Schwedischer Gewerkschafter: „Der Kampf gegen Tesla ist anders als alles, was ich kannte“

Interview Seit sieben Monaten gibt es Streiks bei Tesla in Schweden. Arturo Vasquez Sandoval erklärt, warum der Arbeitskampf gegen den US-Produzenten von Elektroautos anders organisiert, strukturiert und ausgerichtet sein muss, um erfolgreich zu sein
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Schwedischer Gewerkschafter vor einem Tesla-Geschäft in Malmö: Seit sieben Monaten tobt der Arbeitskampf
Schwedischer Gewerkschafter vor einem Tesla-Geschäft in Malmö: Seit sieben Monaten tobt der Arbeitskampf

Foto: Johan Nilsson/ Picture Alliance

Stockholm, Mitte Mai. Arturo Vasquez Sandoval steht in gelber Streikweste und einem Stapel Flugblätter in der Hand vor dem Waterfront Building, einem großen Tagungszentrum am Stockholmer Hafen. Dort findet gerade ein Kongress der Landsorganisationen statt, dem größten der drei schwedischen Gewerkschaftsdachverbände. Da oben im Norden findet seit sieben Monaten ein erbitterter Arbeitskampf gegen Tesla statt. Längst geht es nicht mehr nur um mehr Geld. Hafenarbeiter und Postangestellte haben sich in „Sympathiestreiks“ den Tesla-Mitarbeitern angeschlossen. Lässt sich der Arbeitnehmerfeind Elon Musk so besiegen? Ein Gespräch mit dem schwedischen Gewerkschaftssekretär Arturo Vasquez Sandoval.

der Freitag: Herr Vasquez, warum verteilen Sie