Geschlossenes oder offenes Sprechen

WIDER DIE NAIVE VORSTELLUNG VON DER MULTIKULTUR Der karibische Schriftsteller Édouard Glissant und sein Buch »Traktat über die Welt«

Der 1928 auf Martinique geborene und nach langen Aufenthalten in Europa und in den USA wieder dort lebende Schriftsteller Édouard Glissant genießt im französischen Sprachbereich und darüber hinaus eine merkwürdige Form von respektvoller, mit großzügiger Missachtung seines literarischen Werks untermischter Anerkennung, frei nach dem einmal auf Klopstock gemünzten Motto: Wer wird nicht seinen Glissant loben: doch wird man ihn auch lesen? Nein! Jahrzehntelang war Glissant außerhalb kleiner Zirkel von Karibik-Spezialisten, Frantz-Fanon-Kennern und mit kreolischer Kultur befasster Romanisten kaum zur Kenntnis genommen worden. Als der Heidelberger Wunderhorn-Verlag in den frühen achtziger Jahren damit begann, Romane und Essays Glissants in deutscher Übersetzung herauszubringen, stieß das Unternehmen außerhalb eines Kreises Eingeweihter auf freundlich verständnisloses Kopfschütteln. Dass Glissants erster, 1958 in Frankreich mit dem Prix Renaudot ausgezeichneter Roman La Lézarde 1959, schlecht und recht, wie damals nicht anders zu erwarten, ins Deutsche übersetzt wurde, war längst in Vergessenheit geraten.

Zu Beginn der neunziger Jahre änderten sich die Ausgangsbedingungen, da drang die zentralamerikanisch-karibische Region überraschend in die Feuilletonschlagzeilen vor. Die Gualtematekin Rigoberta Menchu erhielt 1992 den Friedensnobelpreis, der englischsprachige Lyriker Derek Walcott, der von der Martinique benachbarten Insel St. Lucia stammt, wurde mit dem Literaturnobelpreis 1992 ausgezeichnet, und in Paris beschloss die Jury des Prix Goncourt im Herbst 1992, dem auf Martinique lebenden Patrick Chamoiseau ihren begehrten Preis zu geben. Die bereits durch Rasta-Folklore aufgewertete Karibik mit ihrer Vielfalt von Inseln, Sprachen und ethnischen Komponenten pass te wunderbar in das schöne bunte Bild einer friedlichen multikulturellen Welt, das um diese Zeit im Westen herumgereicht wurde.

Das Bild gewann etwas besonders Erbauliches angesichts der Kriege, die sich seit 1991 im rauhen Europa die Völkerschaften des zerfallenden Jugoslawien lieferten. In der Karibik ausgeübte Gewalt wie der militärische Angriff der USA auf die als Flugzeugträger Cubas verdächtigte Antilleninsel Grenada war da schon längst wieder vergessen. In dieser veränderten Situation konnte auch der Martiniquais Édouard Glissant, dem inzwischen sogar Nobelpreischancen nachgesagt wurden, als Botschafter einer Welt fruchtbarer multiethnischer Vielfalt eine sichtbare Rolle übernehmen, selbst in Deutschland. So geriet der Name Glissant in die Karteien des zentraleuropäischen Kulturmanagements.

Nicht mehr nur arme kleine Stadtteilbuchhandlungen luden fortan den eloquenten, hochgebildeten schwarzen Schriftsteller zu Lesungen ein, sondern auch universitäre Kolloquien und die Kasseler Documenta; im Jahr 1999 war Glissant sogar Gast des VW-Vorstands in Hannover und der Kulturhauptstadt Weimar. Einladen ist offenbar aber schon der Maximalbeitrag zum multikulturell Guten; Glissant auch noch zu lesen, das scheint entschieden zuviel verlangt. Die fünf Bücher Glissants, die Wunderhorn in den zuverlässigen Eindeutschungen der Übersetzerin Beate Thill im Lauf der Jahre herausbrachte, liegen im Buchhandel wie Blei. Glissants im Faulkner-Jahr 1997 auf deutsch herausgekommenes gewichtiges Buch Faulkner, Mississippi wurde von den Autorinnen und Autoren zahlreicher Faulkner-Gedenkartikel nicht einmal beiläufig zur Kenntnis genommen. Was geht es kontinentale Literaturkritiker auch an, wenn ein aus einer karibischen Sklavenhaltergesellschaft stammender Schriftsteller vorschlägt, Spuren der Sklavenhaltergesellschaft der amerikanischen Südstaaten in Faulkners Werk einmal anders zu entziffern, als man es bisher gewohnt war. Ja wäre der Autor dieses Buches wenigstens als Geheimtip gehandelter US-amerikanischer Dekonstruktivist gewesen!

Als Idee ist das Multiethnische wunderschön, so schön, dass sich die NATO der Idee zuliebe 1999 sogar zu einem Luftkrieg gegen das multiethnisch unsensible Serbien aufschwang, in ihrem Schwung allerdings auch die ethnisch reichlich heterogene Stadt Novi Sad erwischte, in der Straßenschilder in fünf Sprachen ausgefertigt sind; doch auch wieder nicht so schön, um sich ihretwegen veränderte Lesegewohnheiten zuzulegen. Es müsste schon ein kleines Wunder geschehen, wenn das gerade in deutscher Übersetzung erschienene, im französischen Original 1997 herausgekommene Buch Glissants Traktat über die Welt deutlich lebhafteren Zuspruch fände, gar eine Diskussion in Gang setzte. Ein Wunder auch deshalb, weil dieses Buch aus den soliden Gattungsgrenzen herausfällt, die mit tätiger populistischer Nachhilfe des Literarischen Quartetts wieder sehr ans Herz gewachsen sind: es ist ebenso Erzählung wie Essay, ebenso Gedicht wie ethnographische Abhandlung. Die neuerwachte Liebe zum Pluralen geht nicht soweit, sich auch auf undurchschaubare literarische Hybridformen zu erstrecken, von denen sich ein in der Lesergunst hoch stehender, ordentlich saftiger Roman wohltuend eindeutig abhebt.

Das Begreifen dessen, was Édouard Glissant, ausgehend von den Erfahrungen der ehemaligen Sklavenhaltergesellschaft Martiniques, »über die Welt« mitzuteilen hat, ist jenseits des Eintauchens in diese hybride literarische Form aber nicht zu haben. Die »zersplitterten Welten« der Antillen, von denen Glissants 1986 auf deutsch erschienenes gleichnamiges Buch handelt, sperren sich, sollen sie nicht verfälschend harmonisiert werden, der eindeutigen und vereinheitlichenden Benennung. Selbst wenn mehrere Bücher Glissants die Gattungsbezeichnung Roman tragen, können sie die gewöhnlich an einen Roman gerichteten Erwartungen nicht erfüllen; andernfalls würden sie ihrer eigenen Intention untreu. Denn das Erzählen einer Geschichte, die einen gängigen Roman trägt, ist eben das, was in der Tradition Martiniques wie der anderen Antilleninseln nichts Selbstverständliches ist und deshalb erst neu erfunden werden muss; zwar kennt die Insel eine Tradition des mündlichen Erzählens, aber die ist innig mit der schriftlich nicht fixierten und nicht für literaturwürdig erachteten kreolischen Sprache verbunden.

Die eigentümliche, Figuren kreolischer Oralität sich anverwandelnde Erzählweise der als Romane ausgewiesenen Bücher Glissants - drei von ihnen liegen auf deutsch vor: Die Hütte des Aufsehers, Mahagonny, Die Entdecker der Nacht - ist nicht leicht zu erfassen, eben weil sie sich selbst immer wieder von neuem zu begründen veranlasst sieht. Ihren Grund hat solcher Begründungsbedarf in der Geschichte der Insel. Während die Nachkommen der weißen Pflanzer und Sklavenhalter auf die Daten der Kolonisierung verweisen können, die mit der häufig kriegerischen Geschichte der europäischen Mutterländer in Zusammenhang stehen, fehlt den Nachfahren der schwarzen Sklaven ein dokumentierter Anhaltspunkt, der weiter zurückreicht als das Datum der Sklavenbefreiung von 1848. Die zusammengekauften afrikanischen Sklaven waren als Verschleppte ja nicht nur ihrer Freiheit, sondern auch ihrer Herkunft, ihrer Namen und ihrer Sprache beraubt worden. Ihre Geschichte schreiben konnte nur heißen, eine Geschichte imaginieren oder, um das Wort des Romantikers Fried rich Schlegel aufzugreifen, »rückwärtsgewandte Prophetie« treiben. Jüngere Schriftsteller Martiniques wie Patrick Chamoiseau und Raphael Confiant sind in dieser Beziehung bei Glissant in die Schule gegangen.

Aus der Geschichtslosigkeit der Sklavenzeit ragt nur eine ebenso reale wie zur Legende gewordene Gestalt hervor, der »Marron«, der schwarze Sklave, der es gewagt hat, sich die von den weißen Herren gestohlene Freiheit wieder zu holen, aus dem Gefängnis der Plantage auszubrechen und sich in den subtropischen Wäldern zu verstecken. Der »Marron« spielt in Glissants Romanen eine bedeutende Rolle, als Fixpunkt imaginärer Generalogien, die von einem Buch zum anderen entfaltet und miteinander verknüpft werden. Über die Verzweigungen dieser Genealogien hängen die verschiedenen Bücher miteinander zusammen.

Leserinnen und Leser, die nicht alle Romane Glissants im Kopf haben oder als auf die deutschen Übersetzungen Angewiesene auch nicht haben können, laufen deshalb beim Lesen Gefahr, den Faden zu verlieren; das gilt auch für die Lektüre des jetzt vorliegenden Traktats über die Welt. Das Buch, dessen Originaltitel Trait‚ du Tout-Monde lautet, bezieht sich auf den 1993 erschienenen, unübersetzt gebliebenen umfangreichen Roman Tout-Monde. Wer sind die plötzlich auftauchenden Mathieu Béluse und Marie Celat, genannt Mycéa, und wo kommen sie her? Leser, die ihre Glissant-Lektüre mit Traktat über die Welt beginnen, werden streckenweise im Dunkel tappen. Auch müssen sie sich manches zusammenreimen, etwa selbst dahinterkommen, dass Glissant unter »Poetik«, einem von ihm häufig gebrauchten Terminus, etwas anderes versteht als das, worüber in Frankfurt am Main Vorlesungen gehalten werden. Es wird ihnen also einiges abverlangt, nicht nur durch die montageähnliche Form dieses Traktats, der seinen eigenen Verknüpfungsregeln folgt und nicht denen der klassischen Abhandlung.

Verständnisschwierigkeiten ergeben sich aber auch aus der Verdeutschung der Sprache Glissants, womit nicht die Übersetzung im technischen Sinn gemeint ist; hier hat die Übersetzerin Beate Thill wie immer lobenswert zuverlässig gearbeitet. Es werden jedoch Grenzen der kulturellen Übersetzbarkeit sichtbar: für bestimmte, von Glissant gebrauchte Ausdrucksweisen fehlen in der deutschen Sprache die entsprechenden Wörter, und zwar deshalb, weil die Diskussionen, auf die Glissant sich in seiner Gedankenwelt bezieht, im deutschen Sprachbereich nicht angekommen sind und somit keinen Anlass gaben, eine differenzierende Terminologie zu erarbeiten. Ein Beispiel für ein solches Straucheln an der Schranke kultureller Übersetzbarkeit findet sich gleich am Beginn der deutschen Ausgabe, Seite 11:

»Der Gedanke der Vermischung, nicht nur in der erschütternden Bedeutung der kulturellen Mischungen, sondern, noch davor, in der Bedeutung der Mischkulturen, die uns vielleicht vor den Beschränktheiten oder der Intoleranz verschonen, die uns umlauern, und uns neue Räume der Beziehung eröffnen werden.« Vermischung - kulturelle Mischungen - Mischkulturen: Verschiedenes, alles dasselbe, oder was ist damit gemeint? Früher hatten »Mischkulturen« eine schlechte Presse, heute hält man sich da korrekterweise zurück, doch etwas Genaues weiß man nicht. Im französischen Original steht an dieser Stelle in allen drei Fällen »métissage«, worunter ein spezifischer kultureller Prozess zu verstehen ist, der gerade nicht in eine irgendwie undefinierbare Mischung mündet, sondern seine Komponenten zwar verwandelt, sie aber nicht in einem Mischmasch zum Verschwinden bringt.

Im französischen Sprachraum, der ja auch der Raum einer imperialen Kolonialgeschichte ist, liegt allerhand Literatur zum Thema vor. In dem bei Flammarion erschienenen Taschenbuch Le métissage schreiben die Anthropologen Francois Laplantine und Alexis Nouss: »Die Dimension der Zeit ist es, was den metissage von anderen Formen von Vermischung wie dem Mix und dem Hybriden unterscheidet, die statisch begriffen werden können. Weil er nicht ein Zustand ist, sondern eine Bedingung, eine Spannung, die nicht gelöst werden muss, ist der metissage stets in Bewegung, im Wechsel von seinen verschiedenen Komponenten in Gang gehalten.« Der deutsche Ausdruck Vermischung deckt den Anteil Bewegung und Spannung im »métissage« gerade zu. (Der »Mestize«, zu dem man in Deutschland den »métis« beziehungsweise den spanischen »misto« einst gemacht hat, ist in seiner Bedeutung ganz und gar durch den biologischen Aspekt definiert und deshalb in diesem Zusammenhang in lexikalischer Hinsicht unbrauchbar).

Bloße Nebensachen sind die erwähnten terminologischen Probleme nicht, weil sie auf das Fehlen eines Diskussionsprozesses im deutschen Sprachbereich verweisen, das sich auch auf das Begreifen der Überlegungen Glissants auswirken muss. Wenn »metissage« als »Vermischung« gedacht wird, bereitet es große Schwierigkeiten, zu verstehen, was Glissant mit »Kreolisierung« sagen will, einem in Traktat über die Welt zentralen Begriff. Die Leistung der Kreolisierung ist, schreibt Glissant, »eine Beziehung zwischen zwei oder mehreren kulturellen ›Zonen‹ zu unterhalten, die in einem Ort der Begegnung zusammengerufen werden, ebenso wie eine kreolische Sprache von verschiedenen sprachlichen ›Zonen‹ aus spielt, um daraus ihr unerhörtes Material zu beziehen.«

Was hier »Kreolisierung« heißt, wird somit von den spezifischen Realitäten der Antillen, der Vergangenheit der Sklaverei und der Plantagenwirtschaft und der in den Plantagen als Verständigungsmittel entstandenen kreolischen Sprache abgelöst und zu einem universellen Prinzip erhoben. Ist das überzeugend? Glissant kommt es in Traktat über die Welt vor allem darauf an, die Besonderheit des nicht ausschließlich an die Sprache gebundenen kreolischen Bewusstseins im Kontrast zur europäischen Denktradition hervorzuheben und der Welt als Modell vorzuschlagen. Auf den Antillen kennt die Geschichte keinen zentralen Ursprung und keine auf ihn gegründete Legitimität, sie bildete sich erst im Prozess des Zusammenlebens der an die Küsten der Inseln verschlagenen Völker; Glissant nennt diese Kulturen, einen etwas abgegriffenen Allerweltsausdruck gebrauchend, »komplex«. Ihnen stellt er die »alteingesessenen« (französisch »ataviques« genannten) europäischen Kulturen gegenübeer, die sich durch ein »Denken des Einen« auszeichnen und durch »Philosophien einer Geschichte in Großbuchstaben, welche die Linearität zur Norm erhoben...«

Dem »Wirbel der Menschheiten«, den weltweite Migrations- und Fluchtbewegungen heute hervorrufen, werden solche Geschichtsphilosophien und Abstammungskategorien nicht gerecht, sagt Glissant und hat zweifellos Recht. Doch wo sind heute noch Geschichtsphilosophien in voller Geltung, welche »die Linearität zur Norm« erheben, und könnte es nicht etwas anderes sein als Geschichtsphilosophie, was sich da, etwa an den Außengrenzen der Europäischen Union, den Wirbeln der Menschheiten entgegenstemmt? Und gerade im Hinblick auf das blutige Ausleben von Abstammungsleidenschaften wie auf dem Balkan und anderswo wäre zu fragen, ob Kreolisierung zur Zeit mehr sein kann als ein interessantes, auch rundum wünschenswertes Konzept, dem allerdings außer an wenigen ausgewählten Orten dieser Welt wie den Antillen die Bodenhaftung fehlt. Nicht einmal das alte Einwanderungsland USA, räumt Glissant ein, ist ein »Land der Kreolisierung«, man ist dort vorerst beim »Multikulturalismus« steckengeblieben, und auch dieser verliert zusehends an Inhalt. Von dieser nüchternen Feststellung bis zu dem euphorischen Satz, dass die »Welt-Totalität« der »allgemeinen Kreolisierung« unterliegt, ist der Sprung dann recht kühn und sehr weit.

Der Autor dieses Traktats über die Welt zeigt die Neigung, dann, wenn er den Blick übers Ganze schweifen lässt, ungenau, etwas schwärmerisch, manchmal auch allzu gefällig zu formulieren. Glissant ist jedoch viel zu klug, um zwischendurch nicht selbst auf das Widersprüchliche seines Konzepts kreolisierenden Welt-Denkens aufmerksam zu werden. So werden Globalisierungseuphoriker keine reine Freude an diesem Traktat haben, wenn sie dort lesen: »Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Mächte der Unterdrückung, die international sind und ein Interesse haben, ihre Welt-Totalität zu verwirklichen, in der sie überall Zugriff haben, auf die größte Stadt, auf das kleinste Inselchen, um ihren üblen Profit daraus zu ziehen, dass diese Mächte sich ebenfalls einer Strategie bedienen, die ein Weltdenken vorgibt.«

Entschieden mitreißend ist Glissant, wenn er aus globalen Weiten zurückkehrt und über einzelne Schriftsteller wie Michel Leiris, Victor Segalen oder Gaston Miron schreibt oder über Schreiben und Lesen und über Sprache und Sprachen reflektiert. Wozu fordert uns die unüberhörbare Präsenz so vieler verschiedener Sprachen in unseren Gesellschaften auf? Nicht unbedingt dazu, vielsprachig zu werden, heißt die Antwort; es geht eher darum, sich dem Einfluss zu »öffnen, den die Anwesenheit der anderen Sprachen auf die Art des Sprechens der eigenen Sprache ausübt. Man kann die eigene Sprache nämlich auf zweierlei Weise sprechen, sagt Glissant in einem Gespräch: »geschlossen oder offen«. Ein schöner leiser Appell zur Öffnung der Sprache und der Geister. Wenn Glissants Traktat über die Welt vermutlich auch nicht dazu taugt, moderne Stammes- und Identitätskrieger aufzuhalten und auf friedlich kreolisierenden Kurs zu bringen, so steckt in ihm doch vielfältig anregender Stoff für neues Träumen und Nachdenken und für Diskussionen über »métissage«, die in der Mitte Europas überfällig sind.

Édouard Glissant: Traktat über die Welt. Aus dem Französischen von Beate Thill. Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 1999, 237 S., 46,- DM

00:00 04.08.2000

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