Holterdipolter!

Einrichtung In seiner "Kurzen Geschichte der alltäglichen Dinge" macht sich Bill Bryson auf eine Entdeckungstour durchs eigene Haus. Der "Freitag" präsentiert eine exklusive Leseprobe

Nun kom­men wir zum ge­fähr­lichs­ten Teil des Hau­ses – ja, einem der unfallträchtigsten Orte, die es überhaupt gibt: zur Trep­pe. Niemand weiß genau, wie gefährlich sie ist, weil es an Statistiken merkwürdi­ger­wei­se hapert. Die meis­ten Län­der füh­ren wel­che über To­des- und Ver­let­zungs­fäl­le durch Stür­ze, aber nicht da­rü­ber, was den Sturz ver­ursacht hat. In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ist zum Bei­spiel be­kannt, dass etwa 12.000 Men­schen im Jahr zu Bo­den ge­hen und nie wie­der auf­ste­hen, doch ob sie von ei­nem Baum, ei­nem Dach oder der Gar­ten­ve­ran­da ge­fal­len sind, weiß man nicht.

In Groß­bri­tan­ni­en wur­den bis 2002 ziem­lich pe­ni­bel die Zah­len über Trep­pen­stür­ze fest­ge­hal­ten, doch dann be­fand das Mi­nis­te­ri­um für Han­del und In­dust­rie, sol­che Din­ge auf­zu­zeich­nen sei ein Lu­xus, den es sich nicht mehr leis­ten kön­ne – was ei­gent­lich Spar­sam­keit am fal­schen Platz ist, wenn man be­denkt, wie viel sol­che Ver­let­zun­gen die Ge­sell­schaft kos­ten. Die letz­ten Zah­len zei­gen, dass sich in dem Jahr sage und schrei­be 306.166 Bri­ten bei Trep­pen­stür­zen so erns­te Bles­su­ren zu­zo­gen, dass sie sich ärzt­lich ver­sor­gen las­sen muss­ten. Und das ist ja kei­ne Ba­ga­tel­le.

John A. Temp­ler vom Mas­sa­chu­setts Ins­ti­tu­te of Techno­logy, Ver­fas­ser der ul­ti­ma­ti­ven (und, zu­ge­ge­ben, fast der ein­zi­gen) wis­sen­schaft­li­chen Un­ter­su­chung zu die­sem The­ma, ent­wirft so­gar ein noch dras­ti­sche­res Bild. In sei­ner Schrift Die Trep­pe. Stu­di­en zu Ge­fah­ren, Stür­zen und ver­bes­ser­ter Si­cher­heit ver­tritt er die Mei­nung, dass oh­ne­hin alle Zah­len zu Sturz­ver­let­zun­gen viel zu nied­rig an­ge­setzt sind. Denn selbst nach vor­sich­tigs­ten Schät­zun­gen ist die Trep­pe die zweit­häu­figs­te Ur­sa­che von Un­fallt­oden, weit hin­ter Au­to­un­fäl­len, doch weit vor Er­trin­ken, Ver­bren­nen und ähn­lich ar­gen Miss­ge­schi­cken. Oben­drein kom­men Trep­pen­stür­ze die Volks­wirt­schaft teu­er zu ste­hen; man muss sich nur die an­fal­len­den Arzt- und Kran­ken­haus­kos­ten ver­ge­gen­wär­ti­gen so­wie die Kos­ten, die durch den Ar­beits­aus­fall ent­ste­hen. In An­be­tracht des­sen ist es schon merk­wür­dig, dass man dem Trep­pen­sturz nicht mehr Auf­merk­sam­keit zollt. Bei Brän­den, Brand­schutz­be­stim­mun­gen und Feu­er­ver­si­che­run­gen wer­den reich­lich Geld und Ar­beits­zeit auf vor­beu­gen­de Maß­nah­men oder Ur­sa­chen­for­schung ver­wen­det, doch bei Stür­zen und ih­rer Ver­hü­tung hält man sich zu­rück.

Ir­gend­wann stol­pert je­der mal auf ei­ner Trep­pe. Man hat er­rech­net, dass der Mensch beim Trep­pen­ge­hen wahr­schein­lich alle 2.222 Mal eine Stu­fe ver­passt, alle 63.000 Mal ei­nen klei­ne­ren und alle 734.000 Mal ei­nen schmerz­haf­te­ren Un­fall hat. Alle 3.616.667 Mal muss er zur Be­hand­lung ins Kran­ken­haus.

Vie­rund­acht­zig Pro­zent der Men­schen, die nach Trep­pen­stür­zen im ei­ge­nen Haus ster­ben, sind fün­fund­sech­zig und äl­ter. Der Grund liegt we­ni­ger da­rin, dass die Se­ni­o­ren acht­los eine Trep­pe hinun­ter­ge­hen, als viel­mehr da­rin, dass sie nicht mehr so leicht auf­ste­hen kön­nen. Kin­der ster­ben Gott sei Dank sehr sel­ten nach Trep­pen­stür­zen, aber Haus­hal­te mit klei­nen Kin­dern ha­ben bei Wei­tem die höchs­te Rate an Ver­let­zun­gen, teil­wei­se weil die Trep­pe häu­fig be­nutzt wird und teil­wei­se we­gen der ver­blüf­fen­den Din­ge, die Kin­der auf der Trep­pe lie­gen las­sen. Un­ver­hei­ra­te­te Men­schen fal­len eher als ver­hei­ra­te­te, jung ver­hei­ra­te­te fal­len mehr als bei­de, und Leu­te, die fit sind, fal­len öf­ter als Leu­te, die nicht fit sind, haupt­säch­lich, weil sie viel mehr sprin­gen und we­ni­ger vor­sich­tig sind und nicht im­mer Päu­schen ma­chen müs­sen wie die Pum­mel und Ge­brech­li­chen.

Der bes­te In­di­ka­tor da­für, wel­ches Ri­si­ko man per­sön­lich hat, ist die Häu­fig­keit der Stür­ze, die ei­nem bis­her pas­siert sind. An­fäl­lig­keit für Trep­pen­sturz­ver­let­zun­gen ist un­ter Ärz­ten ein eher kont­ro­vers dis­ku­tier­tes The­ma, aber es scheint doch et­was dran zu sein. Etwa vier von zehn Men­schen wi­der­fährt ein sol­ches Mal­heur nicht nur ein­mal.
Die Leu­te fal­len ver­schie­den in ver­schie­de­nen Län­dern. Zum Bei­spiel ver­letzt sich ein Ja­pa­ner weit eher bei ei­nem Trep­pen­sturz im Büro, in ei­nem Kauf­haus oder auf ei­nem Bahn­hof als je­mand in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Und zwar nicht des­halb, weil die Ja­pa­ner leicht­sin­ni­ge­re Trep­pen­ge­her sind, son­dern, weil US-Ame­ri­ka­ner in öf­fent­li­chen Räu­men nicht oft Trep­pen be­nut­zen. Stets auf Si­cher­heit und Be­quem­lich­keit be­dacht, hüp­fen sie gleich in Auf­zü­ge oder stel­len sich auf Roll­trep­pen. Ver­let­zun­gen durch Trep­pen­stür­ze zie­hen sie sich in ih­rer über­wie­gen­den Mehr­heit zu Hau­se zu – fast der ein­zi­ge Ort, an dem sie wirk­lich re­gel­mä­ßig Trep­pen be­nut­zen. Das ist auch der Grund, wa­rum Frau­en häu­fi­ger Trep­pen he­run­ter­fal­len als Män­ner: Sie be­nut­zen sie mehr, ins­be­son­de­re zu Hau­se, wo, wie ge­sagt, die meis­ten Stür­ze pas­sie­ren.

Wenn wir auf ei­ner Trep­pe fal­len, ge­ben wir uns meist selbst die Schuld und mei­nen, wir sei­en un­vor­sich­tig oder un­auf­merk­sam ge­we­sen. Da­bei be­ein­flusst die Kons­t­ruk­ti­on der Trep­pe die Wahr­schein­lich­keit, mit der wir fal­len, und die In­ten­si­tät des Schmer­zes. Schlech­te Be­leuch­tung, kein Ge­län­der, ver­wir­ren­de Mus­ter auf den Stu­fen, zu ho­her oder zu nied­ri­ger Ab­stand zwi­schen den Stu­fen, un­ge­wöhn­lich brei­te oder schma­le Stu­fen oder Ab­sät­ze, die den Rhyth­mus des Hi­nauf- oder Hi­nab­ge­hens un­ter­bre­chen, sind die Haupt­kons­t­ruk­ti­ons­feh­ler, die zu Un­fäl­len füh­ren.

Laut Temp­ler ist bei der Si­cher­heit von Trep­pen zwei­er­lei zu be­ach­ten, näm­lich ers­tens, „die Be­din­gun­gen zu ver­mei­den, die zu Un­fäl­len füh­ren“, und zwei­tens, „die Trep­pen so zu kons­t­ru­ie­ren, dass die Ver­let­zun­gen ge­ring blei­ben, wenn ein Un­fall pas­siert“. Er er­zählt, dass an ei­nem Bahn­hof in New York (an wel­chem, sagt er wohl­weis­lich nicht) die Stu­fen­rän­der mit ei­nem rutsch­fes­ten An­strich ver­se­hen wur­den, doch we­gen des Mus­ters die Kan­ten schwer zu er­ken­nen wa­ren. Bin­nen sechs Wo­chen fie­len mehr als vier­zehn­hun­dert Leu­te die Trep­pe hi­nun­ter. Dann be­sei­tig­te man das Pro­blem.

Höhe, Breite, Steigung

Bei ei­ner Trep­pe spie­len drei Fak­to­ren eine Rol­le: Stu­fen­hö­he, Auf­tritts­brei­te und Stei­gung. Was den Stei­gungs­grad be­trifft, sind die Men­schen sehr emp­find­lich. Beim Hi­nauf­ge­hen ist al­les über 45 Grad un­an­ge­nehm an­stren­gend und al­les mit we­ni­ger als 27 Grad schne­cken­haft lang­sam. Trep­pen hoch­zu­stei­gen, die eine ge­rin­ge Stei­gung ha­ben, ist über­ra­schend müh­sam, der Be­reich, in dem wir eine Trep­pe lo­cker-flo­ckig be­wäl­ti­gen kön­nen, ist klein. Ein un­aus­weich­li­ches Pro­blem ist die Tat­sa­che, dass Men­schen si­cher und un­ge­fähr­det in bei­de Rich­tungen ge­hen wol­len, die Be­we­gungs­ab­läu­fe aber in je­der Rich­tung ver­schie­de­ne Hal­tun­gen er­for­dern. Geht man eine Trep­pe hoch, beugt man sich vor, geht man hi­nun­ter, ver­la­gert man sei­nen Schwer­punkt nach hin­ten, als brem­se man. Trep­pen, die man si­cher und be­quem hi­nauf­steigt, sind beim Hi­nun­ter­ge­hen un­ter Um­stän­den nicht so gut und um­ge­kehrt. Wie weit die Stu­fen­kan­te aus der Stu­fe vor­ragt, kann die Un­fall­wahr­schein­lich­keit eben­falls we­sent­lich be­ein­flus­sen. In ei­ner ide­a­len Welt wür­den die Trep­pen im­mer leicht ihre Form ver­än­dern, je nach­dem, ob man hi­nauf- oder hi­nun­ter­geht. In un­se­rer nicht ide­a­len Welt ist jede Trep­pe ein Komp­ro­miss.

Schau­en wir uns ei­nen Sturz in Zeit­lu­pe an. Eine Trep­pe hin­un­ter­zu­ge­hen ist in ge­wis­sem Sin­ne ein kont­rol­lier­ter Sturz. Man be­wegt den Kör­per in ei­ner Wei­se vor­wärts und ab­wärts, die ein­deu­tig ge­fähr­lich wäre, wenn man die Si­tu­a­ti­on nicht be­herrsch­te. Für das Ge­hirn be­steht das Pro­blem da­rin, den Mo­ment zu er­ken­nen, in dem ein Ab­stieg nicht mehr ge­ord­net er­folgt, son­dern ver­zwei­felt un­ko­or­di­niert wird. Das mensch­li­che Ge­hirn re­a­giert ja sehr schnell auf Ge­fahr und Un­ord­nung, aber den Bruch­teil ei­ner Se­kun­de braucht es doch – 190 Milli­se­kun­den, um ge­nau zu sein –, bis die Ref­le­xe ein­set­zen und der Ver­stand ka­piert hat, dass et­was schief­läuft und er al­les klar zum Ge­fecht ma­chen muss, weil eine schwie­ri­ge Lan­dung an­steht. Wäh­rend die­ser un­ge­heu­er kur­zen Pha­se be­wegt sich der Kör­per im Durch­schnitt noch etwa 20 Zen­ti­me­ter ab­wärts – da ist eine ele­gan­te Lan­dung meist nicht mehr mög­lich. Wenn das Gan­ze auf der un­ters­ten Stu­fe pas­siert, lan­det man mit ei­nem un­an­ge­neh­men Rums, der mehr pein­lich ist als sonst was. Wenn es aber wei­ter oben pas­siert, krie­gen sich die Füße ein­fach nicht wie­der ein (we­der ele­gant noch sons­t wie), und man kann nur hof­fen, dass man das Ge­län­der zu pa­cken be­kommt, be­zie­hungs­wei­se dass es über­haupt ein Ge­län­der gibt. Eine Un­ter­su­chung aus dem Jah­re 1958 be­sagt, dass sel­bi­ges bei drei Vier­teln al­ler Trep­pen­stür­ze fehl­te.

Am An­fang und Ende ei­ner Trep­pe heißt es be­son­ders vor­sich­tig sein. Of­fen­bar sind wir dort am ehes­ten ab­ge­lenkt. Ein Drit­tel al­ler Trep­pen­un­fäl­le pas­siert auf der ers­ten oder der letz­ten Stu­fe und zwei Drit­tel auf den ers­ten drei oder letz­ten drei Stu­fen. Am ge­fähr­lichs­ten ist es, wenn eine ein­zi­ge Stu­fe an ei­ner un­er­war­te­ten Stel­le kommt, und fast so ge­fähr­lich wird es, wenn es nur fünf oder we­ni­ger Stu­fen gibt. Sie schei­nen zur Ver­mes­sen­heit zu ver­lei­ten.

Hi­nun­ter­zu­ge­hen ist im Üb­ri­gen ge­fähr­li­cher als hi­nauf – was sich nach dem bis­her Ge­sag­ten wahr­schein­lich von selbst ver­steht. Über neun­zig Pro­zent al­ler Ver­let­zun­gen zie­hen sich die Men­schen beim Hi­nun­ter­ge­hen zu. Die Chan­cen auf ei­nen schwe­ren Sturz be­tra­gen 57 Pro­zent auf ei­ner ge­rad­läu­fi­gen Trep­pe, aber nur 37 Pro­zent auf ei­ner wie auch im­mer ge­wen­del­ten Trep­pe. Auch Trep­pen­ab­sät­ze müs­sen eine be­stimm­te Grö­ße ha­ben – ide­al ist die For­mel: Brei­te ei­ner Stu­fe plus Län­ge ei­nes Schritts –, da­mit sie den Rhyth­mus des Trep­pen­be­nut­zers nicht un­ter­bre­chen. Wenn der näm­lich un­ter­bro­chen wird, ist das schon das Vor­spiel zum Sturz.

Man er­kann­te auch, dass Men­schen eine Trep­pe un­ter­schied­lich schnell hi­nauf- und hi­nun­ter­ge­hen, je nach­dem, ob der Auf­stieg kurz oder lang ist. Da dies ganz ins­tink­tiv ge­schieht, ist es am bes­ten, wenn man brei­te Stu­fen bei kur­zen Auf­stie­gen und schma­le­re bei stei­le­ren, län­ge­ren Auf­stie­gen hat. Aber die Klas­si­ker der Ar­chi­tek­tur­li­te­ra­tur hat­ten über­ra­schend we­nig zur An­la­ge von Trep­pen zu sa­gen. Vi­truv mein­te nur, dass Trep­pen gut be­leuch­tet sein soll­ten. Sei­ne Sor­ge galt nicht der Ri­si­ko­mi­ni­mie­rung für Stür­ze, er woll­te viel­mehr ver­hin­dern, dass die Leu­te im Dunkeln auf der Trep­pe zu­sam­men­stie­ßen. Erst Ende des 17. Jahr­hun­derts er­sann Fran­çois Blon­del, ein Fran­zo­se, eine For­mel, die das Ver­hält­nis zwi­schen Brei­te und Höhe der Stu­fe ma­the­ma­tisch er­fass­te. Grob ver­ein­facht schlug er vor, dass man für jede zu­sätz­li­che Trep­pen­stu­fe die Brei­te der­sel­ben nach ei­nem ganz be­stimm­ten Ver­hält­nis ver­rin­gern soll­te. Sei­ne For­mel wur­de al­lent­hal­ben an­ge­wen­det und ist heu­te, mehr als drei­hun­dert Jah­re spä­ter, im­mer noch fes­ter Be­stand­teil vie­ler Bau­vor­schrif­ten, ob­wohl sie bei Trep­pen, die ent­we­der un­ge­wöhn­lich hoch oder un­ge­wöhn­lich nied­rig sind, nicht ein­mal be­son­ders gut ist – nein, ei­gent­lich rich­tig schlecht.

In mo­der­ne­ren Zei­ten hat – sie­he da! – Frede­rick Law Olmsted die Kons­t­ruk­ti­on von Trep­pen sehr ernst ge­nom­men. Ob­wohl er es für sei­ne Ar­beit so gut wie gar nicht brauch­te, ver­maß er Stu­fen­hö­hen und -brei­ten neun Jah­re lang pe­nib­elst – manch­mal zwang­haft –, weil er eine For­mel fin­den woll­te, nach der eine Trep­pe in bei­den Rich­tungen be­quem und si­cher zu be­ge­hen war. Sei­ne Er­geb­nis­se pack­te dann ein Ma­the­ma­ti­ker na­mens Er­nest Irv­ing Freeze in zwei Glei­chun­gen.
Heu­te schlägt Temp­ler vor, dass der Hö­hen­ab­stand zwi­schen zwei Stu­fen zwi­schen 16,002 und 18,288 Zen­ti­me­ter be­tra­gen soll­te und die Auf­tritts­brei­te nie we­ni­ger als 22,86 Zen­ti­me­ter, aber bes­ser 27,94. Wenn man sich al­ler­dings mal um­schaut, stellt man fest, dass alle mög­li­chen an­de­ren Maße vor­kom­men. Im All­ge­mei­nen, sagt je­den­falls die En­cycl­opae­dia Brit­annica, ist der Ab­stand zwi­schen den Stu­fen in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ein we­nig hö­her als der in Groß­bri­tan­ni­en und der auf dem eu­ro­pä­i­schen Fest­land noch hö­her, doch ge­naue Zah­len wer­den nicht ge­nannt.

Zur Ge­schich­te von Trep­pen kann man nicht viel sa­gen. Kei­ner weiß, wo oder wann sie ent­stan­den, nicht ein­mal un­ge­fähr. Aber die ers­ten Trep­pen wur­den viel­leicht nicht ein­mal kons­t­ru­iert, weil die Men­schen, wie man viel­leicht denkt, nach oben in ein hö­he­res Stock­werk woll­ten, son­dern weil sie nach un­ten, in Mi­nen, woll­ten. 2004 wur­de die äl­tes­te bis­her ge­fun­de­ne Holz­trep­pe ent­deckt, und zwar ein­hun­dert Me­ter un­ter der Erde in ei­nem Bron­ze­zeit-Salz­berg­werk in Hall­statt in Ti­rol: Sie war un­ge­fähr drei­tau­send Jah­re alt. Im Ge­gen­satz zur Lei­ter (bei der man bei­de Hän­de zum Fest­hal­ten brauch­t) hat die Trep­pe den kla­ren Vor­teil, dass man bei­de Arme frei­hat und schwe­re Las­ten nach oben schlep­pen kann.

Tödliche Tapeten

Da wir bei dem The­ma sind, wie wir in un­se­ren Häu­sern zu Scha­den kom­men kön­nen, hal­ten wir doch ei­nen Mo­ment auf dem Trep­pen­ab­satz inne und be­trach­ten et­was an­de­res, das sich in der Mensch­heits­ge­schich­te für eine gro­ße An­zahl un­se­rer Art­ge­nos­sen als töd­lich er­wie­sen hat: die Wän­de, oder ge­nau­er ge­sagt, das, was auf die Wän­de kommt: Far­be und Ta­pe­te. Lan­ge, lan­ge wa­ren bei­de auf viel­fäl­ti­ge Wei­se der Ge­sund­heit ent­schie­den ab­träg­lich.

Da ist zu­nächst ein­mal die Ta­pe­te über­haupt (...). Lan­ge war sie sehr teu­er ge­we­sen, nicht nur, weil sie län­ger als ein Jahr­hun­dert hoch be­steu­ert wur­de, son­dern auch, weil sie ext­rem ar­beits­auf­wän­dig in der Her­stel­lung war. Sie wur­de nicht aus Zell­stoff, son­dern aus Lum­pen her­ge­stellt. Die Lum­pen zu sor­tie­ren, war buch­stäb­lich Drecks­ar­beit; die Sor­tie­rer konn­ten sich mit vie­len Krank­hei­ten an­ste­cken. Bis zur Er­fin­dung ei­ner Ma­schi­ne im Jahr 1802, mit der man End­los­pa­pier­rol­len pro­du­zie­ren konn­te, war je­des Blatt höchs­tens sech­zig mal sech­zig Zen­ti­me­ter groß, und die Ta­pe­ten­stü­cke muss­ten sorg­sam und mit gro­ßem Ge­schick an­ei­nan­der­ge­klebt wer­den. Die Grä­fin von Suf­folk zahl­te Mit­te des 18. Jahr­hun­derts für das Ta­pe­zie­ren ei­nes ein­zi­gen Zim­mers 42 Pfund, und da­mals be­trug die Jah­res­mie­te ei­nes gu­ten Lon­do­ner Hau­ses ge­ra­de mal 12 Pfund. Ve­lours­ta­pe­te, her­ge­stellt aus Pa­pier und da­rauf ge­leim­ten, ge­färb­ten Woll­fu­sseln, wur­de da­nach ext­rem mo­disch, bot aber zu­sätz­li­che Ge­fah­ren für alle am Her­stel­lungs­pro­zess Be­tei­lig­ten, da der Leim oft gif­tig war.

Als 1830 end­lich die Ta­pe­ten­steu­er ab­ge­schafft wur­de, ging es mit der Ta­pe­te ste­tig berg­an. Die Zahl der in Groß­bri­tan­ni­en ver­kauf­ten Rol­len sprang von ei­ner Mil­li­on 1830 auf drei­ßig Mil­li­o­nen 1870, und ab dann wur­den die Leu­te wirk­lich rei­hen­wei­se krank. Ta­pe­te war oft mit Pig­men­ten ge­färbt, die Ar­sen, Blei und An­ti­mon ent­hiel­ten, doch nach 1775 wur­de sie auch noch häu­fig in ein be­son­ders tü­cki­sches Kup­fer­salz na­mens Kupfe­rarse­nit ge­taucht, das der groß­ar­ti­ge, aber wun­der­bar glück­lo­se schwe­di­sche Che­mi­ker Carl Wil­helm Schee­le er­fun­den hat­te. Die Far­be des Kupfe­rarse­nits war so be­liebt, dass sie bald Schee­les Grün ge­nannt wur­de. Un­ter Zu­satz von Kup­fer­a­ze­tat wur­de sie zu ei­nem noch tie­fe­ren „Sma­ragd­grün“ ver­fei­nert. Man färb­te da­mit al­les Mög­li­che, Spiel­kar­ten, Ker­zen, Klei­dung und Vor­hang­stof­fe und so­gar man­che Nah­rungs­mit­tel. Be­son­ders be­liebt war Sma­ragd­grün aber bei Ta­pe­ten. Was nicht nur ge­fähr­lich für die Leu­te war, die die Ta­pe­te her­stell­ten oder an­kleb­ten, son­dern auch für die, die spä­ter da­mit wohn­ten.

Ende des 19. Jahr­hun­derts ent­hiel­ten acht­zig Pro­zent der eng­li­schen Ta­pe­ten Ar­sen, oft in er­heb­li­chen Men­gen. Be­son­ders be­geis­ter­te sich Will­iam Mor­ris da­für, der nicht nur leuch­ten­des Ar­sen­grün lieb­te, son­dern auch in der Un­ter­neh­mens­füh­rung ei­ner Fir­ma in De­von tätig war (und sein Geld da­rin in­ves­tier­te), die auf Ar­sen ba­sie­ren­de Pig­men­te her­stell­te. Be­son­ders bei Feuch­tig­keit – und in eng­li­schen Hei­men ist es sel­ten nicht feucht – ver­ström­te die Ta­pe­te ei­nen ei­gen­ar­ti­gen, muf­fi­gen Ge­ruch, der vie­le Leu­te an Knob­lauch er­in­ner­te. Au­ßer­dem aber merk­ten sie, dass in Schlaf­zim­mern mit grü­nen Ta­pe­ten nor­ma­ler­wei­se kei­ne Wan­zen wa­ren. Gif­ti­ge Ta­pe­te, meint man heu­te, war häu­fig auch der Grund, wa­rum eine Luft­ver­än­de­rung chro­nisch Kran­ken so guttat. In vie­len Fäl­len ent­ka­men sie ga­ran­tiert nur ei­ner schlei­chen­den Ver­gif­tung. Wie auch Frede­rick Law Olms­ted, ein Mann, dem wir häu­fi­ger be­geg­nen als ge­dacht. 1893 litt er of­fen­bar an ei­ner Ar­sen­ver­gif­tung, die von sei­ner Schlaf­zim­mer­ta­pe­te aus­ge­löst wur­de, ge­nau zu der Zeit, als die Leu­te all­mäh­lich ka­pier­ten, was sie im Bett krank mach­te. Er brauch­te ei­nen gan­zen Som­mer, um sich zu er­ho­len – in ei­nem an­de­ren Zim­mer.

Auch Far­ben wa­ren über­ra­schend ge­fähr­lich. Bei ih­rer Her­stel­lung ver­misch­te man eine Men­ge to­xi­sches Zeugs mit­ei­nan­der, ins­be­son­de­re Blei, Ar­sen und Cinn­aba­rit (ei­nen Ver­wand­ten des Queck­sil­bers). Ma­ler­ge­sel­len und Kunst­ma­ler lit­ten an ei­ner schwer zu be­stim­men­den, aber viel­fäl­tig ag­gres­si­ven Krank­heit, die man Ma­ler­ko­lik nann­te und die im Grun­de eine Blei­ver­gif­tung war. Die­se Leu­te kauf­ten Blei­weiß im Block und zer­mahl­ten es zu Pul­ver, in­dem sie im­mer wie­der eine Ei­sen­ku­gel dar­ü­ber­roll­ten. Da­durch kam viel Staub an ihre Fin­ger und in die Luft, und der war hoch­gif­tig. Zu den vie­len Symp­to­men, an de­nen sie er­krank­ten, ge­hör­ten Läh­mun­gen, quä­len­der Hus­ten, An­trieb­slo­sigk­eit, Me­lan­cho­lie, Ap­pe­tit­ver­lust, Hal­lu­zi­na­ti­o­nen und Blind­heit. Eine der merk­wür­di­gen Fol­gen ei­ner Blei­ver­gif­tung ist die Ver­grö­ße­rung der Netz­haut, wes­halb man­che Be­trof­fe­ne Hei­li­gen­schei­ne um Ob­jek­te se­hen – welch­sel­bi­gen Ef­fekt Vin­cent van Gogh ja be­rühmt­er­wei­se in sei­nen Ge­mäl­den nutz­te. Auch James McNe­ill Whist­ler er­krank­te ernst­haft durch Blei­weiß; als er das le­bens­gro­ße Bild Das wei­ße Mäd­chen schuf, be­nutz­te er sehr viel da­von.

Heu­te ist Blei­far­be au­ßer in sehr spe­zi­fi­schen An­wen­dungs­fäl­len über­all ver­bo­ten, Res­tau­ra­to­ren ver­mis­sen sie aber schmerz­lich, denn sie ver­lieh den Far­ben eine Tie­fe und Weich­heit, wie sie mit mo­der­nen Far­ben bei Wei­tem nicht zu er­zie­len sind. Au­ßer­dem sieht sie be­son­ders gut auf Holz aus. (...)

Der ein­fachs­te An­strich war der mit Kalk­milch oder Tün­che, und man be­nutz­te ihn nor­ma­ler­wei­se in schlich­te­ren Be­rei­chen wie Räu­men, in de­nen die Dienst­bo­ten ar­bei­te­ten, so­wie de­ren Zim­mern. Tün­che war eine ein­fa­che Mix­tur aus un­ge­lösch­tem Kalk und Was­ser (der bes­se­ren Haft­bar­keit we­gen manch­mal noch mit Talg ver­mischt). Sie hielt nicht lan­ge, hat­te aber den prak­ti­schen Vor­teil, dass sie des­in­fi­zie­rend wirk­te. Sie war nicht im­mer weiß, son­dern oft, wenn auch schwach, mit Farb­stof­fen ver­setzt.

Die Her­stel­lung der Far­ben er­for­der­te be­son­de­re Kunst­fer­tig­kei­ten, denn Ma­ler mahl­ten ihre Pig­men­te und misch­ten ihre Far­ben selbst, und im All­ge­mei­nen ge­schah das un­ter gro­ßer Ge­heim­hal­tung, um ge­gen­über der Kon­kur­renz die Nase vorn zu ha­ben. Da man die Far­ben nur in klei­nen Men­gen mi­schen und so­fort ver­wen­den muss­te, be­durf­te es schon gro­ßer Er­fah­rung und gro­ßen Kön­nens, je­den Tag zu­ei­nan­der pas­sen­de Men­gen an­zu­rüh­ren. Man muss­te ja auch im­mer meh­re­re Schich­ten auf­tra­gen, denn selbst die bes­ten Far­ben hat­ten kei­ne gro­ße Deck­kraft. In der Re­gel brauch­te man min­des­tens fünf An­stri­che für eine Wand. An­strei­chen war also ein auf­wän­di­ges und hand­werk­lich ziem­lich an­spruchs­vol­les Un­ter­fan­gen.

Preis­li­che Un­ter­schie­de gab es vor al­lem bei den Pig­men­ten. Stump­fe­re Far­ben wie ge­bro­che­nes Weiß oder Stein­grau wa­ren für vier, fünf Pence das Pfund zu ha­ben, aber da Blau­tö­ne und Gelb­tö­ne zwei- bis drei­mal so viel kos­te­ten, wur­den sie nur von bürg­erli­chen und hö­he­ren Schich­ten be­nutzt. Noch teu­rer wa­ren Blau­tö­ne wie Smal­te aus ge­mah­le­nem Glas, das den Glit­zer­ef­fekt bringt, und Azu­rit aus Halb­e­del­stein. Das Teu­ers­te war Grün­span, den man er­zeug­te, in­dem man Kup­fer­strei­fen über ein Fass mit Pfer­de­mist und Es­sig häng­te und das dann ent­ste­hen­de oxi­dier­te Kup­fer ab­kratz­te. Es ist der glei­che Pro­zess, der Kup­fer­dome und -sta­tu­en grün wer­den lässt, nur schnel­ler in Gang ge­setzt und kom­mer­zi­ell ge­nutzt, und es er­gab „das zar­tes­te Gras­grün der Welt“, wie ein Zeit­ge­nos­se aus dem 18. Jahr­hun­dert schwärm­te. Ein Grün­span-­grün ge­stri­che­nes Zim­mer ent­lock­te Be­su­chern stets ein be­wun­dern­des "Ah!".

Wenn Far­ben in Mode ka­men, woll­ten die Leu­te sie im­mer so in­ten­siv, wie es nur ir­gend ging. Die de­zen­te­ren Far­ben, die wir aus der Ge­or­gia­ni­schen Zeit in Groß­bri­tan­ni­en und der Ko­lo­ni­al­stil­pe­ri­o­de in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ken­nen, sind Re­sul­tat von Ver­blas­sen, nicht von de­ko­ra­ti­ver Zu­rück­hal­tung. Als man 1979 in Mount Ver­non, dem Landsitz Georg Washingtons, da­mit be­gann, die In­nen­räu­me in den O­ri­gi­nal­far­ben zu strei­chen, "ka­men die Leu­te und be­schwer­ten sich laut­stark", er­zähl­te mir der Chef­denk­mal­schüt­zer des An­we­sens, Den­nis Po­gue. "Sie be­haup­te­ten, die knal­li­gen Far­ben sei­en ge­schmack­los. Und sie hat­ten recht – schön wa­ren sie nicht. Aber wir ha­ben sie nur des­halb ge­wählt, weil sie ur­sprüng­lich so aus­ge­se­hen ha­ben. Vie­le Leu­te konn­ten sich al­ler­dings gar nicht da­mit an­freun­den, dass wir Mount Ver­non ge­treu dem Ori­gi­nal res­tau­rier­ten. Doch die Far­ben da­mals wa­ren eben alle durch­gän­gig sehr kräf­tig. Je vol­le­re Far­ben man ver­wen­de­te, des­to mehr Be­wun­de­rung war ei­nem ge­wiss. Schon des­halb, weil in­ten­si­ve Far­ben im­mer ein Zei­chen da­für wa­ren, dass man viel Geld aus­ge­ge­ben hat­te, denn die vie­len Pig­men­te wa­ren ja sehr kost­spie­lig. Man darf frei­lich auch nicht ver­ges­sen, dass man die Far­ben oft nur bei Ker­zen­licht sah; um in dem biss­chen Licht was her­zu­ma­chen, muss­ten sie schon kräf­tig sein."

Ein Geschmack wie die Hippies

In Monti­cel­lo, dem Landsitz Thomas Jeffersons, ist es heu­te ge­nau­so. Ei­ni­ge Zim­mer er­strah­len in den leb­haf­tes­ten Gelb- und Grün­tö­nen. Plötz­lich kommt es ei­nem vor, als hät­ten George Wa­shing­ton und Tho­mas Jef­fer­son ei­nen Ge­schmack wie die Hip­pies. Da­bei wa­ren sie im Ver­gleich zu dem, was folg­te, noch über die Ma­ßen zu­rück­hal­tend.
Als in der zwei­ten Hälf­te des neun­zehn­ten Jahr­hun­derts die ers­ten ge­brauchs­fer­ti­gen Far­ben auf den Markt ka­men, klatsch­ten die Leu­te sie mit fröh­li­cher Hin­ga­be an die Wän­de. Nicht nur wur­den stark leuch­ten­de Far­ben im Haus Mode, son­dern sie­ben bis acht da­von in ei­nem ein­zi­gen Zim­mer.

Bei ge­nau­e­rer Be­trach­tung des Gan­zen wür­den wir frei­lich über­rascht fest­stel­len, dass zwei sehr ele­men­ta­re Far­ben im 18. Jahrhundert über­haupt nicht exis­tier­ten: ein gu­tes Weiß und ein gu­tes Schwarz. Das hells­te ver­füg­ba­re Weiß war ziem­lich stumpf und ge­bro­chen, und ob­wohl im 19. Jahr­hun­dert die Weiß­tö­ne wei­ßer wur­den, be­kam man erst in den 1940er Jah­ren – durch Hin­zu­fü­gen von Ti­tan­oxid – rich­tig star­ke, halt­ba­re wei­ße Far­ben.

In dem jun­gen Neu­eng­land fehl­te so­gar jeg­li­ches Weiß, weil die Pu­ri­ta­ner nicht nur kei­ne wei­ße Far­be hat­ten, son­dern von Far­ben und über­haupt ei­nem hüb­schen An­strich gar nichts hiel­ten (bei­des fan­den sie prot­zig). All die schim­mern­den wei­ßen Kir­chen im Nord­os­ten der USA sind also ein ver­gleichs­wei­se neu­es Phä­no­men.

Und wie ge­sagt, auf der Pa­let­te des Ma­lers fehl­te au­ßer­dem ein kräf­ti­ges Schwarz. Erst Ende des neun­zehn­ten Jahr­hun­derts konn­ten sich auch Hinz und Kunz schwar­ze Far­be leis­ten, die aus Teer und Pech des­til­liert war und schwarz blieb. Wo­mit klar ist, dass all die glän­zend schwar­zen Haus­tü­ren, Ge­län­der, Tore, Laternenpfäh­le, Dach­rin­nen und Fall­roh­re und Be­schlä­ge, die im heu­ti­gen Lon­don all­ge­gen­wär­tig sind, jün­ge­ren Da­tums sind. Wenn wir in das Lon­don von Di­ckens zu­rück­ka­ta­pul­tiert wür­den, wür­den wir als ei­nen der ver­blüf­fend­sten Un­ter­schie­de be­mer­ken, dass es kaum schwarz an­ge­stri­che­ne Flä­chen gab. In Di­ckens’ Zei­ten wa­ren fast alle Ei­sen­kons­t­ruk­ti­o­nen und schmie­de­ei­ser­nen Ver­zie­run­gen grün, hell­blau oder stumpf grau.

So, nun kön­nen wir nach oben in ein Zim­mer ge­hen, das hof­fent­lich nie je­man­den um­ge­bracht, aber ver­mut­lich mehr Lei­den und Ver­zweif­lung ge­se­hen hat als alle an­de­ren Zim­mer des Hau­ses zu­sam­men ...

Bill Bryson wurde 1951 in Des Moines, Iowa geboren. 1977 zog er nach Großbritannien und schrieb unter anderem für die Times und den Independent. Berühmt wurde er als Autor humorvoller Reisebücher. Heute gehört er zu den erfolgreichsten Sachbuchautoren der Gegenwart.

Bill Bryson, Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge 2011 Wilhelm Goldmann Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, Übersetzung: Sigrid Ruschmeier, 640 S. , 24,99

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17:00 23.08.2011

Ausgabe 31/2020

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