Geld und Stammbaum

US-VORWAHLEN Bush gewinnt die Schlammschlacht um rechte Wähler. Ein Sieg, der ihm im November auf die Füße fallen kann
Exklusiv für Abonnent:innen

Vor New Hampshire waren George W. Bush und John McCain nach eigenen Angaben »gute Freunde«. Aber seit McCains Sieg dort am 8. Februar soll der eine Präsidentschaftskandidat plötzlich ein absolut unwählbarer »Liberaler« sein, und der andere charakterlich so labil wie der Casanova im Weißen Haus. So rau sind die Sitten bei den republikanischen Vorwahlen, dass man verzweifelt nach programmatischen Ursachen für die eskalierende Schlammschlacht sucht. Und sucht. Und sucht. Und wenig findet. Alles nur Schall und Rauch, Wahltaktieren eben, während das große Geld derweil in beider Kassen fließt.

Bush hat seinen Plan zu den Akten gelegt, das »republikanische Zelt« für Minoritäten und Unabhängige zu öffnen. Nach