetzt ist in dem Kanal wieder das und das los. Elementarteilchen, die hat es ja jetzt eigentlich erst so richtig gegeben. Das wäre an so einem Film, glaube ich, erst richtig interessant.

Gibt es denn da noch eine Realität? Ein „Außen“?

Die Realität sieht eben so aus, dass wir seit einem Jahr fast nur noch in der Medienrealität leben. Das haben unsere Spots thematisiert.

Diese Spots waren ja eine Parodie auf eine Kampagne der Bundesregierung, „Besondere Helden“. Eine Parodie kann aber nur funktionieren, wenn das Parodierte erkannt wird. Viele kannten die Kampagne offenbar nicht.

Die Kommunikation der Regierung hat sich ja nicht in dieser Kampagne erschöpft. Der Tonfall ist auch in den Plakaten enthalten, wie „Meine Disziplin ist die beste Medizin“. Das färbt ab. Zum Beispiel auf die öffentlich-rechtlichen Medien. Es gibt eine Heroisierung und Emotionalisierung des Covid-Kampfes. Siehe die Doku von der Intensivstation. Wenn es da wirklich so hoch hergeht, dann steht da ein Kamerateam einfach nur im Weg rum.

Versuchen wir diesen Ton noch etwas genauer zu fassen.

Er ist paternalistisch. Es geht an die Essenz unseres Menschseins. Menschen sterben, ohne von der Familie Abschied nehmen zu können. Kinder und Jugendliche verlieren essenzielle Teile ihrer Entwicklung. Ganze Branchen stehen vor dem Aus. Und was macht die Regierung? Sie kommt her und sagt: „Hey, Leute, jetzt noch einmal die Ärmel hochkrempeln, aber alles halb so wild.“ Und diesen Tonfall haben wir in unseren Videos aufgenommen und ins Absurde übersteigert. Damit haben wir eine schwarze Wahrheit ausgesprochen: Ihr lügt uns an. Freundlicher gesprochen: Ihr seid in der Kommunikation nicht ehrlich. Lockdown ist der letzte Scheiß. Ehrlich wäre: Wir muten euch etwas zu, was eigentlich überhaupt gar nicht geht. Aber bitte! Wir können nicht anders, weil uns fehlt die Macht, das Virus anders einzudämmen. Und damit läge Machtlosigkeit auf dem Tisch. Dann könnte man sich mal ehrlich unterhalten.

Leider kam die Aktion im unpassendsten Moment. Nämlich, als die Intensivstationen medial sichtbar wurden.

Das war doch schon länger so. Aber der Zeitpunkt der Veröffentlichung hing für uns eher zusammen mit der Bundesnotbremse. Wo handelt die Aktion überhaupt von den Intensivstationen?

Spielt keine Rolle. Es wurde zusammengedacht.

Als Filmemacher kann ich dann aber nur dieses Zusammendenken thematisieren und sagen: Sorry, Leute, in diesem Zusammendenken seid ihr aber komische Gestalten.

Warum?

Gedanklich haben wir Krieg. Wir haben einen Feind, der uns maximal ans Leder will und quasi von außen kommt. Gegen diesen Feind ist jedes Mittel recht und die Zivilgesellschaft hat zurückzustehen. Es geht nur noch um die Front und da wird für uns alle gekämpft. Die Front war früher der Schützengraben, heute sind es die Intensivstationen. Das wird heroisiert und emotionalisiert. Wenn dann aber an der Heimatfront, also sozusagen hier zu Hause, gesagt wird, nee Entschuldigung, wir halten diesen Kampf für gar nicht so richtig sinnvoll und haben selber massive Probleme, dann untergraben wir die Moral der Truppe. Das ist dann Wehrkraftzersetzung.

Vergessen wir nicht, dass wir einen komischen Film machen wollen. Man muss also die Fallhöhen thematisieren. Es gibt zwar die Parallele in der Rhetorik, aber faktisch wird doch nicht so heiß gegessen wie gekocht.

Ja, weil wir irgendwie halt immer noch das sozialdemokratische „Wir nehmen alle mit“-Narrativ im Kopf haben. Wir wissen, wir sind eigentlich vollkommen gnadenlos, aber wir verpacken es noch in wohlmeinende Watte.

Ist Spahn in unserem Film der Wattenmann?

Hm, ich habe mich mit der Figur Jens Spahn noch nicht weiter auseinandergesetzt. Also außer den bekannten Dingen, die über seine Berufskarriere als Bankkaufmann, Pharmalobbyist und Hausbesitzer irgendwie sowieso in den Medien sind. Ich weiß noch nicht mal, ob er eine komische Figur ist oder einfach nur eine Figur.

Wer muss von den bekannten Gesichtern der Pandemie noch rein?

Ich würde mich hüten, einen Drosten, einen Spahn, einen Wieler mit Schauspielern zu besetzen. Das sind alles Charakterköpfe, die man nicht adäquat durch Schauspieler ersetzen kann. Das kann nur schlechtes Schülertheater werden.

Drosten kurz von hinten, wie Merkel in „Heil“, dazu so eine typische Formulierung von ihm. Das wäre eine schöne Referenz.

Ich denke, dass man da in allernächster Zeit noch mal anders reagieren muss. Der einzigartige Sprachduktus eines Christian Drosten wäre auch mal lohnender Gegenstand einer linguistischen Betrachtung. Ich würde sagen, mal drei Jahre warten und dann gucken, ob überhaupt irgendjemand diesen Film sehen will.

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06:00 21.05.2021

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