Hoffnung statt Kurdistan

ELENDIGER FRIEDEN Die heimliche Hauptstadt Südostanatoliens zwischen Entspannung, Aufschwung und Repression
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Parlez vous français?". Die Frage kommt etwas überraschend. Gar nichts sonst möchte der Herr bei der Akkreditierung wissen. Ein Hinweis noch: "Wenn Sie die Stadt doch verlassen wollen, um in die Region zu fahren, kommen Sie noch einmal vorbei ... " - Ein Kollege der Nachrichtenagentur Reuters sei ohne Anmeldung losgezogen und habe deshalb auf einer Polizeistation festgesessen.

Frühjahr 2000 in Diyarbakir, der "heimlichen Hauptstadt" der Kurden im Südosten der Türkei. Es herrscht - verglichen mit vergangenen Jahren - eine entspannte Atmosphäre. Patrouillierende Sicherheitskräfte sind in den Straßen kaum zu sehen. Neben internationaler und türkischer Folklore oder Pop dudelt auch kurdische Musik. Doch lokale Radiostationen müssen mit Send