Rau und realistisch: General Sergej Surowikin ist jede Schönfärberei suspekt

Porträt Sergej Surowikin ist der neue russische Oberkommandierende für die Ukraine. Der Realist könnte den Kreml von Kompromissen am Verhandlungstisch überzeugen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 43/2022
Dass Sergej Surowikin ein Ruf wie Donnerhall vorauseilt, war für den jüngsten Karrieresprung gewiss von Nutzen
Dass Sergej Surowikin ein Ruf wie Donnerhall vorauseilt, war für den jüngsten Karrieresprung gewiss von Nutzen

Foto: Mikhail Metzel/Itar-Tass/Imago Images

Härte und Kompromisslosigkeit sind es vor allem, die der kahlköpfige russische General Sergej Surowikin ausstrahlt. Wladimir Putin hat ihn am 8. Oktober zum neuen Oberkommandierenden der in der Ukraine eingesetzten russischen Verbände befördert. Zugleich ist dieser hohe Militär Chef der Luft- und Weltraumstreitkräfte des Landes.

Surowikins Leben ist seit rund vier Jahrzehnten von der Armee geprägt. Seit 1983 diente der 1966 in Nowosibirsk Geborene in den sowjetischen Streitkräften. Als jungen Soldaten verschlug es ihn in den 1980er Jahren nach Afghanistan, wo die Armee bis Anfang 1989 als Besatzungsmacht stand. Danach sicherte er während des tadschikischen Bürgerkrieges in den 1990er Jahren die Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan.

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